Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 19-20 (11.10.1860)
- Date
- 1860-10-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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1. Jahrgang. M M K Z«. Ein <UsMKssL?SV§7M fiis Das orthodsKe ZUh§Wth»mm. LSr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 11. Oktober 5621. (1 860.) Dicse Leitung rrsckcint wöckrrtlick einmal, Mittwocks, in mindeftenö einen: Bogen. Preis des Iabrgango: Im Buck» banrrl 2 Tklr. p. oder st. 3. 30. lr. rb. Halbjälmg 1 Tblr. p. (>. oder st. 1. 15. kr. rb. Vierteljährig 15 Lgr. p. t>. oder 53 kr. rb. Bei der Post: 3 st 30 lr. rb. Halbjährig l fl. 18 kr. rb. Vierteljährig 51 kr. rb. Im ttönigreick Preusien ist durck Stcmpelgebübr :e. der Preiv des Iabrganas um 21 Sgr. erhöbt worden. Inserate werden mit 1 Sgr. für die PeNtteile oder Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die löbl. österr. Postämter Abonnements annehmen; diejenigen geehrten Abonnenten in Oesterreich, welche bisher directe Zusendungen erhalten haben und deren Abonnement mit October abgelaufen ist, werden deßhalb ersucht, bei der Post zu abonniren. Inhalt. Zeitilnasnachrickitcii: ^2 cutsckIand: Baden. Sondert- Nr. 10 u. 11.) Nachschrift: Frankfurt a. M Leitende Artikel. Zie Vorgänge in Zerlin. Mainz, 28. September. Als wir die jüngsten Vorgänge in Berlin, das Begräbnis; Holdhcims betreffend, erfuhren, beobachteten wir um so gewissenhafteres Stillschweigen, da der Name des von uns hochverehrten, greisen Nabbinatsvcrwalters Oettinger mit diesen Vorgängen verflochten war. In voriger Nummer hat unser geehrter Berliner Correspondent die Behauptung ausgesprochen, daß es nicht jüdisch, nicht orthodox gewesen wäre, den Anordnungen des Herrn Rabbiners Oettinger nicht Folge zu leisten. Wir muffen hingegen entschieden protestiren O1P22 2-.-. bib.-l und ein größerer Ehillul Haichem ist kaum denkbar, als so den Normen unsrer heiligen Religion Hohn zu sprechen und dem größten Verbrecher an den Gesetzen des Inden- Ihums*) dieselben Ehren zu gestatten, die in nicht höherem Maaßstabe den erhabenen und wahrhaft frommen Rabbinen Berlins der vergangenen Iahrlmnderte zu Theil werden konnten. Das Faktum an und für sich findet in der Erzählung Raschis zu Sich. F. genügende Erklärung. H. steht jetzt vor einem höheren Richter; wir reden nicht von ibm; um was cs sich hier handelt sind die Grundsätze des Berliner Vorstandes, die Herrn l)r. Sachs veranlaßt haben, seine Entlastung einzureichen. Wie die Verhältnisse in Preußen sich gestaltet haben, das; nämlich der Rabbiner ein vom Vorstände abhängiger Eultusbeamter ist, konnte Herr 1)r. S. nicht anders handeln; wir sprechen es gern aus, daß wir seinem entschiedenen Verfahren die vollste Anerkennung zollen; bedauern müssen wir nur, daß nickt schon vor Jahren Herr I)r. S. mit derselben Energie alle Zumuthungen von Reformen zurückgewiesen und daß er sich damals die Gemüther derjenigen Berliner Gemeinde- *) Jawohl, der Tod versöhnt; dock nicht die Vergebungen eines Holdheim. (Traet. Abeth. cap. 5. Z. 18.)