Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 16 (12.9.1860)
- Date
- 1860-09-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1. Jahrgang. .M IT. er Jsraenr. Ein leMSöÄSSKLM fAs A-Ss sMHsöOKS ZMd§MH>MM. Mi?. Lehmann in Mainz. Mainz, den 1 2. September 5620. (1860.) Sollte direkte Frankrzmendung "unter StreMond gewünsckt werden, so sind an ^dic Erpedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. b' oder Es wird darauf aufnierksam gemacht, daß mit dem 1. October ein neues Quartal beginnt, und werden unsre geehrten Abonnenten ersucht, das Abonnement frühzeitig zu erneuern. Inhalt. leitende Artikel: 7!"^. — ^rthedor-isr. Bibelanstalt. - -- Leitende Artikel. Der 9teujahrstag, für den Juden von so ernster und mannigfacher Bedeutung naht heran. Wir wollen heute diese Bedeutung nicht erschöpfend behandeln, wollen nicht mahnen an den hohen Tag des Gerichts, nicht an die Bücher des Lebens und des Todes, die aufgefchlagen liegen vor dem Herrn aller Welten, nicht an die ernste Wicht der Rückkehr zürn erbarmungsvollen Vater; wir wollen nur in kurzer Rückschau einen Theil der Erlebnisse des vergangenen Jahres dem geistigen Auge wieder Vorführern Es ist eine freudige Rückschau, die wir zu halten haben, denn sicherlich hat im Jahre 5)620 für das orthodoxe Iudenthum in Deutschland eine neue Aera begonnen. Sie datirt seit dem Augenblicke, da vier edle, ernst und aufrichtig wollende Rabbinen ein Rundschreiben erließen, in welchem sie ihre Gesinnungsgenossen aussordertcn, gegen die zu stereotppirende Philippson'sche Bibelübersetzung zu protestiren. -e.-.d nn 2.^' — die Namen dieser edlen, seit lange rühmlichst bekannten Männer sind unvergeßlich, sie sind: Herr Rabbiner Bamberger von Würzburg, Herr Rabbiner Weißkopf von Wallerstein, Herr Rabbiner Adler von Aschaffenbnrg, Herr Rabbiner Or. Lippman von Kissingen. Es war der erste Anlaß, den Einfluß zu brechen, der lange Zeit so verderblich gewesen war. . Herr Or. Ludwig Philippson in Magdeburg betrachtete sich als den Vertreter der ganzen deutschen Judenheit, im unbegreiflichen Hochmuthe und unermeßlicher Selbstüberschätzung ward er getragen durch den j unbeschränkten Beifall einer gedankenlosen Menge, l die jedes seiner Worte als ein Orakel betrachtete und die ihn bei allen dcstructiven Unternehmungen unterstützte; er selbst, ein treues Bild dieser gedankenlosen i Menge, wankend und schwankend zwischen Gesetzes-