Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 13 (1919)
- Issue
- 7 (14.2.1919)
- Date
- 1919-02-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Hr. 7 spräche wurde von einem ernsten Geiste der Selbstkritik und Entschlossenheit zur Teilnahme an dem Wiederaufbau unseres Landes getragen. Besonders wurde die Einigkeit der Studentenschaft mit den. ostjüdischeil Massen betont. Mit tiefem Schmerze und Empörung hat die Konferenz von den bestialischen Pogromen Kenntnis genommen und ein brüderliches Begriißungstedegrarnra an die Nationalräte im Osten gesandt. Ln der Frage der praktischen Tätigkeit wurde die Organisierung der akademischen Jugend zur Einwanderung nach Palästina, wie auch die Zusammenarbeit mit allen anderen akademischen Organisationen als Hauptmomente der Arbeit des künftigen Zentralkomitees bezeichnet Ais- Sitz des künftigen Zentralkomitees wurde Zürich bestimmt und die Ch. Eisenstadt Doktor Lemberg, Dr. Bramson, Joffe und Weinert ins Zentralkomitee gewählt In Bezug auf die allgemeine Lage wurden eine Resolution angenommen, welche gegen die Einberufung einer Konferenz von Zionisten neutraler und alliierter Länder durch das Londoner Bureau der zionistischen Organisation protestiert Eine solche Konferenz, von der der größte Teil des jüdischen Volkes ausgeschlossen bleibt sei eine Verletzung der Grundprinzipien, auf denen der Zionismus aufgebaut ist Die sofortige Einberufung einer zionistischen Weltkonferenz wird gefordert ferner wird das E.A.C. ersucht, Schritte zur möglichst raschen Einberufung des jüdischen Weltkongresses einzuleiten. Der Vorort des Schweizer Zionisten-Verbandes, wird aufgefordert, sofort eine Kommission zur Vorbereitung und Einberufung eines demokratisch organisierten Judentages in der Schweiz zu ernennen, auf dem die Forderungen des jüdischen Volkes, wie sie vom Kopenhagener Bureau unserer Organisation formuliert wurden, zur Behandlung gelangen sollen. Aus italienischer Kriegsgefangenschaft Zwei Zuschriften. I. Caseuto, Prov. Casert'a, 24. Dezember 1918. Verehrliche Redaktion! Iu unseren Lagern sind weit über 1200 jüdische Offiziere und Männer (200 + 1000). Sie stammen aus dem entferntesten Osten des alten Oesterreich, ebenso wie aus den Kulturzentren des Deutschen Reiches, aus Hamburg und Triest, aus Berlin, Dornaweit’ra, Mostar. Nicht alle waren sich Ihres nationalen Judentums bewußt Viele Oestier brachten uns Westlern die alten Vorurteile von mangelnder Religiosität und wie sie. sonst sein mögen, entgegen.“ 'Stolz blicken wir alte heute auf unsere stattliche iüdischnationale, meistens sogar schon zionistisch fühlende und handelnde Menge von Brüdern. Hebräischkurse, Palästinavorträge, Diskussionsnachmittage, die allgemein getragene blau-weiße Masche, herzliche Brüderschaft haben Ost und West Nord und Süd, Offizier und Mann, geeiöigt zu dauernder kampfeshistiger Arbeit für unser schwergeprüftes Volk endlich iheraufdämmemde Freiheit. Gebe Gott, daß all die trüben, herzbeängstigenden Gerächte vo« opfervollen Pogromen iu Lemberg, Przemysl, Holleschau und vielen anderen Städten Lüge seien. Ihr wißt ja gar nicht, wie der Sehnsuchtsschmerz in