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Jüdische Zeitung · 1919-03-21 · 12 (21.3.1919) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
13 (1919)
Issue
12 (21.3.1919)
Date
1919-03-21
Page
Seite 2 (sequence 8)
Language
German
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.r>cj!e 'J Ber Jfldisdhe NattoflftlfMds Nr, 12 Ziegel und Backziegel kamen früher hauptsächlich aus Frankreich, aber einige Jahre vor dem Kries: nahm die ..German Syrian Orphanesre“ . die Fabrikation in die Hand, und es gelang ihr durch Herstellung eines billiceren Produktes, das jedoch von schlechterer Qualität war, die französische Einfuhr zu unterbinden. Ausfuhr aus Südpalästina. mit einer Ob»- - fläche von ungefähr 350 Ouadratmeilen und einer Bevölkerung von mehr als 100.000 Seelen, war „ bereits im Altertum wesen seiner Fruchtbarkeit berühmt. Der Boden eignet sich ausgezeichnet für den Anbau von Früchtenj in der Nähe des Forts Jaffa gibt es an tausend ApfelsinenKarten. Jaffa selbst hat eilte BevöIkerunK von ungefähr 50.000 Einwohnern, die infolge der Einwanderung der Juden immer noch zunimmt. Man schätzt daß der vierte Teil der BevöIkerunK Mojiamedan» ist ein Viertel Christen und die Hälfte Juden. Jaffa ist der Mittelpunkt für den Handel mit Apfelsinen, deren Ausfuhr andauernd zunimmt: 1913 wurden allein nach britischen Häfen 361.172 Kisten ausKeführt ' ferner nach der Türk». Aegypten: Odessa und Triest Schiffahrt Die britische Flagge stellte in . Jaffa im Jahre 1913 270.361 t die von. Oesterreich-Ungarn 228.456 t Frankreich 213.202 t Rußland 212.469 t Italien 101265 t und Deutschland 78.656 t Der Hafen von Jaffa wird verbessert werden, was dringend nötig ist. Die Zukunft Palästinas So nennt ach vielversprechend ..ein Mahnruf an die zionistischen Juden und an die ganze Kulturwelt“, der jüngst unter dem seltsamen Decknamen Dr. Mehiemed Emin Efendi lm_Verlage Kaufmann fn Frankfurt a. M. erschienen ist Um es gleich zu sagen, es ist eine antizionistische Broschüre. Dafür wäre man förmlich dankbar, um wieder einmal die eigene UeberzeuKung im Lichte fremder Kritik überprüfen zu können. Aber aus dieser Broschüre ist wahrlich herzlich wenig Ausbeute za holen. Der Autor ist gewiß kein Orientale, vielmehr ein christlich-deutscher Broschürensch reiner, dem der Orient und das Judentum nur aus ein paar Bücher bekannt ist Der Autor halt sich verpflichtet die Juden zu belehren, daß das Selbstvertrauen des Zionismus, der die Juden zu einem freien Volke machen will, unbegründet sei. Denn es fehlen den Juden zur Sicherung der unumgänglich nötigenkriegerischen Macht vor allem an der kriegerischen Tüchtigkeil. Diese aber werden sie dringend nötig hüben, um sich bei den inneren Streitigkeiten, die,'aus dem Ringen der verschiedenen Sprachen um den Rang der Staatssprache und um die Steilung der Religion im Staatsleben erwachsen und das .düsen des Feindes“ herbeteiehen werden: gegen die Mißgunst der christlichen Großstaaten, besonders ders nach .wie vor expahsionslustig£n Rußlands: jzu behaupten. Die Hoffnung auf das Haager 'Schiciüsgericht sri lächerlich, da man den Judenstaat eines ' Schtedsvertrages nicht würdigen, oder doch einen Schiedsspruch zu dessen Gunsten nicht einhalten werde Auch' die größte Bescheidenheit und der Verzicht auf den Titel „Staat“ werde die ..Heimstätte der Juden“ vor dies» Mißgunst ebensowenig schützen, wie dies der Türkei oder China gelang. Zur Erlernung kriegerischer Tüchtigkeit werde man aber den Juden keine Zeit lassen. Abgesehen von dem allen dürfte nicht