Mannheim
Compact Memory

Jüdische Zeitung · 1917-07-29 · 26 (29.7.1917) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
26 (29.7.1917)
Date
1917-07-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2438141-2438623-2438649--5335-2445302
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jädte;4 jüdische zeitono t ■■■■. . Uli——U Nt. 26 -- Delegierten der Landesverbände und.aus je einem von jedem . Verbände zu entsendenden Rabbiner bestdien; er wählt ans feiner Mitte vier Mib glieder, die mit dem1 vom Wiener "Verbände entsendeten Rabbiner, ferner dein* Vorsitzenden, dessen Stellvertreter und den. zwei Schriftführern als Oberrat zu fungieren hätten. Der Oberat vertritt die Religkmsgesellädiäft nach1 außen;, in ‘die Kompetenz des 'Reicbsverbahdes? gehört1 die Stellung von Anträgen an . die Staatsverwaltung in Angelegenheiten, .die dieöffentliche Rechtsstelhmgder Juden im: Siaate-betreßen,- *to-: schließlich,des Rechtes der .BeschWerdefiihrung in: Fällen von Verletzung dieser> Rechtsstellung. Der -Wiikungskreis dieser neuenOrganisatiosa ist äußert' beschränkt, die * bisherigen pftitokräfischen, ajtliberalen Vertreter der-Juden wollen keine weitere, sie -haben auch kein. Interesse an. einer besseren. Es besteht: also? keine-Ijpffnung, .daß wir eine straffere, kmsolidierterejbesser ausgestattete -Organisation erhalten. lindes^ muß; auch.diese.schlechte rFornr.ausgenütZt wer* den. Es ..kann rridit genug wiederholt werden, daß wir «ns mdenGemeinden ein starkes Rückgrat schaffenfcönnen, daß -wir sie zu einer Organisation ausgestaben: können; —: faUawirbemfene Führer haben —, die uns. nicht nur in den Stunden! der Not, sondern auch in ruhigen Zeiten, Hilfe und Förderung bedeuten) wird.. Es ist der größten i Muhe wert, die jüdischen; Gemeinden m obern", sie umZuwandetn, sie mit . gutem - Inhalt zu füllen. Schekelwoche ln Warschau •Wir haben: neulich von ident Lagi: Beotnerfest der jüdischen Kinder Warädraus. berichtet und. von dem glanzvollem Empfang,:den lähm' die; Warschauer Judenschaft bereitet that^Es warwie ein Bekenntnis.zum:Leben, zur: nationalen. Glückseligkeit, das aus .dieser .überwältigenden: Freude, aus diesem Sturm von Jubel sprach. Jetzt; körnen wir von einer zweiten großen-kund. gebung berichten, der Schekel woche;Die Woche1 vom. 4. bis 11. Juniist in IWarschau als SdhekeFwoche begangen worden. Noch liegt kein zahlenmäßiges Eigebnis vor, aber soviel kann .inan, jetzt schon sagen: nie zuvor tsldie Sdhekelsammlung in Warsdiaumit 4iesem , Eifer betrie-: ben worden, nie. zuvor war die Schekdsaromlu«g. hier eine. Sache des ganzen Volkes, sowie-dieses, MaLiDie Stadt. war fast. Wie verwandelt-Aufallen t- Plakatsäulen prangten große Plakate toit -dem; Basler Programm aind.dem. Aufruf: .Zahlt den. Sdiekel! hi polnischer, jidischer und: hebräischer; Sprache. Diese Plakate Jagen.. fast,.in: jedem Ge-, schäft, klebten an jeder Straßenecke: Männer, und: Frauen und vor altem diejugetif zog. duncb Binder legitimiert, durchWarschau, verteilte dli? Plakate und Aufrufe und verkaufte den Schekefr Jeder Tag brachte wenigstens zwei, mancher drei VersamnöungeiOlie alle sehr gut . besucht, manche überfüllt, waren.und jn deneKttne^ausge-• zeichnete Stimmung, ein feierlicher; Enthusasmus; herrechte. Insgesamt waren 15 ^Versammlungen; in .dieser Woche. Darunter drei; große Massen- - Versammlungen, jede.