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Der Israelit · 1860-12-19 · Heft 30 (19.12.1860) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 30 (19.12.1860)
Date
1860-12-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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358 Act niedergeschrieben ist, geht unter vielem Anderen., besonders aus Folgendem hervor. Verfasser declannrt, es ser thöricht, wenn wir uns mit der Vorspiegelung selbst täuschen wollten, die hebräische Sprache sei ausdrucksvoller oder klangvoller als die deutsche. „Denn wer möchte in unserer Gemeinde rc."; das ist rnaaßgebend für die Judenheit überhaupt, für welche die Broschüre nach dem Vorworte geschrieben. Wir aber sagen: an die Ausdrucksfülle und den Klang der hebräischen Sprache, welche wohl noch in den Kreisen der höheren Bildung und der frommen Gefühle, aber der echten treuen Söhne < dieser alten aber nicht verachteten Mutter, nicht aber in der Anschauungsweise des Gebetbuches vom Jahre 54, lebt, zu glauben, ist wx-der Thorheit noch Vorspiegelung (sie.); Thorheit wäre nur an einen Tropfen Herzblut unseres Reformators zu glauben. — Wie aber Verstand und Herz immer positiv Hand in Hand gehen, so auch negativ; wir finden auch hier die Verständigkeit eben so tief unter dem Gefrierpunkt, wie das Gemüth. Mit so luftigen, breitgedroschenen Gemeinplätzen, mit so leichtfertigen Diatriben über dasjenige, was seit Jahrtausenden Millionen als das Höchste galt und Millionen noch heute gilt, will unser sonderbarer Friedensfreund bewirken, daß das ältere Geschlecht dem Gotteshause erhalten werde. O sanola simplieitas! 4) Jetzt nun kommt das eigentliche Geheimniß, das übrigens schon lange zwischen den Zeilen herauszulesen war. „Der übliche Gottesdienst ist zu langweilig lang (von den bedeutendsten der vielen hier zeilenweis wegdecretirten buntscheckigen Specialitäten wird bester weiter unten die Rede sein); frühere, dießbezügliche Kunststücke zur Förderung der Andacht <ein sehr vages, hier sich ohne genaue Definition herumlumm elnd es Wort), wie bei der Thoraverlesung, haben ihren Zweck verfehlt; (Verfasser sagt euphemistisch: diese Umgestaltung war nicht ganz ausreichend), die Form ist ganz gleichgiltig und kann sich solche jede Gemeinde nach ihren Verhältnissen einrichten." summa summaium N2 ilO',1. ip Np Np. In welcher Ausdehnung Letzteres zu nehmen ist, geht unter Anderen daraus hervor, daß das „Ausheben zweier oder mehrerer Thoras und die Vorlesung der Zusätze, welche gewöhnlich Opfervorschriften enthalten, ganz zu beseitigen, dadurch wird die Zeitdauer verkürzt und der Gottesdienst gewinnt an Abrundung." —. Wer lacht da? — Unser Luftspieldichter wird aber dem Recensenten die Frage gestatten, nach welchem Princip er eigentlich zerstören will; sintemal der Autor sich wenige Zeilen vorher bei Gelegenheit der Neduction der Timnn nvi2 um 8H o/o (wobei ich nicht begreife, wie er die nwi2 .irw für ran herauszählt) auf die Mischnah bezieht. *) Steht etwa Weglassung der cnsOiv auch in der mwv, und ist es nicht Willkür, rein revolutionär (was doch der Verfasser S. 6 Z. 18 durchaus nicht thuen will) zu destruiren, und selbst nicht zu wissen, wie und warum, ob nach historischer Grundlage oder nach den Bockssprüngen eines Pajazzo. Abgesehen aber von dieser Heuchelei, unsere Alten zu benutzen wo sie gerade in den Kram Pasten, wo es aber im Interesse der „Zeitverkürzung und Abrundung" wünschenswürdig erscheint der Bibel, Moses und den Propheten, Tanaim und Amaraim rc. rc. frech ins Gesicht zu schlagen; so ist unser tollkühner Ritter jedenfalls Rede zu stehen schuldig, wo ihm denn eigentlich sein Gewissen Halt gebietet. Dieß wird nicht nur an keiner einzigen Stelle irgend wie limitirt; sondern es wird gegen Ende bei Gelegenheit der „würdigen Musik" rc. dem begründeter: Verdachte Raum gegeben, daß unser Ritter ohne Furcht und Tadel (?) vor gar nichts daß der PI der ttN"12 und.I^O, nämlich PLM1 112Q NN12.1 P1N8 selbst in früherer Zeit nicht bestimmte praktische z. Ct. 81'pl '"»/welcher eben fragte, ob jeder,1'^ ^12» .1'IN^l, nämlich wie 1OLP '^22 1NX >2 H28L, 'r, oder ttQ1128 12 '1 sich ohne Beleg' für letzteres entschied^ ohne aber der ausdrücklichen MlM irgendwie zu erder IirLM, deren Abschluß wohl erst in die Zeit der im Jeruschalmi auftretenden Amoraim fällt, da ja auch der Abschluß des p"2 WvkL? 'Z2 finden. Es wäre mir lieb, wenn ich von

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