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Der Israelit · 1860-09-05 · Heft 15 (5.9.1860) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 15 (5.9.1860)
Date
1860-09-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. ZZ 13. Der Israelit. Ein Centralorgan für das orthodoxe Jndenthnm. vk Lehmann in Mainz. Mainz, den 5. September 5620. (1860.) bandel 2 Thlr. p. C. oder fl. 3. 30. kr. rh. Halbjährig 1 Thlr. p. C. oder fl. 1. 45. kr. rh. Vierteljährig 15 Sgr. p. C. oder 53 kr. rh. Bei der Post: 3 fl 36 kr. rh. Halbjährig 1 fl. 48 kr. rh. Vierteljährig 54 kr. rb. Im Königreich Preußen ist durch Stempelgebübr rc. der Preis des Jahrgangs um 24 Sgr. erhöbt worden. Inserate werden mit 1 Sgr. für die Petitzetle oder Inhalt. Leitende Artikel: Rußland. — Orthodox-isr. Bibelanstalt. — Die Stuhlweißenburger Wirren. (Schluß.) Zeitungsnachrichten: Deutschland: Lübeck. Preußen: Breslau. Posen. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien. Papa. Mako. Rußland: Libau. -FeitMgton: ^Rückkehr. Leitende Artikel. K u s s l a n ll. In diesem großen Reiche, das Preußen, China und Nordamerika zu seinen Nachbarländern zählt, gehen unsere Glaubensgenossen, die sich dort in nicht geringer Anzahl befinden, einer neuen erfreulichen Zukunft entgegen. Die alten, schwer lastenden Fesseln werden durch den milden Geist eines erhabenen Herrschers und seines kaiserlichen Hauses (siehe unten Libau) gebrochen und eine neue Aera des geistigen, wie des materiellen Lebens beginnt für unsre Glaubensbrüder. Unsre Erfahrungen in Deutschland jedoch belehren uns, daß derlei an sich so beglückende Aussichten die Furcht vor Gefahren nicht ausschließen, Gefahren, die eben überall während einer Uebergangsperiode aufzutauchen pflegen. Die Lage der Juden in Rußland, was sie zu hoffen, zu erwarten und zu! vermeiden haben, scheint uns im folgenden Briefe sehr richtig gezeichnet. Ein hervorragender, russischer Jude hatte einem ihm persönlich bekannten orthodoxen Rabbiner in Deutschland im Aufträge der Regierung und der Gemeinden eine Rabbinerstelle innerhalb zweier großen Gemeinden Rußlands, die mehr als . 42,000 jüdische Seelen zählen^ angeboten. Hier die Antwort: i ***, den 31. Mai 5619. Schon längst wäre es! meine Pflicht gewesen, hochgeehrter Freund, Ihr ge- > schätztes Schreiben, das mir bereits vor vier Wochen i geworden, zu beantworten. Daß ich erst heute, da ich eine zweite Mahnung von Ihrer werthen Hand erhalte, dasselbe erwiedere, hat darin seinen Grund, daß ich nur zu sehr die hohe Wichtigkeit des mir freundlichst gestellten, ebenso ehrenvollen wie schmeichelhaften Antrages empfinde und daß es mir deßhalb außerordentlich schwer wird, in dieser Angelegenheit einen festen Entschluß zu fassen. Gestatten Sie mir zuvörderst, Ihnen meinen herzlichsten Dank darob auszusprechen, daß Sie mich mit einem solchen Vertrauen beehren und daß aus weiter Ferne Ihr Blick auf mich sich richtet, in mir Denjenigen zu finden hoffend , dem es mit göttlicher Hilfe möglich sein wird, in einer so großen Gemeinde, wie die Ihrer Vaterstadt/ Gutes und Großes zu wirken. Ich habe Thränen der Freude vergossen, als ich aus Ihrem geschätzten Briefe das hohe Vertrauen

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