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Jüdische Zeitung · 1919-05-16 · 20 (16.5.1919) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
20 (16.5.1919)
Date
1919-05-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seife 6 JÜDISCHE ZEITUNG Obrer in eine gefährliche Lage bringt, sprach die Versammlung ähr Bedauern aus. Es wurde gefordert, daß die galizischen Juden nicht länger als Landesfeinde in England betrachtet und in Konzentrationslagern gehalten werden. Cb asa ho witsch und Kaplansky wurden als .Delegierte in den Permanenz-Ausschuß der Internationale gewählt. walter: Ferdinand Diamant Armen wesen: Josef Fischen Unter den 15 Ausscbußmitgliedem sind 5 Zionisten.; Sport Touristik und Wintersport Wieder Ortskreis der jüdischen Land Arbeiterschaft (Besprechung des Statuts.) fl. Die Mittel zur Erreichung der Ziele. . 1. Festigung der Arbeitsgesrnnung der GUecter dar Vereinigung. . . , Daß Arbeit nicht Knechtschaft ist, aber, auch «sngekehrt, daß Knechtschaft unverträglich mit Arbeit, muß jedem Jklar werden, der sich in amsfcrer Schar befindet Daß zwischen., Geldwert -and Arbeit keine Brücke da ist kein Maß. Daß Arbeit nicht durch <jeld -gemessen werden kann, -das'muß im Mittelpunkt unseres Aufbaues stehen. Diese Arbeitsgesinnung ist aber nicht etwa nur Verneinung.. der bestehenden Prostitution der Arbeit -durch den Erwerb, sie ist vor allem auch die Bejahung einer gemeinsinnigen Werkhaftfgk»t- M'ir; wollen ..werkhafte Einheiten aufbauen. Bje. werkhafte Einheit der zur Wirtscbaftsfamilie ^erweiterten Familie und die werkhafte Einheit der zdr . Wirtschaftsgemeinde erhobenen lokalen Famüiengruppe. Zur geistigen und seelischen. .Vorbereitung sollen -Besprechungen.-..und Vorträge Anregung geben, zur verwirklichenden Vorbereitung die Arbeit in einzelnen Gruppen. Darum: ■ "2. durch gemeinsame Arbeit als ungelernte oder gelernte Landarbeiter; 3. durch Gründung landwirtschaftlicher OJckupationsschulen und Kurse. Diese Absicht zu. realisieren, bedarf es größerer Geldmittel, über die wir noch nicht verfügen. Doch .erwarte ich von.'der Einsicht und dem.Sinn für geraden Aufbau der aufrechten Juden. Bereitstellung der Mittel für derartige notwendige Kolonisationsbehelfe. ’ 4.. durch Arbeitsvermittlung für landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe; Diese- Arbeitsvermittlung ist gegenwärtig die wichtigste und Hauptarbeit unseres Kreises. Solte einem der Leser dieser Zeilen eine Möglichkeit. vor Augen schweben, uns darin zu unterstützen, so bitte ich, uns davon umgehend Mitteilung zu machen. 5. Um die Arbeitsgesrnnung anstelle des Erwbrbsinnes für die Gesamtsiedlung in Palästina -durchzusetzen, veranstaltet die Vereinigung allgemein zugängliche Vorträge und Besprechungen. Diese Vorträge und Besprechungen sind aber mar .ein äußerliches Mittel. Die wahre Bewältigung des Ungeistes, der durch die. gesamte Weltwirtschaft der letzten, Gott ztim Dank vergangenen, Tage Europas ging, wird nur durch die gelebte Abgeschiedenheit von dieser Wirtschaft geschehen. Korrespondenzen 1 Elbehscbltz. Sonntag, den 4 Mai 1. J. fand im Sitzungssaale des jüdischen Volksgememdehäiises eine zahlreich besuchte Versammlung der kiesigen