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Jüdische Zeitung · 1918-11-22 · 47 (22.11.1918) · p. Seite 9

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
47 (22.11.1918)
Date
1918-11-22
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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&r. 47 SGBmeHR MMN« Seite 9 sajpmenschlusses den Beschluß, folgenden Antrat euftr am 27. November um Punkt halb 8 Uhr abends im Cafe „Jägerhof“, IX. Porzellangasse 22, emzoberufenden Vollversammlung vorzulegen: „Gründung eines Verbandes der ]fld.-nat. Studentenschaft Mähren-Schlesiens auf Grundlage döf Mitgliedschaft der bestehenden Ferialver- Madungen und sich neubildender, mindestens zehn Mitglieder umfassenden, territorialen Gruppen.“ Der vorbei eitende Ausschuß richtet hiermit a*. alle ind.-nat. Hochschüler Mährens und Schlesiens die dringende Aufforderung, zu der oben angöfahrien Versammlung vollzählig zu erscheinen. Der Ausschuß. Jüdisch - akademischer Juristen-Verein. Bei 4sr am 10. d. M. stattgefundenen Generalversammlung des Jüdisch-akademischen Juristen-Verelnes wurde folgender Ausschuß gewählt: Blauer Nohüm, Büschel Karl. Dr. Edelstem Artur, Flaschner N„ Glick Chaim Hofmann Lotar, Kiew« Heinrich Kresberg Moses, Piriwer Israel, Rat Jakob, SüBkind Heinrich. Weißmann Julius. „Theologia“. Am 10. November 1918 fand im Verein „Theolgia“ (Verein jüdischer Hochschüler a*i der Israel. Theolog. Lehranstalt in Wien) die Ö. Generalversammlung statt, die für das laufende Wintersemester den nachfolgenden Ausschuß wählte: Präses: Dr. S. Hirschfeld; Vizepräses: Dr. A. Willmann, I. Schriftführer: Dr. M. Alter; H. Schriftführer: Stud. phü. A. Heller; Kassler: shtd. phil. J. ITesch; L NF.-Kommissär: Stud. phil. C*. Albeck: fl. NF.-Kommissär: Stud. phil. Gerstel. Stellenvermittlung für jüdische Angestellte und Beamte. Tausende jüdische Angestellte und Beamte fisten vom Kriegsschauplätze zurück; sie zu versorgen ist unsere Pflicht, denn ihr wirtschaftlicher Rota würde zum nationaler. Unglück für unser Volk. Hier zu helfen, hat sich der Jüdische HandeLsrohüren-Verband entschlossen. Bei der Arbeit brauchen wir aber die Unterstützung aller Juden. Jüdische Arbeitgeber! Verlanget benötigtes Personal vom Jüdischen Handhmgsgehllfen-Verband! Jüdische Angestellte! Meldet uns jeden offenen Pasten! Die Stellenvermittlung erfolgt für beide Tale kostenlos. Amtsstunden täglich von 7—9 Uhr abends, Sonntag von 9—12 Uhr vormittags im Verbandsfreto, II., Obere Donaustraße 65. Letzte Nachrichten Der-. Völkerbund solL den Juden- Ihr. Recht gebett. Das Stockholmer Jüdische „Preßbureau“ telegraphiert uns vom 18. November: „Sozialdemokraten“ unterstützt den Appell der PoaleZion, indem es aut den Nationalitätencharakter Polens verweist. Das Blatt sagt, die Juden haben ein gleiches Recht aut die bürgerliche und nationale Freiheit im gemeinsamen Vaterland wie die Polen. Die Juden sollen ihr Recht nicht als Gnadengeschenk aus den Händen der Majorität ansehen, •sondern vom Völkerbund erhalten, der über Frieden und nationale Freiheit in der Welt wachen soll. Die angeruiene Intervention soll gleichzeitig eine WTllensmanifestation des werdenden Völkerbundes für den internationalen Schutz der politischen und nationalen Rechte der jüdischen Bevölkerung im amtentstehenden Staate sein. Progrotn auf militärischen Befehl. Nach Schluß des Blattes erhalten wir noch folgende Meldung: In Przemysl wurde folgende Proklamation affichiert: An die Bevölkerung mosaischer Konfession «r Stadt Przemysl: ln Anbetracht der notorischen Tatsachen, -da* im Kampfe um die Eroberung Przemysl‘s