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Der Israelit · 1861-01-09 · Heft 2 (9.1.1861) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
2 (1861)
Issue
Heft 2 (9.1.1861)
Date
1861-01-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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18; NotabilitM aus» unserenrkheiligen- -BüchMrr geschöpft und mbgefaßt) „sondern auch?in einer Generals ersammL lung sämmtücher Gemeinderepräsentanten' der-' Israel; litenr. Ungarns undder Nebenländer einstimmig;: gleichsam: kanonisirt wurdewohl als unsere oouksssio Läoiu betrachtet werden^ können." Da.- haben die Herren, über ihren Beruf: hinaus gepfuscht. Sich zun einem iEoncil;zu constituiren, hätten; sie - weder das Recht noch die Aufgabe, weder den'Beruf noch? die Fähigkeit. Weß Geistes Kind aber dieses kanonisirte Religionsbuch, das in der Hälfte der Zeit verfaßt wurde, welche: Moscheh Rabbenu. nöthig hatte um > den- .göttlichens Unterricht am.,Sinaiberge zu empfangen^ . fei', läßtsich am besten aus dem einleitenden Worte des Pesther Korrespondenten innder Ar Z. d. I., der ich auch den Wortlaut des Gesuches entnommen habe, ersehen: Der Korrespondent ergeht tsich dort in folgenden? Lobeserhebungenr. „Jeder Gutdenkende muß diesen) Schritt als einen zweckmäßigen anerkennen: und - - sich freuen, daß das Schwäbische Buch, welches auf? der Höhe der reinsten-Gottesverehrung und geläuterten Sittlichkeit steht, als Glaubensbekenntniß der ungarischen Israeliten manifestirt wird. Vorzüglich geläutert ist darin, der Messiasglaube; keine Spur von einem Verlangen, je — nach Palästina zurückzukehren und blutigen Opferdienst' üben zu wollen. Das etwaigein der Konsequenz gerechtfertigte i Verlangen,. in .Folge dies er Erklärung alle jene häufigen Stellen aus dem Gebetbuche zu streichen, welche den heißen Wunsch um Rückkehr nach Jerusalem, um daselbst Widder und Böcke opfern zu können, kann freilich vorläufig noch nicht befriedigt, werden, wird; aber mit der Zeit seine Geltendmachung: behaupten."; : Man l wird es glauben, daß es uns Ueberwindung kostet, alte, traurige Erinnerungen'herauftubeschwören, Ueberwindung kostet, an uns zu halten, um mit aller Kälte in die Tagesgeschichte zu verzeichnen, mit' welcher verhöhnenden Verachtung man sich in unserem Lande über die Heiligkeit der Fündämentalsätze.der israel. Religion hinwegsetzte, mit welcher hochmüthigen GeMgschätzung die Vertreter der Iss raeliten Angams^'und^dw'NedenlLnder auf die,von ihnen bevormundeten Kvinmittenten" herabsehen! üNd aufnwelcheuplump^ Weise mim das Jahrtausende bewahrte Mt> däs;KleUod - der- Religion und Israels, beseligendste Hoffnung; diesem weg escamotiren wollte - — Man gibt sich den Anschein für Lehrlinge der; Gewerbe und des: Ackerbaues. ein. Wiederholungsbuch des; genossenen^ Religionsunterrichtes anzuschaffen?;: dieseswird sodann i den- Rabbinen und Lehrern als" nützlich es : Handbuch für alle-Gelegenh eiten heiß empfohlen , um sodann: von einigen Laien „kanonisi rt" und den: höchsten: Behörden des Landes alseigentliche ^eonLssio üäsr^ hingestellt zu werden; und alles dies im Namen Derendie man hintergeht, denen man dass „in der Konsequenz gerechtfertigte-Verlangen" verheimlichenaber „mit der Zeit gelten lasten will." Dieses ganze Unternehmen hat im Jahre 1846 Fiaseo gemacht. — Das „auf der Höhe der reinsten Gottesverehrung stehende", mani-' festirte Glaubensbekenntniß der „Israeliten Ungarns" ist ein todter Buchstabe geblieben, trotz Kanonisirung der Generalversammlung, trotz der ausgezeichneten Notabilität des Verfassers und der Anpreisung der A. Z. d. I. — Aber es-wird nicht überflüssig sein im Jahre 1861 mit dem: ganzen Ernst, den die Wichtigkeit der Sache verlangt, an das zu erinnern,? was im Jahre 46 versucht ward und mißlungen ist, es laut, warnend auszusprechen, wie die Gesetzestreuen unserer Brüder in Ungarn sich vor Escamotage zu bewahren haben, damit ihnen nicht wieder eines schönen Tages ein Glaubensbekenntniß octroyirt werde, von dem sie keine Ahnung haben und dessen Konsequenzen sich erst „mit der Zeit" in ihrer traurigen Wirklichkeit zeigen würden. — Es haben sich : Rabbiner und Gemeinden zu versehen, daß nicht Geistesknechtung, Religions- und Gewissenszwang gerade von jener Seite ausgeübt werde, von welcher man stets über Geistesknechtung rc. klagen hört. Rabbiner und Gemeinde haben ein für allemal zu erklären, daß es inSachen der Religion kerne Vertretung der Gesammtheit — so—-so Ipso — gebe, daß jeder einzelnen Gemeinde, ja jedem, einzelnen Individuum, die Freiheit/nach dem religiösen Gesetze zu leben, als erstes Palladium der-,Freiheit heilig und unangetastet bleibenmüsse-, daßudie -Gewiffensfteiheit kein Tauschmittel Kr bürgerliche Freiheit sei und sein könne, weil schon das' Princip der Freiheit einen solchen elenden Schacher ausschließt.. und weil, dre Freiheit der Gesellschaft; doch mit der des Individuums, die Freiheit .dev.-

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