Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 27 (28.11.1860)
- Date
- 1860-11-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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.383 -so MW-7 ja,-7steht inso -schroffem, Widerspruch mit ihm, wiechse CynsirmuLion.- Die^ ,d entschen He.b.et e, so verwerflich auch im Principe, wie wir dies in uusern frühern: Artikeln dargethan, die Orgel, wenn z auch, noch so ^unzulässig - und. überhaupt sür. - die SynagogeiksoiiUypassend, sind an-Unzulässigkeit kaunr der Coyfirmation;zu vergleicheli. - Wie kann sie ihre Berechtigung documentiren? Wie kann sie, die doch ein reiner Religionsgebrauch andrer ConWonen .ist,-zu -einem-Acte des-- jüdisch.-.religiösen Gesetzes - erhoben werden? Wo läßt sich im Judenthum eine. Stütze dafür aufsinden? Wenn-darum Herr Rabbiner Adl er in seinem Amte einen nicht zu rechtfertigenden Mißgriff gethan, so ist es die Einführung der Canfirmation. Mag diese Neuerung auch anderswo erfunden sein : bei uns kennen wir sie nur durch,Herrn Adler und wenn wir auch immer und gern bereit sind, die vielen guten Seiten.dieses Geistlichen hervorznheben, und sein Wirken nach der guten Seite, zu .beurtheilen — für diesen Fall wissen wir. ihn nichtanders zu entschuldigen, .als durch das Wort des großen Jesaias (44. 25).. 2^2 „Der Herr ist's, der Weise zuin Widersinne bringt und ihre Einsicht verwirrt. L. N. (Fortsetzung folgt.) Pr enße n. 'Dniizig, - 15. November. Ein schmerzlicher Schlag erschütterte vor kurzer Zeit, die israelitischen Gemeinden Danzigs, da einer unserer berühmtesten Rabbiner und Lehrer, der Oberrabbinsr I. G. Lüpschütz, durch einen plötzlichen Tod aus dem Erdenleben abberufen wurde; es sind bereits einige Wochen seitdem es. geschehen, und doch tönt noch heute das traurige Echo davon in unseren Herzen so verwundend, so -schmerzlich.-frisch, als hätte er sich heute ereignet..--:- ' . . Da.-es nun wohl für die vielen Verehrer, Schüler und.Freunde, -welche der Heimgegangene nah und fern - zählte, von Interesse sein dürfte, wenn ihnen von-einem- Augenzeugen ein kurzer Bericht über, das Dahinscheiden des Mannes,, -den sie verehrten und liebten, gegeben würde, sowollen wir.diesem Wunsche durch Nachstehendes genügen. - , - - . ,, -.. , , Ein,Ta g,; auf, h em,, d er,. Schatten einer trüben . Erinnerung für ganz Israel schön seit Jahrtausenden ruht, der mit den,'Thronen eines ganzen. Volkes bedeckt^ ist,,.so daß der . Talmud yon ihm sagt: .nvhp . O'pnn schien von der: Vorsehung auch zur Abberufung unseres Rabbiners und- Lehrers vom Schauplatze der . Erde bestimmt, zu sein. Äm Morgen des. näntlich begab.sich der greise, und würdige Oberrabbiner Lüpschütz in die Deiyherger Synagoge., um hier seine Morgenandacht .zu verrichten, wie es überhaupt seine Gewohnheit .stets war, einer der frühesten .und pünktlichsten Besucher des Gotteshauses zu. sein. Nachdem.das Gebet beendet,, und sich fast,alle Gemeindemitglieder , nüt Ausnahme, einiger Wenigen und des Synagogendieners entfernt hatten, blieb er noch, zurück, um wie gewöhnlich, in der Synagoge seinen Morgen — zu lernen. Es mochte wohl. so eine Viertelstunde nach Beendigung..des .Gottesdien-! stes vergangen sein,, als plötzlich ein lauter Fall 'un-! sere Aufmerksamkeit erregte. Von Ungefähr blickten! wir nach dem Oberrabbiner hin, und da wir ihn! nicht sahen, so eilten wir, wie von einer bösen Ahnung getrieben, seinem Sitze zu. Doch wer beschreibt un-! seren Schrecken, als.,wir unseren würdigen Lehrer . zu Boden gesunken, sahen; ein in der Hand, mit dem heiligen Gewände des rubu umhüllt und die an Haupt und Ar in.' Wahrlich ein schrecklicher und doch großer und erhabner .Anblick! Gleich- . sam, als wäre, der vom Verewigten stets im Munde j getragene Wahlspruch rwn >7:^2,.^71x2 w. onx j ein Omen gewesen seines einstigen Endes, das wörtlich stattfand. — Wir höhen den Entseelten vom Poden auf, und . da wir ihn. nur. ohnmächtig glaubten, setzten .mir ihn. auf seinen Sitz und machten alle uns mögliche Errnunterungsversuche, die jedoch fehlschlugen. Einige der Umstehenden riefen nun hie -Wigen Morte..,tzeZ. Glaubens uvv rc., anders aber suchten.eilends .zwei Doktoren herbeizuschaffen, um. jede noch. Mögliche.Rettung .sofort zu veranstalten. Zu diesM Zwecks warb auf Geheiß der Merzte,-der b^ifl-Htuhl,^ welcher, vom, Tqge pörher : npch sich,..in.der HWMg^chefa,nd,. .WU,.auf dein ber ,.ObMMMner.,M;Zenem, ein ..mrrp.^v - gehabt r >^vMdz«;.jchenlW.. Ladp,,.,.M die,,.Nähe de^ Hirzge- :rWedWNs.MrMs..wtd;: -Vesex. - -darauf; gelegt., Alle