Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 8 (21.2.1919)
- Date
- 1919-02-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 8 JÜDISCHE ZEITUNG Seite b Frau. Rappeport sucht, den Eindruck zu erwecken, als hätte ich mich für ein. kapitalistisches Palästina eingesetzt. Ich wäre so blind, zu glauben, die Sozialisierung der Welt würde sich aufhalten hissen. Ich sägte das gerade Gegenteil. Nur wagte ich zu behaupten, daß Palästina nur dann sozialistisch werden würde, wenn die sozialistische Umwälzung in der Tat nicht auf wenige Länder beschränkt bleibe«,sollte. Palästina, erklärte ich. als sozialistische Insel in eäaer kapitalistischen Welt, ist eine Unmöglichkeit. Frau Rappepart und mich trennen keine Prinzipien. Ich wünsche mit ihr. daß die ganze Welt und Palästina möglichst bald die Segnungen eines echten Sozialismus genießen mögen. Zweifellos werden wir in Palästina schneller und radikaler als jedes andere Volk die Grundsätze des Sozialismus nicht bloß predigen, sondern auch verwirklichen. Ich wies rn meinem Vortrag auf die Tatsache hin, daß selbst die Zionisten der so kapitalistischen Vereinigten Staaten die Nationalisierung ■ des Bodens und andere sehr radikale sozialistische Maßnahmen beschlossen haben. Wir unterscheiden uns bloß in der Frage des Tempos. Palästina kann aus dem weltwirtschaftlichen Zusammenhang nicht gelöst werden. Palästina in einer kapitalistischen Welt sozialisieren, würde einen Selbstmord des jüdischen Volkes bedeuten. Das jüdische Volk steht heute vor der gewaltigen Aufgabe, sein Land wieder aufzubauen. Es muß sich wieder in seinem Lande einrichten. .Wie es sich einrichtet ist eine Frage von sekundärer Bedeutung. Damit soll nicht gesagt werden, daß Palästina „allem alten Gerümpel Europas als Museum dienen .soll.“ Wir werden die Ideen des Fortschrittes und des Sozialismus verwirklichen, insoweit die Weltlage es gestatten wird. Wir würden den Aufbau eines jüdischen Palästina gefährden, -wenn wir Blindlings und rücksichtslos, darauf los sozialisieren würden. Palästina benötigt heute Menschen und Kapital. Wir werden in Palästina verhungern, wenn wir das ausländische Kapital durch verfrühte sozialistische Maßnahmen verscheuchen werden. Wir werden mit der Entwicklung Schritt halten, ihr zweifellos auch vorauseilen. Aber, wir werden uns hüten, den Sozialismus schon heute in Palästina zu verwirklichen, weil er das jüdische Palästina gefährden würde. Unsere Aufgabe ist heute: möglichst bald die Mehrheit in Palästina zu werden. Erst daun werden die Parteikämpfe zur freien Entfaltung gelangen dürfen. .Ein sozialistisches Palästina würde beute ein arabisches Palästina bedeuten. Jede radikale Agrarreform würde heute zugunsten der zufälligen arabischen Mehrheit ausfallen. Wäre das billig und gerecht? Die Araber verdanken .ihre MehSieit' mir der türkischen Willkürherrschaft, die uns Juden durch Jahrzehnte die Einwanderung in das Land verbot. Die Sozialisierung Palästinas würde gleichbedeutend mit der Verewigung des Unrechtes sein, das uns zugefügt wurde. Die Gerechtigkeit fordert die Schaffung einer Uebergangszeit* Ohne sie sind wird verloren. Ich'kann jene Zionisten nicht begreifen, die ich hier sonst sagen hörte: Wenn Palästina nicht sozialistisch wird, dann