Judenschaft statt Herr. Dr. Theodor Ifaas aus Brünn beleuchtete in einer großangelegten Rede die Ziele der Organisation des ronafiudentums. Den . Vorsitz führte Rabbiner Hermann Handl. Anschließend fand die Konstituierung des. provisorischen*" jüdischen Orts- Volksrates statt bei welcher Kultusvorsteher Herr Gustav Meubaner-Samek zum Obmann ge-. wählt t wurde.;Brunn. In der Angelegenheit der Kultuswähl eh ist in den letzten Tagen endgültig die Entscheidung getroffen worden. Mit Rücksicht auf dien Umstand, daß der jüdische Völksrät während der, Gemeinde wählen einem Wahlkämpfe innerhalb der Judeuscbaft ausweichen woßte, wurden mit den „Offiziellen“ Kompromißverhandlungen eingeleitet die zu. einem Ergebnis führten, von welchem.. die Jüdischnationälen befriedigt sind. Die 15 Mandate wurden so aufgeteilt daß sowohl dieJüdischnationalen als auch . die Offiziellen je 6 Mandate erhalten und die drei restlichen' den Unparteiischen zugewiesen wurden, auf die man. sich geeinigt hatte. Die Jüdischnationälen haben als einziges Programm für den Kultusvorstahd die sofortige Umwandlung des:, Wahlrechtes in . der Kultusgemeinde in ein allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen näfb/, modernsten .Pfinzipien. Da für dieses ProsäjäjijmC.tmd nachnerige sofortige Ausschreibung von, Neuwahlen auf Grund des neuen Wahl-, : . ye^itfcs auch Herren der offiziellen Seite und Un- '&%?. pärteiische gewönnen wurden, bedeutet das Pro- . ' fS-ämm-einen Sieg'der natonälen-Idee.-Zum ersten Male ziehen Zionisten in die Brunner Kultüsstube ein.. : ' - , V. Mödling. DerTCultüsvorstand in Mödling,hat' sjäb' am,' 1. Mai wie folgt konstituiert: Präsident: Herr Dr..Ernst Möser..Stellvertreter: Direktor Siegfr. S t r än skr. (Ätzirersdbrf), .Schriftführer: ’ 'Öbenrevident Beraäfd S'e i d e n (Zionist): Kassier: Jakob Kaufmann (Zionist), Stellvertreter und Rgf^rent für,Religionsunterridit: Bernard Seiden. 1 Beirat: Leopold Sfößler. gleichzeitig Prö$dent , des,fünfgliedrigen .Finanzausschusses: Heri-Dlr. Frr, Donnebäum Dbmänn des fünlrfli hörigen Organisationsausschusses. Friedhofver- Von Ing.Fedor Ackermann.*) Zumhygienischen. Leben gehört in., erster Linie, eine richtige Ernährung. Die Ernährung besteht aus .drei Stoff en, festen, flüssigen und gasförmigen,. Wenn, wir nicht genug gute Luft haben, so sind wir Treibhauspflanzen, es fehlt uns an entsprechender gasförmiger Nahrung. ., : \ Wenn wir uns mit einem flüchtigen Blick darüber, begnügen, . was: man gegen die Degeneration. der. Menschheit anführen und berücksichtigen sollte, können wir zu dem eigentlichen, näheren I hcnia unseres heutigen Vortrages kommen und sagen: Wie können'Wir die Touristik und den Wintersport zur Besserung unserer geistigen und körperlichen. Verhältnisse-benützen? .; Das Grundübel aller Touristik ist; die Unerfahrenheit einerseits und das Unterschätzen der Gefahren andererseits: Durch schönes Wetter soll man sich .nie .verleiten lassen, in leichter Ausrüstung Touren zu unternehmen; Der Erfahrene weiß, welche außerordentlich tückischen, unberechenbaren und unbarmherzigen Gefahren ihm drohen können.1 Wenn wir die unvergleichliche Erhabenheit des Gebirges mit vollem Herzen genießen