Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 12 (1918)
- Issue
- 8 (22.2.1918)
- Date
- 1918-02-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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äeitt? 4 JÜDISCHE ZEITUNG Nr. 8 Man wird fragen, welche Sicherheiten für den künftigen Beruf den Absolventen des jüdischen Pädagogiums gegeben werden können? Darauf ist freilich zu sagen, daß niemandem eine auskömmliche Zukunft garantiert werden kann. Aber ist dies bei irgend einer Vorbildungs- Anstalt der Fall? Die Wahrscheinlichkeit aber ist nicht gering. Denn fehlt auch einer solchen Institution das Oeffentlichkeitsrecht und schon gar ein Monopol irgendwelcher Art, so ist doch kein Zweifel, daß alle bestehenden Erziehungseinrichtungen, nicht nur in Wien, nicht einmal nur in Oesterreich, Anwärter bevorzugen werden, die einige Jahre lang in einer vorbildlichen Anstalt —• und nur eine solche kann das Pädagogium werden oder es wird überhaupt nicht werden können“ — gründlich gebildet wurden. Aber außerdem wäre zu bedenken: Wir haben nicht allein -keine jüdischen Erzieher, weil es kein jüdisches Erziehungswesen gibt, sondern auch: wir haben dieses nicht, weil jene fehlen. Eine jüdische Jugend, durch Pflichtgefühl gegenüber dem Volk, durch Liebe zur Jugend an die Erziehung gewiesen, in Ihrem Jüdischen und Menschlichen gebildet, im Pädagogischen geschult wird die jüdische Erziehung und ihre Einrichtungen schaffen. Aus der jüdischen Welt - Das jüdische HJliswerk. Im Auftrag des holländischen Komitees, das sich zur Verteilung der jüdischen Hilfsgelder aus Amerika gegründet hat hat sich Dr. A. van R a a 11 e nach Polen und Litauen begeben. J. K. National - personale Autonomie in der Ukraina. Die Ukrainische Rada nahm einen Gesetzentwurf an, durch weichen für die verschiedenen die Ukraina bewohnenden Nationalitäten die nationale Autonomie auf personaler Grundlage proklamiert wird. Die Kompetenz der einzelnen Natiouaivertretungen. soll durch die. nationalen Grünöungsversammlungen bestimmt werden,_. Diese Bestimmungen gelten natürlich auch für die jüdische Bevölkerung der Ukraine. Die gegenwärtigen Wirren in der Ukraine werden wohl die praktische Verwirklichung dieses hochwichtigen Gesetzes momentan hinausschieben, doch ist anzimelimen, daß ohne Rücksicht auf die künftige Gestaltung der Machtverhältnisse in der Ukraine keine Regierung den durch dieses Gesetz proklamierten Grundgedanken wieder aufgeben wird. Im Zusammenhang mit der Annahme des Gesetzes über die national-personale Autonomie der Nationalitäten in der Ukraina nahm die ukrainische Rada auch ein Gesetz über die Konstituierung der jüdischen Gemeinden auf demokratischer Grundlage an. Die Wahlen der jüdischen Gemeindeverwaltungen in der Ukraina finden am 17. Februar statt. J. P. Zum Minister für jüdische Angelegenheiten In der Ukraina wurde nach der Warschauer Zeitung Dr. Josef Si-lberf arb ernannt. Die Wahlresultate für die Kiewer Konstituante lauten für den Wahlkreis Kiew: Ukrainischnabonale Liste 1,459.511 Stimmen, jüdischnationale 86,949, bolscbewikisclie 59.817. Danach erhalten die Ukrainer 20, die Juden und Bolschewiki je einen Sitz. Die russisch-nationale Liste mit 47.223 Stimmen bleibt ohne Vertretung. Der Jüdische Kongreß in Rußland wird am 2.