Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 14 (1920)
- Issue
- 12 (26.3.1920)
- Date
- 1920-03-26
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 12 JÜD ISCHE ZEITUNG Seite 6 der Auferstehung uaiser-er Sprache von Grund aui zu klären. Die Jargonisten glauben, daß die einzelnen Jargondialekte (Arabisch, Persisch, Kaukasus- Jüdisch, Spaniolisch, vor allem aber der „Jüdisch“ genannte deutsche Dialekt) bei den Juden lebendig bleiben werden, solange es Völker und Menschen auf Erden gibt. Ihr Nationalismus kann sich also, soweit er die Sprache betrifft, mit der Erhaltung der Dialekte im Volk, mit der Erhaltung des Vorhandenen, zufrieden geben. Bei den Jargonisten ist nicht das Leben des „Jüdischen“ selbstfraglich, da diese Sprache ja bei sehr bedeutenden Volksteilen gesprochen wird, also lebendig ist, sondern nur die Stellungnahme zu seiner Pflege und Vereinheitlichung, zur Festlegung seiner grammatischen Gesetze und zur Ausbildung einer Volksliteratur in der Volkssprache. Die Gegenwart ist mit ihnen, deshalb sind sie auch ihrer Zukunft sicher. Die der hebräischen Sprache Ergebenen begnügen sich zumeist mit der Hoffnung auf die Renaissance unserer Sprache in Palästina, mit der Erhaltung einer hebräischen Literatur und mit Gruppen von Hebräisch-Redenden in der Diaspora. Die Gegenwart ist absolut nicht mit ihnen, deshalb sind sie auch der Zukunft nicht sicher. Nun aber ist in Palästina ein zwar sehr kleiner, aber doch für die Zukunft unseres Volkes und seine Auferstehung im Heimatland sehr wertvollergeschlossener jüdischer Volksteil entstanden, dem Hebräisch zur Sprache geworden ist — das ist die hebräische Arbeiterschaft. Seit fünfzehn Jahren ist der hebräische Arbeiter bestrebt, sein ganzes Leben von der hebräischen Sprache, der er Treue geschworen hat. beherrschen zu lassen. Nur wenige haben die Kenntnis unserer Sprache aus der Diaspora mit ins Land gebracht, noch weniger das Reden in ähr: heute ist sie bei Hunderten von Arbeitern und Arbeiterinnen durch Uebung und, bei vielen dann durch unermüdliche, jahrelange physische Anstrengung zur Lebenssprache geworden. Ein tiefes Gefühl der Pflicht und der Liebe gegenüber unserer Sprache und wechselseitige Hilfe bei ihrer Aneignung haben den Sieg dieser sprachlichen Revolution bei dem Einzelnen wie bei der Gesamtheit gefördert. Die Gruppe der jüdischen Arbeiter in Erez Israel ist, abgesehen von den Lehrern, bei denen der Beruf es mit sich bringt, die einzige, in der die hebräische Sprache ihre Auferstehung als gesprochene Sprache in Haus, Familie und Arbeit erlebt hat. Aber gerade dieser innere Sieg des hebräischen Arbe'iters, gerade diese Fähigkeit, seine hebräische Sprache mit dem wirklichen Leben, dem Leben der Oeffentlichkeit, der Familie, der Jugend und mit dem Leben seiner Kinder zu verknüpfen, erlegt ihm eine besondere Sorgfalt und eine erhöhte Verantwortlichkeit für das Schicksal seiner Sprache auf und zwingt ihn, die schwere Frage zu stellen: Wie gelangt unsere Sprache zur ‘vollen Auferstehung? Durch übermenschliche Anstrengung der palästinensischen Minderheit oder durch eine mächtige, allumfassende Bewegung im Galuth? Solange das Volk im Galuth nur in der Ferne zusieht, wie seine Kinder in Erez Israel hebräisch oder „die heilige Sprache“ reden, so lange gleicht unsere Tätigkeit