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Jüdische Zeitung · 1919-10-03 · 40 (3.10.1919) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
40 (3.10.1919)
Date
1919-10-03
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Seite 7 Tfc 4» Verwendung zur Herstefhmg der Synagoge oder Ggneindehäuser ganz ausgeschlossen wird, so müssen wir Sie hiermit ersuchen, ach in Verteilung obiger Summe nach den Ihnen früher mitgeteilten Bestimmungen zu deren Abänderung, wie bemerkt, nicht autorisiert sind, genau richten zu wollen. Wir empfehlen uns etc.“ Wie hieraus zu säten, ist die Verwendung dieser Summe für die Restaurierung der Synagoge direkt verboten wollen und eine nachherige, zu t&efs emr Zweck veranstaltete Sammlungkommt nicht vor. Dasselbe war im Jahre 1819, wo in Wien eine Kollekte für das in Trlesch abgebrannte Judenviertel ausdrücklich nur für. die Abgebrannten gespendet * - Die Summe von 1717 Ist keine zufällige. Die Absendung geschah am Mittwoch, nachdem die Sammlung Dienstag geschlossen wurde. Bei der Schöpfungsgeschichte wird in der Bibel nach ledern Tageswerk gesagt: „und Gott sah, daß es gut sei“; am Montag fehlt dieser Satz, angeblich, weil mit dem am Montag geschaffenen licht, auch das Höllenfeuer geschaffen wurde. (Talmud Pessachim föl. 54b.) Dafür ist dieser Satz am Dienstag zweimal vorhanden. Der Zahlwert der Buchstaben Tobh^Gut ist 17.. Nun wollten däe Vertreter, die am Dienstag, die Sammlung für Ihren guten Tal abgeschlossen haben, zu einer runden Summe von zweimal 17 (1717)) machen. Dr. H e i n r i c h. Stepbefall & Unser , geschätztes Gesinnungsgenosse. Reichsratsrevisor Rudolf T. aas sig, der durch die ganze;Kriegszeit als Vorsiteender des Z. K. die Geschäfte der österreichischen zionistischen Partei geführt und insbesondere durch die Leitung des Armen-Ambulatonuns für die Flücht- * linge sich große Verdienste erworben bat, ist in der vergangenen Woche durch das Hinscheiden seiner Mutter von einem schweren Schlag getroffen worden. Wir sprechen Herrn Revisor Taussig unser herzliches Beileid aus. Notizen Unsere Kriegsgefangenen in Rußland. Unser Gesinnungsgenosse Erich Schmoller, Heilsberg, Ostpr., Durchgangslager, hat sich erboten, Nachforschungen nach Gefangenen und Vermißten ans Rußland zu übernehmen. Anfragen (Name, letzter Truppenteil und letzter bekannter Aufenthaltsort) sind direkt an ihn zu richten. An " die i&dlschcn Sänger. Sängerinnen und Komponisten! Jetzt, wo die hebräische Sprache Sß im Aufblühen begriffen ist, macht sich der Mangel an . hebräischen Liedern sehr bemerkbar. Die hebräische Sprache wird bereits in Schulen untere————————■■■■■ Wer sich über das Wesen der jüdischnationalen Bewegung informieren will, lese die Broschüre Der"" ' Nationalismus von fflbg. RobtPt Stricker Preis K 2.50. — Zu beziehen durch die -Administration der „Wiener Morgenzeitung“, Wien II., Taborstraße 1 bis 5 Nur gegea Voreinsendung des Betrages» gegen Nachnahme wird nichts versendet* jeeHSCHE ZBITUNQ richtet, man hört sie schon auf der Straße sprechen* doeb bei umsHrafechem Yeranstaltimgen. Opern, Konzerten wie jüdischen. Liederabenden, kommt efneig nie ein hebräische» Wort zu Ohren. Ich mache mir daher zur Aufgabe, die» Te*te von Operif. Liedern (Mendelssohn, Rubfnstefn u. a.) für Soli. ChpF und Duetten ins Hebräische zu übertragen und bin gerne bdreit, diese iedem Sänger zur Verfügung zu stellen. Wer für die Verbreitung der hebräischen Sprache auf diesem Gebiete‘arbeiten .