Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1861-02-27 · Heft 9 (27.2.1861) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 9 (27.2.1861)
Date
1861-02-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2446984-2446994--00529-2455715
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2. Jahrgangs Der Israelit. Ein ' ' Centxalorgm» für» das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 27. Februar 5621. (1861.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens l'/z Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. C. oder st. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. C. oder fl. 1. >45 kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. C. oder 53 kr. rh.; etwaige Stempclgebühr rc. ungerechnet. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Me Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband gewünscht werden, so sind an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. C. oder 5 fl. 15 kr. rh. oder 6 st. ostär. frage» einzusendm. Inhalt. Leitende Artikel r An die Rabbiner des österreichischen Kaiserstaates. — Das jüdische Lesebuch. — Orthodox-isr. Bibelanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem.— Zeitungsnachrichten r Deutschland: Mainz. Mainz. Eßlingen. Preußen: Berlin. Berlin. Königsberg. Birnbaum. Oesterreichischer Kaiserstaat: Amschelberg. Preßburg. Frankreich: Paris.— Feuilleton: Proben aus dem projectirten jüd. Lesebuche. — Leitende Artikel. An die HMiner Äes PerreickMen HMerstsafts. Wenn wir heute, ehrwürdige Amtsbrüder, an Euch einen Aufruf ergehen Wen, so ist es nicht das Interesse irgend einer Partei, das uns dazu veranlaßt, sondern eine Angelegenheit, die für Jeden von. Euch von der größten Bedeutung sein muß und wohl auch ist. 12,000 unserer Glaubensbrüder dienen in den Reihen der glorreichen, österreichischen Mrmee, und es ist bis jetzt Nichts, sage Nichts für die Wahrung : der religiösen Interessen dieser zahlreichen Glaubensbrüder geschDn. Für alleG im > österreichischen Kaiserstaate anerkannte Religionen find bei; der Armee Anstalten getroffen, daß das re- . Lligiöse Wohl ihrer Bekenner gewahrt werde; nur für die isr. Jünglinge, die sich in jener glorreichen Armee so zahlreich befinden, die, wie die Glaubensgenossen jeder andern Religion dem Rufe ihres Kaisers und Kriegsherrn gern und freudig folgend, in jedem Augenblicke bereit find, ihr Blutlaus deM^Mtare des Vaterlandes zu opfern, besteht eine derartige Einrichtung nicht. Nicht allein daß dieselben gezwungen sind, am Sabbate die verschiedenen.Dienstverrichtungen zu leisten, nicht allein daß es ihnen nicht gestattet ist, außerhalb der Militär-Menage ihre Kost zu nehmen (wie .dies dem k. preußischen Militär überall freisteht), sie müssen sogar am Sonntage den christlichen Gottesdienst besuchen; ja, noch mehr, für die Erhaltung derselben, im Glauben an den Gott ihrer Väter ist nirgendwo auch nur die geringste Anstalt getroffen. Sie entbehren vollkommen jeder religiösen Ermahnung und jedes religiösen Zuspruches. Bei dem humanen Sinne und der väterlichen Fürsorge der hohen k. k. österreichischen Regierung, wird es sicherlich nur der Anregung. bedürfen, um auch unsere Glaub ensgenossen jener Fürsorge theilhästig zu machen, die doch allen österreichischen Urtte^H.anen wird ,-weß Glaubens und welchem Nation sie auch sein mögen. So hat erst vor wenigen Wochen der Höchstcommandirende der zweiten Armee in Italien, Hr.. Feldzeugmeister Freiherr^ v. Benedek, einen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.