unserer Seele brennt wie unsere Herzen dürsten nach wirklichen, richtigen, neuen Nachrichten von allem jenen, 'das sieb in der jüdischen Welt zugetragen hat. Wie steht es. mit der nationalen Anerkennung, wie sehen die Staatengebilde jetzt aus, wie sind sie begrenzt wer führt sie? Wir. hier haben um die Anerkennung der jüdischen Nationalität 'in der Kriegsgefangenenmatrik nachgesucht bisher waren wir als deutsche Juden oder polacco-hebreo, czechohebreo geführt. Wir alle bitten nun: Sendet uns ehestens ausführlichsten, umfassendsten Bericht über alles. Grüßet die Kämpfer fürs Judentum vfaltansendmal Schalom! Ernst Taub, Ftr», SchReg. 31 aus Mährisch-Ostrau. II. San Pellegrino-Bergamo, 11 Jänner 1919. Verehrliche Redaktion! Nachstehende Gesinnungsgenossen, welche sich an Gefangenenlager San PeUegrino bei Bergamo, Hotel „Post“ (Italien) befinden, bitten dies im w. Blatte Anzeigen zu wollen: Oblt-Ing. Ernst Frischer („Veritas“); Oblt Zdenko Königstein. („Ivriah“); Oblt Salo Seider (Wien, I-, Werdertorsfraße 15); Lt DSpL-Ing. Eduard Engelberg (München MW.);. Lt Alfred Pearl (Oriau, Schlesien); Lt Ernst Pisko (Wien, XVIII.); Lt Karl Rößler (Frag-IL): Lt Beroard Zeller (Kolomea); Akz. Hugo Himmler (Leäpnik, Mähren); Fähar. Paul Schönmann (Wien, V.); ObltL Dr. Ludwig Jordan (Szatmärv Ungarn). Nachrichten an Adresse: San Pellegrino via Bergamo, Hotel „Post“. Ans der italienischen Kriegsgefangenschaft- Lager' Mola di Bari, senden ihren Gg„ Freunden und Bekannten die herzlichsten Grüße und geben Nachricht von ihrem Wohlergehen: Oblt Maximilian Rubinst'ein, Mähr.-Ostrau (Z. F. V. „Kasmonäa“, Brünn); San.-Lt Marimilian Schwarz, Suczawa („Jordania“, WSen); San.- Lt Imre Deutsch, Budapest („Makkabäa“, Budapest); Lt. Karl Bettier, Biielitz; Fähnr. Josef Zentner, Teplitz-Schönau („Jordania“, Pnag); Fähnr. Alfred Kohn, Wien, IV.; Kadt- Asp. Josef Wolf, Mähr.-Weißbirchen. JÜDISCHE ZBiTUNO Juden und Jüdinnen! Zuni Schutzeder schwer bedrohten Interessen des Judentums hat sich am 4. November 1918 der „Jüdische Nationalrat für Deutschösierreich“ konstituiert Bis zur Einberufung der Jüdischen ■ Nationalversammlung, welche auf Grund des allgemeinen und direkten Wahlrechtes von allen volljährigen Juden und Jüdinnen beschickt werden und die oberste jüdische Behörde bilden wird, hat der Jüdische Nationalrat provisorisch die »Vertretung der politischen und wirtschaftlichen Interessen der Juden zu besorgen, -ihre Rechte vor dem deutschösterreichischen Staatsrate und vor dem Völkerbunde zu vertreten. Er hat darüber zu wachen, daß in dieser verhängnisvollen Zeit der großen Umwälzungen dem Gesamtjudentume und dem einzelnen Juden kein Unrecht widerfahre und dafür zu sorgen, daß die Forderung der Juden nach Gleichberechtigung und freier Selbstbestimmung gehört und berücksichtigt werde, ln dieser Richtung hat der Nationairat wiederholt erfolgreich interveniert. Die Erhaltung der von ihm geschaffenen Hilfs-, Rechtsschutz- und Fürsorge- Institutionen bedarf großer materieller Mittfel. Gleich m Beginn der Revolution wurde die jüdische Gruppe der Wiener Stadtschutz wache ins -Leben gerufen, die von' allen maßgebenden