gehe ich nicht hin. Sie nennen sich gerne „unbedingt“. Aber sie sind in Wahrheit Bedingungszionisten. Sie sind nicht besser als der orthodoxe Jude, der Palästina religiös oder überhaupt nicht haben will. Was uns heute nottut. ist Gemeinschaftssinn, der Wille zum jüdischen Staat schlechthin. Jede Richtung im'jüdischen. Volk wird das Wohl der jüdischen Gesamtheit ihren Parteifordemngen und Maximen überordnen müssen. Sonst werden wir in der Tat den traurigen Beweis erbringen, daß wir keine staatsiälüge Nation sind. Jede jüdische Partei ist heute nur zu leicht geneigt, sich mit der jüdischen Gesamtheit zu identifizieren. Ich würde keinen Augenblick zögern, in •einem kapitalistischen Palästina statt in einem sozialistischen Deutschösterreich zu leben... Von einem Zionisten muß man verlangen, daß er bedingungslos nach Palästina geht Nur dann verdient er den Namen Zionisti wenn er das nationale Interesse über das sozialistische, religiöse etc. Moment stellt. Ich sage das nicht weil ich-etwa überzeugt, bin, daß der Honismus und Sozialismus kollidieren müssen. Im Gegenteil! Aber für den Fall eines Konfliktes verlange ich. daß der Zionist die Priorität des nationalen Momentes anerkennt. Und ich "denke so. weil mir Palästina nicht ein Landstrich in Asien, sondern Ziori ist - Auch Sie, Frau Rappeport sind ein Opfer der Buberschen. Phraseologie. Ihre. Darlegungen sind zweifellos ebenso ehrlich wie sie unbegründet sind. Nur weil Buberscher Geist sie umnebelte, konnten Sie annehmen, daß ich von Hebräisch nur sprach, weil die Engländer uns dem deutschen Kulturkreis entfremden wollen. •. Ich hatte nur darauf hingewiesen. daß nicht nur ünsere politischen, sondern auch unsere kulturellen Bestrebungen mit den englischen Interessen Identisch sind. Es ist bedauerlich, daß diejenigen, die so stolz darauf sind, zu den Bevorrechteten zu gehören, die Buber verstehen, keine drei einfachen Sätze zu begreifen vermögen. Jakob Landau. ./ Ankündigungen \ Gaya. Am 5. Febrüar 1919 fand die konstituierende Sitzung des Jüdischen Volksrates Gaya statt. Ins Präsidium wurde für die National-Jüdische Vereinigung Herr Dr. Mandler, für die zionistische Gruppe. Herr Dr. Sigm. Schindler, für die Kultusgemeinde Herr Sigm. Mandl gewählt Der Jüdische Volksrat hat bereits seine Tätigkeit begonnen;und wurden im Rahmen desselben nachstehende Referate geschaffen: Zionismus und jüdisch-nationale -.Propaganda. Politik. Finanzen. Schulwesen, soziale Fürsorge. Kultus und Jugendorganisation. Allgemeiner jüdischer Studententag. (23., 24. und 25. Februar 1919) nn Konzerthaus, IiL. Lothringerstraße 20. Programm: Sonntag. 23. Februar 9 Uhr vorm., großer Konzerthaussaal: 1. Feierliche Eröffnung: Präses des Hochschulausschusses, J. U. C. Jakob Weiner. 2. Fetrede: Oberrabbiner Dr. H. P. C h a j e s. 3. „Die Stellung der jüdischen Studenten im jüdischen Volke": Dr. Hugo Bergmann. Prag. — Montag. 24. Februar 9 Uhr vorm., mittlerer Konzerthaussaal: Generaldebatte: je ein Redner der im Verband organisierten Gruppen; 343 Uhr nachm, mittlerer Konzerthaussaal: 1. Politische Aufgaben des jüdischen Studenten: Dr. W e 11 s c h. 2. Kulturelle und Palästinaaufgaben: Doz. Dr. Torczyner. Dr. Siegfried Bernfe 1 d, Dr. Emil Stein. Dr. Sch wadron. 