gedul- ■ det werden, daß aus Palästina ein „modernes Land“ gemacht werde: das wäre die säeiche Pietätlosigkeit und Barbarei als welche auch die Wiederherstellung der Hiedriberger Schloßruine mit Recht empfunden wurde. Palästina soll ein „Sanctuarium“ sein mit Ausschlüsse nicht .nur von Banken. Börsen, Warenhäusern und Theatern, sondern auch von industrieller oder landwirtschaftlicher Massenproduktion. Neben dem Hirten, Bauern. Handwerker. Fischer und Karawanenführer (!) sollen mir noch Geistliche. Lehrer und , Kultusdiener, besonders aber Einsiedler aller Religionen (!) dort Platz finden, wie auch Forscher, Gelehrte und Künstier. Der Autor schließt mit einem förmlichen Aufruf an die Kulturwelt: „Schützet Palästina vor .der Kolonisierung!“ ' Nachdem er «die Juden dieserart von der unausbleiblichen Enttäuschung durch die erhoffte „Heimstätte“ bewahrt hat verspricht er. sie in einer nächsten- Broschüre die richtige Art des Kampfes ums Dasein durch Anpassung an neue Verhältnisse za lehren. Die bisher dargelegte „Fülle“ der Gedanken läßt uns auf die so versprochene Fortsetzung nicht mehr neugierig sein. - -i Wenngleich die Broschüre laut einer Fußnote noch während des Krieges — vor dem Jahre 1918 — geschrieben ist erscheint sie durch die bisherige politische Entwicklung so völlig überholt daß die mangelnde Vorraussicht des Autors mit größt» Deutlichkeit seinen überaus beschränkten politischen Horizont dartut. Dr, E.Z. Facharbeiterkurse der technischen Studiengruppe des Palästina-Amtes. Die technische Studiengruppe des Palästina-Amtes veranstaltet Facharbeiterkurse zur Ausbildung von Elekiromonteuren. H»anbildung von Elektrohilismonteuren. Maschinisten, Bauarbeitern und Baunolieren. Als Scbül» kommen in Frage: Junge Leute jüdischer Nationalität von gesunder körperlich» Beschaffenheit mit Bürg»schnlvorbiIdung. resp. einer dies» Vorbildung entsprechenden Schulbildung, welche zur Auswanderung nach Palästina entschlossen, in die Wiener Organisation Hecbaluz aufgenommen sind. Die Kurse werden dreimal wöchentlich ä 2 Stunden am Abend /Stattfinden und sollen die Teilnehmer theoretische und praktische Ausbildung »halten, welche für die obgenannten Berufsgruppen erforderlich isi. Die Dauer des Kurses ist mit zirka 3 Monaten angenommen. Die Teilnehmer haben bei der Einschreibung eine Gebühr von K 2.— zu entrichten, im übrigen erfolgt der Unterricht unentgeltlich. Anmeldungen sind umgehend zu richten an Die technische Studiengruppe des Palästina- Amtes.- Wien. II.. Zirkusgasse 33. Alle, die sich für Vermessurigsarbeiten und sonstige geodätische Fragen interessteren. melden sich beim Palästina-Amte, Wien, II., Zirkusgasse Nr. 33. zwecks Zusammenstellung eines’ praktischen Kurses für Landesvermessungen im Hinblick auf die Vorbereitung für Palästina. Als Nr. 1 der Bibliothek, des Palästina-Amtes ist »schienen: „Kleiner Führer durch die Palästina-Literatur.“ Derselbe ist zum Preise von 80 Heller bei uns zii haben. . D» III. Diskussionsabend des Palästina-Amtes findet Donnerstag, den 27. März 1919, im Cafe Industriellen, 1., Concordiaplatz 4, um 5 Uhr abends statt Referentin: Frau Nanny Anerbach-Margulies über .Frauenarbeit in Palästina“. Die Generalvejrsamlund des Vereines J. N. F. Die politische Situation d» Juden in Deutsch- , Österreich drängt die zionistische Organisation dieses Landes gebieterisch zur Lösung dieser Fragen. Zn diesem.Zwecke isULür den 30. März ein deutschösterreichischer Delegäertentag einberufen. Die Arbeit für.Palästina und den JNF: darf ab» weder Abbruch -erleiden, noch läßt sie sich . durch die brennendsten Tagesfragen in den Hintergrund drängen. Um nun eine Kollision zu v»- mriden und das Interesse an den Komplexen beider Gebiete nicht zu' zersplittern, hat die Leitung der NF.