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Der Israelit · 1860-08-29 · Heft 14 (29.8.1860) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 14 (29.8.1860)
Date
1860-08-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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166 Ist das Judenthum der Schule wegen, oder sind die , Schulen des Iudenthums wegen da? Gewiß wird j Jedermann das Letztere behaupten. Wenn dem aber so ist, so sollte die Schule auch ganz und gar in I Diensten des Iudenthums stehen und dasselbe hebend,! fördernd und kräftigend unterstützen! — Wie dies > geschehe, brauchen wir wohl nicht erst auseinander;u setzen. Ein gründliches Studium der Bibel im Urtexte ist unstreitig das beste, ja einzige Mittel, das uns in den Stand setzt, das Judenthum unfern! hindern rein und unverfälscht zu überliefern.! So thaten es unsre Altvordern; das Resultat erwies sich stets als ein sehr günstiges. Freilich war dies zu einer Zeit leichter und ausführbarer, in der profane Wissenschaft vergebens um Einlaß in die jü-! dische Schule bat. Wir gestehen es gerne, daß heute, wo daS Nützlichkeitsprincip sich im ganzen Leben die Alleinherrschaft errungen, die Ausgabe einer jüdischen Volksschule eben keine leichte zu nennen. Allein wir dürften keine Minute aus dem Auge lassen, daß alle erlangten Errungenschaften für uns nur in so lang wahrhaft heilsam und ersprießlich sind, als wir durch sie dem Gebiete echt jüdischen Lebens und Wissens nicht entrückt werden. Unsere Schulen, die zum Theile voll sehr tüchtigen Kräften getragen werden, dürften dies wohl erfaßt haben; Faktisches jedoch geschah bis heute nichts. — Nun drohet aber eine neue Gefahr dem auch bisher stiefmütterlich behandelten Bibelunterrichte in unsrem Kronlande. Währelid bis jetzt die Unterrichtssprache die deutsche war, und die Schule der Negierung gegenüber nur auf diese ihr Hauptaugenmerk zu richten hatte: stellt sich jetzt die gründliche Kenntnis; der Landessprache durch das Wiedererwachen des Magyarenthums als unbedingt nothwendig heraus. Daß wir auch dieser Sprache in unsrer Volksschule die gehörige Pflege angedeihen lassen müssen, wird Jeder einsehen, der mit den hierländischen Verhältnissen auch nur einigermaßen vertraut ist. Die Zurückweisung der ungarischen Sprache würde uns unfehlbar den Vorwurf absichtlicher Jsolirung und separatistischer Bestrebungen zuziehen. — Unsere Schule hat sonach die unabweisbare Aufgabe, die deutsche And ungarische Sprache mit gleich gutem Erfolge zu lehren. — Wird aber die Schule bei den nun überhäuften. Lehrobjekten im Stande sein, auch im Hebräischen ein Genügendes zu leisten? Wird die Bibel den Platz zu behaupten vermögen, den sie in der jüdischen Schule rechtmäßig einnehmen sollte? Diese Fragen drängen sich jedem warmfühlenden Juden auf und harren einer glücklichen Lösung entgegen. Inländische Schulmänner mögen sich über diesen hochwichtigen Gegenstand öffentlich aussprechen. Die geehrte Nedaction wird hiezu hoffentlich den Nauru nicht versagen.*) M. Chrrnthcil. Ortlioäor-itti'. MelrmMt. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfeiler hebräischer und hebräisch-deutscher Bibeln: Ein Ungenannter 500 Thlr. p. C. — 875 fl. rh. Frau Dorothea Pollack in Königsberg irr Preußen 100 Thlr. p. C. — 175 fl. rh. S. Berger und Sohn in Wien 20 österr. Ducaten — 110 fl. rh. Anton Bing daselbst 10 öfters Ducaten — 55 fl. rh. Ignatz Deutsch daselbst 100 fl. österr. W. N. N. zu Wien 50 fl. öst. W. I. Friedländer daselbst 100 fl. oft. W. B. Tauber in Preßburg 100 fl. öst. W. Joseph Pinkas in Wien 50 fl. öst. W. Samuel Abeles in Pesth 100 fl. öst. W. Dav. Abeles daselbst 100 fl. oft. W. Arnold W. Braun daselbst 50 fl. oft. W. Elias Kadlburg und Söhne daselbst 100 fl. öst. W. S. G. daselbst 100 fl. oft. W. Holländer und Lehren in Amsterdam 100 fl. Familie Bodenheimer in Biblis bei Worms 21 fl. Zusammen 2180 fl. lll. Firl MulüweM'.rkut'gerk Mirren. (Fortsetzung.) Der Stuhlweißenburger Vorstand fährt fort: „Die Gemeinde nahm unter Leitung des damaligen frommen, gelehrten und tbäugen Nabbiaen Ungarns, hier bietet sich ein Feld der edelsten Wirksamkeit, der sezenvollsten Tbätigkeit — sorgt für Israels Zukunft durch die Heranbildung seiner

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