-März eröffnet. Die Wahlergebnisse sind noch unbekannt, doch ist anzunehmen, daß die .Mehrheit des Kongresses eine zionistische sein wird. j. p. mm Vertrauensmäanertagung der Wiener Zionisten Das Zionistische Zentralkomitee für Westösterreich hat für den 31. v. und 13. d. M. eine Vertrauensmännerversanimlung der Wiener Zionisten» in die Räume des Zionistischen Zentralbureaus einberufen, die überaus zahlreich besucht \war. An der Tagung nahmen folgende Gg. Gg. teil: Ing. Ackermann, Alkalay, Advocat, Dr. Abeies, Bato, Böhm, Bergstein, Dr- Gans, Dr. Glanz, Geiler. Günsberg, Gewitsch, Glück, D. Horowitz, Sch. Horowitz, FrL Hajek, Hofmann, H. Kohn, Ing. Köppl, Ing. Kramer, Kien, Kohn-Jaffa, Dr. Krasny, Dr. Kadisch, Koretz, Dr. Meiseis, Menazeach, Ozmo, Frau Palak, Dr. Präger, Ing. Reinisch, Reich, Ing. Stricker, Frau Smolensky, Dr. Sonne, Dr. Sprecher, Schmerler, Sizmann, FrL R. Sachsei, FrL B. Sachsei, Dr. Stein, Dr. Schwadron, R. A. Dr. Straucher, Dr. Torezyner, Revisor Taussig, Dr. Tisch. E. Torczyner, Dr. Werner, Waltuch, Wiznitzer, Dr. Weiner, Ing.-Winter, Frau Dr. Weldler, Weldler. Als Gäste wohnten den Versammlungen Gg. David Farbstein ans Warschau, FrL Epstein aus Berlin und S. Kaznelson aus Prag bei. Zu Beginn der Tagung hielt der Vorsitzende ic. k. Reichsratsrevisor Rudolf Taussig den verstorbenen Gg. Gg. kais. Rat Karl Hirse Ir und Josef Thorn wieden Gefallenen einen ehrenden Nachruf, der von der Versammlung stehend angehört wurde. Unter denen, die ihr Leben fürs Vaterland gelassen haben, nannte Revisor Taussig: Dr. Albert Schönhof, Mitglied des Z; K„ Otto Reis, Fritz Wagner, Otto Mütz, Mehler, Dr. David Weinberger von der Hakoab, Arch. big. Adalbert Hofmann von der Veritas, Berthold Marmorstein von der Jvria, Dir. Emil Tr am er und Dr. Ernst Skutetzky von der Unitas, Heinz Koch von der Weure Jehudah, Ing: Ernst Reizes und Lt. Friedrich Gewitsch von der Kadimah, Siegfried Löwinger. und Dr. Hugo Zuckermann vom akad. Verein „Theodor Herzl“, Josef Stein vom Herzlklub. Revisor Taussig zeichnete sodann ein detailliertes Bild von der Tätigkeit des Zion. Zentralkomitees seit Kriegsbeginn. Er hob hervor, daß das Z. K., obwohl es sich bei seiner Arbeit durchaus von dem Gesichtspunkte leiten läßt, daß der Zionismus keine philanthropische Bewegung im herkömmlichen Sinne sei, angesichts ■ des -namenlosen Elends, das sich über Wien mit der Flut der östlichen Brüder ergoß, sein Augenmerk sofort der Hilfsfürsorge znwandte. Er schilderte, wie sich die Aktion der Zionisten der unglücklichen Flüchtlinge vom Bahnhofsdienste bis zu ihrer ärztlichen Behandlung im 'Ambulatorium annalun. Als die Schilderungen über die Verhältnisse in den Flüchtlingskonzentrationslagern von Gay a, Pohr 1 itz und Nikolsburg immer düsterer wurden, entsandte das Z. K.