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Jüdische Zeitung · 1918-05-24 · 21 (24.5.1918) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
12 (1918)
Issue
21 (24.5.1918)
Date
1918-05-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 2* Notizen Die Jüdische Tageszeitung „Unser Leben“ in Odessa wurde von der „Poale Zion“-Organisation um eine halbe Million Rubel ahgekauft Sie heißt jetzt „Dos naie Leben“. In . der Ukraine erscheinen außerdem noch zwei jiddische Zeitungen: „Der Telegraf“ (zionistisch) und „Neue Zeit“, Organ der vereinigten Sozialisten, beide in Kiew. Ein hebräisches Lehrerseminar in Lodz. Wie die JHazeBrah“ mitteilt, eröffnet, der Verein zur Gründung hebräischer Mittelschulen in Lodz, der daselbst bereits zwei Mittelschulen unterhält, mit Beginn des neuen Schuljahres ein Seminar zur Heranbildung - von Lehrern für jüdische Unterrichtsfächer. Das Seminar wurde bereits vom polnischen Unterrichtsministerium legalisiert Es werden 24 Wochenstunden den allgemeinen, 14 Stunden den jüdischen Fächern gewidmet sein; das Seminar ist auf drei Schuljahre berechnet. Unterrichtssprache ist polnisch für die allgemeinen und hebräisch für die jüdischen Fächer. — „Hazefirah“ verlangt eine Ausdehnung der Schule zu einem allgemeinen Lehrerseminar mit nur hebräischer Unterrichtssprache. Eine jüdische Farm In Russ. Polen. Der „Hechaluz“ in Bendin hat zur Vorbereitung ifür Palästina eine Farm gegründet mit deren Leitung ein geprüfter Agronom betraut wurde. Die Farm, 4 Morgen groß, wurde dem „Hechaluz“ durch Gg. Jakob Gutmann auf drei Jahre verpachtet Gg. Jesaias Rotner hat die finanzielle Grundlage gesichert Der Unterricht ist unentgeltlich. Auskünfte erteilt T. Somigrod, Bendin, Kaltnaja 41. Jüdische Gartenstadt Berlin. G. m. b. H. Die jüdische Gartenstadt-Gesellschaft veranstaltete am 13. Mai einen öffentlichen Vortragsabend über das Thema: „Bodenreform und Bodenspekulation“. Die Referenten des Abends waren die Herreu Schriftleiter Paul Schirrmeister und Moritz Ä. Loeb. Beide Herren gehören zu den ältesten Mitgliedern der Bodenreformbewegung in Deutschland und verstanden es. in außerordentlich fesselnder Form ihrem Publikum das schwierige Thema mundgerecht zu machen. Eine angeregte Diskussion schloß sich den Vorträgen an. Insbesondere sprachen einige anwesende Mitglieder des Bnebrith-Ordens den Wunsch aus. daß für das Unternehmen in Logenkreisen mehr als bisher Stimmung gemacht werden soll. Personainachricht Unser Gesinnungsgenosse Dr. Siegfried Frankl hat seine ärztliche Praxis inLühatschöwitz (Mähren), wieder aufgenommen. Zu den Krakauer Vorfällen Wir erhalten folgende Zuschrift: Feldpost 4, am 13. Mai 1918. Löbliche Redaktion! In Nr. 19 Ihres geschätzten Blattes bringen Sie auch einige Zeilen von einem ln Krakau in aktiver Dienstleistung stehenden Offizier R. L, welche unberechtigte und ganz unbegründete Vorwürfe gegenüber der Krakauer Judenschaft enthalten. Es kann nicht anders angenommen werden, als daß der betreffende Herr von der jüdisch-nationalen Bewegung in der Krakauer Judenschaft, insbesondere aber von deren hervorragender Leistung auf dem Gebiete des Nationaifonds keine Kenntnis hat, und er dem jüdischen Nationalfonds überhaupt kein allzugroßes Interesse entgegenbringt, ansonsten es ihm doch bekannt sein müßte, daß Krakau, obwohl keinesfalls die jüdisch meistbevölkertste Stadt in Oesterreich, hinsichtlich der. Nationalfondsspenden an erster Stelle rangiert, was auch von der österreichischen Nationalfondskommission mit besonderem Lob hervorgehoben und als mustergültig bezeichnet wurde. Auch' ich und jeder, der die Krakauer Verhältnisse besser kennt als Herr R. L., wird, seinen „gewissen Zusammenhang“ der traurigen Ereignisse mit der Nichtvertretung Krakaus im NationalSpendenausweis in. Nr. 17 zugeben, jedoch in anderer Auslegung. Wäre es nicht einleuchtender anzonehmen, daß die Spenden infolge ^er traurigen, alle Gemüter in Sdhreck und Aufregung versetzenden Ereignisse, ausnahmsweise einmal ausgebliehen sind? Spende FSr arme Joden in Palästina spendete Dawid ‘ Dm in Fischern durch Dr. R. v. Schwarz-Hlller 80 Kronen. „Wiener Morgenzeitung“ nsw«) *wn MdlsobesTagblatt für Politik, Volkswirtschaft u. Literatur Abonnement: monatL K 4.