die Juden die zugesicherte Neutralität nicht eingekalten haben und auf die stürmenden polnischen Kolonnen geschossen haben, fordere ich die jüdische Gemeinde auf, beim Kreiskommando der polnischen Legion in Przemysl eine Kaution von 3 Millionen Kronen zu deponieren. Diese Kaution entfällt Im Falle von Ausschreitungen der jüdischen Bevölkerung zugunsten der Kasse des polnischen Militärs. Diese Kaution hat bis spätestens 21. d. M. 12 Uhr mittags hinterlegt zu werden. Sollte sie jedoch bis zu diesem Termin nicht deponiert sein, werde ich meinen Soldaten den Auftrag erteilen, sich den Betrag von 3 Millionen Kronen bei der jädischen Bevölkerung zu holen. Tokarzewski, in. p. Oberstleutnant und Kommandant. Der jüdische Nationalrat in Wien hat darauf big an das polnische Ministerpräsidiom in Warschau und au die Liquidierungskommission in Krakau nachstehende gleichlautende Rad'O-Depesch* abgesandt. „Kommandant von Przemysl Oberstleutnant Tokarzewski erläßt Proklamation an jüdische Bevölkerung undfordert Erlag von 3 Millionen Kronen bis Donnerstag, 21. November. 12 Uhr mittags, widrigenfalls er Plünderung der Juden durch seine Soldaten androht Wir erheben gegen diese Schändlichkeit schärfsten Protest. Verständigen gleichzeitig unsere Organisation in Schweiz, Haag, Kopenhagen. London. Washington. Erwarten sofortige Benachrichtung, daß Befehl id Przemysl rechtzeitig widerrufen und alle Vorkehrungen getroffen werden, um den angekündigten Pogrom zu verhüten. Jüdischer Nationalrat An Oberstleutnant Tokarzewski ging folgender Funkspruch ab: „Jüdischer Nationalrat erhebt schärfsten Protest gegen Ihre schändliche Proklamation mit Ankündigung von Plünderung der Juden, fordert sofortigen Widerruf. Regierungen in Warschau und Krakau verständigt, ebenso jüdische Organisationen im Ausland. Ersuchen sofortige Drahtantwort. Jüdischer Nationalrat" Ankündigungen Zionistischer Zentralerem (Sektion II}, Wien, II., Glockengasse 30. Samstag, dien 23. d. M„ um 4 Uhr nachmittags, wird im. Vereinslokal Herr Dr. TagKcht über „Der Weg zur Kraft“ vortragen. Chanukka-Predigt. Donnerstag, am 28. d. M. (erster Chanukka-Abend), wird Herr Oberrabbiner Dr. Chaies beim Gottesdienst im Seitenstetten- Tempel die Festpredigt halten. Große Kluder-Chanukah-Feler in Wien. Der Verein „Jüdische Kinderfreunde“ veranstaltet atn Sonntag, den 1. Dezember 1918. in den. Reichshallen eine Chanukah-Feier für Kinder mit folgendem Programm: 1. Entzünden der Lichter durch Herrn Oberkantor Morgenstern. 2. Chorlieder: Der Chor des Synagogensängerverbandes. 3. Die Chanukah-Erzählung von Dr. Heinrich Glanz. 4. Schauturnen des 1. Wiener jüdischen Turnverein. 5. „Aus bewegter Zeit“ Chanukah- Schauspiel in 2 Akten von Frieda Mahler. — Karten zu haben bei R. Löwit. Buchhandlung. I.. Rotenturmstraße 22. und im Jugendheim. II.. Ob. Donaustraße 91. Jüdische Abendkurse. Die Studiengruppe für jüdische Erziehung veranstaltet allgemein zugängliche jüdische Abendkurse. Kursbeginn 1. Dezember 1918, und zwar Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag von 7—9 Uhr abenis und Sonntag von 9—1 Uhr vormittags Die Kurse finden im Lokale der „Iweijah“, IX., Glasergasse 4 a, statt. Es werden vortragen: Professor Dr. Aptowitzer, Dozent Dr. Torczyner, Oberrabbiner Dr. Chajes, Univ.-Pröf. Dr. Geiger, Prof. Dr. Rosenfeld, Dr. Stein. Vortragsgegenstände werden sein: Bibel, Talmud,Hebräischfür Anfänger und Fortgeschrittene,- Hauptepochen der jüdische Geschichte, Palästniakunde, Hebräische Literaturgeschichte und Religionsgeschichte. Jeder Kurs kann einzeln frequentiert werden. Pro Einzelkurs und Monat ist ein Beitrag von K 1.