-uftd.'dem-jüdisch«»: ~.Volke, ‘seine Sprache auch durch Gesang vertraut machen will." den bitte ich, sich an mich zu wenden. Isak Herzberg, hebräischer Lehrer, Wien II., Karmelitergasse 5/9. Vereinsnachrichten Die Vereinigung IBdlscher Exportakademiker (Wien, II.. Taborstraße 1), sendet uns folgenden Aufruf zur Veröffentlichung: 360 jüdische Exportakademiker stehen zu Beginn des neuen Schuljahres heim- und brotlos, ohne jede materielle Stütze, ohne Möglichkeit, das Studium fortzusetzen. Es sind größtenteils Ausländer, denen die anomalen Verhältnisse im Lande nicht gestatten, die dortigen Hochschulen zu besuchen, sie sind vor Haus und Familie ab geschnitten. Wir stehen heute im Anblicke der gewaltigen, nie dagewesenen Not von 360 Studenten, vollkommen machtlos, um so mehr, als die Inskriptionsgebühr auf der Exportakademie in diesem Jahre enorm hoch ist, eine Summe von 400 Kronen pro Semester erreicht, eine Taxe, die auf keiner anderen Hochschule nur annähernd besteht Von wo 400 Kronen Inskriptionsgebühr für 360 Exportakademiker nehmen, van wo Mittel, Urnen warmes Essen in der Mensa verschaffen, von wo Lehrbücher, sogar Kleider? Wir brauchen für die erste Hilfe 50.000 Kronen, eine Summe, die genügen wird, die Not der Aermsten und Unglücklichsten zu lindern. Diese Summe wird uns ermöglichen, in den ersten Tagen Oktober die Studfcngdder für die Aermsten zu bezahlen Lehrbücher zs verschaffen, warmes Essen und warmes Heim für den kommenden- Winter. Wir rufen die Oeffentlichkeil an, unsere alten Mitglieds. Freunde;, jüdische Kaufleute, uns in (fiesem edlen Werke behilflich zu sein. Lassen Sie Studenten; die ganze Jahre im Felde verloren, haben; nicht verhungern, nicht erfrieren. Die Hilfe Ist dringend! Präsidium der. Vereinigung jüdischer Exportakademiker. Jugendverein „Ahavath Zion“ spendet für den Jüdischen Nationalfonds K 1200t—, für das Jüdische Jugendheim K 1000.—, für den Verein Jüdische- Kinderfreunde K ..650.—„ zusammen K 285a—. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAaaaaaaaaa MOSES RATH’S Lehrbücher der hebr. Sprache ■qöp na«? Ldufeucä der hebr. Sprache für SdUmH Wii ntarrkht mit Schlüssel und WSrtervcrgifrfanh Es ist das efextoe praktische Leteiracb mit M> •eher Unterrichtssprache zur vöttgsa Erfermmg derbebrsschea Spreche in Wort and Schifft Bb* fafinmg in «Be Literatur. Soeben crgcMenmt dritte verbesserte Auflage. Die ..Hlstadruht Iwrith“ in Bmffn and Lemberg. wie auch <fie gesamte Facfe- und Tagesoresse, haben das Buch als bestes and für den Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt. Preis eines schön snagestattetea. 400 Seien starken, geb. Exempi. K 17.681 Porto K L—r Nachnahme K 1.40 b) Ssmonnrak pobfco-hrärafrkl. Bs ist dnsscffne Bach mit potuhrher Unterrichte« spräche. Preis und Porto wie oben. o mp naw nar BdhriBsch nach der Methode »Iwrith btwrtttA Preis gebd, K 1030, Porto 75 h. HrindaeK L—, Uehsran llX Bochhäiidfer-KrtetszasdUag. 2a bestehen bei Moses Rath, Wien I., Postg. li yyyyyyyyvyyvvyvyyyyyyywyyyyyyyy Ankündigungen Dfe Legende vom pofltisches Zioabama. Der Verrät Jüdischer Exportakademiker veranstaltet am Dienstag, den 7. Oktober nachmittags um 6 Uhr in seinen Räumen; fl. Taborstraße 1/3 einen Diskussionsabend, welcher der durch Nordaus Angriffe neuerlich: aktuell gewordenen Diskussion, über den Gegensatz zwischen dem früheren politischen und dem gegenwärtigen Zionismus gewidmet ist. Die Veranstaltung wird lies über die „Legende vom politischen