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Jüdische Zeitung · 1919-07-04 · 27 (4.7.1919) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
27 (4.7.1919)
Date
1919-07-04
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr 27. JÜDISCHE ZEITUNG Seite I jüdische Jugend nicht ruhig Zusehen dürfe, wenn irgend welche Personen über sie sprechen, ohne ihren Willen zu befragen-oder zum Ausdruck zu bringen. Marguiies wird von einem Redner vorgeworfen, daß alle seine Ausführungen unyoll-, ständig erscheinen und'einen Hintergedanken vermuten lassen, mit dem er jetzt noch nicht herausrücken will. Auch über die-'Jugendkurse wurde ein kurzer Bericht erstattet nebst Vorschlägen zu Zusätzen im Unterrichtsplan. Fortsetzung der Aussprache Montag, den 7. Juli, V*. 7 Uhr abends. Jüdische Mittelschule. Das jüdische Realgymnasium für Knaben und Mädchen in Wien wird aller Voraussicht nach im September eröffnet werden können.''Es ist geplant, mit der Unterstufe (vier Klassen) zu beginnen. Der Lehrplan enthält für alle Klassen einen entsprechenden obligaten Unterricht im Hebräischen; als zweite Sprache soll neben dem Lateinischen das Englische von der dritten Klasse an obligat gelehrt werden. Der Unterricht in den Freifächem (Französisch, Gesang, eventuell Musik) soll tunlichst ausgebaut werden. Eine besondere Berücksichtigung soll die körperliche Ausbildung (Turnen, Sport, Wandern) finden. Der Unterrichtsausschuß hofft, in allernächster Zeit mit der Entgegennahme der Anmeldungen beginnen zu können. Hebräischer Lehrerverband. Die Plenarversammlung der hebräischen Lehrer in Wien hat folgende Beschlüsse .gefaßt: 1. Alle hehräischen Lehrer haben Anspruch auf Ferien im Ausmaße von sechs Wochen, für welche Zeit die Unterricht nehmende Partei (Privattemende, Kurse, Schulen) dem mindestens fünf Monate lehrenden Lehrer das volle Honorar zu zahlen hat. 2. Sollte die Unterbrechung des Unterrichtes auf Wunsch oder wegen Verschulden der Partei länger als sechs Wochen dauern, dann hat die Partei den Lehrer für die ganze Zeit zu zahlen. 3. Die hebräische Lehrerschaft erwartet, daß die Eltern und die Vorstände der Vereine igjd Schulen angesichts der schwierigen Lebensbedingungen der privaten Lehrer diesen Beschlüssen entgegenkotnmen werden. Sollte aber eine Partei die Bezahlung des Honorars verweigern, dann wird kein hebräischer Lehrer den Unterricht wieder entnehmen. Das Sekretariat des Lehrerverbandes amtiert auch während der Ferien unter Adresse: Dr. Weinstein, 2. Bezirk, Stuwerstraße 50. Ankündigungen Vortraiszyklus S. J. Imber. Der Jüdische Verein „Nord-Ost” und der Akademische Verein „Jüdische Kultur“ veranstalten einen Vortragszyklus des" bekannten Jüdischen Dichters S. I. Imber über ..Jüdische Literatur.“ Samstag, den 12 Juli wird der I. Vortrag „Ueber das nationale Moment in der modernen Jüdischen Poesie“ im Festsaale des Nlederösterreichischen "Gewerbevereines. I„ Eschenbachgasse 11 abgehalten. Beginn 7 Uhr abends. Karten von K 2—7 sind zu haben bei Löwit. Buchandlung, I.. Rotenturmstraße 22 und in den Vereinslokalen II„ Taborstraße 21 a und I.. Börseplatz 7. Jüdisch-literarische Sondervorstellung des jüdisch-akatdemischen Kulturverbandes „Jabne“ im Wiener Komödienhaus. Infolge Erkrankung der Hauptdarstellerin findet die für den 22] Juni angesetzte Sondervorstellung aus dem Jüdischen „Das Gelöbnis" von Hirschbein und „Die Schwestern“ von Perez. Sonntag, den 6. Juli, 3 Uhr nachmittags statt. Die gelösten Kürten behalten ihre Gültigkeit, restliche Karten sind noch im Vorverkauf zu haben. Jüd.-akad. Kulturverband „Jabne“, Rede- und Lesehalle,’ IX., Türkenstraße 9. Sonntag, den «5 6. d. M., 10 Uhr vormittags: Dr. N. Goldstein: Seminar für jüdisches Recht (Impedimentum impotentiae und L iigaminis.) Donnerstag, den 10. d. M., 6 Uhr nachmittags: Dr. A. Kaminka: Kurs über die späteren Propheten (Jesaias). Gäste willkommen. - Akademischer Verband Jüdischer Sozialisten „Poale-ZIon“. Freitag, den 4. Juli, 7 Uhr abends, wird Herr Alexander Gr anach, Mitglied der Reinhardtbühnen, im großen Saale des Ingenieur- und Architektenvereines, 1. Bezirk, Eschenbachgasse 9, moderne jüdische Lyrik und Revolutionsdichtungen lesen. Eröffnung einer hebräisch-jüdischen Bibliothek. Dienstag, den 8. d.. um 6 Uhr nachmittags, findet die feierliche Eröffnung der hebräischjüdischen Volksbibliothek inr Vereinslokale. 