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Der Israelit · 1861-02-27 · Heft 9 (27.2.1861) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 9 (27.2.1861)
Date
1861-02-27
Page
– (sequence 10)
Language
German
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zummmengedrangt sind, die sank weit vcrtheilt zu sein pflegen. Unten ist Getreide im Ucberflusse, in der Mitte der heitere Anblick immer grüner Aäume, vieler Gärten mit den schönsten Früchten, eine milde Lust und reiche Bewässerung; oben das unbewohnbare Gebiet der Wolken und des Eises. Nahe dem höchsten Nucken des Gebirges sieben die berühmten Cedern, von denen jetzt etwa noch 100 Stämme vorhanden sind. Fn einem weiten, kesselsörmigen Thale erbeben sich diese stolzen, wcitschattigen Nadcldänme, die ihre Wipfel wie Pyramiden gen Himmel strecken. Tiefe Bäume wurden in alten Zeiten zu den schönsten Werken verwendet. *) Die Lyrischen Schisse trugen Masten von Cederbäumen. Aus Eedern baute sich David einen Palast aus Zion, (2 Sam. 5i, 11) Eedern des Libanon erbat sich Salomo von Hirom, dem Könige von Tyrus, für den Ban dcS prachtvollen Tempels zu Jerusalem. (! Kon. 5.) Gegen Dsien fällt das Gebirge in ein weites Lhal ab, welches Eölesyrien genannt wird. Jenseits des Thales steigt ddr Autilibanon steil empor. Sein höchster Gipfel beißt der Hermon, von dessen mit ewigem Eis bedeckter Spitze sich lange, schmale Gletschcrslreisen an den Seiten herabzicben. 2. Sentenzen aus Talmuv und Midrasch. l. Werth der Erkenntnisse. l) Behauptet Jemand: ich habe mir im Lernen Mühe gegeben, habe aber nicht den Zweck erreicht, so glaube ibm nicht' Rühmt sich Zcmand: ich habe Kenntnisse erlangt, obne mir Blühe gegeben zu haben, so glaube ihm ebenfalls nicht! Wer aber ", Zur Bc.Mtunc,! ckin »k-.rrrcr amlrik.inisit'rr Reisender dar tie Bcsa-aü»'..l".ir dec-v'edcr»l el;ea geprüft und es so j-i wacl', spröde und rerticcl-ric!' gesunden, das; co unmöglich;u L-autcu de »ich: iveirc» könne, (^r memi daler, daö clSort i<> der 'llgcmeinr Raine für Raceüölicr und datr man an dir Vibancnc-'ichle, en'>'n 'karten, scüea Baum zu denken. (Äasjas Ratur- '-ucien, Bd. IN., Nere i.t! sagt: ich habe mir Mühe gegeben und habe auch meine» Zweck erreicht, dem glaube! (Megilla 6.) 2) Hast du Kenntnisse erworben, was kann dir sonst noch fehlen? Fehlt's dir an Kenntnissen, was kannst du deine,! Erwerb nennen? (Mid. Nab. Lev. 1.) 3) Kenntnisse sind so schwer zu erwerben , wie goldnc Gefäße; aber es ist so leicht darum zu kommen, wie nur Glasgeschirre. (Ab. d. 9t. R. 2!!.) 4) Verbindet ein Mensch gute Handlungen mit seinen Kenntnissen, so gleicht er einem Menschen, der . unten mit Steinen und oben mit Ziegeln baut, in welchem Falle die stärkste Fluch das Gebäude nicht wegznschwcmmcn vermag. Besitzt aber Jemand Kenntnisse, und verbindet keine gute Handlungen damit, so gleicht er einem Menschen, der unten mit Ziegeln und oben mit Feldsteinen bauet, in welchem Falle ein schwaches Wasser das Gebäude niederzureißen vermag. (Ab. d. R. N. 23.) 2. Von den guten Handlungen. 1) Zu der heiligen Schrift steht geschrieben: ' „Wandelt eurem Gotte nach!" Doch wie kann der Mensch der Gottheit, welche ein zehrendes Feuer ist, > sich naben? Allein ganz anders ist der Sinn der heiligen Schrift: Den göttlichen Thaten sollst du l nachstreben! Wie Gott die Nackten kleidet, so kleide auch du sie; wie Er der Kranken sich annimmt, so besuche und pflege du sie; wie er die Trauernden tröstet, so tröste du sie; wie er die Leichen bestattet, io bestatte du sie. (Sotah tln.) 2) Der Werth einer guten Handlung wird nur durch die gute Gesinnung bestimmt. (Mcnach 13.) 3) Hast du eine gute Thal ausgeübt und üef reuest es nicht, sie auSgcübt zu haben, so zieht sie ' am Ende andere gute Thaten nach sich. (Ab. d. R. - N. 21.) -1) Wer seinen Nächsten zur Ausübung einer guten That veranlaßt, dem wird es angerechnet, als . habe er sic selbst ansgeübt. (Sanh. 23.) ',) Weder Sacknoch Fasttag, sondern nur die Buße und die guten Handlungen bewirken die Ab- ' wendnng der göttlichen Strafen. (Thaanit 16.)

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