— zu entrichten. Schriftliche und mündliche Anmeldungen nimmt das Sekretariat der Studiengruppe, II., Praterstraße 43, 2. Stiege, 1. Stock, Tür 11, entgegen. Der Ersto Wiener Jüdische Turn-Vereln, IX., Liechtensteinstraße 20, veranstaltet seine Makkabäerfeier am Samstag, den 30 d. M., im Tumlokale. Beginn .6 Uhr abends. Gäste willkommen. Chanuka-Abend. Anläßlich des ersten Chanukalichtes und ersten Jahrestages der Befreiung Jerusalems veranstaltet der Verein „Zion“, Wien, II., Glockengasse 30, Donnerstag, den 28. d. M., um 7 Uhr abends einen Chanuka-Abend im „Bayerischen Hoi“, II., Taborstraße 39. Karten sind hn Vereinslokal zu haben. Berichtigung. In dem Artikel „Der Kampf um den jüdischen Nationalismus in Ungarn“ in unserer vorwöchentlichen Nummer hat sich ein bedauerlicher Druckfehler eingeschlichen. Es soll dort auf Seite 4, Spalte 2. unten, wo von dem Jüdischen Nationalrat in Temesvar die Rede ist, statt „Dr. Alexander Marmosch“ richtig heißen: „unter Vorsitz von Dr. Alexander Marmore k“. Der Name wurde vom Setzer entstellt. Zionistisches Vorbereitungskomitee der jüdischen Landarbeiterschaft Verlässiiefie Biichssninkassanten sucht die Sammelstelle des JUd. Nalionalfonds Wien II., Zirkusgasse 35 M. Hickl-Verlag. Wien - Brünn WIE», II. Tafcorrtr«—o «an Soeben erschienen das erste Heft von GEWULOTH - nfrejhebräische Monatsschrift fUr moderne Literatur. Herausfeacben von G. Sdioffmann und Z. Dlesendruck. Aus dem luhelle: Hui« •ertoiaa*. Die wahre Preiheit. ». R«bn«u w. Die Gefangene. Stuaffaaaa. Vier Skizze*. Z. 0IeMBdr*»t. Vo* der Graleske. It. Z. tritakirg Qesaag der Küragfer, ZetlglMae* etc. Das Ak«n*eme*r beträgt: halbüthrllcb K. ii-—(l* Mk.) Einzelheit Inkl. Ports K. *.» (2 Mk. »). Etnzelverschlelss: Administratisn Wien, II. Taborstraase 5*8. mswic sttratiiebe Bucbtiaadlnngen und Zeim»g»verachlets«telleit. 1. Ml OlMtöltlS il. tliiis und Redehalle jüdischer HodischUler veranstalteten 14 tägigen Vorträge de» Herrn Oberrabbiners Dr. Chajes findet am 2. Dezember der 3. Vertrag statt. Thema: „Eine jüdisdhe Novelle aus der Makkabäerzeif*. Karten ab 27. November in der Buchhandlung Loewit, I. Rotenturmstraße 22. werden aufgenemmen JÜDISCHE ZEITUNG II.. Zirkusgasse Nr. 33 Cerwiaen für Feuerzeuge rund und 6 mm lang, per 100 Stücck K 20— oder per kg K 1000— versendet per Nachnahme J. Taflet Krakau, Ziehna 23/13. Absolvent des Lehrerseminars au Jerusalem hat no«h einige hebr. Stunden zu vergeben. Zuschriften werden unter .Palästinenser, an die Adm. des Blattes erbeten. tze IGNATZ ROKACH SELMA BOGAD empfehlen sich mls VERLOBTE. Brünn. *;9 versehe man sich mit gutem, trockenen Hart- und Weichholz, geschnitten ins Haus gestellt. Anträge unter „Nur fuhrwaise“ an E. ZOPPER1TSCH Wien, XVII. Bezirk Kainzgasse 5, II. Stock, Tür 17. MOSES R ATH’S Lehrbücher der hebr. Sprache a) ■üoj? naw Lehrbuch der hebr. Sprache für Schul- und Selbstunterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. Es ist das einzige praktische Lehrbuch mit deutscher Unterrichaspradie zur völligen Erlernung der hebräisdten Sprache in Wort u. Schrift. Einführung in die Literatur. Saaben erschienen dritte verbesserte Auflage. Die »Histadruth Ibrith“ in Berlin u. Lemberg, wie auch die gesamte Fach- und Tagespresse, hat das Buch als bestes und für dan Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt. Preis eines schön ausgeatatteten, 400Seilen starken, geb.ExempI. K12_, Porto 80 h, Nachnahme K 1.20 b) Samouczek polsko-hebrajski Es ist dasselbe Buch mit polnischer Unterrichtssprache. 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