Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1917-08-31 · 35 (31.8.1917) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
35 (31.8.1917)
Date
1917-08-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
75% known words query
IRI
…/2438141-2438623-2438658--5427-2445403
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

W. 3$_ __ jigEfliSGtti ä&TÜNO Seite 5 Audienz ilner. ^lücftfHflgSäbord»- ffi tÖlhflgr- 6lst«fIrfeiCIiv ~ Gelegentlich seiner Inspizierung gewährte Se. Exz, der. Stätthälter Von Ö.^Oest.p.Fa/ .von M e'iän enter FlüehilSig;säepdtätiöh eine Audienz in der Beziikshauptmaimschaft. Ried im InnT kreis. Diese, von Ehrw. ßr. Bertisch, .... Rabbiper.üi-^insteitten,.idem Vorstände cfer.Israel. I^Kultiisgeyi&inae. JEhiyt als; Präsident; dfcs ländes- ’^'iiilfskoiriitees '.für; jüd." Flüchtlinge, "Herrn ’B. Schwager aüsiiinz, deih Flüäiumg W, M e h r aus’ föitj? (Gäliziedj; geiiliirt; wtt« fteiüidlich empfangen,. S. Exz.-hörte mehr als 3A Sftiftdfrn iii Gfidüld /die WühäiRö ürW' BesbhiSfiraen;'Wefäte vofi tier. .DeriiitatiöfivtirgfeÖfäÜit Wufdäij'hr.Anwesetlh-eit;..aesi Hürift •. Bbzitfehaüptniäitees, -äh. Alle. drei' VoHpreähSr -gchildertfenv” d»i6 felnseitig die jüdischen Flüchtlinge behandelt werden: und wiees dife-.-Behördfi; clurdi äi6 sonderbaren Erlässe und die lokale Presse, durch HHzäftikel dazu, bräththn, däß dife jüdischen Flucflflinge gls Mensdien zweiten oder dritten Rangesbeirachtet und geachtet werden, „so daß ihnen, sfchon sogar Steine in döhDörfgäSsfen nachgewoifen werden. S,, Exz. sprach . huldypl|s.t. .fasj , jeden der Flüchtlinge äiü,. bedäiiefte' Bas., beiden der vrelgeprüftai und drückte .iefo .Mi^efüßi jnxsehr \varmen„„jitfprten,\ äi|sv Er sp . sagte „er-— wisse,' welcKeä .Unglück. die,’Flihmtlinge betroffen hat;.."demör selbst habe als gOTesener La.ndesprasiddnt’' aer .Bukowina mit. flineri,_.die. Flucht persönlich Wfitgemäcnt und' ihr bitteres Schicksal mitangesehen. Schljeßlith. versptach S. Exz. in Allem; nach Möglichkeit den Wünschen und BeschwdrÖän’ statteugbifen tißd Verabtraueaete,.. die DeputätidÜ M wirklich herzlicher ünd iiiensiirem freurtdiiäier weise. M. Vomlhhält des jüdijschfert Natiöiialkalenders NpCh vor den Herbstfeiertägen wird der von Otto Abeies und Ludwig Bä16 heräusgfegeberie j,J .ü d i s c h e N ä t i b n a 1 k a I e n d e r“ im Verlag der „Jüdisthen Zeitung“ erscheinen. Zum drittenmal , gelangt 'dieses f Jahrbuch, .das sieb zünehmedder BeÜebtfieit erfretxt;_gur Aust seien, heute folgende. Beiträge angeführt: von Lüdtvijj B.ä t Ö fiüb UeberSi'cnt über dib Ereignisse des KHegsjahres Älbr'echt H turn A it h’ dbtb früH|i’&i Rb'däkteut aer ,jSelbstw e h f“, eiii aMiieugrÄnlRilr ttt 'eme’ifi Kongreß «Ir. öätferrerdiis!cnert jttden, von. Adolf S t ä ti d, äeffi Präsidenten ajes Exhkiitiv&bWitees der öStfe'rffel'diisÄäi Ziöftlstäl, EtSHbeVlirfged ah de’h .JeHütBj!,./frdt iWäiizig Jlfiteäi Stattgfefinui'eübn ZiöÄistänkÖfcjbfe, tfiii delil ߣdäg<&ijj;cnÖi R'eiörnier Dr. Siegfried Berh