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Der Israelit · 1861-05-08 · Heft 19 (8.5.1861) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 19 (8.5.1861)
Date
1861-05-08
Page
– (sequence 7)
Language
German
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231 geschätzten Herrn Rabbiner ihre Verehrung und Dankbarkeit darzulegen, durch großartige Geschenke einerseits, sowie auch durch eine öffentliche Feier an diesem Tage, die sehr glänzend zu werden verspricht; ich werde später Näheres darüber berichten. Für heute sei es mir nur vergönnt eines Geschenkes zu erwähnen, das die Jünglinge Altona's ihrem geschätzten Seelsorger gewidmet, und das ebensowohl durch seine sinnreiche Zusammenstellung als auch durch seine äußerst gelungene Arbeit näher besprochen zu werden verdient. Das Ganze nämlich ist ein silberner Candelaber, der durch eine Vorrichtung zugleich als und anch als Fruchtkorb benutzt werden wun. Äm Fuße desselben befindet sich an einer Seite die Abbildung der Altonaer'Synagoge, von innen gesehen mit der Kanzel, an der zweiten Seiten das Lehr- und zugleich Gerichtszimmer des Hrn. Oberrabbiners, hinweisend ans dre^Berussthatigkeit desselben als Rabbiner, Lehrer und Präses des jüdischen Gerichts der Gemeinde. Aus der drit-. ten Seite sieht man Jerusalem, hinweisend aus den Titel des geschätzten Jubilars als '"rs-l/As;, und auf der vierte» Seite die Widmung. Inlett Zwischenräumen sind silberne Bücher angebracht ^sint Heu , Inschriften, der O'iso, die Herr Nabbii^ Ätlüiger verfaßt, und nebenan steht eirz silbernes Fruchtkärhchen, gefüllt «fit den? Früchten des heiligen Landes,! michde^AyschrK 2PA ^wI^als^Hsn^I/M^dw jv»->chv jgkckchen jMmeffs, diq dcr^ allseMg jverchrte > .; ens, diq der' Mettra jverrhrte Herir Oderrabbiner geschrieben.''! s i?! So macht das Ganze den großartigstes ^Ändruck aüf Jeden, der es sieht und wird auch djc?astgemeine Anerkennung finden, die es verdient.? Ucher ^d^e? übrigen Geschenke,' die dem verehrten Manne dargedracht werden, sowie! über die Feier späterMahe«^! ö!- L .1 l! Preußen. Berlin, 27. April. Im Hcrrenhause wurde das Gesetz wegen des Judeneides mit 74 gegen 35 Stimmen ganz verworfen, obgleich von 537 jüdischen Gemeinden in Preußen über 400 Petitionen im Sinne der Regierungsvorlage beim Ministerium emgegangen sind, und das Abgeordnetenhaus dem Gesetz mit überwiegender Majorität seine Zustimmung ertheili hat; doch das Hilst bei nnserm Herrenhaus Alles nichts. ES erblickt in der ministeriellen Neuerung einen Versuch, die Rechte der Juden zu erweitern, und weil solch'Verfahren liberal ist, darum wird eS abgewiesen. Berlin, im Mas. Bei dem lebhaften Verkehr des jüdischen Neisepublikums ist es von nicht geringer Wichtigkeit, wenn jüdische Gasthäuser errichtet werden, die zugleich den Anforderungen des religiösen wie des gebildeten Juden entsprechen. Ein solches ist hier unlängst unter dem Namen „Schreibers Hotel", verbunden mit einer irro - Restauration, von Herrn Schreiber ans Gleiwitz gegründet worden. Es ist zu hoffen, daß dieses anerkennenswerthe Unternehmen von unfern reisenden Glanbensgenoffen die gebührende Unterstützung findet. . e . Oesterreichischer Kaiserstaat. Wie», 19. April. Bei dem Bürgermeister- Bankette' in Graz hielt der katholische Professor der Theologie, vr. Wagl, einen mit Jubel aufgenommeuen Trinksprnch, in dem sich folgende Stelle befand: MS leben die And en! Ich meinte mit meinem Ruse insbesondere zwei sehr schützeus^erthe Eigenschaften, - die diesem Volke eigen sind: j erstens das Mgewutzettej Bewußtsein der Zusammengehörigkeit Hffh. dann ^den felsenfesten Glauben an eine glückliche A^lunst> welchen bis? zur Stunde kein Unglück und keine Schanke in ihnen zu ersticken!sin Stande waren/! 20. Slpril. «In Pesth herrscht in jüdischen Kreisen eine gewisse Aufregung westen der bedentüchest Wendung, welche die Frage der Juden- Emanctpation zu nehmen droht. Bekanntlich Hat Orcff Kärply der in Pesth tagenden Jsraeliten- Consereuz eine nur sehr Lheilweise und noch verklausulirte Emancipation geboten, unter der Bedingung, daß die Juden sich in Sprache und Kleidung einer st«ng magyarischen Haltung befleißigen. Auch in der gestrigen Sitzung der Pesther Stadtrepräsentanz ward däS Prinzip der Emancipation besprochen, ohne daß sich ein einziger Verteidiger der Juden gefunden hatte. Ja der Obersiscal verlangte eine Untersuchung darüber, ob alle in Pesth ansässigen Juden ein Recht hätten dort zu wohnen, da ihre Zahl seit

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