Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 22 (31.5.1918)
- Date
- 1918-05-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE ZEITUNG :V. i2 6 Zeitschriftenschau „Moriah“, Monatsschrift der jüdischen Jugend (polnisch). XHL Jahrgang. Wien-Lemberg, April-Mai 1918. Heft 7/8istsoeben erschienen.Inhalt: 1. W. B.. Die Entjudung Polens: 2. Debora Brandstätten Palästina im Kriege; 3. B. Zimmermann, Gefahren und Hoffnungen; 4. Max Rosenfeld, Borochow; 5. Dr. Hugo Bergmann. Vom rechten Weg; 6. Chaim Bloch. Aus dem Leben des Rabbi Wolf aus Zbaraz; 7. ’Dr. Anselm Kleinmann, Dr. Zwi Bickels-Spitzer; 8. Dr. Zwi Bickels-Spitzer, Heroische Motiv-e im Schaffen Perez‘; 9. Dr. Ignaz Schipper, Die Synagoge, die Kiiche und andersgläubige Gemeinschaften in Polen. — 10. Aus der jungiüdisclien Lyrik: Elias izgor, Ghetto? (Ueberseizt von S. H.); M. Barkahan, Das Städtchen (Ueberselzt von S. H.). — 11. Aus der Jugendbewegung: J. R., Jugendbewegung oder politische Partei? _— 12. Rundschau: W. B., Nach der galizischen /.ionistenkor.icrenz: S. Horowitz, „Haogen“; Juliam Rottersmann, Neue Schriften der jüdischen Jugend; Galizien — einige statistische Daten. — 13. Bibliographie. — 14 Neue Bücher. — Als Beilage: ..Haschomer“. Heft 8. in polnischer und hebräischer Sprache. Jüdischer Volkskalender in polnischer Sprache. Die Adresse des Redakteurs Dr. Anselm Kleinmann lautet jetzt Lemberg, Miekiewiczagasse 22. Der neue Orient Halbmonatschritt für das politische, wirtschaftliche und geistige Leben im gesamten Osten. Berlin W 50. Band 3. 2. Jahrgang. Heft 2 und 3. (Jahresabonn. 20 Mk. Einzelheit 1 Mk.) Der jüdische Wille. Zeitschrift des Kartells jüdischer Verbindungen. Herausgeg. vom Präsidium des K. J. V. Berlin W 15. L Jahrg. 1. Heft (April 1918). Jährlich Mk. 6 (8 K). Zionisten im Felde Fhr. Leo Brettschneider Sch. R. 22 wurde m. d. gold. T. M. ausgez. Von den 5 gold. Medaillen, die bisher dem Sch. R. 22 verliehen wurden, wurden 4 davon an Juden verliehen, trotzdem sie nur 13 Frozent ausmachen. Die meisten jüd. Offiziere haben 4 und 5 Auszeichnungen. — R. U. O. Markus Bergstein wurde mit d. silb. T. M. II. Kl. f. tapf. Verh. v. d. Feinde ausgez. Besitzt bereits das silb. u. eis. Verd. Kr. m. d. Kr. a. Bde. d. T. M.. d. Erinnerungskr. 1912- 1913. ein 6jähr. Mil. Dienstzeichen u. Belobungsdekret der k. u. k. 10. G. Brigade. Steht seit Kriegsbeginn im Felde. Mitteilung der Verwaltung Infolge der enormen Schwierigkeiten, die sich der technischen Herstellung des Blattes und der Papierbeschaffung entgegenstellen. infolge der großen Teuerung und Kostenerhöhung sind wir leider genötigt den Preis der Zeitung neuerlich zu erhöhen. Die „Jüdische Zeitung“ wird vom 15. Mai au kosten: Vierteljährig 5 Kronen, halbjährig 10 Kronen, ganzjährig 20 Kronen. Einzelnummer 40 Heller. Wir hoffen, daß alle unsere Freunde diese kleine Erhöhung verständnisvoll aufnehmen und unserer Zeitung, die gerade jetzt so wichtige Funktionen zu erfüllen hat das Durchhalten der Kriegszeit ermöglichen werden. _ Für das im Herbst d. J. in Cholm zu eröffnende Hebräische Gymnasium mit drei Vorklassen ein altad. gebildeter Direktor, der die gesamte Schule organisieren soll, gesucht. — Auskünfte erteilt Diplom.