Zionismit einem Vortrag des Herrn Heinrich M a r g umus“ eingeleitet werden. Gäste willkommen. Kleinwirtschaltskurse den Urania. Das. Wintersemester der Urania-Lehxkurse mit seminaristischem Unterrichte wurde Mittwoch, den 1 Oktober 1. J. eröffnet Es sind fünfzig Kurse aus, affen Wissensgebieten, wie Rechtkmxfe. politische Bildung, Geschichte. Naturleine und Naturgeschichte, Mathematik, Literatur, Buchhaltung, Hausverwaltung, Elektrotechnik. Stenographie u. s. i Ein besonderes Gebiet pflegen dl§ Kleinwirtschaftsknrse über Bienenzucht Kleintierzucht, Landwirtschaftslehre; Obst- und Gemüsebau. Die Teilnehmergebühr für jede» Kurs beträgt für das ganze Semester bei einer Stunde wöchentlich 20 Kronen, bei -einer Doppelstunde wöchentlich 30 Kronen. Anmeldung und Einsehrqtbimg findet in der Kanzlei der Urania statt; woselbst auch unentgeltiicb das genaue Programm erhältlich ist Gleichzeitig beginnen die Sprachkurse: Ungarisch, TscbechisclL Kroatisch, Italienisch, Französisch, Englisch (Teilnehmergebühr 40 Kronen), für welche die Kartenausgabe an der Tageskasse erfolgt. tm Redehalle fifaflseber Hochscfaiiler. Die ordentnehe Plenanversammltmg findet Samstag, den 11. Oktober 1 J. um X6 Uhr nachm, statt Tagesordnung: L Bericht der Kassakommission. 2. Bestätigung des Ausschusses.. 31 Bericht des Ausschusses. 4 Wahl der Kassarevisoren. 5. Eventualfa. Sollte (fiese Versammlung nicht beschlußfähig sein, so findet eine halbe Stunde spätereto* zweite statt die bei jeder Stimmenzahi beschlußfähig Ist Arnold! Zweigs fünfaktine Tragödie „Ritualmord in Ungarn“ (Sendung Semaelsr. geht in der zweiten Hälfte Oktober außer an der Neuen Wiener Bühne in Wien auch am Neuen Theater in Frankfurt a. M., im Deutschen Theater in Berlin und den Kammerspielen fti Hamburg zum erstenmal in Szene. Die Rederad Lesehalle ffldbcfeer ffocfcschfiler veranstaltet im Studienjahre 1919/20- Hebräischkurse für Anfänger und Vorgeschrittene im eigenen Lokale unter der bewährte» Leitung des Herrn J. Kestenbamn. Anmeldungen im Lokale IX., Türkenstraße 9, während der Amtsstunden von 3 bis 4 Uhr täglich. Danksagung. Hechaiuz-Gruppe Leopoldsdorf bedankt sich bei ejer Wohlgeb. Familie Berger für das vorzügliche Benehmen gegen die Gruppe zum Rosch - Haschonohfesf und wünschen Ihnen ein „21S2 10J“. Mit Zionsgruß rtECWALUZ GRUPPE. Cafe Marienbrücte BERNH. FRANKL _ Wien fl., Obere Donaustraße 99l Treffpunkt aller Zionisten. Dr. Selig Liebmänn Wien IX-, Dreihackengasse 6/* wünscht allen Verwandtes, Freunden und Bekannten .rma nttfrn tm Institut Duschmszki-Bauer, Wien I., Hohen Markt Nr. 3 GrQndungsJahr 1869. o o o o o © Fernsprecher 21713. 1 i I Qchthlassige Pptoat-Volhs- und Bürgerschule mit Offentlichheitsrecht | | Lehr- und“Erziehungsanstalf für Knaben. — Vorbereitungsanstalt für die Handelsakademie. ■ “ o o o o Handhabung des o o o o 1 I Arbeitsunö Inöiviöualisierungsprinzipes ^der'&Shunt | ■ fürj Mittelschüler, Handelsakademiker und Fachschüler. — Pflege des Eislauf-, Rodel-, Ski-, Schwimm-, Ruder- und ■ |U t\Orrepeil IIUII Wandersportes, unter fachmännischer Leitung. — PEHSIOffAT. Ferienheim in Voslau. » o o o ® I fei: flirj Mittelschüler, Handelsakademiker und Fachschüler. — Pflege des Eislauf-, Rodel-, Ski-, Schwimm-, Ruder- und ‘ chmänniseher Leitung. — Prospekte auf Verlangen gratis! Herausgeber Alexander Qefler. veraatwortfidnr Redakteur DuvM Nihrmrtl — Druck Saita & Söta» Wie» 8. 5575

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