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Der Israelit · 1860-11-14 · Heft 25 (14.11.1860) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 25 (14.11.1860)
Date
1860-11-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
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302 ihrem Rabbiner abgetrotzt. Solche Reform ist Un- - form, wie sich ein, der Totiser (Gemeinde wohlbekannter, hochgestellter Kavalier vor Jahren ausdrückte. O, Ihr pietäts- und einsichtsvollen Männer von Totis! könnt-t Ihr die gespannte Erwartung jener Epigonen der Reformatoren sehen, die, den Grad Eurer Pietät vor dem Ehrwürdigen und dem Stern, der Euch leuchtet, der Euch nimmer untergehen möge, kennend, ängstlich Hinsehen und warten: welche Flagge Ihr auf die Zinne Eures umgebauten Gotteshauses hissen werdet, welche Inschrift diese tragen würde, um, wenns die ihrige, — was Gott verhüten wird, — ihr Heach! .Heach! nafalu! hervorzujubeln — o! könntet Jhr's — wie würdet Ihr vor diesem Lachen erschrecken! Aber nicht erschrecken sollt Ihr vor den Kombinationen der Lüge und Persidie; — strafen sollt Ihr sie. mit der härtesten, gerechtesten Strafe — Ihr sollt und werdet sie Lügen strafen! — lieber die Musterhauptschule in T., die Leistungen, deren sie sich rühmt, ihre religiöse Richtung und die auf letztere besonders influirenden Umstände auch nur im Allgemeinen zu berichten, muß ich mir für ein anderes Mal Vorbehalten. Durch die Freundlichkeit der hier fungirenden .H. .H. Lehrer, die — was sie in einer wichtigen Beziehung charakterisirt — denr Rabbiner in wahrhafter Verehrung anhängen, war es mir, zwar nur kurze Zeit, möglich die Leistungen der Schule kennen zu lernen. Einmal war es mir gegönnt, in Anwesenheit der Schuljugend, ihrer Lehrer, Eltern und Freunde eine jüdisch tendentiöse Altsprache zu halten; und ich habe mich überzeugt, daß in dieser Schule und im Herzen ihrer Zöglinge, ein einfaches herzlich, jüdisches Wort seine Kraft noch nicht verloren hat; und — auch das ist etwas; — genug, — um mich auch in dieser Beziehung für heute mehr hoffen als fürchten zu lassen. Jos. NM. Frankreich. Die israelitische Gemeinde zu Paris hat soeben wiederum einen sehr schmerzlichen Verlust erlitten. Es ist der voll Herrn .Hamm Bloch, Mitglied des Consistoriums. Für diesen Ehrenmann bedarf es von unserer Seite keines Lobes. Jedermann hat ihn gekannt; Jeder ihn geachtet wegen seiner Eigenschaften; Jeder ihn geliebt wegen seines liebenswürdigen und leutseligen Charakters. Seit mehr als 25 Jahren bekleidete er, sowohl bei Woblthütrgkeitsanstalten, als auch bei sonstigen Verwaltungsstellen, Aemter und leistete dem Judenthnme vorzügliche Dienste. Als Mann von vorangeschrittener Bildung, als wahrer Franzose durch seinen Geist und seine Sitten, war er doch ein frommer nnd aufrichtiger Israelit, der alle religiösen Pflichten treu erfüllte, das Judeuthum bei jeder Gelegenheit vor Jedermann vertheidigte, der sich als treuer Israelit zu Hanse, auf der Reife, im Tempo l u ir d i n s e i n e m A m t e bewährte, der unaufhörlich für die wahren Grundsätze, für die religiösen Ueberlieferungen, für die Ehre nnd Würde des Cultus, die Rechte und Freiheiten der Gemeinde kämpfte, der durch seinen fleißigen Besuch des Gottesdienstes seinen Collegen im Consistorium, wie allen seinen Glaubensgenoffen, ein nützliches Beispiel gab und sich die Liebe und Achtung seiner Mitbürger von allen andern Glaubensrichtungen in hohem Grade erwarb. Sein Rame war in der ehrenhaftesten Weise in der ganzen .Hauptstadt bekannt. Er war Verwalter des Wohlthätigkeits-Bureau des. dritten Arrondissements und der Sparkaffe, Vizepräsident des städtischen Unterstützungs-Vereins für Künste nnd .Handwerke rc. Die Erinnerung an .Hayem Bloch wird noch lange unter uns leben. Möchte er im Aufenthalte der Auserwählteu jener göttlichen und ewigen Belohnungen theilhaftig werden, die für die Gerechten und Tugendhaften aufbewahrt sind! Sein Leben war kurz: unser Bedauern dagegen ist lang; sein Andenken wird als Denkmal der Tugend und des israelitischen Leben» in der großen Gemeinde von. Paris fortoauern. (llniv. Asien. ' Jerusalem, 16. Oct. Unsere Brüder in Syrien sind den größten Gefahren ansgesetzt; jede aus! der Luft gegriffene 'Anschuldigung eines Christenkmr- ' ben genügt, die türkischen Behörden zur Einkerkerung

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