-SammdsteUj und des Palästinaarntes im Einv»nehmen mit dem zionistischen Landeskomitee beschlossen,, im Rahmen ein» Generalversammlung des Vereines Keren Kajemeth (Jü- , disch» Nationalfond) sowohl das Palästinareferat als Rechenschaftsbericht des Palästinaamtes, als auch das"-NF.-Referat erstatten zu lassen. An dies» Generalversammlung werden daher nicht allein ‘ "die Mitglied» des Vereines Keren Kajemeth, sond»n auch die Delegierten zum deutschösterreichischen Parteitage, letztere als Gäste, eingdaden. Damit soll allen an Palästina interssierten Kreisen die aktive Mitarbeit ermöglicht werden. Es »geht darum an alle Juden, welche die Palästinaarbeit werktätig unterstützen wollen: die Aufforderung, noch vor d» Generalversammlung ihren Beitritt zrän V»rine Keren Kajemeth Lejisrad . (Jüdische^,Nalatenalfonds), :JL, Zirkusgasse 33, anzümeidrii* (MifgJtedsbeitrag: jährlich K 5.—; Gründer K- 500:—Stifter K 50000.) Tagesordiiug der Generalversammlung: 1. Rechenschaftsbericht d» NF.-Sammelstdle: Dn K. MeiseL 2. Palästinäreferat: Dr. Emil Stein. 3. Rechenschaftsbericht d» Palästinaamtes: Dr. Egon Zweig. 4. Debatte: 5. 'Wahl der Leitung. Die üeneraiversämnüung findet Dienstag, den 25. März 1919;r; um 10 Uhr vormittags, im großen Souterraiidokale des Cate Industriellen, I-, Concordiaplatz 4:, statt Gäste willkommen! Korrespondenz des Hauptbüro des NF, , JNF.-Elngänge im Januar und Februar 1919. Die Spcuden-Einnahmen des Jüdischen Nationalfonds im Januar und Februar . haben Frs. 236.742 ergeben. Es haben beigetragen: England: Pfund Sterling 2705.—, Deutschland: Mk. 96.522.—; Deutschösterrrich: K 5Ö.222; Nord- Amerika Dollar 2634.—; Frankreich: Frs. 11.468.—; Südslawische Länder: K 44,491.—; Belgien: Frs. 15.010.—; Griechenland: Frs. 10.950.—; Holland: FL 2890.—; . Schweiz: Frs, 7406.—; Palästina E. P. 14.640.—; Schweden: Kr. 2383.—; Argentinien: Pes. 957:—; Weiß-Rußland: Mk. 2608.—; Norwegen: Kr. 1097--; China: Dollar 300.—; Australien: Kund Sterling 45.—; Dänemark: Kr. 720.—; Aegypten: E. P. 6652.—; Canada: Dollar 80.—; Tunis: Fns. 231.—; Süd-Afrika: 10 sh. - Feier des Neujahrstages der Bäume in Benschemen. D» Neujahrstag d» Bäume am 15. Schwat ist dieses Jahr auf dem Nationalfondsgut Benschemen m außerordentlicher Weise gefeiert worden. Es beteiligten sich die Schulkinder der Jüdischen Kolonien: Rischon le Zion, Beer Jakob, Ness Zionah, Ekron, Gederah und von Beaischemen, insgesamt 228 Schüler mit ihren Lehrern. Einen besond»en Charakter erhielt die Fei» durch die Teilnahme von 500 Soldaten der hebräischen Legion, die mit iliren Offizieren in voller Ausrüstung heranmarschiert kamen. Die Legionäre pflanzten eigenhändig zur Ehre des 'Tages eine Allee, von Johannisbrotbäumen. De? Verlaufd» ganzen Fd» gestaltete sich überaus schön und erhebend, und dieser Tag wird den Schülern und Soldaren lange in Erinnerung bleiben. Auch in Haifa fand anläßlich des 15.. Schwat »ne^Feter unter, hauptsächlich» Mitwirkung d» Organisation MakäbF und d» Boy Scoutsstatt, wobei Anpflanzungen vorgenommen wurden. Außerdem wurden ’ an diesem Tage Blumen zugunsten des Jüdischen Nationälfonds v»kauft taefdeingang vom 1. bis 9. März 1919. Deutschester etek.K l.i 82,22 •alHea. 300.! Summe. K 1.482.22' NF.