- bereits im Oktober 1914 dorthin eine K o m m i s s i on, bestehend aus den Herren Ing. Charles-Bernhard, Dr. Leo-, pold Plaschkes, Revisor Taussig und Dr. Egon Zweig, der im Dezember 1914 eine' zweite folgte, welcher , Ing. Charles Bernhard lind Dr. Fischei Wasc.hitz angehörte. Die Kommissionen wirkten an Ort und Stelle ausgleichend und organisierend und unterbreiteten nach'ihrer Rückkehr. die gemachten Wahrnehmungen nicht nur allen maßgebenden jüdischen Körperschaften, sondern vor allem auch den R e g i e r u n g ssteilen in Wien und Brünn. Das Ministerium des Innern hat dann auch nach gründlicher Aussprache mit. den Delegierten des Z. K. den meisten Forderungen entsprochen, so denen hach Schaffung einer gewissen Autonomie in den Berackenlagern, Erleichterungen bezüglich der Freizügigkeit, Anstellung von Amtsärzten, Separierung nach Familien, bezw. Geschlechtern usw. Der Referent zählte sodann die zahlreichen Memoranden auf, die. das Z. K. an die Kabinettskanzlei, an das Kriegsministerium, an das Ministerium des Innern und an die Statthaltereien in Niederösterreich und Mähren wegen der menschenunwürdigen Behandlung der jüdischen Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina gerichtet hatte. Hierauf besprach er die Verhältnisse im Flüchtlingslager von Deutsch-Brod und im Internierungslager von Mar kl, derentwegen die Israelitische Allianz von dem Referenten unef den Gg. Adolf Stand und Staatshahnrat Stricker zu einer Intervention beim Ministerium des Innern veranlaßt wurde. (Fortsetzung und Schluß folg!.) Berichte und Korrespondenzen Wesen Kaummangelbttfert'wir um kurze Berichte. Znälm.: Ani 8/November v. J. fand im Kaisersaale des Hotel „3 Kronen“ eine von der Führerschaft des Jüdischen Wanderbundes veranstaltete Makkabäerfei erstatt, die einen glänzenden Verlauf nahm. Der Obmann unserer Ortsgruppe, Staatsbahnrat J. Reich,* eröffnete die Feier mit einer Ansprache, in der er die Bedeutung dieses Gedenktages he^vorhob und konnte auch für das zahlreiche Erscheinen danken. Alle Darbietungen unserer für den Wanderbund begeisterten Jugend fanden lebhaften Beifall. Lublin. Anfang Dezember fand unter Vorsitz des Herrn Dr. A. Sonne aus Wien eine zionistische Versammlung statt. Zu Vizepräsidenten wurden die Herren Prof. Kuna GoldlLerg und Prof. Dr. M. L. Czaczkes gewählt. " Nachdem der Vorsitzende in seiner schönen Rede die Lubliner Zionisten zu einer einheitlichen: Arbeit ermahnt hatte, wurde ein Komitee gewählt Die erste Sitzung fand am 25. Dezember statt Bel den Wahlen wurden Herr Israel Feinsilber zum Präses. Herr Lipe B1 o c h zum Kassier, die Herren Nissenbaum (hebr.), Goldberg (poln.).und Dr. M. L. Czaczkes (deutsch) zu Sekretären gewählt Damit die Mitglieder und überhaupt die Lubliner jüdische Bevölkerung — die in großer Mehrheit zionistisch gesinnt ist— öfter Zusammenkommen könnten, wurde ein großer Saal gemietet wo alle jüdischen ur.d zionistischen Zeitungen aufliegen werden. Zum N. F. K. wurde Herr Chajm Josef Steinberg gewählt. Vor zwei Wochen .wurden nach Wien dem Zionistischen Zentralkomitee 1050 Kronen für den J. N. F. übersendet Chanukah veranstaltete der Verein .eine Makkabäerfeicr. bei ..welcher die Herren Ignacy Blatt und Dr. M. L Czaczkes die Festreden hielten. Ders jüdische Scout, der dank der tätigen Arbeit der Frau Bars ach gute Fortschritte macht •hatte auch eine Chianukahfeier veranstaltet, die sehr schön zur Befriedigung idler hiesigen jüdischen Bevölkerung ausfiel. In zionistischen Angelegenheiten wird gebeten, sich an. den Herrn Präsidenten des Vereines „Daas“, Lublin, Jezufckagasse 17/5, zu wenden. Neu-Markt (Nowy Targ). Am 15. Dez. wurde durch die N. F.