wollen, so müssen wir uns'gegen diese Gefahren wappnen. Des Touristen Waffen sind, seine Ausrüstung. Sich bei gefahrlosen Gelegenheiten in dfer Waffenführüng üben, heißt Gefahren begegnen können. Aber nie soll man Gefahren absichtlich aufsuchen, denn Höheres kann man im.HoChgebirge leisten: Das verschrumpfte, verkümmerte Stadt; menschlein in das Paradies der individuellen Selbständigkeit gucken lassen. Die Wöhmiügsrä.ume der Städter Siiid doch nur mehr, oder, weniger Höhlen, in denen das Kostbarste; Licht lind Luft, durch unsinnigen Fensterverhüliüngskräni abgehälten wird. Alles ist beschränkt; auf eiri päär Quadratmetern (Räum spielt sich üäs ganze Lebeh ab. - Aus dieser engen, durch . dienende Kräfte . stets erhaltenen Ordnungsmäßigkeit kommt der Städter in die unermeßliche Freiheit der Natur. Für weite Flächen häf er kein Maß. Den Zaun, das Häg. in ihren windschiefen, zausigen. wettermorschen Gebilden soll er als ein wohl angelegtes, planmäßig durchdachtes, in sich geschlossenes Werk ansehen, welches einen großen Teil des Grundes für das Vieh oder gegen das Vieh" einschließt In dieser Wildnis1, ‘wo; ohnehin weit und breit kein Mensch zu sehn ist, sperrt ein solcher- Häg das Vordringen. Mißmutig bezwingt der Wanderer dieses Hindernis, es knackt und kracht unter seiner Last und seine Nachfolger können beqüern, durch den vniedergetretenen Hag folgen. Ein 5päar Stiinden'j'-folgen/durch'- dieselbe Lücke die ■:Weidetieiis? Sie'-veääu/eniäich iattfitirenü £ < den Grund,-sie kommen in bebaute Gründe, auf abschüssiges, gefährliches Gelände. Viele Stücke gehen an der Blähsucht zugrunde, viele kommen zu Fall und tagelang muß der Eigentümer herumläufen und herumfrageh, bis er seines Viehes habhaft wird.-Und das hat der gedankenlose Städter "mit seinem Niedertreten tes Hages oder mit seinem Nichtzumachen, des,Hagtürls getan. Ein schreiendes Zeugnis,.'wie wenig selbstverständlich die Reinlichkeit den „Gebildeten“ ist, bieten die von Touristen achtlos’ weggewörfenen Papiere, Speisereste, Blechdosen und Flaschen. Alle Wege und-besonders die Rastplätze nehmen nach und nach das Aussehen von Misthaufen an. Wie ekelhaft, am herrlichen Rasenteppich oder auf blendendem Schneefelde Papiere, Aepfel-, Orangen- und Zitronenschalen. Zigarettenschach-, teln.usw. herumlieg§n zu sehen. Leider hat aber das Verunreinigen der Natur auch materiellen Schaden im Gefolge; An den Blechdosen und Glasscherben können stürzende Menschen sich schwer verletzen und auch - Weidevieh kommt leicht zu Schaden. Eine zerbrochene Weinflasche, eine leere Blechdose im Grase, machen die Sense des Mähers schartig. Daß da ein Fluch auf die Touristenbagage erfolgt, kann nicht wundern. - - Noch mehr hat der . Bauer von den Wintertouristen zu. leiden, sobald sie in den alleinstehenden Heustadeln und Alpenhütten Schutz vor den Unbilden des Wetters suchen. Das Heu wird ganz verunreinigt, Speisereste faulen in dem würzigen Heu und das Vieh verschmäht dann das Futter.