3. Wirtschaftliche Aufgaben: MUC. Eugen Felix. 4. Akademische Aufgaben: Ing. Buchbinder. 5. Die jüdische Studentin: Frau cand. phih Friederike Ornstein. — Dienstag, 25. Februar, 9 Uhr vorm., mittlerer Konzerthaussaal: I ■ Tätigkeitsbericht . des Hochschulausschusses: JUC. Jakob W ein e r. 2. Würdigung und. Grundzüge der Organisation: JUC. Lothar Hof mann. 3. Wahl des neuen Hochschulausschusses. — Karten bei R. Löwit. 1.. Rotenturmstraße 22. Auskünfte im Sekretariat. IX.. Müllnergasse 33. Verein Zion. Samstag, den 22. Februar 1919. um 3 Uhr nachm., wird nn Vereinslokale II.. Glockengasse 30 Herr Dr. Heinrich Glanz über „Die Grundlagen der jüdischen Erziehung“ vortrager.. — Samstag, den 22. Februar 1919. um 6 Uhr abends einen hebräischen Thee-Abend zur Hebung der hebräischen Konversation. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. — Sonntag, den 23. Februar 1919. um 356 Uhr abends. Thee-Abend für jugendliche Mitglieder. Beamtensektion des Jüdischen Nationalrates. Die Beamlehsektiön des Jüdischen Nationairates hält von nun an ihre Sprechstunden Montag. Mittwoch und Donnerstag von 5 bis 6 Uhr. Lese* und Redehaile Jüdischer Hochschüler (IX.. Türkenstraße 9). Samstag, den 22. Februar entfällt infolge des Hochschultages der .Vortrag und der K o n v e n t. Vortragszyklus: Samstag, den 1. März: Heinrich Margulics: Das zionistische Denksystem. Anschließend Diskussion. Samstdg. den 3. März. D r. R o b e r t W e 11 s c h: Jüdische Mystik. Beginn der Vorträge >56 Uhr ab. Gäste herzlichst willkommen. Nach den Vorträgen Konvent / IX. Vortrag Oberrabbiner Dr. Chaies. Donnerstag, den 27. Februar iindet im Zyklus der von der Redeuna Lesehalle jüdischer Hochschüler veranstalteten Vorträge der IX. Vortrag des Herrn Oberrabiners ,Dr. Chaies im Industriellensaale Eschenbachgasse 11 statt. Thema: Eine königliche Prbselytenfamilie. Karten im Vereinslokale IX.. Türkenstraße 9. bei Löwit. I.. Rotenturmstraße 22 und Schlesinger. L. Rabensteig. > Mitglieder der Organisation „Zirel-Zlon“ werden gebeten, zur zwangslosen Besprechuung. welche Samstag, den 22. Februar. 5 Uhr abends, im Cafe i.Jägemdori“. IX., Porzellangasse Nr. 22. stattiindet, zu erscheinen. Abraham Agid, Arieh Fuhrmann. Naftali Nussenblatt. Hatchijah“ Samstag, den 22. Februar, um 3 Uhr. findet im „Jüd. Jugendheim“, II.. Ob. Doaiaustraße 91/11. der Vortrag des Herrn Dr. Kamimka: „Rabbi Joclianan und Rejsch Lakisch“ statt. Gäste wilkommen Jüdisch - sozialistischer Akademikerverein „Cheruth“. Mittwoch, den 26. <L präzise 347 Uhr abends spricht Herr Dr. Schwadron über „Die imdturtradStionelten Unterschiede zwischen Poale- Zforiismus und bürgerlichem Zionismus“. ■ Gäste willkommen. Ort: Cafe Jägerhof, IX, Porzeüamgäisse 22. Hebräische Studententagung. Anläßlich des bevorstehenden Studententages findet auf Initiative des Akad. Vereines „Hatubsiah“ Sonntag, den 23. ’ ds. M.. 3 Uhr nachm, im Saale der Lese- und Redehalle IX.. Türkenstraße 9. eine Tagung aller hebräisch sprechenden Studenten zwecks Organisierung zu gemeinsamer Tätigkeit und Aufstellung eines einheitlichen Arbeitsprogrammes statt. Angesichts der Wichtigkeit der Angelegenheit werden alle hebräisch sprechenden zur Teilnahme* aufgefordert. Der Arbeitskreis für jüdische Erziehung veranstaltet jeden Samstag. 