-Kommisslon eine Makkabäerfeier im Lokale des neuerstandenen Vereines der jüdischen Mädchen „Heatid“' veranstaltet An dem Feste hat auch die Histadruth Schomrim Zjre’l Zion teilgenommen. Die Festrede hielt Herr Stamler, N. F.-Kommissär und Obmann der „Histadruth Schomrim“. Ihr folgte ein Referat von Stamler: „Chanukah und die Makkabäer“, in welchem der Referent die Bedeutung des Chanukahfestes und der Makkabäer darstellte. Nachher sprach Herr M e n d 1 e r. Mitglied der N. F.-Kommission „Ueber die Ziele und Aufgaben des Zionismus“,- wobei erauch die Taten der Makkabäer und Herzls schilderte und alle Anwesenden zur intensiveren Arbeit aneiferte. Mit dem Absingen der „Hatikwah“ wurde. das. Fest beendet Wien. Am 31. Dezember 1917 versammelten sich einige jugendliche Turner- und Turnerinnen des Makkabi X im Lehrzimmer des -Jüdischen Schulvereins, X. Hasengasse 7, und beschlossen die Gründung einer Sektion „J ung J uda“."Aufgabe der Sektion ist es, die national-jüdisch empfindende Jugend des IV., V. und X. Bezirkes einmal in der Woche zu gemeinsamer Lektüre und zur Besprechung aktueller Fragen zu vereinigen. Die zwanglosen Zusammenkünfte finden jeden Sonntag pünktlich 3 Uhr im Schulsaale, X. Hasengasse 7, statt Neueintretende Mitglieder, können in der ersten Zeit nur jene Juden werden, die bereits über Wesen und Ziel des Zionismus orientiert sind.. Polaniec. ln unserem Städtchen wurde ein Jugendverein namens: „H a t c h i a h“ gegründet, um den. sich fast-die ganze hiesige Jugend gruppiert. Die N. F. K. entwickelt eine rege Sammeltätigkeit. Trotzdem unser. Städtchen kaum 300 jüd.' Familien zählt, wurden im Laufe von 2 Monaten bedeutende Summen gesammelt Am Chanukah veranstaltete die „Hatchiah“' einen Makkabäer- Abend. Frysztäk. Nicht zum geringsten Dank der „Jüd. Zeitung“ faßt der Zionismus in unserem Orte Wurzeln. Die Ueberzeugung, daß der Zionismus der richtige Weg für unser Volk ist, bricht sich immer mehr Bahn. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß die Pflanzung eines Frysztaker- Gartens im Herzl-Wald allgemein Änklang findet. Lancut. Mit Unterstützung der JNE.-Kommission und des .Vereins „Ahawath Zion“ wurde ein zionistischer Frauenverein unter dem Präsidium der Frau Rosa Frank gegründet Er wurde am 5. v. M. mit einer Rede’des Gg. Seiden eröffnet. — Am 16. Dezember 1917 fand ein Makkabäer-Fest des Vereins „Ahawath Zion“ statt, bei dem Frau Dr. Rosenthal und die Gg Gg. O e 11 e n b o g e n und Wald Reden hielten. Lezajsk. Am 13. Jänner 1. J. fand im Vereinslokal des Komitees „Jung Juda“ eine Gedenkfeier zu Ehren Mendeles statt. Gg. Herr Josef Holländer ans Tarnow hielt die Festrede. Bochnla. Der junge Tührige Mädchenverein „Hatechija“ veranstaltete äm 26. Jänner l._ J. einen jüdisch-literarischen Abend, der dank den Bemühungen Gg: Feldw. Emanuel