- Der Heustadel oder die Alm wird äufgebroeben und unverwährt wieder verlassen. Stürm und Wetter spielen mit der offenen Tür und machen dem Besitzer empfindlichen Schaden. Und die Uebeltäter-sitid: gebildete Menschen, welche in einer .unglaublichen - Gedanken- und. Achtlosigkeit -beschmutzend,- verwüstend, . verderbend sich betätigen. , Je .rücksichtsloser die Touristen sind, um so energischer ist der. Kampf der Bauern gegen sie. Darauf muß jeder Tourist, bedacht sein und nicht, nur .für sich .wirken, sondern auch auf seine Kameraden Einfluß nehmen. ,,Nun komme . ich zuni HatipiteÜ meiner Ausführungen: Dem Skisport. Die wenigsten Menschen wissen, daß sie zum Skifahren tauglich sind, denn dien meisten Nichtskifahrern schwebt als Ski- Ie)stung entweder ein gruseliger Sprung; oder ein äbhetzendes Wettlaufen vor, weil sie anderes nfcht zu sehen bekommen. Es ,wäre verfehlt, beim Skilauf mit Gipfelübungen änzufängeri. Zuerst muß eine breite Unterlage geschaffen werden,- ein. mühelos erlernbares. Diirchschriittskönneh, (dann, werden sieb von selbst die Elemente .löslösen, *) Aus einem im Sportklub „Häkoah" gehaltenen Vortrag. Nr. 19 denen größere Kraft, Ausdauer, Geschmeidigkeit. Entschlossenheit und. größerer Mut innewohnt Diese .-können; dann als .die Blüte des Sportes gelten, aber zuerst muß der Baum da sein, der blühen soll. - ... ... Wenn, jemand fragt, ob er zum Skilauf tauglich ist, so muß er sagen, ob er imstande ist, zwei bis. drei Stünden spazieren zu gehen. Kann er dies, so mag. er getrost unter die Skifährer gehen. Der Spaziergang, auf Skiern über Berg und Tal ist ein. solcher Hochgenuß, daß ein jeder, der sich entschloß, diese Winterspaziergänge systematisch za betreiben, aufrichtig die Stubenhocker bedauert die diese Körperübühgen aus Vorurteil scheuen. . Aber auch: als großartiger Heilfäktor hat sieb der Skispazlergäng sehr oft erprobt. Den meisten Städtern ist' es fast unbekannt, daß die Wintersöhne auf den.Höhen heißer brennt als die Sommersonne iti der Stadt' Deshalb überrascht es nicht, daß ein zwei bis dreiwöchentlicher Skilauf einen weit günstigeren Einfluß auf das Allgemeinbefinden atisübt, als ein vier- bis sechswöchiger Aufenthalt in einem Sommerkurort. ... . Alles wjll erlernt sein, demnach auch das Skifahren: Aber es Wäre falsch, allgemeine Regeln über, Skiktirse aufztistellen, denn die momentane Anpassung an alle bestimmenden Faktoren' wie; zum Beispiel Schnefebeschaffenheit, Öertlichkelti pefsönliche, Eignung üsw. ist; notwendig. Selbstversffinälicbe Bedingungen beim Skiunterriebt süid turnerische Ordiüing und tSsziplin. ’ j. T. V. „Makkabi XVJ‘ Äm 2Ö. April d 1. fanil ein Schauturnen in Hopfners „Pärkhotel“ «in Hitzing statt. Die, Veranstaltung brachte neben einem beträchtlichen finanziellen auch einen bedeutenden. moralischen Erfolg, der sich in einer starken Mitgliederzunahme des . Vereines aus-; drücken wird. .Der „Makkabi ,XV“ spendete für jede seiner Turnerinnen , einen Oeibaum im ..Makkabibäin“ und' ließ am Festabend die Baum*- Diplomkarten in geschniäckvollem Umschlag seinen Turnerinnen als Dämenspende überreichen. Vohi J. N. F. wird dieNachahmung, dieser 'Ehrung für ähnliche, Veranstaltungen wärmstens empfohlen. Das halbe Reinerträgnis des Festes, zirka K 700.