6 Uhr. II, Taborstraße 10 allgemein pädagogische Abende mit anschließenden Diskussionen, zu denen jedermann gegen einen Re— giebeitrag von 50 h Zutritt hat — 22. Februar 1919. Dr. Siegfried Bernfeld: Einige Probleme der Pubertätszeit Wiener Ortskreis der jüdischen Landarbeiterschart. Von nun ab finden die allwöchentlichen allgemeinen Zusammenkünfte jeden Dienstag. 356 Uhr. in der Rede- und Lesehalle jüdischer Hochschüler. IX.. Türk;enstraße 9. 2. Stiege, statt Nächste Zusammenkunft Dienstag, den 25. d. M. Dort werden auch Auskünfte erteilt Sozialistische Vereinigung jüdischer Hochschüler. Donnerstag, 27. d. M„ um 6 Uhr abends, hält Dr. Sokal im Souterrainlokal, Ringcaie, I, Stubenring 16, einen Vortrag „Jüdischer Sozialismus“. folgt sie einen doppelten Zweck: ihre Mitglieder in beruflich-wirtschaftlichen Fragen gegen die üb-- heben Benachteiligungen, die sich im jüdischen Buch- und Pressewesen wie überall zeigen, durch geeintes Vorgehen zu schützen und die geistigen Kräfte für die Ziele der jüdischen Bewegung sammeln zu helfen. Das erste soll erreicht werden durch die Tätigkeit einer Rechtsschutzabteflung. für die Syndici bestellt and. das zweite vorerst durch Schaffung eines Klubheimes, das gesellschaftlichem Verkehr und kulturellen Aufgaben dienstbar gemacht werden soll. Die Vereinigung Haruach gedenkt ihre Werbearbeit zur Bildung ähnlicher Organisationen auf andere Großstädte jüdischen Lebens, wie Prag. Krakau. Berlin usw, auszudehnen. Zum Präsidenten wurde Privatdozent Dr. Harry Torczyner gewählt: in die Leitung teilen sich dieser als Vertreter der Gelehrten. Schriftsteller Jakob Krausz und die Malerin Blanka Lipschütz. Die Adresse der Vereinigung Haruach lautet: Wien I.. Konkordiaplatz 4. Cafe Industriellen. Vereinigung jüdischer Hchschüler aus den südslawischen Ländern „Bar Giora“. Der Obmann der Vereinigung jüdischer Höchschiiler aus den südslawischen Ländern „Bar Giora“ ist nicht Med. Adolf Stark, sondern Med. Josef Her2l. während MeeL Adolf Stark Obmannstellvertreter ist. Verband jüdischer Handelsangesteilter und Privatbeamter für den tschechoslowakischen Staat Sonntag. 2. Februar 1919 fand in Brünn eine Tagung der im tschechoslowakischen Staate gelegenen Ortsgruppen des Jüdischen HandiiungsgehMfenverbamdes statt die sich mit dem Aushau dieser Organisation, bezw. dleren Umgestaltung beschäftigte und von allen Ortsgruppen stark besucht war. Die im tschechoslowakischen Staate liegenden Ortsgruppen wurden zu einem selbständigen Verband der Jüdischen H. A. u. P. B. zusammengeschtossen, dessen provisorische Zentrale vorläufig Brünn ist. Nach dar Wahl einer provisorischen Verbandleitung beschäftigte sich die Tagung esngeheüdst mit der wirtschaftlichen Lage der jüdischen Angestellten und mit der Stellung dar neuen Organisation zu den anderen Angestelltengewerkschaftea Es wurde einstimmig der Wunsch ausgesprochen, ein unbedingtes < Zusammengehen in Klasseniragen mit diesen Organisationen zu suchen und der 'neuen Leitung dementsprechende Direktiven erteilt. Ke Bekämpfung des sich immer vertärkenden Boykotts jüdischer Angestellter, 'die Frage der Berursumschichtung und der Ausbau der Stellenvermittiung nahmen einen Großteil idter Zeit in Anspruch. Nach Schluß der Tagung traten