—, viertel]. K 12.—. Redaktion und Administration: Wien, II., Taborstraße 62 — Telephon 48.082. i Ssiwan-Mai WäM 1918 Hilfsverein für die notleidende jüdische Bevölkerung in Galizien. (Wien, IX. Berggasse 4.) Der Verein versendet einen Bericht über seine ersprießliche Tätigkeit im Kriege. Wir empfehlen unseren Lesern, diesen interessanten Bericht vom Vereine zu beziehen, da wir aus Gründen des Platzmangels nicht in der Lage sind, ihn wiederzugeben. — In der am 6. Mai d. J. stattgefundenen Vereinsleitungssitzung wurde die statutengemäß aus 42 Mitgliedern bestehende, jedoch durch verschiedene Abgänge nicht mehr vollzählige Vereinsleitung durch nachbenannte Herren ergänzt: Dr. Emil Adler. 1, Sekretär der Israel. Kultusgemeinde Wien, kaiseri. Rat Moriz Ballek, Fabrikant, Leopold Blum, Fabrikant, Leo Brill, Fabrikant, S. Goldmann, Kaufmann, Dr. Emil Krassny, Hof- und Gerichtsadvokat, sämtlich Wien, Dr. Emil Parnass, Advokat, Lemberg und Ing. Robert Stricker, Staatsbahnrat, Wien. Bei der darauffolgenden Konstituierung der Vereinsleitung wurden gewählt die Herren: Leoold Löuriö zum Präsidenten, Moriz Sonnenschein zum I. Präsidentenstellvertreter, Josef Mandl zum II. Präsidentenstellvertreter, Hugo Tugendhat zum Schriftführer, Dr. Emil Kornfeld ■ zum Schriftführer-Stellvertreter, Direktor Wilhelm Kux zum Zahlmeister, Karl Kiemperer zum Zahlmeister-Stellvertreter. Der engere Ausschuß wurde durch die Neuwahl der Herren kaiseri. Rat. Moriz Ballek, Leopold Blum und Dr. Emil Krassny ergänzt. An unsere Leser und Bezieher! Wir bitten wiederholt und dringend, bei Einsendung von Geldern auf den entsprechenden Postabschnitt stets darauf zu schreiben, für wen und wofür der Betrag bestimmt ist. Gleichzeitig ersuchen wir, an die „Jüdische Zeitung“ nur Abonnements- und Inseratzahlungen zu machen. Die Verwaltung der „Jüdischen Zeitung“. Dr. WILHELM STEIN und Frau zeigen die Geburt eines Sohnes an. Wien, 19. Mai 1918. ~ HELENA KOLBER ISRAEL SCHENKEL •— Verloble NowyTarg im Mai t9i8 Tarnow Für das im Herbst d. J. in Cholm zu eröffnende Hebräische Gymnasium mit drei Vorklassen ein ahad. gebildeter airehtgr, der die gesamte Schule organisieren soll, gesucht. — Auskünfte erteilt Diplom.-Ing. J. AUllner in Chol m. ^- 7 Armen-Ambulatorium « desZionistischen Zentralkomitees für Kriegsflüchtlinge Wien, II. Taborstraße 20 A Unentgeltliche ärztliche Behandlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität oder Konfession oo oo Ordination täglich. — Sonn- J und Feiertage ausgenommen J MOSES RATH’S Lehrbücher der hebr. Sprache a) UÖP nfiKP Lehrbuch der hebr. Sprache für Schul- und Selbstunterricht mit Schlüssel und Wörterverzeichnis. Es ist das einzige praktische Lehrbuch mit deutscher Unlerrichsspradie zur völligen Erlernung der hebräischen Sprache in Wort u. Schrift. Einführung in die Literatur. Soeben erschienen dritte verbesserte Auflage. Die „Histadruth Ibrith“ in Berlin u. Lemberg, wie auch die gesamte Fach- und Tagespresse, hat das Buch als bestes und für den Selbstunterricht als geeignetstes anerkannt. Preis eines schön ausgestatteten, 400Seiten starken, geb Exempl. K12.