Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 7 (11.7.1860)
- Date
- 1860-07-11
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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EM -Beilaze zu Nr«. 7 des Jsmclit Von den verschiedensten Seiten sind uns Zuschriften Angegangen, die sich dahin ausfprechen, daß, wenn es auch im Allgemeinen zu billigen sei; die' (von PH.) fogeUännten Anttpamphletisten nicht zu widerlegen, um die Geduld der Leser nicht zu ermüden^ es doch angemessen erscheine, wenigstens eine Widerlegung, namentlich gegen Zip'ser, zu veröffentichen, nicht als vb gerade die Kundgebung des Herrn Zipser einer besön8ern Widerlegung bedürfe, sondern weil darin so Manches über' Onkelos gesagt sei, das aufzuklären nothwendig wäre. Wir geben, um diesem billigen Verlangen nachzukommen, daher in Folgendem die Entgegnung des Herrn RabbinerDr. Hildesheimer zu Eisenstadt, die, rein objectiv gehalten, über die Art und Weise des Targum Onkelos so viel Licht verbreitet, daß sie auch ohne den vorhergegangenen Gegenprotest Zipser's von unsern geehrten Lesern gewiß fteudig entgegengenommen worden wäre. Die Redaetion. Rede stehende Werk fördern wollten. Der Red. der - —- - Judenth.-Zeit. so wie seine Bundesgenossen haben Die Beilage zu No. 21 der Zeitung des Judenwohlweislich diesen Umstand vertuscht, weil er sie in thums. vermehrt die Stereotyp-Bibel-Angelegenheit! ihrer Polemik genirt. Wir aber lassen uns keinen mit der Kundgebung des Rabbiners Or. M. Zipser.! Sand in die Augen streuen, wir verlangen objektive Dieselbe, nennt , sich „Gegenprotest", - ohne daß an einer j Würdigung, und kümmern uns wenig darum, ob man Stelle protestirt wird. Sehen wir aber von diesem! etwas ein Pamphlet nennt oder nicht; wir sagen: Falsificat der Ueberschrift ab, und untersuchen wir wissenschaftlich den Werth dieser gegen die „Pamphletisten" erhobenen Stimme: : « .. Niemand wird in Abrede stellen, daß der oberste Grundsatz wissenschaftlicher Behandlung dierücksichtslöseste Objektivität/ die ruhige parteilose Deduktion das „Eine was sich für Alle schickt" 22^21 niix.ipn sei. 8iue ira st stuckio, ohne Haß und ohne Liebe, ist die Oouäitiv sine yua non für alle Die- . jenigen welche sich nicht von Ausdrücken wie, „es wäre schrecklich"; „mit Entrüstung muß erfüllen" blenden und ein x für ein u machen lasten, vielmehr immer nach stichhaltigen Argumenten fragen und sich nur von der Wahrheit/nur von wissenschaftlicher Objektivität bestimmen, lassen. Nach diesem Maßstabe wollen wir Herrn Z. und damit auch direkt und indirekt die übrigen „Anti- Auf den Namen kommt es nicht an, sondern auf Wahrheit. Jeder, dem letztere etwas gilt, gehört zu den Verehrern der Wissenschaft; jeder aber, dem sie nur so länge etwas bedeutet; so lange sie ihm bequem ist/ gehört dein großen Troß der. unberufenen Schreier an, er möge so viele ClaqueurHWen, wie da wollen. Also Ultimatum: Unserer PlirtEMangel an'Würdigung der großen Bedeutung einermöglichst billigen Bibel, mit entsprechender Uebersetzung vorzuwerfen, ist eine Lüge, wer sie wiederholt, begeht jedes Mal Verrath an der Wahrheit, das ist uns genug. H. Z. verurtheilt das Flugblatt des H. Hirsch aus Halberstadl durch das ,^2 pp'i durch drei Ausrufungszeichen, und durch die Entrüstung jedes echtjüdischen Herzens, bei welcher Gelegenheit derselbe beklagt, wie leider Hyperorthodoxie den Weg so leicht (soll heißen: so leicht den Weg) zur Apostasie anbahnt. pamphleWen" messen.- Herr Z. beginnt mit einer Predigt, deren Gegenstand das freudige Gefühl ist, mit welchem ihn die Ankündigung des PH. Bibelwerkes erfüllte. Hierbei haben wir zur Steuer der Wahrheit sofort zu bemerken, daß die proteftirenden Herrn Rabbiner so gut wie Herr Z. die Wichtigkeit einer billigen Bibel anerkennen und dem. Redakteur der Judenthumszeitung ausdrücklich bemerkten, daß sie, wenn sie Garantien für die traditionelle Bibelübersetzung erhalten, das in — Wir sind in Allem entgegengesetzter Meinung. Zunächst aber eine Bemerkung im Interesse der Objektivität. Als vor ungefähr 2 Jahren der Schmerzensschrei unserer Glaubensgenossen in Palästina, daß so viele arme Familien durch Wohnungsnoth nicht nur der körperlichen, sond ern auch dur ch! die Umtriebe der Missionsgese l Ls cha ft der geistigen V erkümmerun g preisgegeben seien, zu uns herüberkam; wer hat da diese Angelegenheit in die Hände genommen? — Das hyperorthodoxe Centralcomitä ''