2. Bezirk. Glockengasse 30, statt zu welcher alle Vereinsmitglieder und Gg. geziemend eingeladen werden. Gleichzeitig wenden wir uns an alle Gg. Gesinnungsgenossen, mit der Bitte, unser nationalkulturelles Unternehmen nach Tunlichkeit zu fördern und aus ihren Bücherscbatze manche Bücher in hebräisch, jüdisch und deutscher Sprache für die jüdische Volksbtbliothek zu widmen. Spenden, von Büchern sind mittels Postkairte dem Verein „Zion“, 2. Bezirk, Glockengasse 30, bekanntzugeben, worauf dieselben abgeholt werden. Geld aus Amerika Bekanntlich, hat ein beträchtlicher Teil, der jüdischen Bevölkerung Osteuropas von den ihr seitens der Verwandten in den Vereinigten Staaten von Nordamerika fast regelmäßig überwiesenen Geldbeträgen gelebt Diese Beträge beliefen sich in den letzten Friedcnsiahren und in Galizien allein auf ungefähr 2.000.00C ‘Dollar pro Jahr. Seit Kriegsausbruch, besonders aber seitdem die Vereinigten Staaten in den europäischen Krieg aktiv eingegriffen haben, hat dieser Ouell vollends versiegt Nicht allein die Geldüberweisungen haben seither ganz aufgehört sondern es trat noch hierzu eine völlige Stockung und Unterbindung jeglichen brieflichen Verkehrs unter den über Osteuropa und Amerika zerstreuten Familienmitgliedern ein. Eltern sind von ihren Kindern und Brüder von ihren Schwestern durch den mit allen- Künsten blockierten Ozean getrennt und abgeschnitten worden. Sie sind jeder Möglichkeit benommen, von einander auch nur ein Lebenszeichen zu erhalten. Um diesem Zustand abzuhelfen, sowie behufs Indienststellung dieser für die gegenwärtigen osteuropäischen Verhältnisse geradezu ungeheuren Summen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ostiuden, wurde im Rahmen der Wiener Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien ein spezielles Bureau geschaffen, das die Aufgabe hat, den I^ontakt zwischen den Ostiuden und ihren Verwandten in Amerika wiederherzustellen. Diese Bureanabteilung. die den Namen .Amerika“ führt, wird vermittels einer ganzen Reihe von Vertrauensmännern in Osteuropa und in den Vereinigten Staaten, sowie unter Zuhilfenahme der jüdischen Presse beider Continente eine großzügige -Eraierungsaktion eingeleitet, in dem wir das gesamte Adressenmaterial derjenigen Familien to Osten sammeln, die jenseits des- Atlantischen Ozeans Verwandte haben und umgekehrt, wodurch zunächst dte Wiederaufnahme des brieflichen Verkehrs unter ihnen ehestens ermöglicht werden soll Es unterliegt keinem Zweifel, daß immittelbar darauf die Ueberweisung erheblicher Geldbeträge aus Amerika folgen werde. Die Delegation des Jüdischen Nationalfonds für Ostgalizien ersucht daher alle diejenigen Juden aus Galizien. Polen. Ukraine. Rumänien und der Bukowina, sowohl ihre eigenen Adressen, als auch die ihrer in Amerika lebenden Verwandten, ihr ehestens bekanntzugeben. Die Bureauabteilung „Amerika“ wird auch bereitwilligst allerlei Briefpost seitens der Ostiuden an ihre Verwandten in den Vereinigten Staaten in zuverlässigster Weise befördern und ihrem Bestimmungsort zuffihren lassen. Adressenangaben und sonstige Zuschriften sind zu richten an die Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizien (Abteilung „Amerika“) Wien. II.. Taborstraße 20 a. Kundmachung In Gemäßheit des § 92 (neu) des Statutes der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird zur Kenntnis gebracht, daß die Rechnungsabschlüsse über die Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde und sämtlicher unter Gemeindeverwaltung stehenden Fonds und Anstalten für das Jahr 1918 vom 4. Juli durch 14 Tage im Sekretariate der israelitischen Rfültusgemeinde. Wien, I., Seitenstettengasse 4, HI. Stock, während der Amtsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zur Einsicht der Gemeindemitglieder aufliegen. Die . Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalbdieser Frist ihre Erinnerungen schriftlich einzubringen. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Preisausschreiben Wir werden um folgende Verlautbarung ersucht: Die Zionistische Vereinigung für Deutschland erläßt ein Preisausschreiben für zwei zionistische Propaganda--Broschüren. Die erste Broschüre soll unter dem Titel: „Das Programm des Zionismus“ die geistigen Grundlagen der Bewegung behandeln. Die zweite Broschüre soll unter dem Titel: „Die zionistische Bewegung“ die politischen sowie kulturellen Aufgaben und Leistungen der Zionistischen Organisation und ihrer Institutionen in Palästina und im Gaiutb darstellen.' Umfang jeder Broschüre höchstens drei Druckbogen Für jede Broschüre wird ein erster Preis von 1000.— Mk. ein zweiter Preis von 500.— Mk. ausgesetzt. Durch Verleihung des Preises erwirbt die Zionistische Vereinigung für Deutschland sämtliche Rechte am Manuskript Es bleibt Vorbehalten. nur einen von beiden Preisen zu verleihen, oder bei gleichwertigen Arbeiten beide Preise zwischen zwei Autoren zu teilen. Die Z. V. f. D. ist ferner berechtigt, nicht preisgekrönte Arbeiten 'zum Preise von 400.— Mk. zu erwerben. Die Manuskripte sind ohne Nennung des Autors bis. zum 1. September 1919 einzusenden. Gleichzeitig ist ein verschlossener Umschlag beizufügen, in dem sich Name und Adresse des •Autors befinden müssen. Das Manuskript und der verschlossene Umschlag müssen ein gleichlautendes Kennwort tragen. Zu Preisrichtern sind die Herren Dr. Arthur näntke, Rechtsanwalt G.ronemann und Dr. Theodor Zlocisti bestimmt. Zionistische Vereinigung für Deutschland. Berlin W 15. Sächsischestraße 8. Der 'Geschäftsführende Ausschuß: Hantka. Med. DORA SÜSSMANN Med. ADOLF SÜSSMANN geb. Liebmann, Vermählte Wien, im Juni 1919. Herr Markus Sprechmann sendet allen seinen Freunden die besten Grüße aus der italienischen Gefangenschaft und ersucht um Nachricht unter Adresse M. Sp. Deposito prtg. di Guerra Mantova Barmcca 166 Italia. BERLIN W. 50 Pragerstraße 22 INTERESSENTEN fir eine finanzielle «der technische'Isteiligung sowie solche, welche für sieh Wohnbauten, landwirtschaftliche oder inr dustrielle Anlagen und dergl. in Palästina vorbereiten lassen wollen verlangen kostenfreie Zusendung uuserer PROSPEKTE Fernsprecher: Amt Uhlend 1914. Bankkonto: Commerz- und Discontobank, Berlin W. 50. Kaieerallee 20. Depositenkasse D. OBHaMHanaaBon MOSES RATH’S Lehrbücher der hebr. Sprache a) UÖP nsw Lshrb'ucS 3er hehr. Sprache für Schihl- und Seihstunterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. Es ist das einzige praktische Lehrbuch mit deutscher Unterrichtssprache zur völligen Erlernung der hebr.ischen Sprache in Wort und Scbrift. EinfiÜnmg in die Literatur. Soeben ersc&ionen dritte verbesserte Auflage. Die „Histadruht Iwrith“ in Berlin und Lemberg, wie auch die gesamte Fach- und Tagespresse, haben das Buch als bestes und für den Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt •S Preis eines schön ausgestatteten, 400 Seien starken, geh. ExempL K 17.60, Porto K L—, Nachnahme K 1.40 b) Samouczek polsko-hebraJskL Es ist dasselbe Buch mit polnischer Unterrichtssprache. Preis und Porto wie oben. c) my reso nur hebräisch nach der Methode „Iwrith bHwräth“. Preis gebd. K 10.30, Porto 75 b, Nachnahme K 1.—, liefeerall 10% Buchhändier-Kriegszuschlag. Zu bestellen bei | Moses Rath, Wien I-, Postg. 11 ■ und ln allen Buchhandlungen. Gesucht wird ein Redakteur für eine jüdische Wochenschrift. Offerten mit Gahaltsanspriiehen unter Chiffre „Redakteur 4155“ an Haasenstein & Vogler, A.-G., Prag, Narodnf tr, 24. Advokat Dr. Adelf Rethfeld ertönet seine Adhrakaturskanzlei* in Lemberg, Hetmanskagasse 24. Werbet Abonnenten für die „Jüdische Zeitung“» ¥y¥f¥¥¥fff¥Tlflff¥ff¥f7tfff¥fffr - ^__•_ _ Herausgeber Alexander Geifer, yerantwertichier Redakteur David NebenzabJ. — Druck von Ignatz Spitz Söhne. Wien. &. Robert?asse 2.

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