Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 11 (1917)
- Issue
- 26 (29.7.1917)
- Date
- 1917-07-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XL Jahitant - Nr. 26 National-jüdifches Oi^aa CrschMnl wöchentlich «Inmal- Redaktion: Wien n, Zirkusgasse Nr. 33' Sprechstundenr' Montagbis - Freitag'; roo 2—4 Uhr, Sonntag von II—12 Uhr Manuskripte werden, wenn unverlangt, ohne Rückporton ic h t zurückgesandt R4d*ktioiusehtiifi Dtenstagiim 7 Uhr NniipijciiidliiMn«r’4l4ii9l Ml -de* Beüatfe: Wien, Freädj^2% Juni 1W2 / 9*TEMmir5677 ll»aala»»aiar OaachilteteSetWienll/i, Srfceag.33 OaschittartndMx Montag HaFreitag von 9—12 n. 3—7, Sonntag von 9—12 Bexngspreiae: Ganzjährig K1Q.— halbjährig K 5.-. vlerteBahrig K3»— Anzeigen und Beilagen «ach. Tarif PMlapnahnaann- --— I«all4all,«'AuIrutt ~ Gustav Kohn, „Dringende Aufgaben“. — Norbert WcMler. Zioatotiicbe Siedhingen in der Diaspora. — P„ J. Diamant; Em nenea tilllall-Werk über die Wiener Juden de* 47. und 18.' Jahrhunderts. — Max Roeeafeidr-DieißdiBchen Genieinden Dxtorckha (Schluß). — J. B», Schekelwoche in Warschau. — Die .Judenfrage in England. — Aus der allgemeinen Presse. — Aujrder JüdiscfaenWdt — ZiomstischfcBewegung. — Ankündigungen u. a. AU FRUF! : Unter dem Zwange - der kriegsereignisse haben Tausende unsererBfüder und Schwestern, iit Püästhia ihr in jahrzehntelanger Arlbeit geschaffenes Heim verlassen müssen.* L Jaffa, ist evakuiert Fast, die ganze jüdische Bevölkerung mußte der Stnrifc deren stolzer Aufschwung ein unzerstörbares Zeugnis jüdischer: Schaffenskraft geworden ist; den Rücken kehren. AucH aus den judäischen KoIonien mußtesichein Teil der jüdochen Bevö&erung in die Fremde begeben. Hfeimlos in der Heimat,- dem Flüchtlingselehd und verheerenden Krankheiten preögegeben, verlangt die jÜdiSche Bevölkerung, die fast drei Jahre lang, unverzagt, ausgeharrt haV unseren Beistand. ^Kinder und r Frauen, Alte und Kranke erwarten unsere rHilfe. , Ein große, schnelle umfassende Hilfsaktion tut not Wir wenden uns. an. die bewährte Wohltätigkeit unserer jüdischen Mitbürger mit der innigen Bitte, uns durch freigibige Spenden diese Hilfe zu enaögtichen. Beiträge ersuchen wir an dasBnnkhaus S. AL v. Rothschild, Wlenl, ReonguseS, ^dieEnfadnteitin PaUsifna" zu senden. Vßen^iin-Jiini; 191T Isra«ditischeAllianz-inWien,II. Untere Donnustrnfie33 Vorstnaifr dertoacBliscfcewKwHasfanieJMte ln Wien Verband der Isrnetitiscfien HumaJittfttnvereftie BfaaJ B'ritf» fflrOcstcrreteli DieL?igeiiiPalästiiia Die „Jüd.Rdscb.“ schreibt in ihrer vorigen .Nummer: Ein- BeriChtvoro '10.' Maimeldei, daß * J a f-! f 4;<von der jüdischen und christlichen ’IfcvölKeijmg: feeti war.; Außer. den .Beamten war eine Anzahl mohammedanischer - Familien• geblieben; einige! kehrten -äüsvden benachbarten Pflattzungsboja-: ' reti > langsam - 'zurück;; Das jüdische Stadtviertel; TeI Äwiw wurde von .'du 20., jungen Juden: gut-'bewadit. Die Wa«-he iwar gut organisiert. Ke jungen Leute fegten die Straßen^ bewässerten dieölrten lund Unterhielten eine gemeinsIdhaTtfidie; Küche. Verschiedene industrielle Betriebe, wiedie mecäwnisdien Werkstätten, die 'Druckerei Itin; die- Betriebe von Guratski-Stein, Neumann, Gußutann waren In Jaffa verblieben. Zwischen der; KöTonte PetaSi' Tfkwah ,Wd'w)i^J>edäm'<j ein ziemtidi reget-Verkdir. DieHäuser, Gärten und der Mobiliarbesitz in Tel Awiw waren imversehrt. Der. gleiche Bericht stellt-fest; daß ' auch' die; jüdischen-Ko 1 o nie n -unangetastetgeblieben waren. In P e t p-d h Ti k w a h sind «Be Einwohner selbst,, auich" die ^einenifen 'anr/Platzegeblieben, '.'.VöjiLdjSn; Jaffaer Tßchtiingeu,!idie1.«iad# Pptadv I Ti^ak.^g^kcämnftti waren,, waren; nur. einige i Hiindert 'd&?ib*ffl^^ttc«sr Tente -geblieben,- da»* ' .'der;^a#tey^BWä!^crtrj eini^iui^^rt.JSci’fiiicäwnij die«idhon fri^errm: Lau-, - feder.-'Kriegszöt, -naih P i seht» n-ld - Zi 6 n zugezogen -'waren. - Eine Auswanderung der ini RiSdfoti-le^Zion ansässigen yemenltisdien juckn begann, wurde aber aufgehatten, 5o .daß nur .einegeringe- -ZaM .Familien diese »Kofonie-' verlassen1 fiat. Aus der Kolonie R e ch ob o tb1 und-den. anderen, Koiohien wSi fast.niemand 7oi%egangen,- . -audiTdie-Yemeniten nidit.