f e 1 <1tifie Benäbdhing«d vdSiäithisSbs ztersrfiW dfer jüförd irtfä des teieii, vdA A, S. jU r is eiife;.tteue F’ör'clerinijj^i enthältendb.. Unferstichuhg Älter ■ „dfe/' ifeUoääl£ Beaeiitiib^: iddr jüdisdlbn AfbÖKiÖcnäft“;;Nköiüm' G.drdtnänb 'hat einfe bÖnfirkö^ürfeTrie Studie über „Ghöttbroni antik“ bfeigfestbübH; Qsiäs Thöii sthrieb für das J'ahfbüch'.efnen ’Es&äy über j‘,Dife Kunst der Bfejaiühig'',PifefeSSor Heinrich Löewe stellt einfe,bic^ta^hiScne Betrachtung über den GescHichtssdi'r'eiber Grätz als NäHphaijii'den an, Z. F. F i ng eis t ein versucht; als. erster eine psychologische Stüdib über den Dichter der „Hatfkwab“, N. H .Imben Aus derij literarischen Teil seidh in dieser Voranzeige erwähnt eine „Elegie an di'e äbgefallenen Juden“ von Max B r o d, die erkennen läßt, Wie diesem Dichter die Probleme des heutigen Judentums auf der Seele; brennen, für das deutsche Publikum neue „Geschichten des Bääischem“, die Martin Buber beigesteuert fiat, und unbekannte „Tagebuchblätter aus der . Flüchtling’szeit“ vön Otto A b e 1 e s, die ihn wiederum, als feinen, mitfühlenden Beobachter der östlichen Brüder zeigen. — Die Interessenten werden gut tun, ih?c Bestellungen umgehend zu machen, dä die Auflage aller Voraussicht nach bald vergriffen sein wird. Wer den „Jüdischen Nationafkalender“ unmittelbar nach Erscheinen erhalten wi’l, sende K 3.80 an das Postscheckkonto des Verlags (nicht der Administration) der „Jüdischen Zeitung“, Postscheckkonto 152,942, oder bestelle ihn mit Nachnahithe direkt, Zirkusgasse 33, Wien, Il/f, da er nur unter diesen Zahlungsbedingungen, keineswegs gegen spätere Verrechnung geliefert werden kann. Aus der jüdischen Welt Hebräische Schriften int österr. Okkupationsgebiet freigegeben. Das österr.-ung. Militär-General-Gouvemement in Lublin hat mit Befehf ZI. 129287 v. 18. Juli 1917 erlaubt, hebräische Drucke welche in Oesterreich zensuriert wurden, in das .ganze 'österreichisch-ungarische Okkupationsgebiet in Polen einzufahren. Für die Eimführupg solcher Schriften in.'das deutsche Gebiet, muß. eine 'besondere Bewilligung von dem kaiserl. dedfsrfieh den. Q-duV. i» iVä'fSchäjti ■' öihgühÖIt werden. . Ein. teiefibs Verntäfehtfts. hat der ühlängst vErsförfiene Rabbiner (Zadifc) MÖtel Twerski hiSterlasäSii ■ ztft UriterstützUng "döt Pafästinäbewegitiig 216.00G Mk. Die Witwe verteilte am Sterbetage 21.600 Mk. üritef diE Ariiien und Bestimmte ebensoviel zur ErbaiHlhg einer Synagccg^ in Kielce. Einige jüdische Worte an Herrn fiiatan^. söhn. jDle Zeitungen. brachten vorige. Woche die Notiz, idB der Präses der ^Warschauer HÜfsk kpihtnissiöneh Stanislaw Natansolin, die Hilfe des Herrn F r b st ei n ängerufeii hat. uni GeldL miU^l ui« o'as eru’ähhte Komitee’ zu beschaffen. Färbslein hac aiieh ’söfon die jüdischen -rlijfsikohiiteEs in Ariierika tdid Löndbri äiärniifcrt .uiwi vejsticb^te ..licn Näihäfisöhri^aaß & ifijn h^ftJnflicW bkra gelihgeÄ wdtde, däs hömisäte Jddtirtttiiti 'tfor fTiier. Käiästrdphe zil «Sciifltzett. Dies ejas ttockeiife Fäktuni. Niib rldfitfet'das „Jüdische;Woft“ einen Brifef ail Natänkohn lina fragte ihh u. a.,.