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Jüdische Zeitung · 1917-06-22 · 25 (22.6.1917) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
25 (22.6.1917)
Date
1917-06-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Seite 5 Nr. 25 JÜDISCHE ZEITUNG szeriierte Bernarä Rotfeld > die palästinensischen , Filmbilder und war für Dr. Zipper in seiner;' schweren Arbeit eine Teste Stütze. , - j Ehren wir den Verstorbenen durdh eine glänzende Dunam-Sammlung.! Idj fordere hiemit in Namen der Verbin-, düng Emunah alle ' Bundesbnüder r; und Oesin- > nui'gsgenossen, die dem Verstorbenen näher standen, entsprechende Spenden einzusenden. Dr. Leon Rosenkranz. Zionisten im Felde Unser Gg S. U. O. Joachim'*Ungar, "I.-R, 24, würde das silberne Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. — Gg. Moses Th au wurde mit der bronz. TapferkeitsmedailTe ausgezeichnet. — Lt. Karl E i stler .(Jüd.-akad. Verbdg. „fvria“, i. a. B. Wipfel) erhielt das silb. Signum laudis mit den Schwertern. — Kad.-Asp. Otto.Graf (Jüd.-akad. Verbdg. „Ivria“, Bursch Maggi) erhielt die silb. Tapferkeitsmedaille II. Klasse, Fähnrich Jacques Metzger 'des 21. Fefdjägerbaons (i. a. B. des „Jung Juda“, Wien) der bei den Isonzokämpfen verwundet wurde, erhielt die silb. Tapferkeitsmedaille. — Gg. Fähnrich i; d. R. Enianuel Tiger fiel am 25. Mai auf dem, Schlachtfelde bei Vodice. * : Einem Privatbrief unseres altbewährten Gg. Dr. Jakob G r o ß k o p f, Kultusrat und Präsident des Zionvereines in Zloczow (Gal.), der als Oblt..-Auditor beim Gerichte der 7. Inf.- Div. im Felde steht, entnehmen wir folgende Stellen: „Nach den heißen Tagen vomv.23., 24. und 25. Mai lebe ich doch noch. Das Divisionsfkommando wurde stark hergenommen und mehrere Offiziere sind von feindlichen Granaten gefallen... Am 2. Juni kam der Kaiser Im Auto hei angefahren... Der Reihe nach trat dann der Kaiser an mich heran... Jch^meldete unter anderem1, daß ich in Przemysf* die ganze Belagerung mitmachte. Der Kaiser verwundert : „Wie sind Sie herausgekommen?“ Ich: „Bin aus1 der Gefangenschaft durc'hgegangrn“ „Das ist schön, das ist sehr schön“, sagte der Kaiser, reichte mir die Hand und ließ mich sofort dekorieren. Ith erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille I. Klasse.“ Persönliche Nachrichten ' Dieser Tage hat in der Wiener Militärseelsorgesynagoge die Kriegstrauung des k. u. k. Leutnants i. d. R. Dr. Ludwig Barth, a. H. der jüdischen dkademisdhen Verbindung „Unitas“, mit:.Fräulein Anny "Pisarsky stattgefunden Wir sind heute erst in der Lage, mitzuteilen, daß unser bewährter Gg. Charles Bernhardt am 6. Mai aus russischer Gefangenschaft nach Wien zurückgekehrt ist. Jeder, der ihn von seiner aufopfernden Tätigkeit für die1 Flüchtlinge kennt, wird diese Nadhricht mit Freude aufnehmen Die Geschichte seiner Flucht, die wir vor wenigen Wochen veröfferitlidhen wollten, verfiel dem Stift des Zensors. Unser Gg. Dr. Simon Holdengräber» hat am 20. Juni I..J. als Hof- und Gerichtsadvokat in Wien VI.' Esterhazygasse_ 34. (Mariahilferstraße 83.) seine Kanzlei eröffnet. Preis auf sch eiben fü* jüdische Jagender Stil -r gen Der Ausschuß für jüdische