-InrfC£ar ,Saba .hdtten' sidii' \vie- Sdibnaus den-telegraphischen -Berichten bekannt ist, gegen JOOO Tiuchtlihge 'an; .gesiedelt; Der vorliegmrd# Bendbt meldet; daß ht Kfär Ssdja tür 360 Schulkinder ess geregdtfa: Unterriärt in 3;Ktääsen v|n den freien Lehrern eingerichtet worden ist'Was di^-^>hnungsfrage •aniangt» waren von den efdrf byfiadliehea Handwerkern aus Etdrafyptü&weq^fh fHütteiJ angelegt worden. Die Frage ^sk.VersorgUng ndf Wülser war au<b ^inigermdBät^ gelöst wordeh.'Bäfatr schwer war 'die Tage "der. großen Masse der Flüchtlinge, die; in Un te r £a fi-f ä a noeft Tcei* »en festen Platz ge&ndien hatten. ZunädrsFbatteh^ r sidi die meisten in der klein«^ jiidisdien Kolonje^ 'Kinereth niedergelassen, dfäkr«- i» Dagania, 'Jemma, 'Migdat un^[ in- Tiber fas. Von den Bemittelteren war efne geringe'Zähl nach Obergaliläa m die jß^sdien Siedlungen Safed und Rösch"-Pi nah' übergegangen. Mit Rücksicht auf die schwere Lage der Fffichl- 'linge in-OaHBa koitsfaßertdOr" vdrliegende^-Beridit, daß'den Flüchtlingen durch- Sdiaffung von Arbeitsgelegenheit Hilfe gebraAt werden könnte. Solche Arbeiten seien. WögTicfr in. S a r o n a, ’p'o- . ria,,.bei der. PBanzungsgeselti^haR Ag ad ath N e tainr (Sedsdiera); bei Ibrivatkotonsten and Jauf ^jm' Boden des Jpdi^ea. Näftonalfonds, Mitglieder des von den Evakuierten 'ringesetzten, .unter .der Führung ries üi* •se.ngoff aus Tel Awiw sfeb^idew Förilwg*’ keemfteeswaretr mzwisdheir 'hadr - CtaBläa s zur Prüfiftig der Lage der FBüäifE^e Ageremt Ihre RüfWcehr .war am .17, 'Mai, oom nidlff erfblgt so daß j weitere iNachriditen übet zdiesen -Ztitpu^kt hürä» nicht ' vofü^en. Inzwischen fef der bisherige :am'erikanisfdie KohÄF inS JerusaKem', Herr Dr.<iTa zebreok auf der Rückreise nach Amerika in Konstanünopef eingetredfen iuid hat<einem - dortigen Vertreter der- Zionistischen Organisation bestätigt daß "bei der' Fwijni^rung vcMI Jaffa keinerlei Orausamkeitert gi^n |uden dttrgekom- ..men sind, daß. eile tüirkhcben- BAärrien «Ich Jeeine Uebergriffe zuschtticlen'komliieii Heßett und daß die Leinen der Juden bei der. Evakuierung nicht auf den bösen Wißen der Behörden, «on; dertt^airtTJen Mangel an Lebensmittehi, Transrpoftmitteln tmei Ünterkunffsrlumen zurückzufübren .waren. Eine großer-Besorgnis löst sich, bei diesen orten von unserer Seele; Leben undper> söiitidie Sidrerheit unserer 'Briider fit Erez Israel -ind ungefährefet Qroß aber ist ihre Notlage; uec Hunger und die . Obdachlosigkeit stehen über ihnen.- Vergessen wir es nicht: diese Menschen sind-die Träger und- - Verwirklichen unserer Palästinahoffnung, ehr jeder von ihnen ein Pionier und Fahnenträger. W& dürfen kdnea van'ihnen verlieren. Helfen wir, sie zu retten. Ein jeder frage das: Seinige hei; um unseTe T^ßstinenser und urit ihnen unser Siedlungswerk zu erhalten. „Dringende Aufgabe*« i '. Wir vcrdÄentfidien diese Eiiweiwtung unt. ter ausdrüdclichem Vermerk, daß die. in der . Diskussion über eine politische Zusammenkunft geäußerten Gedanken sich nicht hnmc" mit dem Standpunkt der Kfediktfoit m»d - Heranisgajer decken-. In .Nr».- Zi -der .Jüdiöcieit Zeitung“ verätfentlicht Gg.t ArtuT Freud unter cSesem Tihri einen: Art^el, in dem er rinn Rufnaefi tiner CiesatHtafgaacsätiotr des jüriisefaen Volkes in der Monarchie lant werden läßt Ex befürcäitet zwar gWiderspruid^ dodh äße ehrlichen Anhänger einer TOÜtiScnen fnnenarbeit werden seine Zeilen'mit Freuden begrüßen. Denn wenn der Politik bi* nun abgewandte Männer diese. Forderung in. dei Pariei stellen,- dürfte sie schon; dringend Vein-. ‘ In der „Jüdischen VoHcSstfamne“ publizierte ich voni Dezember 1913 bis Juni 1914 eine'ganze Serie von- Aufsätzen» in denen kh ärngdbe Fordenuqten wie Freud stellte. Jedodi damals ohne jedweden Erfolg.. Der politische Parteitag-der judenheiLwurife nfcht eiraerufen. An die Schaffung. einer: .judisch-natioaalen, Cksamtorganisatioa; welcheaSe Juden von Cis und TraW umfassen sollte, -wurde, nicht gegangen, bin. 9S «u spat f Mi t % i