öb. eS denn wifklich Apgefie. die ExiStertz der hilfthtdürftigeii poBliscneii Jüafeii .trech aen CifcidqiieiieH Ärfierikas ( äbÜ'iigii: zü . machen, während die rgijheh Jiicien in WafSchäu de/Hiifsfaktiori ganz ffeh» sieben.. „'Ihr seliger Vätbt“.— so heißt es in äeüi Briefe — „<Dr. Luqivig Nathärisolin Hät französische Hilfsgelder zugilHSlen dfer pölhischen Jüdeö zürücfcgeschicRk indbin er mit Stolz bemerkte: „SÖIBüge noch eiii ’ reiiefier., ijlSraelit“ in Polen sich bßfjhde'ki btauchfen wir kfeinfe fremde Hilfe.“ Urit! wir wärteh äuPdas geldbringeiide Schiff aiis Attrerika gehäü so wie die Cha 1 ük ä-J ti d e n in Palästina das <3eld ä Ü s E ü rö ji ä "erwarten. (Die Redäktibri imächt äitfr diesbs iti deii Spaltfen des öttHodbxen „JÜdischeti Wort“ sehr eigenartig wltkeride Bild äufriiefksajni). Im weiieffeit Vertailfe 'dfer AUsfüfittihgen Wird vöirgeschlägfett, daß N. eitle ^Art Zefifiten füt cfen gfpsketi uewinii ffer rekheh tüdfen iii iVärscJiäti. Rräft s^jiifes Amtes als Mitglied der GkmeüteeyerWaltÜng einfjiifttefi sdft. Nach dbr nbüen. Gehrfeindeverdf'dniaig, dött ttilt ei^Si. November 1918 in Kraft ist (’ ^91 kann iedes Mitglied der GE-theiride vfälifbrra det Kritgsäaüer äUBerötdbnllltfft BestfeütthÜgen vprschlag«i für sÖfcTlt, Weldtb Htefir äB §0.000 Rubel besitze« Öder thefit äts 6.000 Rubel jährJifch veföienfeti: Wenn diese geriaü dUnhgfeführte BfestbuetUhg äugtliistfen dfer Örtsärilifeil äitsgehüt^i wbfdfen "würde, bfäitfcfitb irati wafftlMt* Ahierika anziirüfeti. ImnibHilh eiii sehr gütfef VölSchiäg Ultd Wir sind wirklich nt'ugierfg, Wie Heit Natäh^oHit sich zti ihth verhalten wira. ( Öle _ Esrögiip-Fräge» Bei einer der letzten Sitzpbgen der.. ÖrtfibÄteeh-Vereinigung,, in 'Warschau ■ beschäftigte, man sich ti*. a. auch mit der Frage der Beschaffung von Esrogim für Warsdhäul* Diesesmal sbll .es, jedenfalls sehwierig& sein. Wbil dpcß Griechyiiartd die BeziefiuMSn zti dbn Milretiüäehr^li abgebrochen fiat. Mäh beäulpS nach E2ftgererti Hjhlind Heifeden, es. yöri anders woher zu versuche». Einige Mitglieder soffen das .nötige Gefd zu diesem Zwecke vörStfecken,^ ft war auch1 gleich.einer der Hei+eii bereit, spgär 10*300 Mk. zur Vertue-» gung. zti stelfenw Als sich aber bpfd herausgestellt hat. daß der gute Mann hur den voraussichtlich Gewinn einheimisch wolle, wies man ihh mit der Begründung vöii sich, daß doch die Agudä .keine Geschäfte machen dürfte* Söweit sehr schört* Es sei nun die Frage gestattet, ob dehn die idealen Herren noch' immer keine Ahnung davon haben, daß Palästina nicht aßein Warschau, selbst alle anderen — und mögen es auch orthodoxe Verbindungen se'in — mit guten, s'chönen Esrogim versorgen kann? Wenn kein Gewinn, weshalb noch immer an Griechenland das teure jüdische Geld verschwenden? Und muß erst die eingetretene diplomatische Verwicklung die Herren daran hindern. Griechenland — was das für uns Juden