hier, im Lande, an der Aufgabe der Wiederbelebung unserer Sprache gemessen, den Greisen, die nach Erez Israel pilgern, auf daß es ihnen vergönnt sei, hiier zu sterben. Das war die Wallfahrt einzelner, die das Volk verherrlichte, ohne mitzutun. Es verknüpfte sein Leben und seine Hoffnungen nicht mit dem ihren, es tat keinen Schritt ihnen nach. Doch das Geschlecht, das sich zur Neubelebung unserer Sprache in unserem Lande rüstet, wendet sich an das ganze Lager und ruft es auf. zu folgen und zu helfen. Hilfe aber für die Neubelebung der Sprache in Palästina bedeutet nicht bloß materielle Hilfe, etwa Unterstützung der Schulen in Palästina (bis die palästinensischen Juden sie aus eigenen Mitteln unterhalten können), sondern — Hilfe der Zunge: d. h. die Juden der Diaspora sollen uns dadurch helfen, daß sie sich des Hebräischen im täglichen Leben ebenso bedienen, wie wir hier. Die Bewegung der Wiederbelebung der hebräischen Sprache in der Diaspora hat schon vor Jahrzehnten eingesetzt. Auf der letzten Konferenz der „Organisation für hebräische Sprache und Kultur“ im Jahre 1913 wurden darüber unter anderen folgende Angaben gemacht: „Schon vor 50 Jahren wurde in Bukarest ein Verein zur Verbreitung der hebräischen Sprache gegründet der drei Jahre lang bestand* Zu den Gründern des Vereins gehörte Josef Halevy. Auch der Malbim verhielt sich der Wiederbelebung der Sprache und diesem Verein gegenüber freundlich.“ Hillel ZIatopolski äußerte sich dort wie folgt: „Nicht erst seit gestern besteht die hebräische Bewegung, sie hat bereits tief im Leben Wurzel geschlagen. Sie nimmt die verschiedenste Gestalt an, aber der rote Faden bleibt immer das Hebräisch-Reden. Die ersten Schritte wurden vor einem Vierteljahrhundert mit der Gründung der „Ssafah B‘rurah“-Vereine getan. Dies war „die Zeiit des Spotts“. Die Menschen waren nicht für das Hebräische vorbereitet und*die Sprache war noch nicht geeignet, bei ihnen aufzuleben. Der pseudobiblische Stil beherrschte die Literatur vollständig. Eigentlich blieben diese Schritte ohne greifbare Resultate. Doch ganz allmählich änderten sich die Dinge.“ Wie Hillel ZIatopolski und Klausner auf der erwähnten Konferenz und Pinchas Schiffmann im Ha-Schiloach 5679 bezeugen, gibt es in Rußland Zehntausende junger Leute beiderlei Geschlechts, die hebräisch reden. In Galizien ist, dank der Tätigkeit der Lehrerschaft während der letzten zehn Jahre, ein nach Tausenden zählendes Heer von Hebräisch-Redenden ausgerüstet; und auch in Amerika fängt diese Bewegung an, sich auszubreiten. Solche Zeichen kündigen am Himmel des jüdischen Volkes die Morgenröte unserer Sprache an, sie ermuntern und festigen, sie beweisen die Möglichkeit der Wiederbelebung unserer Sprache im Volke — aber noch sichern sie sie nicht. Noch hat die hebräische Bewegung die breite Straße nicht betreten. Sie hat ihre klare, extreme Tendenz noch nicht einmal verkündet, geschweige denn das schwere Joch des qualitativ und quantitativ dieser Tendenz angemessenen Aniangs aufgeschultert. Aus Zlatopolskis Worten aui der oben erwähnten Konferenz entnehmen wir ein vollständiges Bild von dem Zustand der hebräischen Arbeit in Rußland vor dem Kriege: „Eine Fülle von Arbeit hat begonnen. Hier ist ein Kindergarten gegründet, dort eine Bibliothek; hier eine Mädchenschule, dort ein Abendkurs eröffnet — Wir mußten leider einsehen. daß wir noch nicht bereit sind, es fehlt an arbeitenden Menschen, es fehlt an Büchern und Heften. Die Schriftsteller haben uns. trotz unaufhörlicher Bitten, nicht geholfen. Wir haben die Vereine mit schönen Hoffnungen abgespeist, die wir nicht verwirklichen konnten, da wir nicht genug Redner. Hefte und Bücher hatten.