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Der Israelit · 1861-02-06 · Heft 6 (6.2.1861) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 6 (6.2.1861)
Date
1861-02-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Bewahrer-ihres Gesetzes in dem heiligen Lande des JMM vor blutiger VMolgung schützen. ÄM trotz aller r grausamen Metzeleien^-.und> martervollen Hinschlachtungen, welche oft ganze Dörfer und Städte der Anden von der Erde vertilgten, finden sich doch heutzutage noch fast in jedem Dorfe, in jedem Gebirgsstriche Arabiens ansehnliche Bevölkerungen von Juden., Sanaa allein, zählt, wie Stern von den dortigen Rabbinern erfuhr, 3,500 jüdische Familienväter- Md in ganz Jemen sollen über 200,000 Juden wohnen. Der soziale Zustand dieser jüdischen Bevölkerung ist zwar , wegen der beständigen Unterdrückung und Furcht, in welcher sie durch die Anarchie und durch die Willkür der-Scheikhs gehalten werden, ein sehr trauriger; gleichwohl haben die Juden nicht ausgehört, det arbeitsamste, industriöseste und nützlichste Theil des Landes, zu sein, indem sie allein alle Gewerbe und Künste betreiben, die den Arabern ein Greuel sind, während diese die Juden vom Ackerbau und vom eigentlichen Handel ausgeschloffen haben. „Geht man durch einen Basar," sagt Herr Stern, „so hat man nicht nöthig, sich nach dem Th eile zu erkundigen, den die Juden innehaben; man braucht nur dem Schalle des Ambos und dem Geräusche des Weberschiffchens zu folgen und man kann sicher sein, dort nach dem jüdischen Theile des Basars zu kommen. Reiche und einflußreiche Leute gibt es nicht in ihren Gemeinden. Das arme Volk! Es weiß, daß Gold und Silber nur seine Gefahren und Verfolgungen vermehren würden; daher: sehnt es sich nicht nach Schätzen, welche der Gouverneur, sowie An z e Die löblichen Buchhandlungen At. Ellinger in Preßburg und M. Poppelauer in Berlin, neue Friedrichsstraße Nr. 61, haben für unser Blatt Agentur übernommen. ^-^/.Die^.Srp.ebiMp.»..tzeH^Jsraelit. Die Herren M. S. Jsaac Sk Sohn, Herausgeber des Jewish Messenger in New-Nork, haben für unser Blatt Agentur übernommen. Die Expedition des Israelit. Durch große Anstrengung ist uns gelungen, unser Gotteshaus unter Dach gebracht zu haben. Unsre Mittel sind nunmehr ganz Häscher oder die Beduinen der Wüste jeden Augenblick rarcken können." Herr Stern scheint sich durch seine Kenntniß der hebräischen und der arabischen Sprache, sowie durch sejne Theilnahme an ihrem Schicksale,./großes Vertrauen unter den Juden von Sanaa und des ganzen Landstriches, den er auf der Hin- und RüLreise passirte, erworben zu haben. Er rühmt überall ihre entgegenkommende und uneigennützige Gastfreundschaft, im Gegensätze zu dem Fanatismus und der Raubsucht der moslemitischen Araber, denen er mehrere Mal in größter Mefahr war zum Opfer zu fallen. „In Mocka angekommen," so schließt Herr Stern seinen Bericht, /,wurde ich inFolge der furchtbaren Anstrengungen und Entbehrungen, die ich auf der Reise erduldet hätte, von einem heftigen Fieber befallen. Die in Mocka wohnenden wenigen jüdischen Familien waren emsig bemüht, mich zu pflegen und niemals werde ich die Güte eines Herrn Landau, eines deutschen Juden, vergessen, der, aus Ostindien mit einer Schiffsladung von Maaren kommend, auf dem Wege nach Suez war und meinetwegen länger in Mocka verweilte, um mich mit der Liebe und Zärtlichkeit eines Bruders zu pflegen. Herr Landau wollte sogar sein Schiff allein weiter segeln lassen und demselben erst nach meiner völligen Wiederherstellung folgen, aber dem gab ich nicht meine Zustimmung, da ich wußte, daß er hierdurch großen Verlust erleiden würde." Es sei hier noch bemerk, daß Herr Landau von Herrn Stern als ein streng religiöser Jude geschildert wird. (M. f. d. L. d. A.) i g e n. erschöpft und sind zur Vollendung noch 1400 si. nothwendig. Rur durch die Hilfe mildthätiger Glaubensgenossen wird es uns möglich werden, wieder täglich, Morgens und Abends, Gottesdienst zu halten, wie es seit undenklichen Zeiten hier geschehen. Die hiesige Gemeinde ist nur klein und ihre Glieder sind mittellos. Wir bitten daher alle Herren Rabbiner, Vorsteher und Lehrer unser» Hilferuf bekannt zu machen und Sammlungen für uns zu veranstalten. Den Lohn der edlen That kennt das edle Herz. — Der Herr Redacteur wird gefälligst die Wahrheit unsrer Angabe» bescheinigen. (Geschieht hiermit. Redaktion.) Der Vorstand der isr. Gemeinde zu Ratbach im Kreise - Dieburg, Großh. Hessen: Abraham Rapp. Herz Lichteustei«^

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