Holländereinen schönen Verlauf nahm. Nach der Eröffnungsrede des Gg. Joachim Neiger folgten Deklamationen und Musik. Den Glanzpunkt des Abends bildete die Festrede des Gg. Dr. Feldblüm. Mit der gelungenen Aufführung - des Einakters „A Doktor“ von Scholem Alejchem durch den Tarnower „Hasomir“ schloß, die würdige Feier. Vom Reinerträge wurde ein namhafter Betrag dem JNF. zugefübft, während der Rest den Grundstock für eine jüdische Bibliothek'ih Bochriiä'bilden wird. . " Chen. Lemberg. Am 28. Jänner L' J., . dem Neujahrsfeste der Bäume, veranstaltete der Verein „Z e i r e i J e h u d ä“ einen Inaügiirationsabend im eigenen Vereinssaale, der 200 Sitz- und 50 Stehplätze faßt. Das Programm und die Namen der an der Ausführung derselben Beteiligten erweckten in allen Kreisen des hiesigen jüdischen Publikums großes Interesse. Hunderte von Leuten konnten wegen Platzmangel keinen Einlaß finden. Nach der Begrüßung des Publikums, insbesondere der Vertretungen der Körperschaften und Vereine durch den Vereinspräsidenten Herrn .Vogelfänger, hielt Frau Rosa Melzer die Festrede. Sie schilderte die nationale. Bedeutung des „Chamischa assar b’schwat“ in der Vergangenheit und wies lün auf die gerade jetzt berechtigten Hoffnungen des jüdischen Volkes, wieder ein Agrarvolk im Lande der Väter zu werden und wieder ländliche Feste feiern' zu können. „Das Neujahrsfest der Bäume ist das Fest der Auferstehung, der Verjüngung und eine Verjüngung des jüdischen-. Geistes und Volkskörpers ist das Ziel des Zionismus.“ Begeistert applaudierte minutenlange das Auditorium die' ehrwürdige Zionistin; Darauf folgten Deklamationen. Nach einer kleinen Pause begann der zweite, humoristische Teil mit .Scholem Alejchems Einakter „Der Doktor“. Zum Schlüsse wurde die „Hatikwah“ gesungen. Der junge Verein kann mit berechtigtem Stolz auf den Festabend zurückblickeu. Wien. Ueber die Ethik der Thora sprach am 24. Jänner Dr/Max Grün Wald im großen Saale der „Urania“. Im Rahmen des Vortragszyklusses „Die Ethik des Judentums“ entwickelte der Redner die ethischen Werte des Pentateüchs. Von der universellen* Bedeutung der Ideen der Thora ausgehend, unterzog Dr. Grunwald das Verhältnis von . Religion (vor allem der mosaischen Ethik) und moderner Wissenschaft einer eingehenden Erörterung. In scharfsinniger Beweisführung wußte er in seinen Ausführungen die ''altjüdische Auffassung von Geist und .Materie, von Willensfreiheit, von der Existenz Gottes als eines freiwaltenden Geistes, von Sabbathruhe, von Menschenliebe und Tierverständnis mit den Ergebnissenexakter wissenschaftlicher Forschungen in’ Einklang zu bringen oder diesen gegenüber‘ erfolgreich zu verteidigen. — Mit lebhaftem Interesse sieht man dem nächsten Vortrag Dr. Grunwalds über „Das Gebet“ entgegen. H: Linz a. d. Donau. Herr Dr. Elias Tisch,, der am 3. d. über „Weltkrieg- und jüdisches Volk“ sprach, griff einleitend auf die Tat Theodor Herzls zurück. Ausgehend von den Zuständen und dem Milieu, in dem das jüdische Volk von heute lebt, schilderte er in hinreißender Rede die" Schwierigkeiten der Neutralität des jüdischen Jedes* Zionist muß die Jüdische haiteril