Stellen Lob und Anerkennung geerntet hat Er hat den Exekutivausschuß der jüdischen Soldaten und eiine ■großzügige Fürsorgeaktion für demobilisierte, durchreisende und in, Deutschösterreich zurückbleSbende Soldaten geschaffen. Das Amt für soziale Fürsorge wurde bereits organisiert, das •zunächst statistische Erhebungen über das Elend der jüdischen Bevölkerung unter Leitung von Fachleuten pflegt Schließlich wurden in Wien mehrere Auskunft«»- und Beratungsstellen in Angelegenheit der Erlangung der deutschösfernschischen Staatsbürgerschaft eingerichtet Zum Zwecke dfer Aufbringung der großen •Mittel, welche die Einrichtung und der Betrieb, ferner Aemter. und Hilfsstellen erfordern, hat der Jüdische Nationalrat eine freiwillige, einmalige jüdische Volkssteuer ausgeschrieben. Juden und Jüdinnen! Der Nationalrat bittet nicht um Almosen, er wendet sich nicht an einzelne bevorzugte Personen und Gesellschaftskreise. Br fordert Euch alle aut ihm die Erfüllung seiner heiligen jüdischen Pflicht zu ermöglichen. Jeder von Euch soll selbsc bestimmen, was er für die Ehre und den Schutz des Judentums, für die Sicherung seiner bedrohten Volksgenossen und der eigenen Existenz und Zukunft leisten kamt und muß. Wer die jüdische Voilcssteuar entrichtet, arbeitet mit an der Erhaltung--und Ncubelsbung unseres alttehrwürdigen Volkstums und genügt einer Pflicht der sich keiner entziehen darf, wenn er den Namen Jude noch ferner m Ehren tragen w-öL Die jüdische Voikssteuer ist an den Finanzausschuß des Jüdischen Nation alrates Wien. II.. Taborstraße 20 a. zu senden oder dcrtselbst bar zu erlegen. Das Präsidium des Jüdischen Nationalrates: Adolf Böhm, Dr. Isidor Morgulics, Dr. Bruno Pollack v. Pamaiu. Dr. P. Sokah B. Jahr, Ing. R. Stricker. Für die Reinheit Zijons*) Jakob Landau hat uns von der Zukunft Palästinas so gesprochen, daß alle die, denen Palästina nicht ein Landstrich in Asien ist, sondern Zijon, das wir Juden der ganzen Welt errichtenwollen, sehr traurig weggingen, während die, die ihren Geldsack und ihre schlechte Gesinnung nach Palästina retten wollen, erfreut und hocherhobenen Hauptes Weggehen konnten. Damit hat Jakob Landau sich selbst verraten, denn als er im kleinen Kreis als Jude zu Gleichgesinnten sprach, da sprach er zwar sc, daß wir sehen konnten, daß uns ein schwerer Kampf bevorsteht, aber nicht so, daß wir fürchten müssen, der häßliche Kampf Europas werde nach Zijon getragen. Der Beifall die s‘e r Leute müßte Landlau belehren, daß er auf ■schlechten Wegen ist. Oder freut es ihn gar so sehr, wenn nun die Juden glauben, sie können sich Palästina kaufen, und nicht Arbeit und nur Arbeit soll Legitimation für Palästina sein? Landau, der den deutschen Zionisten so pathetisch ihre Kurzsichtigkeit vor wirft, ist blind genug, zu glauben, daß die Sozialisierung der Welt sich werde aufhalten lassen. Wir sollen also, ganz gegen HerzL der immer die Tat der Zukunft tun wollte, allem alten Gerümpel Europas als Museum dienen. Oder aber will er nur diese Geldleute um ihres Geldes willen nach Palästina ziehen. Dann ist dies allerdings etwas, was mit „buberistischen Ideologien“ nicht vereinbar ist. So