-mit Imehr als'2000 Gästen.. Folgende .Resolution wurde überall unter -begeisterter Zustimmung angenommen: „Die Versammlung ist einigin-der Forderung einer öffeatlich-redittich gesicherten' Heimstättefür das jüdische VoRc in-Palästina; Ini tjefem'-Sdhmerz: über.1 die Erschütterungen, die dundh .Iden Krieg über - den so vielversprechenden neuen jüdischen jir schuw in Palästina gekommen sind; vereinigenwir:uns indem GehiMe, aJle imsere Kräfte anzuströmen, daß dem jüdischen Volk .sekr Recht: und Palästinaseine- He»mstättewerde.ÄfS:Beweis: dafür zahlen wir den Schekel“. Dieoationalenj Zeitungen waren $i>ll von Artikeln, Notizen;; Anzeigen, überall leuchtete .das Wort SchekeL; Männer und Frauen .und die Jugend .vor allem drängten sich im zionistischen Büro 'den ganzen Tag, erbaten neue Weisungen/ Torderten -neue- Schekel und - waren froh und begeistert, zionistisdie Arbeit tun zu körnten, ule gesamte' nationale' Tagespresse hatte sich in .den "Dienst - der Sadie gestellt. Der „Moment“, dasTagesorgan der „VoBcisfen“, trat. warm und ehrlich für, den .Schekei ein Er öffnete nicht mir jeder Eilsendung seine, Spalten, auch aus1 dem1 eigenen Kreise seiner Mitarbeiter heraus1 enridhoR In lauter und besonderer Horm der Ruf zunr'SchekeL: Zu einem politischen Ereignis aber wurde d;e Schekelwodie im „Haint“, dem1 änderen großen ‘ jüdischen Tagblatt Warschaus. Wir entsinnen uns, daß der ,jfaint“ vor mÄr als 12 Jahren, ein > zionistisches Organ war, Am VII. Kongreß' war sein Leiter»-Herr Jatzkan, einer .von denen,.'-die sidi mit der ablehnenden .Entscheidung xies Ostafrika-Projektes nicht einverstanden erklärten' und zusammen mit Zangwill aus der Organisation austraten. Seitdem Stand diese große Zeitung. etwas abseits. Sie machte keinen .Hehl, aus ihrer Sympathie für unsere Bewegung-, aber .sie war nicht mehr, unser» Nunmehr hat ln der -letzten Wodie Herr Jatzkan in einer durch "die Offenheit ebenso wie -dnrdi die Würde ihres Tones ausgezeichneten Erklärung, die .er JZinn^ionismusl“ betitelte, die Bilanz dieser., feiner - Außenseiter jahre gezogen und.~£dt frei unä.fuffleingeschränkt zum Zionismus bekannt Jetzt,.steht die eine der beiden nationalen Zeitungen Polens ' wieder ganz in ungerer Reüie und für unsere. Idee, die pdbisdiea Zionisten und später. $n-; mal ,die Zionisten des, ganzen Dstens haben wie-, der!eine große Tageszeitung, Indeß die zweite uns im Prinzip freundlidi xmd fördernd gegenübersteht. Das ist ein Gewinn, den Vir njdit; zu. klein bewerten , wollen - und- 4er. sich bald, auch r;in.4err täglichen Arbeit ■ fruchtbar. bemerkbar machen - wüöL . Dies, Alles ist. nnht nur rBegebeiheit, ies ist; Symptom.; Ein;:Zeichen des erwachendenrnatioiia- : len Lebens,iides'nach.'Ausdruck;ringenden zionistischen -Bewußtseins der .jüdischen Masse Tn Polen. j,Jüd.SRdsdii“v j l^ejjiideiifi^ge in-England Wir-entnehmendem ^NewenWäener Joumalf*r vou» 20. Juni diesen - wenig: erfreulichen Bericht seines r Haager'Korrespondenten: . AJs Nikolaus1 Romanow noch -den -Thron des. 