Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 7 (11.7.1860)
- Date
- 1860-07-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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74 ,.r N. ten und geweckten KräfK verlieren; auch die Sym^ pathien der GesellWft,W)elÄ siiWlnwUUürlM de^ L Unterdrückten undj-ÄrfolAen MwenÄn, merdenÄnehr^ oder minder schwinden. Was wird das Judenthum alsdann Hui L7«WiMSE»WA Aufgabe zu lösen, um selbstständig fort zu-, dauern für die künftigen Gesch lech't.er? 777;.: Lasset uns vor Allem wahr sein! Während der trüben Zeit unseres Mißg eschicks, j, ivtz Angesichte - unsrer ,^ dem Hasse und der Verfolgungssucht neuen Nahrungs-, stoff reichen, öder'-dieselben mit einem Anschein von Legitimität umgeben:// Da mußten' wirHnsrv Mängel, unsre Wunden verbergen;/Alles,'was in unsrem Herzen vorging, unter /freundlichen.Farben darstellen, wir mußten es mit dem Ninrbus der.Poesie und Heiligkeitumgeben- Heutzutage—hat-die-Wahrheit" keine' Gefahr für uns.^ Sie ist unser erstes Bedürsniß /' unsre ' vornehmste Pflicht , die Bedingung unsrer zukünftigen : Existenz und' Unsres zukünftigen Heils. Diejenigenwelche-für Israel und seine Religion die Wahrheit fürchten, beleidigen es und eniweihen seine Religion. Vor Allem stellen wir uns die Frage : Si n d w ir w ah r e Js ra elit eu /würdi ge Sp r'SWin-g e Abrahams, Isaaks und Jakobs? r 17 " Wir schmeicheln uns, auf Erden eine göttliche Mission - zu erfüllen ,. alle > großen und unsterblichen Wahrheiten' zu reprasentiren;' nun denn, wennswir fortwährend uns der Uebertretung der göttlichen Vorschriften schuldig machen^ wenn wir die Sabbat-nund Feiertage öffentlich -entweihen; wenn-wir unsre Wohnungen von Allem - entkleiden,"wasden häuslichen Herd unsrer Väter zu - einem Heiligthum des Ewigen, «ihr Leben zu; einem .priesterlichen. machte ^stellen wir alsdann, in /den. Augen der/menschlichen- Gesellschäst (etwas.Anderes dari, -ccks die Abläugnung der-ewigen Wahrheiten,. den Unglauben, - diel Gottlosigkeit,1 die Entfernung von Gott und seiner Lehre? - 1!/ .Md sind wohl unsreWötteshäuser geeignet, das Hudenthum zu -repräsentiren? sDrtttnman! Ln/diesel- Lani, was 7gewahrt>wan? .:Statt?emÄ Lhefillaüein Mötenhest in.: der Hand .der Chasaniür; Aoristen, welche man am Vorabende in nichtjüdischenDempeln, als Kichtjüdische Leviten^ in ^HM^THeatern, als EomöJanten verkleidet, gehest. ^Di'e gottesdienstlichen Ehrer^und Spnagogenplätze^stM den Armen unzugängM; Alles ist, wie in einer Handelsbude, zu Änem hohen Preise angeschlagen, geschätzt und aus- Mbeutet -denn es .bedarf, hedeutender^Summen. um z^AMer^örer ChaDn^v?n^§enend?i^ Einziger geklügen würde, zu besolden. Es muß ein großer Chor .WMrhaltKm, ein großer Luxus entfaltet werden, um einigen Persönlichkeiten, welche einmal des Jahres .das Gotteshaus.besuchen, oder bei Gelegenheit einer ^MMWG^HM^IWnk^anshängen...möchten,^zu gefallen. Wir hören, oft. Predig er,-welche a-nstatt die Stimme ihres Gewissens und ihr'et Begeisterung' laut zu 'erheben, die V e'rl'e.Hu ng e'n d e r R el'i gio'n mi t' E n er g'i e "zu brandmarken, denPropheten in ihrem.heiligen und glühenden Eifer gegen die Sünde na-chzuahm en,—sich in Allgenleinheiteik -ergehen, die Niemanden lbierülhuen, keine Reue, keine Gewissenspein erwecken, keinen andern. Zweck erzielen, als den Gottesdienst ein wenig W werlängernrnEhd- Ulals setzten- Re Hänpter und Vorstände der- Nation ihre cpsr:^,c am ver Spitze Israels voranzugehen, und/hie. Ersten zu sein in der Darbringung der schuldigen-Opfer. JetztZjst es leider anders-geworden: . Selten-^erscheinen?dieselben in: Gotteshause, und dennoch wählen wir fortwährend diese AarAube Männern,-^welche verächtlich auf unsere Neligionsübungen blicken, die es mit ihrer Würde unverträglich finden, in den Andachtsversammlungem ihrer: Glaubensbrüder zu erscheinen, die weiter nichts-Jsraelitisches an sich haben, als daß sie als Juden geboren sind, — eine Geburt, mit' wÄcher^ ihr sonstiges'Leben rm'' gr'ellsteü' Widerspruche / steht" 'die an' unfern' göttlichen/'Glauben nur 'denken;' um' für did'B'e^digiüntz/:ihD^HMM/elU 'Mittel zu finden/ — ' 'Richten wir jetzt unser'An genmerk'auf'die Erziehung 'unsrer' Kind er! / Ein Ob'erlehrer''der' Elementärschülen hät neulich 'die'Zähl Är'die verschiedenen israelitischen Mterrichtsanstalten der Hauptstadt besuchenden,Kinder angegeben. Diese, Ziffer ist außerordentlich gering-.und bietet einen./traurigen -Beleg für Unsre /.Zustände/ Die' Mehrzahl 'der,/' jüdischen Kinder/rbLsucht/uichtjüdische Erziehungs- und Unter-