Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1861)
- Date
- 1861-03-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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160 Und sollten Viele auch dies Ziel verkennen, Das jeder gläub'ge Jsra'lit erstrebt, Sich nur als flüchtige Zeitenkinder nennen, An denen nichts als Staub und Moder klebt; Ja, noch so Viele spotten Gottes Lehre, Verleugnend Jsra'ls Zukunft, Glanz und Ehre: So wird doch Jsru'ls Licht nicht nntergehen, Und nicht verdunkeln seiner Hoffnung Glanz, Von Neuem plötzlich jugendlich erstehen, Geschmückt mit seines Glaubens Tugendkranz, Und schauen werden einst es die "Nationen, Wie Gott sein Volk weiß würdig zu belohnen! D'rum gieß, o Freiheitsfest, den Geist der Wahrheit Doch über Jünglinge und Greise aus, Daß jeder wandle in des Lichtes Klarheit Wie vormals gottergeben Jakobs Haus, Aus daß der große Freiheitstag erscheine, Der Israels Zerstreute all' vereine! vr. Aron Hirschfrtd. Zur ScKul^e! (Schluß.) ' u 19. Keüienmützigt s/reWuiHe?! -Affe-' Rea tt eüj>' wie! wttnscheüswljrth guch sie immer iljn der Volksschule sein mögen, sind doch in i ÄÄsicht aus die ohisehin schon,gehauste, Anzahl der!Gegenständes und das ^beschränkte Zeitmaß als inindeiü'Mfrntsich affzusehen!unls nur^ schwach zu treiben>!- s^nde^eff können bei! Lehrstunden wöchentlich die - jlinher der beiden! Obe^ab!Heilungen in den, auf dfeEsffbM kommenden) 0 Jahren sich das Wissenswürdigste aneig^en. Eine ausführlichere Behandlung würde nur uothwendigere Gegenstände beeinträchtigen. — In den Darstellungen, aus der Völkerkunde bleibe die jüdische Geschichte nicht unbedacht. Ja der Geographie werde besonders Deutschland und das specielle Vaterland berücksichtigt; die Geographie von Palästina läßt sich niit der biblischen und jüdischen Geschichte am bequemsten verbinden. Der Unterricht in der Naturkunde endlich werde an den geographischen angelehnt. Die zweckdienliche Bertheilung der Zeit kann füglich dem Lehrer überlasten werden. 20. Hcfang. Leichte Schullieder sind nach dein Gehör einznüben. Die Kenntniß der Namen und des Werthes der Noten (und Pausen) sowie Adsingung der Scala (in Cdur) genügen für den theoretischen Unterricht. Cs werde nach Ermessen des Lehrers abgewechselt zwischen deutschen und hebräischen Gesängen. Wir haben unsere Ideen zu einem Lehr- und Lectionsplan für israelitische Volksschulen nur in Gmndzügen gegeben, da eine vollständige Bearbeitung desselben für jetzt weder in der Absicht des Einsenders liegt, noch für eine Wochenschrift geeignet sein dürste. Allein wir glauben, daß auch diese Aphorismen schon unfern jüngern Amtsgenosten einen nicht unwillkommenen Anlaß zur genauern Prüfung der darin niedergelegten Ansichten bieten, und daß anch erfahrne Schulmänner das Streben nach Wahrheit einerseits, und die praktische Ausführbarkeit andererseits, darin nicht verkennen werde». Mögen Viele auch bei einzelnen Fragen anderer Meinung sein, rs führen,M viele Wege nach Nom; wie vorteilhaft wäre es für die jüdische Pädagogik, wenn wir oft solche Stimmen vernehmen, auf einem Felde, das! trotz unserer vielen Gelehrten, leider noch so schwach j angebaut ist. Möchten aber unsere jüngeren Collegen über Manches, womit sie nicht ffbereinstimmen kön-! nen, nicht sofort den Staab brechen; denn wir dür- - fen uns wohl sagen, daß wir keineswegs nur hypothctfsche Theorien aufgcstellt haben, und sind zur weitcrn Begründung unserer Thesen gern bereit. , Glücklich würde sich der Einsender fühlen, wenncom- ' potente Schulbehördcn die Einführung dieleS Lehr-? plans fördern oder gestatten würden; glücklich, wenn - für Lehrer und Schule er erleichternd und fruchtbrin-! gend sich erwiese.