'heiligenS’Rurik inndiatte — es ist: noch''gar nicht so lange her, obzwar .eine* Ewigkeit seit seinem , Sturz durch die '. Revolution verflossen zu .sein 1 scheint -gesiättete 'die «iglischfe . Regierung iden in ■'Eugjaridj' befindlirfien rUÄisdien. Jiiden, . die unter Väterchens Fahnen njdit kämpfen wollten, inscheinbarer Großmut den Eintrittin die englische Armee. Jetzt, da^der gehaßte Zarismbs, iwie Hegel:: gesagt haben würde, zu einer1 blassen - historydten.'Kategorie geworden Ist,'Traben die; von itnir über den Ozean, gehetzten armen Men'-' sehen, den Wunsch, in rias Land zurückzukehren, das «e>‘trotz aller Wunden, die es ihnen sdiTug, afs1 Vaterladd emjffinden. Aber die englische -Rej gierung sagt Nein! Sie kann.die russischen Juden sein* gut afe '‘Kanonenfutter brauchen und ’ hat; nicht, diemindeste Neigung,. sie an. die: russische ' Revohitionsarmee abzugeben, in die ^e eintreten wollen. vlnt London^ fand"dieser Tage eine große Versammlung -statt, dte - stdr-mit diesen Dingen1 beschäftigte -und auf . der verschiedene TJigstände zur: Sprachekamen, aus'idenenfhervorgem, daß einwüster Antisemitismus: in England day Haupt erhebt, der an Niedrigkeit der Gesinnung''Und Methoden an idier-übetsten Traditionen; rusasdher Observanz anknüpft.'; Die -Versammlung fand in Whitechapel statt; «ent Londoner-'Ghetto, aber nicht in oent LokaI, wohin sie elnbemfen worden war, da der -Wirt, dem Drude- 4er -Behörden weichend, isich .wejgerte, den bereits-bezahlten Saal:zitöffnen .Den Vorsitz in der‘Versammlung führte Locd Sheffield,-4er bdcannte jüdische Phiianthrop, gegen den ^die - Northtliffe-Presse “tiarauf„natitrSch prorijpt ein 'BtharfeS Kesseltreiben eröffnet:-haL Die ‘Eröffnungsrede hielt in jüdischer Sprache der. Sekretär der1 Londoner Zionisten. Un*er. jstürmjrtken Demonstrationen der Anwesenden,-‘die nach vielen Tausenden'zählten, protestierteer mitvleidenschaftlichen Wortengegen riaff völkeirechlswidrige Verhaltest Englands; das df ^idem russischen - JjidenfBürger;einer fremden Nationälifät zu 'Kriegsdiensten zwfnge, ejn "Vorgang, der-übrigens^ ein Würdiges Gegenstück in dem Verhälfen der rumänischen Regierung oder dessen; -was vön ihr übrig geblieben ist, finde. Lord'Sheffield erklärte darauf,; es sei ein nichtswürdiges Unding, -wenn irgendeine. 'Regierung von; Männern; -die sie nicht , als Voljbürger behandelt, <ße -Erfüllung; 4ef letzten ^'Bürgerpflicht, 4en Tod in Waffen, zu verlangen wage. Kein russii scher;Jude45rfc gezwungen-werden, infenglisdte oder rümänisAeTCriegsaienste zu tretem wmin er skh bereit erkläre, seine; Dienstpflicht-seinem eigenen Wateriande gegenüber' freu- 'zü erfüllen. Shdießlidi -Wlirde die'folgende IResolution ange- I nomnien: l. Die Versammlung protestiert gegen ‘ die ■ völkerrechtswidrige Pressling ' russischer Staatsbürger jüdischen Glaubnis zu KriegSdiensten : unter michtrussischer-'Eähne und venailgFErleich-; tertwgen . zum Zwecke der -Rückkehr russischer Juden und ihrer Familien nädh Rußland; 2. Die engllscfae Regierung verstößt gegen die von ihr offiziell. vertretenen liberalen Grundsätze insoc fern. äls sier es 4uldet, .daßa in .England.antteemitische Tendenzen Platz greifen, und-auch jnSlöfern, : als=htfe.J>jf&ts,Iut,-umTemlegze«i*4iM*rviArt;-jdiet sich fn anderen alliierten Ländern,'(Frankreich1?) * breitmachen, zu bekämpfen 3;; Die in:Englischen r Militärdiensten