schlecht gesinnt sind selbst wir buberistischen Ideologen diesen Leuten nicht. Wenn Landau von Hebräisch sprach, weil die Engländer wollen, daß wir hebräisch sprechen, damit wir! nicht deutsch Sprechens so braucht uns dies weiter nicht stören, wir wollen ja auch Hebräisch. Wenn er meint, daß wir den Suezkanal bewachen sollen, so sind wir des auch zufrieden, es ist ja gut, daß Englands Freundschaft für uns so reale Gründe hat. Wenn er glaubt, daß uns die Entwicklung zu einem Anschluß an England führen wird, so wollen wir dies ruhig abwartea So aber Jakob Land-au glaubt, man soll in Palästina ambauen, um ntedfetrreißen zu können, so zeigt er. daß er Politiker vom alten Schlag ist, einer der den Wald vor iaiuter Bäumen nicht sieht _Sara Rappeport. *) Herr Jakob Landau (Haag) hielt am 10. d. M. einen Vortrag über die Zukunft Palästinas. Wir glaubender nachfolgenden Zuschrift trotz ihrer stellenweise scharfen Formulierungen Raum geben zu müssen, da es sich um diewichtigste prinzipielle Frage handelt Die Red. Seite b Unsere Kriegsgefangenen in Rufifand Herr Sigmund Duschak in Badenbach a. J. Elbe teilt uns mit, daß ihm aut seine jüngst in unserem Blatte veröiieiTrticbre Erklärung, Auskünfte über die Kroegsgeiangenenlager in Rußland machen zu wollen, eine so große Anzahl von Zuschriften zuyekarmnen sind, daß es ihm beim bester Willen nicht möglich 'ist, -allen ausführlich zu antworten. zumal viele vergessen, ihre Adresse anzugeben. Herr Duschak bittet uns, für die Interessenten folgendes zu verläutbaren: Daß die letzten Nachrichten der Kriegsgefangenen vom Mai 191S sind, erklärt sch daraus, daß um diese Zeit die Kämpfe zwischen Tscbeoho-Siowaken. Kosaken -und Narodniki gegen die Bolschewik! b.gönnen haben: die Brücke über die Wolga wunde von_ Tschechoslovaken gesprengt und somit jede Verbindung mit dien Städlten hinter Öei Wolga (Sibirien) und dem Zentrum Rußlands untefhrochen. Die in den Lagern von Samara, Buseluk, Orenburg, Uia, Simbirsk, Tscelabinsk, Tockoc e-:c. internierten Gefangenen, wurden nach Nationalitäten geteilt; ulie Deutschen und Ungarn sunt nach Omsk. Tomsk, sogar manche Transporte bis an die Chinesische Grenze versekkt worden, die Slaven mußten in die tschechoslowakische Armee eintreten. Der samte Zugisverkehr war eingestellt und folglich auch der Postiverkehr. Seit Oktober ist Samara und genannte Städte im Besitze der Bolschewiken und der Zugsverkehr ziemlich normal. Den Kriegsgefangenen wurde die Heimreise in jeder Beziehung erschwert, solange die Tschecho-91owaken dort waren, 'die dfen Brestlitovsker Frieden überhaupt nicht anerkannten, war ein Davaitkommen nicht möglich, iumd als die Bolschewiken kamen, hat es die rote Garde, bei der ein großer Teil Kriegsgefangener ist, verhindert, da sie lalle Kriegsgefangenen zntm Beitritt in eße Raus Armee zwüngen wollten. Ankündigungen Hatchilab. Samstag, den 15. d. um 3 Uhr nachm findet im Jüd. Jugendheim, II., Ob. Domaistraße 91/11. Stiege ein hebräischer Vortrag des Herrn Rechtsanwaltes Dr. Nissan Goldstern über „Atido sc hei hamischpat haiwri“ statt. — Um >üo Uhr im Industriellcn-Cafe, I.. Concordiaplatz. ein* wichtige