Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 26 (21.11.1860)
- Date
- 1860-11-21
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Hen die Behauptung ausspreche, Hatz der - ungarisch-jüdische LehrstäUd ^vielmehr 'zum'!größten Theile aus »erfahrenen-und -pädagogisch gebildeten Ehrenmännern Lestcht-/'.-W ihre)^ ihnen' aus Hrem cheiligen Berufe entspringenden Lehrer- und Erzieherpflichten aufs chünklichste) gewißenhaftestr, und stets nur im Geiste und-Sinne unserer angestammten heiligen Religion zu - erfüllen unablässig - bemüht und eifrig bestrebt sind. — --- -- - - r Ich gebe übrigens gerne zu, daß es hier zu Lande an manchen Orten auch wirklich jüdische Schulen gibt, wo derlei verdammenswerthe Vorkommnisie und die vom Herrn Verfasser der erwähnten Aufsätze geschilderten, wirklich schädlichen Uebekstände gang und gäbe sind; —^kann ünd^darf man aber dieser Ausnahmen weg eü^ über 'eine ganze Menschenklasse, die unleugbar auch große, verdienstvolle und wahrhaft frommeMänner^^sich zählt, schonungslos den Stab brechen, und stesöhne Ausnahme verdammen? r-)LPN 7MP.-I ^2 tzpi M' Oder ist dem ohne WeiteresMund niM anders, als wie es in den besagten ArtiMt geschildert wird, und gibt es denn — frage ich —im ganzen Ungärlande, außer diesem öfters erwähnten Laien, auch Wirklich keinen einzigen wahrhaft frommen Rabbinen oder Lehrer mehr, der für das heilige, unveräußerliche Gut und Vermächtniß, die Religion Israels, so viel Pietät besäße, solchem gottlosen Unfuge, wie ihn der Autor jener „Betrachtungen" in den jüdischen Schulen dieses Kronlands vorhanden und obwaltend wißen will— ernstlich entgegen zu treten vermöchte? — Wahrlich es stünde sehr schlecht um's Judenthum in Ungarn, wenn der Pesther Laie, nur einzig und allein, außer ihm aber Keiner vorhanden wäre, solchen unerlaubten Ausschreitungen auf religiösem Gebiete zu steuern und überhaupt— N'2w zu jein. - Ach , wie sehr müßte es da schon religiös, aber «sich im Allgemeinen geistig herabgekommen sein- und wie mit Recht würde dann diesem Moralprediger von Men Seiten her zugerufen werden: 'wi nmp ^>N2: -Und wozu denn auch wirklich solche grundlose Andichtungen) die in keinem Falle zur Herbeiführung von etwas Gutem und Nützlichem frommen, wohl aber'üür 'zur Verwirklichung böser - und gewiß schon seit-längeren Zeit im Schilde geführter Absichten ausgebeütet zu werden geeignet sind? — - Ich war -eigentlich ' gleich beim Erscheinen' jener kritischen Artikelgewillt,' diesen Aufsatz zu veröffentlichen; allein-'ich rwUrde^ bis jetzt noch Immer durch Berufspflichten daran verhindert. Auch'- wollte ich zuvor in der Ferien -Zeit mehrere israelitische Schulen unserer Umgegend besuchen und in denselben auch die jährlichen Hauptprufungen als Augen- und Ohrenzeuge mit: anwohnen, um mich hauptsächlich mit den, in denselben bestehenden'Einrichtungen und Gebräuchen bekannt und vertraut zu machen. Dies ttzät ich auch, bei welcher Gelegenheit es mir aber auch Gottlob vollkommen gelungen, mich in Betreff der Behauptungen des Pesther Laien auch in diesen von mir gegenwärtig besuchten 12 jüdischen Lehranstalten vom vollsten Gegentheile zu überzeugen. —^ '2 In Hinkunft will ich dem geschätzten „Israeliten" interessantere Miltheilungen machen, die er zu veröffentlichen hoffentlich stets die Güte haben wird. R. bV St. Georgen in Ungarn. Der Unterzeichnete erlaubt sich, Ihnen die Übertragung eines Briefes zur Veröffentlichung mitzutheilen, den der hiesige Bezirksrabbiner Herr Moses Schik in Betreff der Organisirung einer isr. Neligionsschule in hebräischer Sprache an eine Gemeinde gerichtet hat; derselbe lautet : „Der traurige und beklagenswerte Zustand der isr. Schule in Ihrer Gemeinde, wo hebräisches und religiöses Wißen von weltlichen Lehrgegenständen verdrängt wird, veranlaßt mich, folgende Worte zur Beherzigung an Sie zu richten. Mit tiefer Wehmuth vernehmen wir die von verschiedenen Seiten einlaufenden Nachrichten über die stiefmütterliche Behandlung, die dem Vibelunterrichte in manchen Schulen des Landes widerfährt- und beunruhigen uns sehr die üblen Folgen, >die eine solche nie zu entschuldigende Nachlässigkeit nach sich zieht. Wie sollte es endlich dahin gekommen sein, ' daß die Religion, das höchste Kleinod menschlicherzSeligkeit, andern) ihr nachstehenden Wissenschaften den Platz räumen muß? ' Daß das Gesetz unser heiligstes Vermächtniß, das wir am Sinai mit Flammenschrift geschrieben aus Gottes Händen empfangen, das Gesetz, für das unsere Väter geblutet, durch ändere Lehrobjecte geschmälert wird? O! man muß unwillkürlich ausrufen : nnn (Hierbei eine Beilage.)