“ Die jahrelange riesige und systematische Arbeit, die erforderlich ist damit den vielen Millionen unseres Volkes, die in alle Länder des Erdballs zerstreut sind und alle Sprachen der Welt reden, statt der fremden Sprache wieder hebräisch sprechen, muß den Bedürfnissen angepaßt sein, die irr, geistigen Leben unseres Volkes zurzeit in Erscheinung treten. Das Volk der Bibel ist heute das ärmste an hebräischen Bildungsanstaiten. Die indische Volksbildung hat sich bisher auf die Chadarim, Jeschiboth und Bathe ha-Midrasch. sowie auf die Dajanim und Rabbiner gestützt, die es in jeder jüdischen Gemeinde ohne Rücksicht aut ihren Umfang gegeben hat. Heute ist die Seele aus den Chadarim und Jeschiboth entflogen. Die Lehrer sind nicht mehr die Adern, die das Blut — die geistige Nahrung — aus den Zentren der Thora uns des Judentums in die näheren oder ferneren Zellen des Hauses Israel leiten: der Niedergang der Thora und der geistige Kräfteveriall bei den Trägern der religiösen Tradition ist in West und Ost zu groß. Die „Gelehrten“, nämlich die Religions- und Sprachlehrer in den Schulen der Alliance im Osten und Melamdim in den Chadarim und Privatschuien Amerikas und vieler Gemeinden in Südrußiand — werden beim Volke gleich hoch eingeschätzt: vor der Person kein Respekt, vor der Thora wenig Achtung. Unter den Juden Persiens und Aegyptens wie in London, Amerika und ab und ztt in Rußland treffen wir sehr viele, die kein Wort Hebräisch verstehen. Da fragt es sich: Woher den hebräischen Lehrer nehmen, der — gleichviel, ob re!ig:ös und fromm, ob aufgeklärt und frei — jedenfalls national und angesehen ist and m Glieder Schule das Banner des Hebräischen hochhält? Den Lehrer, in dessen Hand die geistige Zukunft des jüdischen Volkes liegt? Wo ersteht uns der hebräische Lehrer? Die Antwort lautet: in den besonderen Anstalten zur Ausbildung von Lehrer. die in ailen größeren Gemeinden des Exils z^i gründen sind. Für die zwölf Millionen Juden der Welt ist ein großes Heer von hebräischen Lehrern erforderlich, die die Jugend auf dem Schoße der hebräischen Sprache erziehen. ja dem ganzen Volke die Sprache übereignen sollen, von der Altersstufe der eben beendeten Schulbildung bis zu der der körperlichen und geistigen Vollkraft. Um für je 60 Personen — die Hälfte davon im lernfähigen Alter — einen Lehrer steilen zu können, sind 200.000 Lehrer notwendig. Einen Teil dieser Zah! können die bestehenden jeschiboth und Lehranstalten der Diaspora beschaffen: der andere, größere, ist aus den Hebraisten zu ergänzen. Das Lehrerseminar, das im Jahr 60 ausgcbildete Lehrer entläßt, entläßt im Laufe von 20 Jahren seit der ersten Beendigung eines Cötus 1200 Lehrer. Es wären also 80 Lehrerseminare oder andere geeignete Anstalten zu gründen, die ihre Zöglinge für den Unterricht in den großen Zentren des Judentums auszubiiden hätten. Ganz allmählich würden diese dann im Laufe von 25 Jahren dem jüdischen Volke die Lehrer stellen, die