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Der Israelit · 1860-08-01 · Heft 10 (1.8.1860) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 10 (1.8.1860)
Date
1860-08-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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126 ich diese Lage zu beurtheilen. Es thut mir leid, es auszusprechen: aber das große Elend, das hier ertragen werden mußte, und das auch jetzt noch sein Ende nicht erreicht hat, ist allzu schmerzlich. Ich glaube, daß die Privatwohlthätigkeit Etwas zur Verminderung der Noth dieser unglücklichen Menge, die ohne Vertheivigungsmittel, hcimathlos und aller Habe beraubt da steht, thun dürfte. Aus Erfahrung die Menschenfreundlichkeit meiner Landsleute kennend, wage ich zu hoffen, daß man gerne und ohne Aufschub zur Bildung eines Fonds beitragen wird, der nach Erfordernis; der Umstände und unter einsichtiger Verwaltung zur Unterstützung dieser unglücklichen Opfer der Verfolgung zu verwenden wäre. Indessen möchte ich rathen, daß ein kleines, thätiges und einflußreiches Eomitä gleichzeitig gebildet werde, mit der Aufgabe, Subscriptioneu zu erheben und sich mit dem Brittischen General-Consul in Beyrnt, so wie mit den andern Brittischen Consular- Amoritäten von ganz Syrien in Verbindung zu fetzen, so daß von dieser Seite Beistand geleistet werde bei Zustellung der Untersiützungsgelder und bei Ueberlieferung sonstiger Bedürfnisse. Ich nehme mir die Freiheit, eine Anweisung von 200 Liv. Sterl. zu dem vorgeschlagenen Fond beizuschießen. Ihre jüngste beredte scharfsinnige Vertheidigung der Angelegenheit der syrischen Christen hat mich ermuthigt, mich an Sie zu wenden, und hoffe ich, daß Sie mich deßhalb hinreichend entschuldigen werden. Ich habe die Ehre zu sein Ihr ganz ergebener Moses Montefiore. Jerusalem. Eine Entdeckung. In der heiligen Stadt legte man vor Kurzem den Grund zu einem neuen russischen Consulat. Das Gebäude wird vor der langen Straße errichtet, die in ziemlich grader Linie vom Thore von Damaskus zum großen Dazar läuft. Als die Arbeiter den Schutt entfernten, der hier ziemlich hoch liegt, stießen sie in einer Tiefe von 20—30 Fuß auf eine Masse Mauerwerk. Die Steine sind 6 Fuß breit und 8 Fuß lang. Sie bestehen aus einem weit besseren Material, als der rothe Kalkstein, der unter den Namen des Marmors von Jerusalem jetzt in Gebrauch ist. Alle Steine sind vortrefflich behauen und ohne Mörtel durch Fugen, die in einander greifen, verbunden. An einem nimmt man eine Figur wahr, die einen Drachen oorzuftellen scheint. Die Mauer läuft 20 Fuß gegen Westen und biegt dann plötzlich nach Süden um. Zu welchem Bauwerke diese Ueberreste gehören, darüber lassen sich jetzt bloße Vermuthungen ausfprechen. Vielleicht bildeten sie einen Theil der zweiten Mauer, wenigstens läßt das Alter der Steine darauf schließen, und auch die Art der Arbeit unterstützt diese Annahme. westcrmann's Monatshefte. A R z e r g e A. bürg und M. Poppelauer in Berlin, neue Friedricksstraße Die Expedition des Israelit. Lat- und Feiitage streng geschloffen, sind zwei Commisstellen zu besetzen. Näherer in der Red. d. Bl. B. I. Baer in Salberstadt. 'Zenlions-Unstalt für isr. Knaben Ln a. Dl. ein Gcsckäft treten sollen, bestens empseble. I. S. Alexandre, Lehrer der französischen Sprache und Inbaber einer Lebr- und Erziehungsanstalt sür Knaben.

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