—. führte der Verein seinem’ Palästina«- Reisefonds zu. Vereinsnadiriditen Jüdischer Gesangverein. Bei der am 7. Mal 1919 abgehaltenen konstituierenden Versammlung , würde die Gründung des Jüdischen Gesangvereines vorgenommett. Das allseitig. lebhaft® Interesse für diesen; Gesangverein, kam in der außerordentlich zahlreichen Beteiligung aller' jüdischen Kreise zürn Ausdrück. Es wurde grundsätzlich beschlossen, den Verein in eine Damen- und Herren-Sektion zu gliedern, welche selbständige Uebungen abhalten und sich gelegent-. lieh zu gemischten -Chören vereinigen. Zur Aus;« ,arb(eitung der endgültigen^ Statuten ‘wurde.: rein- ‘-fffcfgfiedriges Redäktionskömitee und zur vorläufigen Führung der Vereinsagenden ein fünf-v gliedriges Aktionskomitee eingesetzt, welches die nächste Generalversammlung, bei welcher aucb\ die definitive Leitung gewählt werden soll, binneai längstens 14 Tagen vorzübereiten und einzu- : berufen hat. Da durch die Gründung dieses Ver- -. eines endlich den Juden Gelegenheit geboten; wird, sich in einer rein jüdischen. Korporation der - Pflege des Chorgesanges im allgemeinen; unter, besonderer Berücksichtigung des jüdischen Liedes zu widmen und diesen; bisher in Wien vernachlässigten .Zweig jüdischer. Kultur zu Geltung und- Ansehen zu bringen, ergeht , an alle Juden und Jüdinnen, welche Interesse für die Sache haben, hieniit die Eniiadnng, ihren Beitritt schriftlichbeim provisorischen Aktionskomitee, Wien,' L Börseplatz 7, anzumelden. Arbeitskreis für lüdische Erziehung. 1 Mittwoch, den 14. d. M., hieit Dr. Bernfelid ini'Saale des Jügeitiffiedms einen Vörträg über Wesen and Bedeutung der Pubertät, welche er als ganz umrssene Lebenszeit hmstellte, dCe sich in jeder Hinsicht von allen übrigen Lebensphasen ganz We'sentKch unterscheidet. Vöa den zwei Arien der Pubertätsperiode; der kurzen und der lan'gändaucrüden, wendete der Redner se'h Augenmerk ausschließlich der letzteren zu.- Ers't die' neuesten Methoden der Wissenschaft, haben uns so weit gebracht, 4h das Wesen der Pubertät einzudringen.'Sie ist die Zeit der höchsten seel schen und geistigen Entwicklung, deren der betreffende. Typus überhaupt fähig ist. sie stellt den Gipfelpunkt seines Lebens überhaupt dar: Von den Erwachsenen wird dieser Periode gewöhnlich mißb ltigend, vor allem aberverständnislos begegnet. Und tatsächlich läßt sich ein Jugendlicher in diesem Stadium rieht leicht qualifizieren, seine Handlungen entspringen den erregtesten Gefühlen. Aber gerade deshalb'sind s'e wahrhaft .geistiger Natur.- Der Erwachsen© hat einen sehr wetten Maßstab für seme Handh Itmgen. Für ihn ist dasjenige gut. was ihm Nutzen bringt und“ schlecht was ihm schaden köunte.- ^- Bei dem Jugendlichen in der Pubertätszeit' herrscht die Idee. Für ihn gibt es einfach gewisse Dinge: die gut sind, auch wenn sie die Schrecklichsten Unannehmlichkeiten zur Folge haben und umgekehrt läßt er sich zu nichts verlocken, dlas er als schlecht erkannt1 hat. - Durch diese Idee allem wird 'dfie-Pubertätszeit eine ini ‘philosophischen-Sinne sittlichere und geistigere - Periode als ttie Vorangegangene Km^teitsepocbe oder. diö folgende' Zeit; diesErwachsenseins. ' Leider erhhiten" nur ganz Wenige diese sogenannte Jtfeendlichke't aüch ini späteren Alter. 'Es drängt sich ünWälkürlich -die Frage auf; ob tmd anf

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