Kulturarbeit erläßt ein Preisausschreiben für jüdische Erzäh- Sen in deutscher Spradhe, deren* Stoff dem - scheu Leben in Geschichte oder Gegenwart in der Diaspera öder Palästina entnommen ist. Es isihd zwei Preise von M 300 und M 200 ausge- :■ setzt/ Die Erzählungen sollen für .das Alter von ■11 bis 15 Jahren bestimmt sein und einen Umfang \*on - nicht »mehr 'als zwei Druckbogen haben. Zu Preisrichtern hat der Ausschuß die Herren Dr. Martin Buber in Hqppenheim; Oberlehrer Moses Calvary in CroSsen a. O. und Dr. Max Brod in Prag ernannt. Die Manuskripte sind bis zum 1..Oktober an Dr. Martin Buber in Heppenheim an der- Bergstrasse zu;senden: sie sollen ikeinen Verfassernamen, sondern ein Merkwort tragen; Name und Adresse des Verfassers sind ‘im verschlossenen Umschlag beizulegen, der mit dem gleichen Merkwort zu versehen ist. Durch Erteilung des Preises geht das VeröffentÜdhungsrecht an den Ausschuß über. -Der. Ausschuß ^ehält sich vor, nicht preisgekrönte ^-Erzählungen jzu einem poch fest-, .zosetzenden Honarsatz zu; erwerben. Ankündigungen Angern- Jüd. Arbeiterverein „Poale Zion“, (Wien, II., Stefaniestraße 2, 111. Stiege Tür -34.) Samstag, den 23. d. M. um. 8 Uhr abends findet im Vereinslökale ein Vortrag des Herrn Dr. H. Glanz über das Thema: „Die iüdisdhe Kunst und der jüdische Arbeiter“ statt. Gäste willkommen Die 44. GeneraTversaminlung der „Israelitischen Allianz zu Wien“ ^findet Montag, den 25. Juni 1917, um 6 Uhr abends im Saale der Israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4, II. Stodc, statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Tätigkeit des Vereines ~im Jahre 1916; 2. Bericht über die finanzielle Gebarung im Jahre 1516; 3. Genehmigung der Kooptation von zwei Vorstandsmitgliedern (4} 6 al. 3 der Statuten); 4. Wahl von'fünf Vorstandsmitgliedern mit vierjähriger Fünktionsdauer anstelle der turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder; 5. Genehmigung der Wahl von Beiräten (5 6 ai .2 der Statuten); 6. Etwaige Anträge der p. t. Mitglieder (fcj 'S der Statuten). Der Jahresbericht wird in den nächsten Tagen än die Mitglieder in Wien direkt, an die auswärtigen Mitglieder durch Vermittlung der Filialen uifd Vertrauensmänner übersandt. Für die außerhalb Wiens wohnenden Mitglieder (sowie für die gegenwärtig in Wien wohnenden Mitgliedern aus Galizien und der B.ukowinq) gilt die Bekanntmachung in den* Blättern zugleich* als Einladung. Berichte und Korrespondenzen Lirtz. In der Monatsversamtalung der JNF- Komfmission Linz »hielt arir 14. Juni 1. J. der JNF-Komniissär Paul Stein, dem dm 23. Mai 1. tarn italienischen Kriegsschauplätze, gefallenen t. i. d. R. Walter AI b r e ch t einen ergreifenden Nachruf. Die selbstlose, von beispielgebender Begeisterung durchdrungene erfolgreiche Arbeit des frühzeitig Gefallenen, welcher Führer des Wanderbundes „Blau-Weiß“, Ortsgruppe Linz war, wird ihm ein unvergängliches Andenken aller derer sichern, die* ihn in seinem währen Wesen kannten. Seine Freunde errichten auf seinen. Namen eine „Jahrzeitstiftung“ des JNF. Linz- Am* 10. Juni I. J. sprach ,Frau .Erna Patak aus Wien vor einem? zahlreichen Auditorium