däe Delegierten au einer Beratung wegen 'Schaffung von poBtischen Organisationen zusammen und wiurde nach den Ausführungen des Delegierten der Reächsexekutive der Poale Zion in Prag beschlossen! den Kollegen den falkultatüven Betritt zur Poale Zion zu; empfehlen. Das Sekretariat des Verbandes befindet sich in Brünn, Lichtensteinstraße 2. Täglich» SprechstundSen von 10—12 Uhr vormittags und 4—6 Uhr nachmittags. Zuschriften sind zu richten an Obmann Kolleg» Siegfried Kessler. Brünne Herrengasse 12—14. Vereinsnachriditen Ein jüdischer Schriftsteller- und Künstlerverein in Wien. Anfang Jänner hat sich in Wien eine ^Vereinigung jüdischer Forscher. Schriftsteller und Künstler. Haruach (Der Geist)“ gebildet. Auf nationaljüdischem Boden stehend ver¬ Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge Unter starker Beteiligung der angeschlossenen Institutionen und Einzelpersonen fand Montag, den 10. Februar a. c„ 5 Ohr nachmittags, im großen Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde, I. Seitenstettengasse 4, die diesjährige ordentliche Delegierten-Versammlung statt, von welcher mit Rücksicht auf den bedeutend erweiterten Wirkungskreis der Zentralstelle die Umänderung des bisherigen Namens: Zentralstelle für das jüdische Armenwesen in „Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge“ beschlossen würde. Sekretär Dr. Löwy erstattet'den Bericht des. Kuratoriums, der nach Schilderung der Tätigkeit des Büros, zu dem Schlüsse gelangt, daß in Berücksichtigung des Umstandes, daß die Aufgaben der Zentralstelle bereits weit über das Gebiet des engeren Armenwesens hinausgewachsen sind, die Umänderung des Namens der .Zentralstelle für das jüdische Armenwesen“ in „Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge“ zu beantragen sei. Weiters proponierte das Arbeitskomitee die Organisation eines Verbandes für jüdische Jugendfürsorge, eines Verbandes für Alters-Fürsorge, die Ausgestaltung des Kurverbandes. die Organisation eines Verbandes israelitischer Volksküchen und Speiseanstalten und eines Verbandes zur Förderung des Gewerbes unter den Juden. Der Verband für Jugendfürsorge sei bereits in Gründung begriffen. Ebenso ist der Zusammenschluß der auf Altersfürsorge bedachten Vereine im Verbände „Weibliche Fürsorge“ im Zuge Auch an die Bildung der anderen Verbände wird in allernächster Zeit geschritten werden. Zum Berichte sprechen: Herr Josef Kohn. kais. Rat Dr. Krüger. Frau Sofie rii n f eI d und Herr Ignaz Glück, worauf der Tätigkeitsbericht und .der demselben angeschbssene finanzielle Bericht zur Kenntnis genommen und dem Kuratorium einstimmig das Absolmorium erteilt wird. Bei dem Punkte II ijer Tagesordnung: „Aenderung des Regulativs“ begründete Dr. Krüger unter allgemeiner Zustimmung der Versammlung die vorgcschlagene" Aenderung des Namens der Zentralstelle für das jüdische Armenwesen in „Zentralstelle iür jüdische soziale Fürsorge“. Ueber die weiteren Aer.derungen des Regulativs, welche die Bestimmungen über das Kuratorium betreifen, und der Delegierten-Versammlung durch Wahl von 16 Kuratoren (bisher acht)' einen größeren Einfluß auf die Zusammensetzung des Kuratoriums einräumen, referiert Dr. Rudolf Schorstein-. Nach kurzer Debatte werden die vorgeschlagenen Aenderungen im