stehenden-; rassischen Juden sindi - sofern sie es wünschen, sofort-zu besonderen- 1 Formationen unter nationalemnCommando;zusam- - =menzufassen uncf mit tunlichster Beschleunigung zur ‘ Verwendung an der russischen 'Front; rim Falle der 'FrontdJenstuntaugiichkeit im'-russischen (Hinteriande zu-Verwenden. Ungrtieure 'Aufregung '■ ' bip^chtigte sichder Versamfitlm^r, ars Nachrkhienüber “die; pogrOHta?tigen Unrtthen'-verleseh wurden, die in- Leeds und '.anderen - englischen Procinzslädten in -wachsender ‘Häufigkeit Vorkommen .Der Abgeordnete?King hielf eine Rede,; in der-eriimter »iderem ausführte, kHe engllsdhe Demokratie'-hätte sich während; des Kri^eS so; unglaublich verändert, daß sie gegenwärtig dem;' zarischen' Rußland ähhlither sehe als sldiselbst. Er stellte eine scharfe; Interpellation im -iUater- > haus in Aussicht und vereprach, dafür zu>;sbrgen,n daß der Wunsch der Versanüfilüng. so hald; als; möglich nach' Rußland zurüdcziikehren, - in Erf fülhmg gehe. "Mit dem 'Wunsche nach1 -baldiger r Wiedeiketir friedlicher Verhältnisse sihlöß die. Versammlung. Viel ''bemerkt. wurde die Abwesenheit des : letzten 'englischen. Rothschild -mühens Alfred; der ' .nach dem eben erfolgten Tod seines älteren - Bru- ‘ der8 Leopold ^zurzeit cfcr eiitzige- Ghef deS .Londo- -ner"Hauserist^ Wahrscheiiilich wollfeer sich* nicht: .die Gunst seiBesTmindestfoyd-George verasäierzen> der in letzterer Zeit sehr empfinalichvgeworden'ist, oüzwnr, .wfe 4ie Dinge; liegen, dje-ehglisehe-Regierung d» Haus Rbthschild heute mehr; braucht) als das Haus Rothschild! die Regierung. Aber. -Mister Alfred hatte schön immer, mfehr Talent Zjim egghschen „Patrioten“ alS zunf Juden, ^asjjhn; ibetrifft, so: kann <> die englische ‘.'Regie!- rung: mit Väterchens heben : Juden'' '.ümSprmgen, wie es ihr behebt. Er seibsb sitzt schön weich im Qiefkontor von. New Gourt und' merkt, vielleicht -nicht einmäl, ‘daß 'die. Nachrufe -,auf* den •toten Bruder -merkwürdigr kühl uüd. doppelgründig-.sindia-Wohl dem Mann, .der eine dickei Haut sein eigen nennt 1 Aus äer aUgemeito Presse „Die Reichspost“ vom 22. Juni 1917 scht-eibt: „Auch'die-mährischen Deutschra- . dik.alen.an tis etoitisch. Ai^ OImütz wird uns'herichtet: Bekanritlicn wehrte sich bisher die Mehiheit. der deutschen, radikalen Rartei. Mährens, gegen .die -Anerkennung, und! Betätigung-des. antisemitischen Prpgrammpurfktes. der Partei mit Rücksicht-auf die^ Zusammensetzung‘ derdeutschfreisinnigen Wählerschaften des Landes. , Der Krieg, scheint .auch , darin eine Aenderung. herbeigeführt zu haben. Auf dem am 16. und 17. d. hier abgehaltcnen. deutsidhrädikalen Landesparteitag, Ist nämlich. einhellig e;ne Entschließung angenommen worden, in welcher folgeride^ antisemitische Stelle enthalten ist: ,;Der Parteitag nimmt entschieden Stellung gegen das sdhmahliche Verhaften--der deutsdjgesdiriebenen, aber trotzdem volksfremden; Presse und macht es den Ge-- sinnungsgenosSen zur Ehrenpflicht, die ' Pärfeipresse in. jeder-Hinsicht zu fördern.“ — Dieser• Beschluß ist nicht mißzuverstchen. Er gehört zu. den Zeichen der Zeit. * „Die- Reichspost“ vom1 22. Juni; 1917 schreibt:;,Ueber die Mischehen in."Ungarn;liegt der. numuehr veröfferitliihte statistische Beriiht für 1914 vor, nach welchem von den insgesamt 21.185:Mischehen des Jahres’1914 in 4909 Fällen. Reverse betreffend ‘dje Religion der1 Kinder..