bedeutet, müssen wir nicht erst erzählen — mit unseren Bestellungen an Esrogim zu "beglücken? Die Frage bleibt leider ungelöst, wenn man einen 'anderen Ört erst suchen 'muß. » Jüdische Flüchtlinge aus Pa’äsflna. Aus Bern wird gemeldet: Von Jerusalem trafen in- Bern über Oesterreich etwa 90 jüdische Flüchtlinge ein. Sie waren gezwungen, Jerusalem’ zu verlassen wegen der im Lande herrschenden Not. Von Bern treten sie in einigen Tage« 'die 'Reise nach! Amerika an. Man erwartet noch weitere Flüchtlinge in mehreren Gruppen, im ganzen noch etwa 5—600. Palästina den Juden. Der Erklärung, die die englische Arbeiterpartei auf der Stockholmer Konferenz abzugeben beabsichtigt, enthält afe Punki 10: Palästinä' den Juden unter infemationafer Garantie. Die sozialistischen Territöria'isten wieder für Palästina. Be! Ihrer letzten Konferenz in Bosfon beschlossen die SoziaBsten-Territorialisten, die Palästinai-Arbeit wieder in ihr Programm aufzunehnfen'^ ES sei dies — so sagen sie — kein Zionismus oder derartiges, sondern epie Folge der gegenwärtigen politischen Situation, welche die Möglichkeit zütäßt daß daS jüklische Volk ejn^ sglbstsjändlges Leben, auf eigenem Boden führen. spli* ^Eine« ähnlichen Beschluß faßtenaUrfj die S# T,.jn England bei der gemeinsamen Beratung* welcfie sie mit den Poafle-Zion am 23*. Juni abgehalten ' haben. M. Wiriawer über die Aufgaben der ni.-:»- sdien Juden. Die jüdisch kadettische Volksgruppe hätte in eiiier in Petersburg, abgehaltenen großen VerSähimlUng sich mit den Aufgaben der rusSistfhen Juden befaßt Es sprachen mehrere Führer der Volksgruppe. Der Vorsitzende M. Wlnä wer lüKrt bei der Eröffnung aus: Bei alter Anerkennung det änderen Parteien muß es doch eine Partei geben, die sich ausschließlich mit dem jüdischen Volke als Ganzem befassen soll, .Wir wollen und Werden in dem neuen Rußland als besäödere Nation bestehen. Der Antisemitismus. ist in Rußland noch fange nicht verschwunden. Wir könnten ihn nhr als organisierte, nationale Einheit besiegen. Diese Einheit muß auch im Interesse des Landes geschaffen werden. Die neue Regierung kann nur auf der Basis von organisiertenNationalitäten bestehen. Zum Zionjs<- mog übergehend, erklärte Witiawer, daß seine VotkSgrUjjpe 'keineswegs gegen praktische Arbeit in PäSstttta Sei* er selbst Hege die Ueberzeugung, daß die ■ Frage der russischen Juden gftir In- Rußland werdfe geregelt werden müssen. Die Versahvthhing hätte gerade unmittelbar nach tk:m Todestage Herzls statigefundenen und auf den Vorschlag Winawers eniot» sich aie Versammfung von de» Sit2en, um auf diese Weise das! Andenken Herzls zti ehren. Reihe .Zulassung dör türkischen Juden zu StäätSätnterrt Die „VoSs. Ztg.