-lng. J. Millner in Cholm. Max Rosenfeld. Nationales Selbstbestimmungsreebt der Juden in Polen. Wien 1918. R. Löwit-Verlag. 62 S. Preis: K 2.40. M. J. bin Gorion (Berdyczewski), Vom östlichen Judentum. Religiöses, Literarisches,' Politisches. R. Löwit-Verlag, Wien 1918. 98 S. Preis: geb. Alk. 2.50. M. J. bin Gorion, Zwei Generationen. Erzählungen R. Löwit-Verlag, Wien 1918. 108 S. Preis: geb. Mk. 2.50. Theodor Tagger, Psalmen Dawids.' Ausgewählte Uebertragungen. Verlag Heinrich Hochstein, Berlin 1918. 131 S. Preis: Mk. 6.—. Dr. Markus Ettinger, Die Vermögensabgabe und Konjunkturgewinnsteuer im sozialen Zukunftsstaate. Wien 1918. Deutsch-Oesterr. Verlag. 295 S. Preis: K . Die Judenfrage ln Rumänien. Herausgegeben vom Komitee „Pro causa judaica“. Zürich 1918. Dr. Eduard Goldscheider, Wege und Ziele der polnischen Kultur. Wien 1916. Moritz Perles. Wünaer Sammelbuch. Herausgegeben von Br.1 Z: Schabad' II. Band. Wilna 1918, bei N. Rosental. (Jiddisch.) Zahlreiche Beiträge, insbesondere aus s der— -sozialen und soziologischen und kulturhistorischen ^Sphäre. 308 S. Zu beziehen durch-den Jüd. Verlac. Berlin. W. 15. Gustaf F. Steffen, Der Weltfriede und seine Hindernisse, Jena. 19J8,,Eugen Diederichs.,292 S. Von Tod zu Tod. Gedichte von Ludwig Mi-, chäelT'uchs. R. L6wit, Wien .1918. 30 S. Preis: K L50... " . ‘ . j.. Achmed Emin, Die TjirkeJ, GoJha l918..F. Ä. PeVthesr^Ö^S.. vKlein^VplHör-^^ihdTEändi^unde.)# 5678 üiSsiwan—Juni 1918 33 33 13 13 13,26 13127 n3j28 rs rrmö rHa Neumondverk. cand. med. JAKOB RETTER MIRJAM HEILIG — Verloble Sadayora im April 1918 Drohobycz Anna Horowitz, geb. Latnpel Sigi Horowitz VERMÄHLTE Göding im Mai lglg Slanisluu Zur_ Trauung des Herrn David Lermer mit Frl. Pauline Guttmann, Wien, gratuliert herzlich Boiechow, im Mai I9is, Familie Salomon Schöps Cafe zum Roten Turm Wien 11., Obere Donaustraße 99 an der Marienbriicke Neues Stamm-Caf6 der Zionisten VIII. Briegsanleihc Kciegsanleiheversicfierungen zu günstigen Bedingungen ohne ärztliche Unferfudiung bis K 10.000 — JahresppDmic för je R 1000.— R 54.—. Zeichnungsstelle: Jüdischer Nationalfonds - Wien, II., Zirkusgasse 33- Prospekte und Anmeldeformulare auf Verlangen. Neue jSdische Bücher Jiskor, Ein Buch des Gedenkens an gefallene Wächter und Arbeiter im Lande Israel. Mit einem Geleitwort von M.Buber. gb. K 10 75 Max Brod, Das gelobte Land (Gedichte) S Vom Judentum. Ein Sammelbuch. K 6.60 «i i § Herausgegeben vom Verein jüdischer HochschUIer „Bar Kochba“ in Prag K 9.90 Sven Hedin, Jerusalem. Große Ausgabe mit 200 Abbild, u. 2 Karten geh. K 16.59, geb, K 19.80 Kleine Ausgabe mit 25 Abbild. ' K 2.50 Aus d m Inhalt machen wir besonders aufmerksam auf die Kapitel: „Der Erstling Zions** und „Der Zionismus*1 Zu beziehen durch Buchhandlung R. Löwit, Wien I., Rotenturmstr. 