ähge-. schlossen winden; in 2189 Fällen ist die Religion des Vaters,; in' 2720-die. der. Mutter, dabei .gewählt ' worden Eine ganz besondere Aufmerksamkeit , verdienen die‘ Ehen zwischen Christen -und Junen, Sie haben die beträchtliche Zahl von 949erreicht,. - und: zwar tritt, der Fall des israelitischen Bf-äutigams nedeutend häufiger a'ur als der mit isräelitisdhen Braut. Es ’ läge der Schluß nähe, daß. das Judentum, Bas nicht bloßeine; Religion,- sotf-r d'ern. auch. ein -Volk, eine' Rasse ist, dürCh' .’Mischung 'mit teemdem1 Blut <ine •Regeneration: herbeiführen -will, ln . diesem ‘Fälle, aber - müßte "der jüdische Bräutigam dafür sorgen. däß. die; Erziehung afler Kinder ,in dermpsafschen. Refi-r.- gion gewährleistet wer'de. Es zeigt sitih'. indes - bei näherer' Untersuchung, dab von 550 jüdischen Ehewerbern nur 40 sidh um die Religion ihrer zukünftigen' Kinder kümmerten, von diesen aber. 37 ihre Nachkommenschaft kontraktlich an das Christentum preisgäben. .Von den 399 israelitischen Bräuten schlossen '50 Reverse ab, 4av<>n 43 zugunsten - des? Christentums, Der; erzliberate Rechtslehrer‘Dr. Peter Agostön, elnjiitienfreuticl, konstatiert in seinem vör IVa1: Monaten in. dritter Auflage ersehienenen*Buche üie gerade, in Ungarn cfiärakterisfisdie Tatsache,. daß das Judentum/ sich afimählich in zwei LagerspaTtef: die Refolmijiiden sind bestrebt, in allem1 und jedem 'den Christen nähezukommen,-‘-währendi die: ortho'doxen sich in diner rücklaufenden Bewegung zur - Bildung einer. eigenen'Nätionälität/befinden.: Die ersteren: gehen1 ünvermerKt 'im Christentumunter, dem sfe sich’ oft auih' Wirklich ansdiließeii.“ Die „Germania*/, Lese- und Redehälle deut- Scher Stüdenten,: schreibt' der y.Reichspost“ - (am, 23. :Juni; T9I7): .jWie wir erfahren, färtd am . 21. Juni im .Hörsaal , des Anatomischen . Institutes. . eine'Versämmliing där jüdischen Studehtensdhaft ■ statt,.<iierZur SalzburgeriHochsdhtilfräge Stelhing.i! nahxö jimd in welcher die juden Ludo iHartmaui; ■ Siegmmnd iFränkel -und «fand. >rer. .pol; fKäthe1 , Pidk- Bericht erstatteten; Wie bekannt,' hat-- die gesamte-, deutschyölkisdieHochschuljugendWiens, idie derzeit.im.Feld ihrmi vöBcischen und 'vaterr ■ ländischen ■ Pffiditen. obliegt,' in ‘.einer• amfäl. Mai- .d. J. - stattgefundenen : VersammIung durch ‘-die - .alten-Herren. ihrer Verbände ihrenfStandpunkt-in dieser Angelegenheit -ernst und würdig-nieder- . 1 gelegt“ Daß: 4ie „Germania^' den -rakädemlsöhen . . Pädjmpgehverein, dessen Vorsitzender ein -unbe- - zweitelbarer Arierist, ,;die . jüdische Studentep-: - : sejiaft“ nennt, daß er den deutsch-arischen .Red- - ner ' Leopold > Kundtmann nicht erw^uit —'das - sind „ kleine Mätzchem die ’^wirr keimen. Aber, - die Eirischmuggelung' des Relativsätzes Scn "falscher Stelle, unr-glauben zu^achetudaß die - gesamte deutschvölkische' Jugend am:'Feld, steKt.; das;!ist-stärKer,;Jals man..es gewohnt 'ist/'Und wie ,rteht,es.imt.den alten,Herren?: -Sind-sit viä* deicht; s o alt? ' Ueben 50?. rider enthoben? oder , oder untauglich wegen, fürer' Bierkuren? Atts der Jfidisclieii'^elt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.