“ berichtet aus KöHstäntinöpel: Der offizielle Tanin meldet, das Großjabbinat habe an däs türkische KUltüsministöfiliin; eine Beschwerde gerichtet, da die Behördfen die Aufnahme der Juüeö in die Staaisämter verweigernd " Wiederum 6ine Lücke zm Tode David Ettis. Soeben überraschten mich die ersten authev tischeh NäcHrichten über unsere wiedereroberte Heimatsstadt Kossow (b. Kolomea). Man meldet mir von einem schauderhaften- Bilde, das die Stadt jetzt darbietet; ein großer Teil abgebrannt, sämtliche Häuser und Keller erbrochen, auSgepitüfiCfert üiid Spuren vön Vandalismus aufweisertd'; fhkh selbst iücht schönertd, Berkäitet rhärt Tritt-, ifäß auch, meih HäUs, zwar nicht in Bfkhd gesteckt, doch votti Kejler uti’ten bis hinaüf zutti . Däcfibödfen garii Beraubt und vervyüstet, vöjb eiirö scheiben löse,, defekte Laterne aiissehe. SctiBn woilfe iiüdi der Schrtierz über cfehi Vieriilst meines ganzen schwer erworbenen Häb Und Guts, ihsbesöhdfere meiner kostbaren HhÜäiibUöihek, erfassen, afe ein nöCh gewaltigerer Scffniert den W^ jenes Schmerzes verrämfnte Und mich fast tum Ellsticken umklam- ■ nrerte: Unser iwär höcfibetägter, aber körperfteh . uttd geistig nöch elastischer Ger. Dävid Elt iS, dei: Sthli unserer Bürgersfchaft, ■ der Pätrcfa unserer jüdisrfi-rtätionalen Partei, ja der helidetthvütigfe Fahnenträger unserer ei>habenen Ziortsidee, würde in *der Nacht des 27. Juni d. J. auf seiner Schlafstätte Beraubt und ernrördet. Diese Trauerpost wird auf alle unsere jetzt* auf der Flucht zerstreuten Brüder und Schwestern, insbesondere auf unsere Gesinnungsgenossen, den erschütterndsten Eindruck machen und sie wird. sozusagen die Dornenkrone auf ihr eigenes Weh und Leid setzen. Der Verblichene Besaß allgemeine Achtung Schön äte Sproßling eifter der angesehensten Familien, als Mann von jüdisch-europäischer Bildung, von stets elegantem Auftreten, dann als vieljähriger Propinator, als langjähriger Bankdirektor, als mehrjähriger Bürgermeister, welche Stellen er stets tunlichst im demokratischen Sinne bekleidete, er schuf sich noch Liebe und 'Anhänglichkeit in aller Herzen durch sein gefühlvolles, edles Gemüt, das sich, hei jeder Gelegenheit mittels Gaben* Spenden, Widmungen aller Art zu 'besonderen oder allgemeinen Zwecken so opferfreudig offenbarte. Es war nicht nur eine Ehre, sondern auch ein seelischer GeniiB, von ihm ins Gespräch gezogen zu werden, in Gespräche, welche stets mit sprühendem Witz und Humor, nicht selten von blitzenden Zitaten aus heiligen odei profanen Werken gewürzt waren. Auch war er stets ifereit zu Gefälligkeiten und kargte selten mit der Ausübung seines großen Einflusses, wo es galt, einen aus, unverdienter Not zu retten. Una eine solche Persönlichkeit stellte sich in den Dienst unserer großen Volkssache, nicht als Mitläufer oder reservierter Freund, nein, als begeisternder Schrittmacher, als aneifernder Führer. Wie glücklich fühlten wir, die Jüngeren, uns, diesen allverehrten Mann zum Präsidenten unseres vor 20 Jahren gegründeten ersten Zionsvereines zu haben, er zählte damals bereits 65 Jahre; wie geschützt von seinem ehrwürdigen Ansehen fühlten wir uns vor jedem Auslachen oder Bespötteln, wie. es das. Schicksal aller heuen Ideen und ihrer ersten Anhänger ist. Und was hattet» wir, oder rieh-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.