22 Daselbst stets vorrätig sämtliche Werke zur Judenfrage, zum Zionismus und zur Jugendbewegung, schöne Literatur u. wissenschaftl. Werke. Spezialität: Einrichtung von iUdisdien Vereins- und Volksbibliotheken. — Fachkundigste Beratung. : R. Eöwit Oerlag, Bien, l.,EleistfnnarIttl (Resid.-Palast) Soeben wurde, ausgegeben: Heft II; - von „JEEUBBAAL“ Eine Zeitschrift öer jüdischen Jugend. Bezugspreise: Das Vierteljahr K 3.30. Halbjahr K 6.60. Jahrgang K 13.20. Die in kurzer-Zeit glänzend eingeführte Zeitschrift hat auch in der jüdischen Presse begeisterte Aufnahme gefunden. Die ..Jüdische Rundschau", Berlin, widmet ihr ein mehr als 7spaltigfes Feuilleton, - in dem sie sich eingehend mit dem Grundgedanken der Zeitschrift und den einzelnen Beiträgen des ersten Heftes beschäftigt, und mit den Worten schließt:....; Alle Gebiete des jugendlichen Daseins werden erfaßt. Dokumente jugendlichen Erlebens in mannigfachster Gestalt aufge-1 griffen und der Jugend zugänglich gemacht.- Was aber wesentlicher ist. aus allen Beiträgen spricht Unmittelbarkeit, lebendige ■ Anschauung, glutvolles, Erleben , und restlose Hingabe an. das als wahr ■ und gut Erkannte.“ - Auch das z w eite H e f t. ist außerordentlich; reichhaltig und bringt außer-.der Fortsetzung von Martin Bu.ber‘s „Jüdisch-leben'“. Aufsätze -von- Gorion. (eBrdyczewski), Rappepqrt, Höflich.-JStand, . Wiener und vielen anderen,''iii'der'.Rubrik ..Rund-, schau“ ..einen interessanten T Artikel..-niber. -,.He- , b'räs’phet Lehrbücher“" und „eine . gule .Literattjrüb.ersicWt'über heu erschienene .Bücher. ' .Jugendliebe Jahrt fort, in; äer Werbearbeit für 1..„Vj Teure ZeitS|fJiriftl ,; v,,. Letzte Nachrichten Aus äakob Klazkins Rede in Zürich (Ueber die galizischen Pogrome.) Man versuchte die Welt glauben zu machen, daß der Pogrom i n Krakau ein kleiner Zufall sei. Zufall? Wenn mau jahrelang gegen die Juden hetzt, wenn man die GJtsaat der Verleumdung und mit stillschweigender Billigung oder gar heimlicher Aneiieriuig seitens cier Volksfühner und Behörden tagtäglich ausstreut, ist es Zufall, wenn' eines Tages ein Judenpogrom ausbricht? Zufall" ist vielmehr jeder Tag, der keinen Pogrom hat. Und wir müssen es gleich aussprechen. Nicht die Polen allein tragen die Verantwortung für diese Exzesse. Mitverantwortlich ist die Lokalbehördle, die auf die Bitte der Juden um Einschreiten gegen die Plünderer nach altem russischem Muster d:ie schlaue Antwort gab: „Wir haben diazu keinen Befehl!“ Mitverantwortlich äst auch die Zentralbehörde, die die langjährigen Jhdeiihetzen duldete. Dies gilt auch für Polen. Die Okkuipatiionsbehörde ist von der Schuld an den polnischen Judenverfolgungen oder gar am berühmten polnisch-deutschen Schulgesetz nicht freizusprechen. Man sage uns nicht: Wir können uns nicht -in die inneren Angelegenheiten eiir.es selbständigen Volkes einmischen. Man hat sich schon manchmal diese Einmischung gestattet . . . Nur wenn es gilt; den Juden Schutz zu gewähren, da wird1 man so peinlich liberal und lehnt jede Verantwortung noch mit derschönen Geste ab: Wir wollen nicht die Freibet des polnischen Volkes verletzen. Ausgerechnet