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Jüdische Zeitung · 1918-09-13 · 37 (13.9.1918) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
37 (13.9.1918)
Date
1918-09-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 37 Lesehalle und Bibliothek verwendet werden wird, um so der vielversprechenden zionistischen Arbeit in Rabka und Umgebung eine dauernde Grundlage zu schaffen. Tausend Kronen des Rein-, ertrages wurden zur Hälfte für die jüdischen Ortsannen als auch für die notleidende jüdische Bevölkerung Palästinas bestimmt. Tarnow. (Ein jüdisches Nationalhaus.) Dank der Bemühungen der Gg- Dr. Samuel Spann und Joachim Neiger ist es der Tamower zionistischen Lokalorganisation gelungen, einen seit langem gehegten Plan in überaus glänzender Weise zu verwirklichen. Der bei jeder Gelegenheit so schmerzlich empfundene Mangel an einem eigenen Heim, wo sich die der Jugenderziehung gewidmeten national] üdischen Institutionen, wie hebräische Schule, Kindergarten, Turnschule usw., ungestört entwickeln könnten, wirkte immer hemmend und zurückhaltend auf die Unternehmungslust der regen zionistischen Organisation in Tarnow. Dank der Muninzenz einiger wohlhabender Gönner und Freunde unserer Sache, denen Gg. Szaja Silberpfennig mit dem namhaften Beitrage von K 50.000 beispielgebend voranging, konnte ein besonders zweckentsprechendes Haus im Zentrum der Stadt samt sehr wertvollen Einrichtungsgegenständen um den Preis von K 320.000 angekauft werden. In dem Hause, das .schon am L Jänner 1919 in Besitz genommen werden kann, wird außer den oben erwähnten Institutionen auch ein bescheidenes Heim für jüdische Kriegswaisen untergebracht werden. Das Werk, das für die örtlichen Verhältnisse ein großartiges genannt werden kann, wird zur Popularisierung und Hebung des zionistischen Gedankens in Tarnow^viel bei- . tragen ä£S'hen. Zamosc. Wir veranstalteten eine Tschlenow- Woche. Das Mitglied des Warschauer Z. K. Rabbiner Z1 o t n i k hielt uns einen Vortrag in der großen Synagoge, an dem 2000 Personen teilnahmen. Am selben Abend fand noch ein Vortrag für die Jugend im Verein Zehe Zion statt Der Redner wies mit warmen Worten nach, wie jeder Jude sich'jetzt abschätzen müsse, um das Land auszulösen und jeder helfen müsse zu dem Han des polnischen Judentums, im Monat Elul eine Million Mark zu sammeln, um eine Kolonie der polnischen Juden auf den Namen Dr. Tschlenows zu kaufen. Am selben Abend wurden 3000 Kronen gesammelt Auch 20 Frauen .haben noch am selben Abend ihre Ringe unserem Volksschatz hingegeben. Ung. Hradlsch. Unsere Gemeinde wird neuerdings durch ein schmerzliches Kriegsopfer in Trauer versetzt Am 26. August verschied nach kurzem Krankenlager in einem Feldspital im italienischen Okkupationsgebiet Oberleutnant Arthur Schindler an der Ruhr,-die er sich im Felde zugezogen hatte, im Alter von 24 Jahren. Ein braver, gesinnuugstreuer Genosse, dessen treffliche Qualitäten jai den schönsten Hoffnungen berechtigten; ein prächtiger Mensch sinkt mit ihm in ein "frühes Grab. . ' ■ Turnen und Sport Scbwimmsektion. Die Schwimmsektion ' des Sportklubs „Hakoab“ hat nach fast vierjähriger Pause die sportliche Tätigkeit wieder aufgenommen und bemerkenswerte Erfolge erzielt Bereits im Frühjahre konnten Schwimmabende in gedeckten Hallen veranstaltet werden, in deren Rahmen sowohl ein erfolgreiches Training wie auch Schwimmunterricht für Schwimmunkundige erfolgte. Dank, der rastlosen Arbeit der Sektionsleitung