Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 21 (22.5.1861)
- Date
- 1861-05-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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« 2. J-hrga-g. n M M. Ein GeKLVÄSVDMs fÜV tzss ssLHshsZe ZWheQHNW. - HrrauSgegebm vv» sr^. Lehmann in Mainz. Mainz, den 22. Mai 5621. (1 361.) Diese Zeitung ersä'eint Wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1*/, Bogen. Preis.des Jahrgangs: 2 Tbkr. p. §. «der fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. 2. oder fl. 1. kr. rh. vierteljährig 15 Sgr. p. E. oder 53 kr. rb.; etwaige Stemve lgebübr rc. uvgerecbnet. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Alle Buchhandlungen und Postämter nebmen Bestellungen an. OcflerreiLisrbe Banknoten laut EourS. Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband Skwünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. C. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. öftere, franco einzusendrn. Inhalt. Leitende Artikel: Literarischer Bericht: Erster Bericht der Talmud-Unterrichts-Anstalt, Berl n 5621 (1661), von S. — Ein ernstes Wort über die sittliche und religiöse Erziehung der Jugend im Elternbause, von Solomon Kohn. (Forts. > von Rr 18 u. 20 v. I.) — Ortbodox-isr. Bibelanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Zeitungsnachrichten: Teutschland: München. Hamburg. Preußen: Breslau. Oesterreichischer Kaiserstaat: Nicolsburg. Thrnau. Frankreich: Reims. Amerika: New-Vork. Leitende Artikel. FitemriMrr Nericbt. , Erster Bericht der Talmud - Unterrichts-Anstalt. Berlin 5621 (1861). Uns liegt der „Erste Bericht der Talmud-Unterrichts-Anstalt" -u Berlin, dem eine Abhandlung „Heber Talmud-Studium" von vr. Friedlander vorangeht, vor. Diese Abhandlung hat es sich zur Aufgabe gestellt, den Nachweis zu führen, daß das Studium der Thora nebst den religiösen Erfolgen nicht allein den Verstand scharfe, sondern auch zum Erlernen und Erforschen der profanen Wissenschaften aneifere. Besonders treffend spricht sich der Verfasser über den geistbildenden Werth des Talmuds aus, wenn er in ihm das vereint erblickt, was sonst Philologie und Mathematik Wichtiges für die Bildung des Geistes bieten. Führen wir die Worte des Vers, selbst an. S. 10. sagt derselbe: „Hat auch die Gemara zunächst die gründliche Kenntniß der göttlichen Lehre und ihre Befolgung zu ihren Zwecken, so ist die Beschäftigung mit derselben nicht ohne allen Einfluß auf die allgemeine Bildung des Menschen in Bezug auf seinen Geist und seine Gesinnung^ Die Gemara gewöhnt durch ihre. Methode an ein gründliches Denken, an eine scharfe Sonderung der verschiedenen'Begriffe, an eine genaue Berechnung der Conseqnenzen einer Behauptung. Man verspricht sich diesen Erfolg gewöhnlich von der Mathematik; Philologen vom Studium der antiken Sprachen, der lateinischen und griechischen; die Mathematik übt das Denken, das Sprachstudium schärst den Blick, mit der geringsten Aenderung der Form auch eine Aenderung des Begriffes zu verbinden. Die Gemara vereinigt beide Vorzüge durch die Ableitung der verschiedenen Vorschriften von einander nach den allgemeinen Regeln des Denkens einerseits, wie andererseits durch die Herleitung der Vorschriften aus den Worten der heiligen Schrift und der Nüäncirung der Vorschriften nach der Verschiedenheit von Ausdruck und Form." Indem nun der Vers, diesen allgemeinen Vortheil einerseits hervorhebt, so begründet er auch anderer-