-Spenden im Jahre 1919 . . . „ 66.78a.49 Dunamspenden ' Innerösterreich: Wien: Smlg. Dr. Gustav Reiss anl. d. Hochzeit Bianca Reiss-Adolf Rybarz: Direktor Julius Reiss. Jakob Weigl und Frau. Oskar Dürrheim ie 20.—: Camilla Reiss. Adolf Rybarz. Bianca Rybarz. Olga Rybarz je 10.—; D. H. J. Köhn: Ignaz Kreissl» 1 D. a. N. s. seligen Vaters Benjamin ben Jedidjah 50.—; zus. 150.— Bisher ausgewiesen 419.720.84 Somit bisher 419.870.84 | Heldenhain dea. HeraliaraWes j Innerösterreich: Wien: Hallen-Heldenhain: “Smlg. Dr. Gustav Reiss anl. d. Hochzeit Bianca-Adolf Rvbarz: Pwilipp Löw. Dr. Gustav Reiss je 1 B. a. N. Adolf—Bianca Rybarz: ^us. 2 B. 20:— Herzlnrald Anitta Müller-Garten: Gsinlt. d. Stadtschutzmann Moritz Sghwadron auf d. Hochzeit Schwadron—Krakaueram 9. März 1919: Moritz Schwadron 3 B. a. N.' s. Schwester 'Bronia Schwadrom verh. Krakauer 30.—; Salo Amarant u. Frau 28#—; 1 B. a. N. Fanny Schwadron 10.—: Leo Krakauer 1 B. a. N. s. Frau Bronia 10.—; Benzion Guttmann. Jakob Koss», Geschwister Liebergail. Geschwister Ostern u. Geduldig. Haliczer u. Braut. J. Feder u. Geschwist», Geschwister Krakauer u. Schwäg»in je-10.—: Rubin Schwadroa Moritz Schwadroa Geschwist». örünberir, Erna u. Alfred Leinwand; Geschwister Fürkl je 5.—: Onkel Einleger. Frl. Zamojre. Familie Schwadroa Katz ie 2.—: Frl. Jenny Zeisel. Elsa je 3.—: Gdsa Schwadron 1 B. a. N. Leo Krakauer a Fr. 8.—: zus. 20 B. 200.—: Dr. Abraham Robinsohn s. A.-Häim: D. Dr. J. Robinsohn: Markus PoUak 50.—; Adolf Stand, Marek Stemb»g ie 10.—: div. 116.—; aus. 18 B. 186.—;; - ' ' : : Dr. Meier ben Zew Max Rbsenield- Hain: Le morenu kanechbad mar Moses Rath b‘mkom mathnath Purim me talmidothaf netälmidaf Pepi 'Grünberg. Gern Wringlas. Fanny Birnbaum. Sarah Sucher. Miriam Popper, Berfa Stein. Lea- Friedmarai. Klara Teitelbaum, Golde Schmett»ling, Ernestine Koch. Moses M»kmanii Alices Berger.'zus. 6 B. 60.—: :' ' Frl, Tine Berler 2 B. a. N. Eb'as Grubner 20.~: Elise Labin 2 B. a. N. i, verstorbenen Eltern Herr u. Fr. Arenz 25.—; M. M. Labin 2 B. a. N. Rosa u. IIja Joelson 25.—: Abraham Engclstein u. Josef Susrtnarin 1 B. a. N. Jakob Fürst anl. s. Geburtstages 10.—; Univ. MecL Dr. Paul Berger 5 B. a N. s. am 19 Februar 1919 geborenen Nichte Ruth Sterab»g 50.—; Heinrich Tracbtenberg '5 B. a. N. Berta Horiisteiin s.'w. F. 5 Bi. a. N. Rachd Ho'mstrin: zus. 10 B. 100.—: m *02£. ^T\2 rann*? wriD bxiaty na dttt nrmw ::bpiiD 31Ö b?D2 ÖDßXnm "HR ioo. yyxn m ü"V -nn ^v.rrmv Manch m‘woreich Kam kein es hazug hanel le‘- chafhu‘natom ..b'mazol tow“ umnadew 3. Ezefzajis 30.—. Maneh m‘woreich es mar Löbl Taubes umyszpachtoj 1‘chathunath bnoi Isroel ym hagweireth Sara Somni» umnadew 2. Ezai-zaiis 20.—: zus. 826.— Blau-Wefß-Garten, Bielitz: Hetty tr. Herbert Better 1 B. a, N. i. 1. Mama, anl. i. Geburtstages 10.— . zus. 83 B. 836.— hiezu f. Hddenhain 2 B. 20.— zus. f. Herzlwald 85 B. 856.— Pisniepbeitrag Galizien: Chrzanow: R.N. 300.— Innerösterreich: Wien: Ing. Leo Schneider u. Hella Schnrid» Sammelbfiphsen Innerösterreich: Wien: Isidor Goldstein II.lt Allgemeine Spenden hmerösterreich: Wien: D. d. Postsparkässa 59.61: gsmlt d. Wilhelm Presser anl. d. Brith-Milah b. Direktor Baumgart»! 34.—: Anselm Lazarus grat herzlichst Gg. Löbl Taubes aiil. d. Trauung Dr. Taubes-Sotmner 25.—: Ing. PoUak verlorene Wette 10.—r Max Weich u. Elias Weich 7.—: Tine Berler 5.—: Ing. Awner Badian anl. d. Hochzeit Dr. Taubes-Sommer 5.—: Abraham Zahler b‘tör Mischloach Munoth zu Purim 5679 2.—: Bierenfeld 1.50: zus. 149.11 Marken und Telegramme . Innerösterreich: Wien: Baar T. - . - , 6.—

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