es nötig hat. um seine Sprache neu zu beleben und seiner geistig-nationalen Existenz Bestand zu geben. Solange das jüdische Volk besteht, hat es stets ein Heiligttum gehabt als Zentrum dies nationalen Lebens. In der Wüste hatte es das Stiftszelt und die Bundcstateln. im Lande den Tempel. ilm Galuth Thora und Gebote. Dos Stiftszelt unserer Zeit ist die Sehnsucht nach der Erlösung aus dem Galuth und nach der Auferstehung unserer Sprache! Die Sehnsucht und die Liebe, die im Volksherzen ruhen, müssen aber zur Pflicht werden, die ein wesentliches Ziel seines Willens bildet.!m Laufe der Jahre müssen wir ganz allmählich unsere bisherigen Sprachen lassen und zu der vergessenen hebräischen Sprache zurückkehren. Nicht aus den Quellen eines äußeren Gesetzes soll die hebräische Rede entspringen, sondern aus tiefem Drang und innerem, von der Liebe geborenem Pflichtgefühl — aus dem Geheiß des Herzens. Dank dem nationalen Gesetz, dem Tadel, der prophetischen Predigt, dem Befehle konnte unser Volk den Weg seines ganzen historischen Lebens zurücklegen. Im Anfang war der „Mann Gottes“ der Tadler, der Priester und der Prophet, dann war es — der Thoragelehrte: der Rabbiner und Schriftsteller ist es in der Gegenglücklichen Instinkten der jüdischen Massen aut eine intelligenzlerische Unterwtihlung beschränkt geblieben* die nicht weit reicht, ebenso wie alle anderen „tmjüdischen“ Tendenzen von der Masse zum Einzelphänomen rückgebildet wurde. Anderseits aber weist er auf die Gefahr der Haskala hin, daß sie im Ostjudentum den westjüdisdien Typus hervorbringe. Hier ist ein Widerspruch, der aus der Verkennung der seelischen Anlage und Wirkung der Haskala entspricht. Die ostjüdische Haskala. die. wie Birnbaum scharfsichtig erkannt hat. mit der westjüdischen Aufklärung innerlich nichts zu tun hat, scheint — weit über den Rahmen eines Wissensdünkels Einzelner hinaus — trotz aller Kleinlichkeit aus einer seelisch revolutionären Wesenheit zu stammen, aus derselben etwa, aus welcher der Chassidismus ans Licht kam. Anders wäre auch nicht zu verstehen, daß diese Strömung neben plattester lntelligenzlerei und — angesichts des krampfartigen Ablaufes des jüdischen Lebens in den letzten Jahrzehnten — oft lächerlichen Forderungen ihres „Kampfes“ dennoch Erscheinungen hervorgebracht hat, welche bleibenden Wert und dauernde Wirkung im Volke haben: nur an das dichterische Werk Mendeles“ und Perez‘ sei erinnert und an die lebendigen Kräfte der Volkserhaltung im jüdischen Osten, die sich gerade jetzt in der schwersten Zeit bewähren und nicht restlos aus der bisherigen seelischen Beharrungstendenz erklärt werden können. Wenn Birnbaum in seinem wunderschönen Esay über Perez ausspricht, daß der Dichter das wurde. w.as er ist, nachdem er die- Fahne der Haskala zerfetzt hatte, so vergißt er, daß das Werk Perez“ seine stärksten Kräfte aus dem zieht, was eine sozusagen ins Ewige' gehobene Haskala ihm gegeben hatte: aus neuem Judentum, das sich als Ring der goldenen Kette 'einfügt i n die Menschheit, nicht zu ihrer .Abwehr. Der Gedanke unserer eigenen Sendung zu uns selbst, nicht zur Menschheit, ist in den wirklich Großen, die aus der Haskala gekommen sind, wirksam und sie haben es verstanden, ihn dem Volke zu geben. Vor allem schon durch das Verständnis für seine Sprache, die das Volk