über die „Aufgaben der Frau im Judentum“ Vom Geschichtlichen ausgehend, kam die Rednerin auf die Erziehung des jüdischen Mädchens zu sprechen üri3 gab Richtlinien für eine zweckentsprechende Berufswahl. In ihren trefflichen Ausführungen, verstand es Frau Patak stimmungsvolle Bilder aus Palästina den Zuhörern vor Augen zu führeri, schilderte das Leben in den Kolonien und da* vorbildliche Verhalten unserer jüdischen Pioniere. Frau P. stellte bered es als Pflicht eines jeden Naticmargesinnten hin, insbesondere auch der Frauen, im> zionistischen Sirene zttiarbeiten.'Die jn jeder Hinsicht vollkommen zu nennende Rede fand anhaltenden Beifall; Herr Rabb. Dr. A. Mark würdigte in einer kurzen Ansprache die Verdienste der eifrigen Gesinnungsgenossen Druckfehlerberichtigung Es sei, leider verspätet, darauf hingewiesen, daß es im Artikel von N. M a r g u li e s, Nr. 21, S. 2, Spälte I, Abschnitt 3, richtig heißen muß: „Alles, was man unter den Schlagworten der nationalen Propaganda verstehen kann, löst ricn, präk .sifh bett achtet, in der S c h u f Politik auf“ (nicht Weltpolitik). Zur Beachtung Die „Jüdische Zeitung“ liegt wieder zum Einzelveikauf auch in der Buchhandlung R. Löwft, I., Rotenturmstraße, auf. Cafö City, I, Unterihorgasse 3 I Sitz der Hakoah. Rendezvous der ■ ■ Zionisten. Vorzügliche Getränke.!; Zivile Preise. ' : 7 Billards Tel. 18716 I ■ ■ 5 Armen - Ambulatorium ] 5 des Zionistischen Zentralkomitees ■ S für Kriegsfiüchtlinge ] ■ Wien, II. Taborstraße 20A ■ ■ Unentgeltliche ärztliche Be- S handlung von mittellosen * Kriegsflüchtlingen ohne Un- ■ terschied der Nationalität S oder Konfession. ■. ■ ■ ■ ■ ■ S Ordination täglich S : Sonn- und Feiertage ausge- 5 S nommen. 5 Die Victoria zu Berlin übernimmt durch ihren Vertreter Schaie Oermer, Wien IX., Georg Siglgasse Nr. 10 Lebensversicherungen einschl. Krlegsver- Sicherung gegen die liberalsten Bedingungen. Besonders wichtig sind, die sogenannten ungünstigen Risiken (d. s. solche Lebensversicherungen, welche von einer Gesellschaft aus ärztlichen Gründen abgelehnt sind), die bei mir jedoch abgeschlossen werden können. Besondere Begünstigungen für Gg. zu .Gunsten des J. N. F. O O O O O O O O O O O O O O IOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOI Isak Datouiicz Fanny Kahn Uerlobte Krakau, im Juni 1917 •OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOI o o o o o o o o o o o o o Caf6 „Marienbrücke“ s-: I., Rotenturmstraße 31. :-i RENDEZVOUS DER ZIONISTEN Huts Erholungsheim Juslria“ für Kinder und Erwachsene VÖSLAII, Jägermayerstrasse 19. Erstklassige Küche. Zwei Gärten. Für Kinder pädagogische Aufsicht und mütterliche Pflege. Ganzjährig geöffnet. Nächst den Thermalbädern gelegen. ZUR BEACHTUNG! Ich besorge kulantest den Abschluß von Kriegsanleihe-Versicherungen, in jeder beliebigen Höhe, zu den vorteilhaftesten Bedingungen, auch nach dem 22. Juni. Versicherungen bis 4000 K ohne ärztliche Untersuchung. — Kostenloser Einschluß der Kriegsversicherung auch für Soldaten im Felde. Reflektanten, Angehörige von Soldaten sowie Anwerbekräfte wenden sich vertrauensvoll an Gg. 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