Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 13-14 (4.4.1861)
- Date
- 1861-04-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2446951-2446984-2446998--00588-2455778- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Salomo» Stern 1 fl. 12 kr.; Joseph Ster» 1 fl. 12 kr.; Abraham Schönbacher 2 fl.; Jakob Sandhelm 1 fl. 12 kr.; Hirsch Schweitzer 12 kr.; Natan Stark jun. 36 kr.; Abraham Kissinger 30 kr.; Mariane Schweitzer 12 kr.; zusammen 43 fl. 30 kr.; abz. Porto 13 fl. 20 kr. Durch! Nabbin er S. M. Struck zu Obrzycko: L. A.? Engel aus Filehne 1 Thlr.; M. Schwarz 1! Thlr.; Abr.Engel 5 Sgr.; Ä. Herzberg lOCgr.; G. Heäzberg 10 Sgr.; P. Manasse ans Stargard 15 Sgr.; L. Engel 15 Sgr. Aus der Gemeinde - Casio zu Obrz y ck o 2 Thlr.; Rabbiner C. M. Struck zu Obrzycko 15 Sgr.; Lehrer S. Levinsohn 15 Sgr.; Joachim Türk 15 Sgr.; I. Arnswalder 15 Sgr.; I. Manasie 15» Sgr.; Bendet. Karger 15 Sgr.; H. Broddy 15 Sgr.-. M. Simonsohn 7 Sgr. 6 Pf.; Ungenannter l5 Sgr.; R. Judas 5 Sgr.; Fräulein M. Struck, (Porto) 5 Sgr.; zusammen 10 Thlr.' 7-Sgr. 0 Pf.; — 17 fl. 56 kr.; abz."Portonachtrag 17 fl. 50 kr. ZciturrgSnttchrichters. w Deutschland, -i, ' Mttnchctr, 18. Mürz^ Der Asttirag des Nbg^ Dr. Pant: „Pie! Verhältnisse >d«v JsPa^li^ AayerM. ibetreffchd,k:Wurd--^eriMlflNlrP! vmp Nu^usi AisWlg^ndc'^sAlMnnLlUjicAföhlen:! »Es fet l an den -Kömg die iBW zü'ubnn^cu: im i Landtagsabschiede mit Gesetzeskraft auszusprechen: Die gemäß ß. 12, 13 und 18 bes (Inden-) Cdietcs 1^3 ^cksi^tlickder> Ansafsigntächnng und des Gdwerhsbctrtevcs her Israeliten in den Provinzen '^8^^ RheiM bestehenden Böschtiinkuugen sind aufgehoben." Im Äusschusie erklärte d e r! Minister des I n n e r n: „5r)ie Negierung erkenne an, daß das Edict, von 1813, insbesondere das Matrikclwesen, einer Revision bedürfe, und daß der von dem Abg. Paur gestellte Antrag sich innerhalb' bemessener Granzcn halte. Inzwischen handle es sich hier rnn eine sogenannte Zeitfrage, bei deren Lösung die Stimme der öffentlichen Meinung ganz vorzugsweise zu berücksichtigen sei und auch mit den zur Zeit noch bestellenden Vornrlheilen sich abgefnnden werden müsse. Ucber die gegenwärtige Stellung der öffentlichen Meinung zu der angeregten Frage Zeugniß abznlcgeu, sii vor Allem die Volksvertretung berufen, und die Regierung bade demnach Bedenken getragen, diesem Zeugniß durch illrc Initiative vorzugreifen; nehme aber keinen Anstand, zu erklären, daß, im Falle der gestellte Antrag die Zustimmung des Landtages erbalten sollte, ihm auch die Sauetion der Krone nicht fehlen werde." Vnnel.e», 20. März. Am heutigen Tage kam der Antrag des Abg. l^r. Paur: „die Amässigi niachuüg und den Gcwerbsbetrieb der Israeliten" j betr., znr Beraibnng. (Die Galerien .nrgten sich - nur mäßig besetzt.) — Referent Münch bemerkte, j wie schon seit Jahren dieselbe Frage immer wieder-! kcbre und die Anschauung immer mehr znr Geltung! komme, das; man den im Staate eingebürgerten Jn- ' den eine günstigere, wenn auch nicht gleichberechtigte! Stelle einräumen müsst-*), weil sie auc'' gleiche Lasten und Verpflichtungen haben. Sellon im Jahre k 1818 wurden die Juden in Bayern für fällig er- , klärt, in Gemcindecollegien zu sitzen; im Jahre 18-13 'wurden sie aetiv und passiv wählbar für den Land- . tag; seitdem können sie auch als Geschworne sunstgiren nüd in den Stcner-Arlsscllüsien sitzen. Gegenwärtig handelt es sieb um die Aushebung des widerwärtigen Matrikelwe^cns nu''. der gewerblichen Beschränkungen. führend diese bereits überall, neneste'ns ittlMsterreich aufgehoben wurden, bestehen sie alkzeisi in Payern noch fort. Bis znm Jallre 18 i 3 war den Juden in Bayern jedes ehrbare Gewerbe untersagt, was endlich das Edict von 1813 anshüb, und chie wollmeinenhe 2lbsicht des? Gesetzgebers schon damals bekundete. Aber die Inden von 186 t sind ganz andere geworden, als die von 1813**). Seit 1818 nahmen die Juden an der Gesetzgebung Bayerns Theil und wurden der TheiLnahme an den größten staatsbürgerlichen Rechten für würdig befunden. Die fraglichen Beschraui knngen der Israeliten findet Redner anch! von volkswirthschaftlichem 2tachtheik, in Warum nicht? ") Wir mvchtin rher sagrn, die Intoleranz hat eincm dejse» i ren Geiste weichen müsse».