bisher immer nur als dem Tage dienendes Objekt angesehen habe, die Volkssprache, deren Ewigkeitswerte Birnbaum so klar erkannt hat. Sollte in ihm nicht auch die Erkenntnis stark sein, daß das Verhältnis des Volkes zu seiner Sprache heute ein ganz neues, aus neuen Lebensinhalten gewordenes ist? Und dieses Neue ist ein solches, das aus dem Streben nach einem neuen Inhalt, einem neuen Weltbild entspringt. Läßt sich da mit absoluter Gewißheit die Unvsränderlichkeit des jüdischen Seeleninhaltes formulieren? Sicher ist allerdings, daß alle wirklichen geistigen Revolutionen des Judentums niemals ihre Kraft aus der Aufhebung dessen, was jüdisches Gesetz, d. h. jüdische Seeleneinstellung ist. gezogen haben, sondern immer auf Erfüllung des Gesetzes gerichtet waren. Aber Erfüllung ist nicht Beharrung. Darum ist die Verbindung der Ideen Birnbaums mit den traditionellen Beharrungsmomenten, ja ihre sozusagen kirchliche Sicherung, kein Element der Dauer. Was aber Birnbaums Gedanken — und gerade die Essaysammlung macht dies deutlich — aus dem von den bekannten Oberilächengeistern geprägten „Einzelfall“ heraushebt und sie wirklich zum Ringen „um die Ewigkeit“ des Volkes macht, das ist die trotz allem Hinweis auf das Traditionsbeharrende vorhandene revolutionäre Grundidee, welche mit kühnem Griff den Juden vor die Wahl stellt, entweder sein Beharren durch die Tat zu krönen, welche erst die Erfüllung gibt, oder seinem jüdischen Anspruch zu entsagen. Daß der Effekt der Tat (die. selbst gottgebunden, immer menschlich bleibt) einen neuen Seeleninhalt dem Volke geben muß. steht fest. Birnbaum glaubt allerdings, es gebe bei Gott, der die Seelenqualität seines Volkes bestimmt har, keine Aenderung der Seeleninhalte und die Tat werde die Erfüllung der uralten Gottverheißung geben. Wie immer dem sei. die Tat ist Voraussetzung. Darum ist Birnbaums Ruf am stärksten, wo er aut die Tatlosigkeit eines Volkes hinweist, das „verheidet“ wurde, also seiner Möglichkeit sich selbst begeben hat. Gerade die Gefahr, daß die künftige Volksentwicklung aus Halbheitstendenzen heraus, in dieser Tatlosigkeit verharre, hat Birnbaum den Ruf nach „Sicherungen“ gegeben. Das Volk aber übt diese Sicherungen selbst und ist instinktiv, was es immer war: der „Weltenbauer Israel“. Birnbaum ist, wie er es immer war. das Gewissen des Volkes. Das ist seine Kraft und damit stellt ihn seine „neue Phase", mag sein Weg auch viele neue Möglichkeiten nicht beachten, die schon vorhanden sind, hoch über das achselzuckende Gestammel der „Kulturträger“. Wien. Siegfried Schmitz. Freie jüdische Volksbühne (Der Landsmann, Komödie in drei Akten, von Schalom Esch.) Ein sehr gut besuchtes Haus nahm die von der „Freien jüdischen Volksbühne“ veranstaltete Aufführung der im amerikanisch-jüdischen Milieu spielenden Komödie Asch‘s sehr beifällig auf. Die Komödie Asch's ist über die äußere Zeichnung von Typen nicht herausgekommen und eigentlich dort steckengeblieben, wo sie beginnen sollte. Die Darstellung durch die Mitglieder der Jüdischen Bühne brachte nun gerade diese Typen zu vorzüglicher Geltung und gewann das Publikum zu lebhaftem Mitgehen, wozu der Geist der Dichtung alls keinen Anlaß geboten hätte. Vor allem ist das lebhafte Spieltemp^ Aufführung zu loben, welches die Geschef rasch vorüberhuschen und dem Zuschauer