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Der Israelit · 1861-04-04 · Heft 13-14 (4.4.1861) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 13-14 (4.4.1861)
Date
1861-04-04
Page
– (sequence 22)
Language
German
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174 baut, oder auch nur einer bedeutenden Ausbesserung unterworfen worden war, ergibt sich daraus, daß bereits am 29. November desselben Jahres, in dessen Monat Juli die Judenschlacht gewesen war, sich eine Ausgabe für das Putzen der Fenster iu der Rathstube und eine andere für das Zurechtmachen des Ofens in derselben verzeichnet finden. Auch zeigen die beiden oben erwähnten, nach einanderfolgenden Ausgabepoften für „das Geschütze von dem Nathuse zu tragen" und „der Stadt Geschütze nach dein Brande uff zu tragene" ganz deutlich, daß das Geschütze nach dem Brande wieder in daS Nathhaus gebracht wurde. Hiermit zerfällt also auch die Erzählung von dem Inden, welcher wahrend des Kampfes aus dem Hause zum Storch einen feurigen Pfeil in das Rathhaus geschossen und so dessen Niederbrennung, sowie mit ihr die, Vernichtung des! Archivs bewirkt habe, als ein später erdichtetes ' Mährchen in sich selbst. Der Rath rechtfertigte sich i bei hem Haupte der Nation wegen der vorgefallenen! Gräueltaten, und sandte einen Voten nach Mainz j ' wegen des dort befindlichen EigenthumS feiner Juden, entweder weil dieses dahin geflüchtet worden war, oder weil die fremden Räuber sich mit ihrer Beute nach dem Rhein hin gezogen hatten. Uebrigens scheinen damals diejenigen Juden, welche am Leben geblieben waren, ans einige Jahre aus Frankfurt entflohen zu sein; denn von der JudenschlachL au bis zum Jahre 1360 wird in den Stadt-Rechnungsbüchern keine Jndcnsteuer erwähnt, sowie überhaupt bis 1357 der Frankfurter Juden nirgends gedacht wird. Sogar die Art, wie ihrer im letzteren Jahre Erwähnung geschieht, könnte entweder auf ihre Nicht- Anwesenheit in Frankfurt, oder doch auf ihre äußerst geringe Zahl schließen lassen. Der Erzbischof von Mainz «rächte nämlich damals in Betreff der Juden an den Nath irgend eine Forderung, welche offenbar in einer Geldfordernng bestand, und wegen deren dieser sich an den Kaiser wandte, worauf der Letztere den Erzbischof zu beschwichtigen suchte. (Fortsitzung folgt.) A.» z « Die löblichen Buchhandlungen M. EÜingrr In Prrßbur g, M. Poppelaner in erl irr,4 nrue Frifd^ichsstraße Rr.jtzi und Kiiöpslmacher Sk Söhne! lnWten^die Herren l M. S. Isaae S» Sohn, Herausgebee dr^ Messenger in Nein»Bork > haben für unser Matfi;AKfNt!vr über, l nvmHirn. ' Die E'x^edktioEi-^S H^raelijt^'U. uss i — ^..a? e s ^n^EE^? ge n.^ Die israel. Gemeinde zu GcmundkN, jRheinpreußen, sucht einen jüdischen lklrmentarlehrrr und Dorbeter. Der jäbrl. fire Gehalt beträgt daar lüv Thaler, nebst j freier i Wohnung, und freien Lirennmaterials. - Die Emolumente bringen , einschließlich der w^ cl^SO T^blr^ und obn^dksclbr^cin«! ^«r. emtrr Deisüguvg ihrer Zeugnisse zu wenden an den Ltorftans der isr. tilemeiade za Gemünden j bei Simmcrn, Rheiu-renßea. i g e n. UnLerrrchtSanstntt /" der isr. Ncliglanslrcsrllschnst zu Mainz. PaS Sommersemester an obiger anS drei Knaben- und drei Mädchen-Klassen bestehenden, das religiöse Wissen mit dem profanen Hand in Hand lehrenden Anstalt beginnt den 7. April. Der llnterricht in den fremden Sprachen wird von solchen Fachlehrern ertheilt, deren Muttersprachen sie sind. Bei vermehrten Lehrkräften wird nunmehr eine höhere Klasse errichtet, m der den HandekSwijsenschaften spccielle Pflege gewidmet werden wird. Anmeldungen sind zu richten an den Leiter der Anstalt vr. Lehmann. Herr Oberlehrer Fnld ist bereit, auswärtige Kinder als Pensionäre aufzunehmen.

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