Asefah pnimith. zu der alle Chawerim kommen müssen. . J a-.: Vereln „Zion“, II. GJockengasse 30. Sams-, tag, den 15. <L M. um 3 Uhr nachmittags wirft' in unserem Vereinslokale Herr Ing. Jitzchok Thorn über „Galuth-Politik und Palästina'* vertragen. Gäste willkommen. Lese- und RedehaUe jüdischer Hochschüler in Wien. Am 18. Februar findet ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Feuchtwang statt Thema: Sitte und Brauch der Juden in ältester und nettester Zeit. Ort: I. Eschenbachgasse 11, im Saale des n.-ö. Gewerbevereines um halb- 7 Uhr abends. Karten von 3 bis 1 Krone täglich im Vereinslokaie von 3—6. bei Löwit, I. Rotentunnstraße 22, und bei Schlesinger, I. Seitenstettengasse. Samstag den 15. Februar, halb 6 Uhr abends, spricht Herr Dr. Finkeistein. Thema: Proben ans der jüdischen Literatur. Gäste willkommen. Anschließend findet eine Plenarversammlung statt. Wiener Ortskreis der jüdisches Lßndarbeiterschatt. Allwöchentliche allgemeine Zusammenkunft iu der Redeund1 Lesehalle jüdischer Hochschüler, 9. Bezirk, Türkensfraße 9, 2. Stiege, jede* Montag um halb 6 Uhr. Nächste Zusammenkunft 17. d. M. Dort werden auch Auskünfte erteilt. Jüdisch-akademischer Philosophenverein, Am 19. Februar ndet um halb 5 Uhr im Cafe Wien, Alserstraße, eine Plenarversammlung -des Jüdischakademischen Philosophenvereimes mit folgender Tagesordnung statt: 1. Studentag und Verband. 2. Sektionen. 3. Rechenschaftsbericht des abtrefenden Obmannes und Kassiers. 4. Neuwahlen. Zionistische Mädchenvereinigung „Moriah“. Donnerstag, den 20. d. AL, präzise 6 Uhr abends, Jüdisches Jugendheim, II., Obere Do maust ra Be 91. Vortrag Dr. Abraham Schwadron über: „DL« Bialik’sclre Pogromdichtung als Rur zur jüdischer Aktivität". Gäste willkommen. Korrespondenzen Brünn. („Poaie Zion“.) Mittwoch, de« 23. Jänner wurde im Vereinsheime, Liechtensteingasse 2, eine Mitgliederversammlung abgehalten, in welcher Gen. Dr. Loria über di* Stellungnahme der Partei zur „Nationaljüdischelt Vereinigung für den tschechoslowakischen Staat* r.nd zur Taktik des Volksrates in der Kultusgemeindeangelegenheit referierte. Er führte aus, daß die N. V. keinen Parteicharakter besitzt, vielmehr eine Organisation darstellt, welche di* gesamte, auf nationaler Basis fußende Judenschaft unseres Staates umfassen wird. Daraus ergebe sich für die jüdische Sozialdemokratie di* Notwendigkeit, an der N. V. rnitzuarbeiten. um zti verhindern, daß diese Volksorganisation einseitig bürgerlich werde. Um also in der N. V mit Macht für die sozialistischen, demokratischen und nationalen Ziele eintreten zu können, forderte Dr. Loria die Genossinnen und Genossen aui. zahlreich iu dieselbe einzutreten. Zur Frage der Ktiltusgemcinde übergehend, teilte Dr. Loria der Versammlung mit, daß die Partei ihren Standpunkt in einem Memorandum an den Volksrat genau präzisiert hat. In der Debatte sagte Gen. Brunner, keineswegs dürfe die Meinung aufkomrnen, daß der Kampf um die jüdische Volksgemeinde, als öffentlich-rechtliche Organisation der Judenschaft im tschechoslowakischen Staate, durch die N. V. gegenstandslos würde. Gen. Keßler macht nochmals darauf aufmerksam, dal