Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1861)
- Date
- 1861-03-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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LSI AN e Die löblichen Buchhandlungen Nt. Ellittger in Preß« bürg, Vt. Poppelauer in Berlin, neue FrirdrichSstraße Rr. 61 und Knöpflmaärer S» Söhne in Wien, die Herren Nt. S. Isaac St Sohn, Herausgeber des ^ervish Mcffenger in 9te»0»Ävrk, baden für unser Blatt Agentur übernommen._Die Expedition deS Israelit. Frankfurt a. M., 17. März. „Der Herr wird auf-örrn lassen alle glatten „Lippen; die Zunge, die stolze Worte redet. „Die welche sprechen: Durch unsere! Zungen „siezen wir, unsere Lippen bei uns, wer meistert uns?* So sehr es auch dem Manne ansteht, über Bubenstreiche himvcgzugehen, ist es doch einmal gutsich darum zu kümmern, wenn solche von Jemandem ausgehen, der da meint, weil er eine gesunde Portion hat, Müsse man Mes von ihm stillschweigend hinnehmen. Ein Schreiben des Herrn 1 Raphael Kirchyeim, datirt vom 24. Fedr. also eine Purim-Arbeit, abgedruckt in der letzten Nummer der PHMppson'schen Zeitung veranlaßt mich auf? einige Minuten ein wenig laut zu werden, um der Welt doch einmal zu zeigen, wer dieser Naph. Kirchheim eigentlich ist. Ich behaupte kurz und bündig, 7 sein Wissen ist nicht sehr groß,, seine Bildung nicht schr sein, sein Chamcter nicht! sehr edel. Aus welcher. die Juden beigielegt/ dLeHiher vor Jedem RespH ' haben, wenn «rj nur keine TeMn' lssgt, RlchMchirr ißt oder;Me - gute Portion ÄusgeWenheit! 'besitzt:; sein Wissen ist' ein^un gründlich es. Und heißt eS.: Bildung, i' cherm er s einer verheftathelw jridifchen'E Metzgcrsftau, noch däbei als c-mp auf öffentlichem Fleischschätren die Hände vom Kojrfe zieht? Ist es Character^ wenn er von einem Manne, wie de«z Nedactcur des Jeschurun, der jcheS Wort überlegt,' ehe er cs schreibt und auch nur die ganze Wahrheit sagt, im Jahre 1655 gesagt bekömmt: „Herr Kirchheim hat entstellt" „wahrhaft consus wird Herr 1 Kirchheim." „Herr Kirchheim hat sich eine reiche Fülle von Verdächtigungen und Andichtungen gegen! uns erlaubt." ^,Jcder, der dem Anderen schmutzige! und unsittliche Motive andichtet, ist ein öffentlicher! Verleumder," „wo haben Sie die Stirne Hergenom- , men, Herr Kirchheim, mir diese schmutzigste Heuchelei anzudichte», wätz da heißt: zu lügen wie gedruckt?" „Sie üben, Herr Kirchheim, an lebenden Zeitgenossen die lustige Caujecturalkritik." „Wahrlich, Herr Kirchheim, ich bedauere Sie" u. s. w., darauf aber j nicht ein Sterbens-Wörtchen erwidert, weil er j nichts zu erwidern weiß, fünf Jahre hernach aber! diese» Mann, vor dem Herr Kirchheim schamroth r-g werden müßte, wenn er nur dessen Namen neunen hört, in einem mit T*) überfchriebenen Artikel auS Rache des Blödsinnes und der Heuchelei beschnldet. Auf welcher Seite ist Heuchelei, auf welcher Blöd* sinn? Ist es nicht Blödsinn des Herrn Kirchheim, wenn er meint das Andenken seiner höchst achtbaren, frommen und wohlthätigen seligen Eltern damit zu ehren, daß er deren Jahrzeitstag nach jüdischer Sitte feiert; würde er sie doch gewiß wehr ehren, wenn er sich als Jude anders betragen würde als in den letzten Jahren. Ist es nicht Heuchelei vom Herrn Kirchheim, wenn er sich zu den wackern und frommen Gliedern der 'w'ip '12.1 zählen läßt und nebenbei schreibt, der Talmud lehre heidnischen Aberglauben! Das ist Herr Naph. Kirchheim. —. Die Erzählung im genannten Artikel vom 24. Febr. von einem ersten und zweiten Theile ist ganz ans der Luft gegriffen; hat sie Herr Kirchheim nicht erdichtet,! so ist sein Ueberbringer ein großer Lügner. iz-w i'Q"vO: Der Weg, den Sie, Herr Naph. Kirchheim, jetzt verfolgen, wird wahrlich von keiinem Manne, mag er angehören, welcher Richtung er wolle, gntgehcißen j schlagen Sie von nun an einen besseren jein und bedenken 7 Sie, daß Sie , Ihren theuren Heimgegangenen Eltern nur dadurch Ersatz geben, für das; Viele -' was dieselben mit eigener Aufopferung fi'ft! Sie gethan. Ehre deinen Vater und Heine Mutter, auch nach dem Tode; damit eS «dir wohl ergehet / Ludwig N-ipp. i Herr Kirchheim wihj ein .E für ein U vormachen.! , 'LM»tLOrich>ts«i»Gatt >^ ^77 .der ':! isr. MligiouMeWast zu Mainz. Das Sommersemesier an. obiger auö drei Knaben- und drei Mädchen-Klassen bestehenden, das religiöse Wissen mit dem profanen Hand in Hand lehrenden Anstalt beginnt den 7. April. Der Unterricht in den fremden Sprachen wird von solchen Fachlehrern ertheitt, deren Muttersprachen sie sind. Bei vermehrten Lehrkräften wird nunmehr eine, höhere Klasse errichtet, in der den Handetswijsenschaften specielle Pflege gewidmet werden wird. Anmeldungen sind zu richten an den Leiter der Anstalt vr. Lehmann. Herr Oberlehrer Fuld ist bereit, auswärtige Kinder als Pensionäre aufzunehmen.