-, Porto 80 h, Nachnahme K 1.20 b) Samouczek polsko-hebrajski Es ist dasselbe Buch mit polnischer Unterrickfsprariie. Preis K 8.80. Porto wie oben. . . c) uöp nsnt nur hebräisch nach der Methode ..Jwrith b'iwriih". Preis gebd. K 6’50, Porto 55 h, Nachnahme 85 h. Zu bestellen bei Moses Rath, Wien I., Postg. 11 und in allen Buchhandlungen. UHL Kriegsanleihe Anmeldestellen § t ür Kriegsanleihev.eisicherun geri , . § ingrößeren Orten von großer Ver- 2 sicher ungsgesellschaft gesucht. I Bei günstigem Ergebnis wird I Übertragung einer ständigen | Vertretung zugesichert! § S Zuschriften unter „VIII. Kriegs- . anleihe“ an-die Administration. _.J s .. . . i AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA Zionistischer Zentralverein — Sektion II. Theater-Vorstellung. Am 2. Juni 1918 um 10 Uhr vormittags wird im „Bayrischen Hof“ eine Theater-Vorstellung zugunsten des j. N. F. stattfinden. Von Kräften der jüdischen Bühne wird aufgeführt „Chasche die Jesome“. Karten von K 2.— bis K 10.— sind an der Tageskasse, im Zionist. Zcntralbliro II., Zirkusgasse 33, Buchhandlung Löwir, CaK „zum Toten Turm“ und Cafe Wögerer zu haben. TVVvv?T?mvvvvvyvvfvv?fvvv?vfWv Cafe zum Roten Turm Wien II., Obere Donaustraße 99 an der Marienbrücke Neues Stamm-Caf6 der Zionisten Rasierpulvel* „Ludwigpin“ aesetziioh grsoliBtzt einzig in der Art, nimmt den «t&rkmen Bart in einigen Minuten — ohne Messer, ohne Seife — vom Oesiobte ab. Zn haben in zwei Stärken. Kr. II ifir mittelstarke, Nr. Ui für starke Bärte* */* Kilo K 3.—. lange ausreichend. In Wien erhältlich in der Drogerie „SANA“, Karmeliterplatz I und Drogerie JSrgl, Taborstraß *- Provineversandt durch die Erzeugung Parfümerie WILH. UJDW18, S0PR0H (üng.) Silbcrg. 19. Wiederverk. gesucht. 1 2 eeooooeoooeeoaeoeoeeoeoeooooeoog» Zeitschriften des VerlagesR. Lfiwit, l.Flelschmarktl (Resith-Palnt) Der Jude. Eine Monatsschrift. Herausgegeben von Dr. Martin Buber. —Bezugspreis für 1 Jahr K 21.20 Dis führende Zeitsschrift der modernen Jugendbewegung! Jerubbaal. Eine Zeitschrift der jiidisdien Jugend. Herausgegeben von Dr. Siegfried Bernfeld. — Bezugspreis für 1 Jahr K 1S2* , Das Organ der zielbewußt eine Erneuerung des Judentums anstrebenden Jugend I Blätter aus der indischen Jugendbewegung. Monatsschrift. Bezugspreis für 1 Jahr K 4.40 Nachrichtenblätter der jüdischen Jugendgruppen Oesterreichs. Jüdisches Archiv. Mitteilungen des Komitees .Jüdisches Kriegsarchiv'. Erscheinen In zwangloser Folge. (Bisher sind fl Hefte erschienen.) Zusammen K 6.— Dokumente für das Verhalten der Juden hu 5 Kriege. § Archiv .für jüd. Familfenforschung Cb und Museumskunde. O . Bezugspreis für einen Jahrgang (6 Bg.) K 6—. 9 Die maßgebende jüdische Kunst-Zeitschrift . a Abonnementsanmeldungen nimmt jede Budta ' handlung oder der Verlag selbst entgegen. UaOPOODOQDQOOOOOPODOOOOOOODDBl ZIVNOSTENSKA BANKA FILIALE WIEN I., Herrengasse 12 Wechselstuben In Wien: I., Graben 15,L, Herreng. 12, B.,Praterstr.24, Ul., Landstraße Hauptstr. 88, IV., FavorUenstr. 4, V., Margaretenstraße 71, V1L, Mariahilferstraße 84, VÜL, Josefslädters traße 103, DL, Porzellangasse 9, X-, Favorilenslr. 9, XII., Meidlinger Hauptstraße 15, XXL,-Am Spilj 15. KulanteBesargung alter Bank-* und Börsentransaktionen. Aktienkapital: K 100,000.000.—, Reserve- Sicberstellnngsfond: K 40,000.000.—. Einlagen auf B&chei 4# 0 o. 0 Zentrale in Prag, gegründet 1868. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau.Jungbunzlau, 'Karlsbad,1 * * * 5 * * * 9 Klattau, Koiin, KöniggräO, Krakau, Lemberg, Neuhaus, Melnik, OlmUlj, Mähris ch-Ostrau, Pardubitj, Filsen, Pisek, Prossnijj, Reichenberg,. Tabor, Triest. Stahlkammer mit vernietbaren Safes Abonn. v. 7 K an, Herausgeber Alexander'Geller, verantwortlicher Redakteur Da/id Nebenzahl. — Druck von Ignaß Spiß Ä Söhne, Wien II., Robertgasse 2

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