wurde auch eine eigene Badestelle im Donauarme bei Nußdcgi errichtet und vor kurzem der Benützung übergeben, welche eine große Frequenz aufzuweisen hat Vielen Hunderten wind neuerdings die Möglichkeit geboten," selbst diesen Sport betreiben und andere dafür werben zu können, da die.prächtigen Anlagen des Pianabades, bezw. des neuen Städtischen Bades' in der Jörgerstraße uns schon in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen werden. Anmeldungen (auch von Nichtschwimmern), sowohl Damen als Herren, finden bis auf weiteres jeden Montag und Donnerstag von halb 7 bis 8 Uhr abends im Brüunlbade..Wien, IX„ Borschkegasse (nächst der Alserstraße), statt Schriftliche Auskünfte erteilt. Herr Ernst Freyer, Wien, III., Dampfschiffstraße 14, Tür 14. Gedenkbuch „Haschachar“ Die gewesenen Mitglieder des Mittelschülerzirkels „Haschachar“ in Lemberg werden ersucht, zwecks Teilnahme an der Herausgabe eines in der Form eines Almanachs erscheinenden Gedenkbuches die in ihrem Besitze sich befindenden Photographien, Dokumente, Protokolle, Skizzen, Bruchstücke aus Memoiren und Originalarbeiten aus dem Bereiche der Judaistik an Leopold Furmann, Lemberg, Halicki-Platz 12 A, zu senden. Genaue Informationen erteilt Wilhelm Rosenkranz, Fähnrich, Feldpost 517/III/14, oder Lemberg, Sakramentek 3. - . Bitten um Bucherspenden . Die Leitung der Jüdiscb-pädagogüschen Kurse in Wien bittet, alle Freunde und Förderer des jüdischen Erzlehungswerkes, iür die Bibliothek , der Kurse Bücher zu spenden. Besonders erwünscht sind Bibel- und Talmudexemplare, Bücher jüdisch-wissenschaftlichen Inhalts, hebräische. Literatur, aber auch Bücher allgemeinen Inhalts, insbesondere Nachschlagewerke, ferner Lehrbücher für die Mittelschulen. - , Die Bücher sind zu senden an das Zionistische Bureau, Wien II-, Zirkusgasse 33. Briefkasten der Redaktion - „Mittelstandssanatorien“. Die „Reichspost“ hat insofern recht, als sich wirklich Leute dort breit machen, die nicht zum Mittelstand gehören. Nur sind das -nicht, wie die „Reichspost“ meint, Juden, sondern wir hören z. B. von'einem General und Hof rat, die dieses Benefiz des Mittelstandes so in Anspruch nehmen, daß der ganze Betrieb sich um sie dreht und die erholungsbedürftigen arbeitenden Mädchen zu Gästen zweiten Ranges herabsinken. Das sind wahrscheinlich die „Renommierchrdsten“. Aeres. Die Adresse ist Brünn, Leo Reisiggasse L. — Die von Ihnen verlangten 30 Namen können wir Ihnen nicht geben, da das vom Urteil und Geschmack abhängt und sich nicht so oberflächlich erledigen läßt. Wegen des Buches wenden Sie sich an die Buchhandlung Löwit. Uns ist nicht bekannt, ob so ein Werk existiert. Korp. Isman. Die in Moskau erschienene Sammelschrift „Tkufali“ ist hier nicht erhältlich. Vielleicht gelingt es Ihnen; es sich durch das Kopenhagener Zionistische Büro, Kopenhagen, Hyskenstraede 10, zu beschaffen. Paul Braif und Frau Brody entbieten allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche Oblfc Ing. Dr. Artur Felix Feldpost 408 entbietet allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche H B B S m a Arm en - Ambulatorium “ des Zionistischen Zentralkomitees für KriegsflUchliinge Wien, II. Taborstraße 20 A . Unentgeltliche ärztliche Behandlungvon milfellosen Kriegsflüchflingen ohne Unlersdiied der Nationalität oo oder Konfessionoo Ordination täglich. — Sonn» ausgenommen s s s 9 ■ - S SB B „Wiener Morgenzeitung“ JOdischesTagblattfür Politik, Volkswirtschaft u. Literatur Redaktion und Administration: Wien, II., Taboratraße 52 — Telephon 48.082. - iungej hübsche Zionistin sucht freundschaftlichen Verkehr mit nur reifem, ernstem Zionisten. Zuschriften ati die Administration unter „Palästina“, 217 Cafe zum Röten Turm Wien II., Obere Donaustraße 99 an der Marienbrticke :— Neues Stamm-Caf6 der Zionisteji San.