Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 7 (11.7.1860)
- Date
- 1860-07-11
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2446952-2446960--00100-2455255- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
88 tigkeit-,,-.!-.denn.- Onkelosist-7Onkelos. -br - h. -VE n?ü-D und wir , sindwir, und selbstverständlich auch Philippsohn.Philippsohn. -O. hat das Recht seine separate, divergirende- Ansichtin den wichtigsten ceremoniellen Dingen zu.chaben- und noch weit mehr darf er sich einer vereinzelnten Ansicht N'w. anschließen. . Gehen Andere in ihrer Selb st v ergo tter u n g andere Wege, so - mögen, sie dieß' verantworten; wir aber wollen von unserm Standpunkte aus beurtheilt werden. O. Ansicht wiegt fast so. schwer, ja, an einigen Stellen ganz so schwer wie die eines rr-nzdie endgültige Satzung' wird theilweise nach seiner Ansicht erst fixirt,. wir aber sollen und dürfen von der festen Satzung nicht.mehr abweichen. Dieß ist unser Glaubensbekenntniß und nach ihm wollen wir gemessen und beurtheilt werden. Gehen wir nun in's Einzelne:. pp nin pp wird mit w'p übersetzt. Vgl. nun besonders n".7! -mriv rwOi, wo der Widerspruch zwischen ^"2 rnvL.' und daselbst ro"v:'"n als strenger Beweis für die Figürlichkeiü des Ausdruckes nachgewiesen wird, worauf O. sich sehr leicht als selbstverständlich stützen dürste. wird von ihm wörtlich übersetzt, was nach eine sadducäische Ansicht ist. -- Die Behauptung der ri".O kann nicht allgemein zugestanden worden sein, denn, diese Ansicht des O. ist die des '"2r<"->, wie welcher sogar die selbst ab) schließen will, ja es wäre wirklich ^"2 TiüwO ^2 .-i!?D2 /npm 2--"n diese.Consequenz. Wenn aber '2"k-> sadducäisch gewesen wäre, so wäre sicherlich nicht 'PM 2P,^"21 - . - Den Mittelpunkt dieser ganzen Deduktion (welches auch , der Red. des Ben Chananja mit lakonischer Kürze andeutet) bildet nun die Übersetzung des V222 durch -.-!2^^2^ Hierüber ist zu sagen: '.W2M2 bedeutet eben so wenig wie irgendwo 22^22 1^22 zc. ins Gesicht; vielmehr überall vor- Einem , nämlich als Zeichen der Geringschätzung. PH. bezieht sich in No. 17 der Jdth.-Ztg. auf die Mendelssohn'sche Uebersetzung 2"' J2IV2, wo derselbe im Widerspruch mit seiner Uebersetzung zi St. „in's Gesicht speien" übersetzt, und bemerkt ziemlich höhnisch daß dort die Herren doch sicher auch „ins Gesicht speien" übersetzen werden. Wir lassen dieß aber hübsch 'bleiben, weil rc:ni22 dieß niemals bedeutet: Die Grundbedeutung des? 2 ist hier -auch unverändert, „mit" d: h. „in Anwesenheit", „vor": Fragen aber unsere Gegner, warum wir. dieß erst jetzt moniren, so antworten: wir: Besitz albweil jetzt zumersten Male eine guaoi officielle Bibel herausgegeben werden soll. PH.: bezieht , sich zwar in Nr. .17der Jdth.-Ztg. auf seinen Commentarwo ersagt: „Auch -in der Ceremonie..... vor seinem Angesichte ausspie", und merkt selbst den Widerspruch gegen seine Uebersetzung nicht. Z. nun vergleicht mit unbegreiflicher Flüchtigkeit die Ausdrücke -svnp n"2 x"', ^"2?" W22M Dort steht , nämlich ^2^ L"x 2L'w drd-und bedeutet natürlich einen moralischen Bestand, da, meint Z. hätte O. auch '^12^2 übersetzen können. Das nennt man Wissenschaftlichkeit. Hier wäre ich wirklich im Rechte 10 Ausrufungszeichen zu machen, wenn ich aus dergleichen Argumentation etwas geben würde- Jetzt kommt Josephus und die LextuaZIota au die Reihe, welche 7NÜLN sic: -rö TrpvolOM'- übersetzen (Kritiker muß die Stelle im Jos. nicht nachgesehen haben denn sie steht nicht 5. 14., welche Stelle gar nicht existirt, sondern 5. 11., ferner aber übersetzt Jos. nicht nroe«.'- sondern rü-irrs^v, weshalb G elenns in der Ausgabe Köln 1691 S. 162 mit lueuters übersetzt). Uebrigens. ist alles dieß Sand und nichts als Sand. Was geht uns die nach der Tradition Mozilla n" 2") durch und durch verfälschte (vgl. das. mjtunsern Ausgaben) LextuaKiuta und Jos. , der uns z. B. eine Kleinigkeit wie die Genealogie in ^2^22 interpelirt, bei einer Frage, wo es sich um handelt,^ an? ,-Vgl. auch 4 Buch M. 12. 14. Job. 30. 10. Jes. 50, 6." 4 B. M. ist schon oben verglichen. Job. 30. 10 pm '22pi heißt nicht „ins Gesicht speien" womit -swki gar nicht, die ganze Construction aber auch nur erzwungen zu erklären wäre; vielleicht bedeutet es: sie haben sich nicht in m ein er Geg enwart auszuspeien zurückgehalten, wie. es der natürliche Anstand in Anwesenheit eines nur irgend respectablen Menschen gebietet. So übersetzt auch. 2rr: m und der Uebersetzer in Zunz' Bibel richtig: „und vor meinem Angesichte. Vgl. auch; Schusters z. St., der beide Jnterp. und eine 3te ganz figürliche citirt, und sich aus dem Zusammenhänge des Ganzen für die unsrige ausspricht. (Fortsetzung folgt.) Verantw. Redaktion vr. Lehmann. — Verlag der Le Roux'sehen Hofbuchhandlung. — Truck von I. Gottsleben in Mainz.