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Jüdische Zeitung · 1918-10-25 · 43 (25.10.1918) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
43 (25.10.1918)
Date
1918-10-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 45 Unsere Toten „ Dr. Emil Lederer j Es ist’nöch‘tmmer"nicht aenusr der Opfer! Wieder haben wir einen zu beklagen, einen von den stillen, anspruchslosen Mitkämpfern, die nur ein kleiner Kreis kennt, weil sie nicht die Gabe haben, laut za sein und in die Masse zu wirken: aber wer ihn wirklich kennen lernen durfte, der mußte diesen stillen Menschen lieb gewinnen. Er war einer'von den wenigen, um den wir. seine Freunde, keine Angst haben zu müssen glaubten,, weil er vor den Musterungskommissionen nie bestanden hat. Da hat sich ihn der Krieg im Hinterland" geholt, nachdem er ihn durch all die Jahre verschont hat. Wir. die wir längst auf gehört haben. Sinn in dem tollen Würgen der letzten Jahre zu suchen, finden solchen Tod draußen, so sinnlos wie im Hinterlande. — Möge dir die fremde Erde leicht werden. Emil I.cderer! Wir werden deiner und all der anderen nie vergessen! Das jüdische Volk wird die nicht vergessen, die es geliebt haben wie du und den Krieg gehaßt haben Wie du! Aber auch die nicht, die es gehaßt haben und noch hassen und die diesen Krieg geliebt und zu ihm gehetzt haben! Dr. Rudolf MenzeL D. H. Tieger (Von unserem Lemberger Korrespondenten.) Am 20. d. M. verschied nach langem, schweren Leiden im Alter von über 60 Jahren einer der ältesten Zionisten Galiziens, David Hersch Tieger. Mehr als 30 Jahre stand er in unserer Bewegung. Er gehörte zu den Gründern des ersten zionistischen Vereines in Lemberg unterstützte sämtliche zionistische Unternehmungen mit Rat und Tat und als glänzender Redner gewann er die breitesten Massen des Judentums für den Zionismus. In aller Erinnerung ist noch die Zeit der Wahlkampagne 1907 und 1911, an deien Erfolge ein gut Teil dem Verblichenen gehörte. Für die zionistische Idee opferte er seine Existenz und seine Gesundheit D. H. Tieger war auch der erste, der nicht nur eine rege Propaganda für die Verbreitung der palästinensischen Produkte in Galizien entwickelte, sondern auch eine Handelsgesellschaft gründete, welche den Verschleiß derselben besorgte. Die zionistische Organisation sowohl Galiziens als auch von ganz Oesterreich wird dem teuren Heimgegangenen ein treues Andenken bewahren. ♦ Das zionistische Exekutivkomitee der galizischen Organisation erhielt während der Sitzung vom 20. d. M. die traurige Nachricht vom Ableben des Gg. D. H. Tieger. Der Vorsitzende Gg. Doktor Schmoran hielt dem Verblichenen einen warmen Nachruf, welcher stehend angehört wurde. Das Exekutiv-Komitee beschloß, zur Verewigung des Namens des Verstorbenen ' einen „David Hersch Tieger-Garten“ im Herzelwalde zu stiften. Am Montag nachmittags fand unter großer Beteiligung der Parteigenossen das Begräbnis statt Am Grabe sprach unter anderen namens ■der Parteäexekutive Dr. Leon Reich, namens des Vereines „Tikwath Zion“ Gg. Joel Aschkenase. Die Grabrede hielt Rabb. Dr. Sam. Guttmann. Ben Mordechai. Todesfall. Das bewährte Mitglied unserer Organisation, der zweite Vizepräsident des Exekutivkomitees der galizischen Landesorganisation, Gg. Duckor, beklagt den Tod seines Vaters, welcher vor einigen Tagen in Lemberg zu Grabe getragen worden ist. Die Galiizsche Parteileitung drückte durch eine Delegation und Beteiligung am Begräbnisse dem schwer geprüften Gesinnungsgenossen ihr Beileid aus. Vorige Woche ist in Wien der bekannte Schriftsteller Moritz F r ii h I i n g im Alter von 48 Jahren an der Grippe gestorben. Frühling war in Tlumasz geboren und hat sich in den letzten Jahren mit der Sammlung und Bearbeitung des Materials über den Dienst der Juden in den europäischen Armeen beschäftigt. Er hat auch mehrere Publikationen in dieser Richtung herausgegeben. Zionisten im Felde Lt Siegfried Häuslich wurde während der Juni-Offensive" an der Piave schwer verwundet und erhielt für besonders tapferes Verhalten den Kronen-Orden. REBEKA BURSZTYN