die Freiheit, diie darin besteht, den Juden dae Freiheit zu nehmen! Die „Gazeta Lwowska“ sucht - die öffentliche Meinung ii rezuführen und wagt es zu behaupten. daß die Krakauer Exzesse Hungerkrawalle seien. Hungerknawalle? Freilich, es ist dier Hunger nach jüdischem Hab und Gut, es ist der Durst Mach jüdischem Blut. „Ein merkwürdiger Hunger, der sich auf jüdische Uhren erstreckt, aber polmschie Lebensmittelgeschäfte unangetastet läßt“, bemerkt treffend ein Berichterstatter. Der 51jährige iPeßachja Meller, heißi es in polnischen Blättern, war herzkrank und ist e'nes natürlichen Todes gestorben. Zugegeben, das er herzkrank war. Ist dlas eine Entschuldigung . afür daß .ihn polnische Legionäre und Studenten auf der Straße erschlagen? Oder ist der Pogromtod der natürliche Tod eines Juden? Es scheint bald so. Von diesem ermordeten Juden sagt das Gutachten der Ob d uk t ,o ns k omm iss ion aas: „Herzkrank, verminderte Widerstandsfähigkeit. einem in einem Krawall erlittenen Stoß gegenüber.“ Dieses eigenartige, feinstilüsiferte, feinnuancierte Gutachten ist recht bezeichnend. Es klingt beinahe wie ein Vorwurf — dieser Mangel an Widerstandsfähigkeit „einem in -einem Krawall erlittenen _ Stoß gegenüber!“ Mangel an Widerstandskraft — gut, wir wollen uns bessern. Auch Wir wünschen, daß ein stärkerer Widerstand geleistet werde. Und dafür gibt es nur ein Mittel: die Organisierung einer-jüdischen Selbstwehr' in all den Ländern, wo uns solche „Stöße“ drohen ... Während der Krawalle, heiße es, wurden Flugblätter verteilt, mit dier Aufschrift: „Juden, geht nach Jerusalem.“ Hier machen wir HaLt. Dies ist ein heiliger Ruf, der aus unserem Innersten an uns ergeht. Und wir können die Schändung nicht gestatten, daß er uns von einem fremden Volke bübisch zugeschleudert wird. „Geht nach Jerusalem“, — ja, wir werden himgehen. Aber nicht »als Entrechtete und nicht als Pogromkrüppel. Als freie und gesunde Menschen wollen wir öln unsere Me Heimat zurückkeliren . . . Und noch eines. Wenn wir scheiden, wollen wir etwas rriitnehmen: Mitnahmen wollen wir eine gute Meinung, von unseren Nachbarn, mit denen wir jahrhundertelang zusammenlebten .... ootmootwoBtTOOflBflBflBBBBBBßBBWW ® © ® R. Löwit, Verlag, Wien I., Fleischmarkt I. © 1 Ein neuer jüdischer Dichter! f JOSEF KASTE1N: g „Logos lind Pan« © Eine Liederkette aus unserem Leben ,/; © Preis K 4*95g;Die Gedichte Kasteiris .werden bald ebenso © viele Freunde-und Verehrer, finden .wie. die g: i Lyrik Zuckermanns, mit der sie ain inner? © licher Tiefe:-und Bedeutung wie - auch an.', g formaler -Schönheit wetteifern;. Der Liederg .Zyklus „An Mjrjam“ erinnert -geradezu an © „an . die Erhabenheit -des; Hohen Liedes,u l ».-währenddie.öedänkenlyrikc Gedichte, dem; ® Zugehörigkeifsgeßihl zurri-jüdischen-VoIker.©' <J: entstammendund.solche" tiefsinnig-phiiosaug: 5 : phischen Inhalts, . atj.. Kraft dasä Ausdrucks .©I ^.-ihresgleichen Erichen.: -r-.Ein. großes Taleti'tn©: a harret des Verständnissesvleset dieses Büch; :g? 5; Ihr-w.erdet Tlaunetn wie reidi Eure Jugend' ist! ©:'