Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 2 (1861)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1861)
- Date
- 1861-03-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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132 fertigter Weise von einem incompetenlen Bürgermeister in einer Religionssache in Stnhlweißenburg angeblich Zlabbincr contra Gemeinde, in der Thal aber Gemeinde, nein, nicht Gemeinde, sondern Gemeindevorstand contra Rabbiner, um ein Gutachten angegangen wurde; das er auch erstattete, aber nicht genug damit, das Urtheil objectiv gehalten zu sormuliren, süblt siäi der „jüdische Theologe" gedrungen der Behörde den Rabbiner als aeistesknechtend und wie die schönen Tinge alle heißen, anzugeben. Das nenne ich wirklich eine dirccte Mcssira, und der Vorwurf ist keine niederträchtige Luge, sondern r,tt«c Wahrheit. Da sich aber L. so lächerlich macht, mich zur Herseynng des in Rede stehenden Passus auszu? fordern, wodurch er nur meinem Wunsche entgegenkam, so thne ich dies hier mit Vergnügen. ES sprach nämlich einer meiner Schüler bei der. von mir für meine von der damaligen k. k. Htatlhaliereiabthcilung zu Oldenburg anerkannten Lehranstalt für Nab bina^kandidaten veranstalteten öffentlichen Prüfung, anknüpfend an die Stelle, „2-^rn O'2N7 Lp-. jene n'r:-, welche das orlkodoxe Iudenthmn und seine Vertreter nur zu oft iwlirt, dumpf, von der Außenwelt abgeschloffen schelten und sich allein für die treuen Diener, der Zeit, des Vaterlandes und des Staates auSaeberu"! Hier kann len gethan. L. bebaüptet^ er.habe die Stoffe ans '! j.i! I> ' .! '!!,"z ' t. 'j ,! vö' bärste nicht iu»tzkRx--sch^j' ^<!r gelegenr« W diz! ng,Wiche!B«ra»la,'n,nA zu dieser" H der -ebncksralt, tesp. Eisenseadt'abpebaNciren Prüfung zu registrini«. ainige aus zl'kkrdrel» Himmel auf^ ^mebrcr^ anjjehnliche Ungarn'» rasck, auf! einander folgende und'da» ganzer Ieschibgst- ^esen/ jene Letzte Zufluchtsstätte der warn,eii^Lbostap^ege zu vernichte,r drr^ende^ kerbe Schlage erfülltcrd idie wahren "l>t greßer Lchuer.; Lin 'Ltotthajtenirrkqtz srrelte dev Radbtner >n lljl'cly mir der Auflösung seiner ca. 20b Jünger zählenden ^17'^ dasselbe geschat, faktisch in CH:, dasselbe drohte dem A-chb. zu Deutsch-Ztrevh, zu Lrobersdorf, dassrtb», u nd zwar inerst dem Gefertigten; „weil," so hieß es, diese Winkelschulcn Ünte rricktsjvsteme im Staate gefährlich seien. Wer in «Her Welt »»echte wohl den betreffenden Behörden diese sunkel. nczttneuc Uebtrzrugung beigebracht, welcher mysteriöse Fingerzeig z<rade die Lisenstädter Schule mit so ganz besonderer Vorsicht ökdocht haben? Das Alles wußte ich nicht, d. h. wollte ich »iö t wissen; ich wollte di, H. H. Rathgkbrr gar nicht so genau „Schonung"*) nicht adgedruckt; hier hört aber bei mir alle Gemnthlichkeit auf. Zeh verbitte mir ernstlich jede Schonung; ich werde Sie auch nicht mit Schonung behandeln. „Den Dank Dame begehre ich nicht." Ich behandele Löw wie cs 'ich auf Grund kennen, aber Ortlodcre und „Romantiker,- das weist ick, sicher, waren es nick t. Die ehrwürdigen, genannten Rabbiner wandten fick» zur gemeinschaftlichen Berarstung an mick,. und ick» machte deren Sack>e;u .meine, eignen, denn Loealnnterschird kann bei vrinewieller Ucbereinstimnning nur dein selbstsüchtigen einen Unterschied bilden. In aller Stille und ohne au,' traurige, von mir gefürchtete „Entdcchnngen* ai.^zugesten, verfockt ick' diew Angelegenbiur.t, und gleichviel, wie viel Tbei! ick' mir an dem Fortbe» stand« searr Anstalten zuschreiben darf, auch jene bestehen m. G. H. rock beute bis aus eine. Was aber,lo ürcta bestehen durfte; sollte, bei mir wenigstens auch ckv Zur« besteben, damit den Herrn Rittern mir geschlossene», Visir Offenst«: und Olffenttichlesl entgegengnetzl werde. — Dies ist die gesteime Gr- ,'chschre dieser öffentlichen Prüfung. Ich geüebe nun, das: ich wir neu gierig war, wem die aussttegrnde Taube des rodtgrglanbten Institutes zuenr den Aufschrei res Entsetzens entlocken würde. Der B. bst. brachte ihn; in 17 rollen Seiten sabeUe er Alles nieder, was das „Una'ückbatte, im „ersten Berichte" zu sieben, schonte weder alt noch jung, von mir, dem er Hvpcrortstodorie. Antiortbordcrie, Romantik und stoch viele dergleichen Wörter ans „ie" und „ikvorwars, bis auf den „jungen Verfasser" der Rede, dem er §. 7. absolut eine Meßira berauswittrrstr. Ich annrovkete mir einem offene» .Priese —was nun?. in: Iakre üdi „so ziemlich wie ein«! iMrsikiraklang, das ksinat ibm im Iastre 60 als Mesirra für „avsywrksame Leser." im Iastr« 61 aber schon: wie stestlaure Meßira.; Ich aber behaupte auch im Iakre 61, Angesichts d«r,.:nbrfai-gknsre» keser, hast jene Lichtsr runde, jene 7>t27."r welch» bei jeder Gelegen Kerl sich »nd nur „sich talieiu^ für treue Diener des Vaterlandes, des Staates eusgeben, diesen frönen Namen, we'.t wenizvr verdienen, als die Orthotvrcn, rie von jenen Lickt', sreunven isclirt, dumpf, von der Außenwelt abgeschlossen also — unpatriolisch grscholten werden. Anm«rkung. L. bat in seine», unstrn Grsetzver- »nitllrr einest Schriftsteller genannt, o hne der Ehre der welche dann icke Schrifnellerarbtit ist, zu schonen; tz. ,stal gegen unzäl lige Gegenbeweise zu einem zu stempeln vernicht, ohne dessen vbre zu schonen, L. bat den Rabbinin der letzten Jahrhundert« N"X) r«"» i"O und ronscquenterweise auch den 'OD '->'2 und der 'e"7^O oben, dreln Unkenntnis: des Hebräisch en vorgewerfen, ob ne deren und des traditionellen Jnreulhums Lbre zu schonen; S. hat in der alten „Ltcckvrügklzrit," ^ezen die er, dies allerdings mit Recht, so gewaltig eifert, achtbarer Mitglieder seiner Gemeind« zu Papa, welche die Seelendrspotir und den Gewissenszwang des „Seelen- Hirten" nicht dulden wollten, keinesweges geschont; ö.soll auch unser nicht schonen. —