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Der Israelit · 1860-11-14 · Heft 25 (14.11.1860) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 25 (14.11.1860)
Date
1860-11-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. .MZZ. er ZsrLelit. Ein G'SMLVSÜSSHeM Ws das osÄhod:)Ke ZAKeNthAM. D!». Lehmann in Mainz. Mainz, den 1^. November iillLt. (166 0.) Z tl h a r r. Ausruf zmn Vau jüdiscker Armen- und Pilger Woi'nungcn UZertungSnachrrchten: Trutscvlanv: Mainz. Preußen: Lckönlanke. Posen. esi erreichisä'er Kaiserstaat: Leitende Artikel. Vmumflglnube unl! Auloriüii^glnude. Don A. I. Sulzball,. Das Anerkennen eines Kühern Princips, einer Maä)t, die über dem ganzen AU steht, die das ganze All geschaffen, es leitet und auch Gesetze für dasselbe und seine Bewohner constituirt, dieses Anerkennen bezeichnen wir in der deutschen Sprache mit dem Worte „Glauben". Glauben, ein sehr ungenügendes Wort, ein Wort, in dem allen Zweifeln Platz gelassen ist, ein Wort, das nicht ausschließt. Was ich glaube, muß nothwendigerweise noch nicht wahr sein, und wiederum ist durch mein Nichtglauben noch nicht die Unwahrheit der nicht geglaubten Sache constatirt. Der Jude besitzt für seine Religion ein anderes Wort, er hat mehr als Glauben, er hat rmrn, eine Wahrheit*). Seine Religion ist ihm nicht allein etwas Glaubhaftes, das so fest in ihm wurzelt wie eine als evident bewiesene 'Wahrheit, nein, sie ist ihm eine durch sich selbst und ihre Geschichte bewiesene Wahrheit. Der Name ist nicht ein zufälliger, er ist für das Gesetz festgestellt, das Gott selbst am Sinai im Beisein von 600,000 Zeugen offenbarte. Die Autorität unseres Gesetzes, unserer Geschichtsbücher gibt uns eine Wahrheit, in deren Besitz wir uns nur glücklich schätzen können. Lange war dieser Autoritätsglaube in Israel ein allgemeiner; einer blasirten Zeit erst war es Vorbehalten an demselben zu rütteln, io daß wir das jüdische Lager in zwei Abthcilungen getheilt sehen, diese mit dem Autoritätsglauben, jene mit dem sogenannten Vernnnftglanben. Ich habe oben schon kurz angedentet, was man unter Autoritätsglauben versteht, und will hier etwas ausführlicher ans diesen Begriff eingehen. — Die Thora ist in Israel nicht etwas Zufälliges, nicht Etwas, das nach dem Schnitte der Zeit zngestntzt werden kann, nicht eine Probenkarte, aus der man sich beliebige Muster auswählt: sie hängt mit dem Dasein des jüdischen Lebens auss Engste zusammen, Amn. der Redaction. Dir Neberse^ung von 7IM2X durck

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