-Fldw. Mendel Goldschmidt Skulari entbietet allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche Natanlel Hochmann s. Frau Rzeszow, Gal. entbieten allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche Linienschiffsarzt Dr. josef Kapp Pola" entbietet allen Freunden und GesinnungSr genossen herzlichste Glückwünsche Lt. Naftali Wolf Lieber Radanovic entbietet allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche Osias Potascher und Frau Jaroslau, Gal. entbieten allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche Lt. Elias Ros en Auronzo entbietet allen Freunden und Gesinnungsgenossen herzlichste Glückwünsche XadL-Asp. Ludwig Steckei -Guca^-Etappenpost Cacak, Serbien entbietet allen Freunden und Gesjnnimgsgenossen herzlichste Glückwünsche Ing. Artur Steiner und Frau Brünn entbieten allen Freunden und Gesinnungs- , genossen herzlichste Glückwünsche - Leiser Weintraub Skala am Zbr., Galizien wünscht allen Freunden, Bekannten und Gesinnungsgenossen ein glückliches Neujahr w 9 R. Löwit Verlag Wien-Berlin-Leipzig 1 v § Soeben erschien- Dr. MAX ROSEN FELD: Die - Problem und Lösung Preis K II.- In lückenlosem Aufbau behandelt derVer- § fasser alle einzelnen Fragen, in vorzüglicher 9 Erkenntnis der einschlägigen Literatur und ® der Quellen seine Ausführungen auf die Hilfe § wertvollen Tatsachenmaterials stützend und ®. durch genaue Statistik auch die ziffernmäßige 2 Beherrschung des Stoffes darbietend. Der ® stattliche Band bildet einen Markstein in der 9 fortschreitenden Entwicklung jüdischen Gei- £ steslebens und Forschertums und wird von ® allen zur Haud genommen werden müssen, f die an den wirtschaftlichen und politischen 2 Daseinsfragen des jüdischen Volkes inneren 9 Anteil nehmen. : J Zu beziehen duroh Jede Buchhandlung od6r direkt vom 9 R. Löwit Verlag, Wien I., Fleischmarkt I $ Reserviert für die Firma BBRNHARD'ROSBNSTRAUGH WIEN III/2, Löwengasse 39 212 =MOSES RATH’S Lehrbücher der hebr. Sprache a) uöj? na&* Lehrbuch der hebr. Sprache für Schul- und Selbstunterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. Es ist das einzige praktische-Lehrbuch mil-deutscher Unterrichssprache zur völligen Erlernung der hebräischen Sprache in Wort u. Schrift. Einführung in die Literatur. Soeben erschienen dritte verbesserte Auflage. Die „Histadruth Ibrith“ in Berlin u. Lemberg, wie auch die gesamte Fach- und Tages presse, hat das Buch als bestes und für den Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt. Preis eines schön ausgestattelen, 400Seiten starken, geb. Exempl. K12.—, Porto 80 h, Nachnahme K 1.20 bi'Samouczek pölsko-hebrajski Es ist dasselbe Buch mit polnischer Unterrichtssprache. Preis und Porlo wie oben. c) u&37 risw nur hebräisch nach der Methode ..Jwrith b'iwrith”. Preis gebd. K- 6‘50,J>Porto 55 h, Nachnahme 85 h. Überall 10°/o Buobbäadler-Krleffsznaohlagr. - * Zu bestellen bei Moses Rath, Wien I., Postg. lt und in allen Buchhandlungen. Herausgeber Alexander GeUcr, verantwortlicher Redakteur David Nebenzahl. — Drude von Ignaß Spi$ & Söhne, Wien II., Roberlgasse 2

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