Ing. LUD WIG ADLER Verlobte Wien im Oktober 1918 Slanislau stud. phil. AMALIE SCHECHNER geb. Xussenbaum cahd. med. SUlON SCIIECHNER Vermählte IFien, im Oktober 1918. Arje Ziui Leiuilin bittet] die Familie Weinstein sein tiefgefühltes Beileid anläßlich des Ablebens ihres lieben Sohnes Kalme Weinstein entgegenzunehmen. Zur Verlobung meines Freundes^Mendel Aschkenazy mit Fräulein Anna Haber aus Krosno gratuliert herzlichst Jakob Herzlich, Nisko Ich gratuliere meinem freuen Freunde David Betrübnis zu seiner Verlobung mit Frl. Regine Luftig und wünsche ihnen eine glückliche Zukunft. Rubin Honig Allen Gesinnungsgenossen und Mitgliedern der jüd. Bibliothek „Geniza“ überehdet die herzlichsten Zionsgrilßs von der Westfront. K. u. k. Feldpost 296 Fhnr. ]. Lampel BART WEG! Bestes Basiermittel ohne Messer, ohne Seife, mild und angenehm im GebrauclI. — Begutachtet vom Bandeischemiker Herrn Dr. Stephan in Wiesbaden. Versandt .gegen Voreinsendung von Mk. 2.40 franko. 255 Bavaria Laboratorium Wiesbaden I. event. LaufBsursche wird sofort auf genommen. — Zu erfragen in der Administr. des Blattes. eventuell Anfängerin wird sofort ausgenommen. Samstag und jüdische Feiertage frei. Gute Honorierung. — Offerte an die Admininislraliön der rJüd. Zeitung“, Wien, 11., Zirkusgas.se 35 Jüdischer Almanach auf das Jalir 5B79 HerausgegeSen von Otto Abeies und Ludwig Baiö Bit zweiteJeuf. läge ist soeben erschienen Zu beziehen durch Verlag Jüd. Zeitung Wien. II., Zirkusgasse 33 gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. — Preis einschließlich Porto & 5.70 ALENDEp: An unsere Abonnenten! Wir ersuchen unsere geehrten Abpnnentenfdie fälligen Bezugsgebfihren zu fiberweisen. Die Zusendung der „Jüd. Zeitung“ unterbleibt, wenn das Abonnement nicht im Vor h in ei n entrichtet wird. Bezugspreise: viertelj. K 6.— halb]. K 12.—, einj. K 24.— . Ausland ganzjährig K 30.— Neueintretenden Abonnenten können bereits erschienene Nummern nicht nachgeliefert werden. Diesbezügliche Ansuchen -bleiben unberücksichtigt. Reserviert für die Firma BERNHARD,ROSENSTRAUCH; WIEN III/2, Löwengas.s.e,39 i ___ Nr. 42 der „Jüdischen Zeitung“ ist vergriffen. Nachlieferungen sind daher nicht möglich. i Annen- Ambulatorium ja de? Zionistischen Zentralkomitees 5 für Kriegsfl.Üdillinge -g ß Wien, II. Taborstraße 20 A S B B B fi « « B B Unentgeltliche ärztliche Behandlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität oder Konfession oo oo b Ordination täglich. — Sonn- B ^und Feiertage ausgenommen ^BBBBBBaBBBBBBBBBBBaBB^ =MOSES RATH’S Lehrbücher der hebr« Sprache a) rsty Lehrbuch der hebr. Spräche für Schul- und Selbstunterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. 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Blboh Chalm: Die Gemeinde.der Chassidim. — C,obn_Dr. Karf, Altona;, "Was. «ollen wir tun. — Dionemcnn, Dr. Rabb. — Jaden* tum “und Fi iejlensidee. —- Fabn Rüben.: Das alle Flußbett. — Frendmnm, Dr. 8.: Belgrad im Kriege. — Gelles, Dr. Rabb.: Messiänisinus "und Weltkrieg:. — Joseph Max: Jüdische Politik.. — König Eisig: Zwei Gedichte. — MoaprBanzjan: Kinderlos.^— MBllfir, Dr. Ern$J; Psalm 23. — Maubu^gar, Dr. Ifiax. U i varei tälts- Prfesor: Zwei Wiener Aerzte jüdischer Abknoft als Pioniere der Wissenschaft im Orient. —R&wltsohMeUech: Gott gloiben.— Schao < FabluSj Hamburg: Das neue jüdische Leben. —* Derselbe: Jüdische Aphorismen. — Scherlag Lorenz: Buhlose. Zeit: —_ Soherlsg Barek: Drei Gedichte. — Tag Bernard: Stehen wir. im Judentum vor einer religiösen Erneuerung? — Zuokermann Hugp: Ich h&b ein Ziel.— Ehrentafel der auf dem Felde Gefallenen». Zuschriftenan; Redakteur Max Hickl, Wien, VIII.. Lerchen-' gasse 6a. AAAAAAAAIAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA^ Cafe zum Roten Turm Wienil., OJaereD#nausti;afieW. an, der- MarjieBhrtijiife" Neues Stamm-Caf6 der Zioniaten VVTTVTVTVVVVVVVVVVVTVVVVVVVVVVVV Fiera üsgebe’r Alexander Geller, verantwortlicher Redakteur David Nebenzahl. — Druck von Igna$ Spitj & Söhne, Wien IL, Robertgasse 2. -

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