Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-04-24 · Heft 17 (24.4.1861) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 17 (24.4.1861)
Date
1861-04-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2447001--00634-2455827
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2. Jahrgang. HL 17.' er Israelit. er» GersLVGZVVMA M§ h-rs GNähodsM Dk. Lehmann in Mainz. Mainz, den 24. April 5621. (1861.) Diese Zeitung erscheint wSchrntlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1'/, Bogen. Preis deS Jahrgang«: 2 LHIr. p. 8. oder fl. 3. 30 kr. rh. Halbjährig L Lhlr. p. L. oder fl. 1. ^45 kr. rh. vierteljährig 15 Sgr. p. L. oder 53 kr. rh.; etwaige »nd Postämter nehmen Bestellungm an. Oesterreichische Banknoten laut VourS. Eollte direkte Frankozukendunz unter Streifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Lhlr. p. E. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 fl. österr. franco «lnzusenden. Inhalt. Leitende Artikel: Die religiösen Wirren der Gegenwart, von Dezirksrabbiner Löwenstein — Orthodox «!Sr. Dibrlaustalt. — Bau jüdischer Armen' und Pilgerwohnungen in Jeru- ZeitungSnachricktenr Deutschland: Stuttgart. Wirs, bade». Preußen: Berlin. Oeflerreichischer Lyiser. staat: Mm. Sisensiadt. Ältofen. Frankrefch.^Asten:, >! Jerusalem. Änrerika: Baltimore, s 's Feuilleton: GtsLtckte und Lage der Frankfurter Juden im!- Mittelalter, von G. L. Lrirgk. (Fortsetzung von 15^) Leitende MrtLVel. ' > 1-! Die religiösen Mirren äer Gegenwart L!! I . ^(Psalm tlE 16.)!^' „Wohin werden^ die religiösen Wirsen Au-- ^denthumjsührep? Wo, wann und wie! werden sie «»den? Wird der Sturm durch einen Fricdenskactat beschworen werden; oder welche der flreitenden Parteien wird den Lorbeerkranz davon tragen?" i. Diese Fragen beunruhigen jetzt jeden besonnenen, , leidenschaitslosen Denker in Israel, dem die höchste Wahrheit am Herzen liegt, ohne daß er jedoch die l Fähigkeit besitze, eine selbstständige Anschauung sich zu . bilden, geschweige zu einer Uebcrzeugnng zu gelangen. — Und die also Denkenden sind wahrlich nicht eine Minderheit; sie stehen in der Mitte zwischen Gewohnheitsjuden und Nämenjuden. Densellwn zu Hilfe zu kommen und ihr getrübtes Auge auf einen aus!dem Labyrinth führenden Ausgangspunkt zu lenken, mag daher kein undankbares Werk sein. Ohnfls von eineck Prophetengeiste beseelt mich zu dünk^ — rr'2i! fl rc'vi. '2ir< uni rH glaube ich in dem Standpunkte der girren selbst den Ausgangspunkt i! zu finden, unh ich lasse! daher zur Beantwortung! obiger Fragen nur Thatsachcn sprechen. Der, zu lösende ^Knoten, in welchem sich alle Streitfragen der Neuzeit concentriren, ist kein anderer, als dje Entscheidung der Fundamentalsrage : Ist daS Judenthum blos eine Sammlung von Lchrbegriffen, eine! Moraltheosogie; j oder jblos ein Aggregat voll Gesetzen; eine Reihung von „Gebot an Geboi, Nichtschnurijan Richtschnur"? Das ist die Quintessenz allerStreitpunkte; ldenn! auch-die Frage über die Wahrheit der Tradition verschwindet, sobald der gesetz liche Theil der Gotteslchre als! solcher anerkannt wird; ohne mündliche i Ueberlieferung kann ja bekanntlich fast nicht ein. einziges Thoragesetz zur Ausübung kommen, wenn nicht eine willkürliche Deutung des Gesetzes Gesetz heißen soll. Wer daher die Tradition leugnet, der muß nothwendig daS

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.