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Jüdische Zeitung · 1917-05-25 · 21 (25.5.1917) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
21 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Nr. 21 Däm'enabteilung des Jüdischen Turnvereines „Makkabi“ wieder eröffnet. Ein Aufruf, ‘den wir zu diesem Zwecke an alle Mitglieder der hiesigen jüdischen Gemeinde -gerichtet, tat erfreulicherweise Wirkung. - Aus allen Kreisen der Bevölkerung strömten uns treue Turner und Tur-; nerinnen zu, so daß der Turnbetrieb den Stand vor Kriegsausbruch bereits überholt hat. Es turnen in 4 Abteilungen insgesamt 120 Mitglieder und Zöglinge, d. i. 6“/o der gesamten Grazer Juden. Die Männerabteilung hat ebenfalls starken Zuwachs erhalten. Regelmäßig an jedem Sonn- und Feiertag stattfindende Ausflüge aller Abteilungen ergänzen'"den Turnbetrieb, in altbewährter Weisle. Zum1 Zwecke der nationalen Erziehung" unserer Mitglieder und Zöglinge fanden bereits zwei Vorträge im) Turnsaare statt. Zuletzt sprach Herr ßg. Religionstehrer Abraham Beck über den 'Kampf Bar-Kochba’S. Dieser Vortrag war 'mit einer Lag Beom'erfeler verbunden. Die Vorträge .sollen regelmäßig in Zeitabständen von je 14 Tagen stattfinden. Eine Tennisabteifung befindet sich zur Zeit über Wunsch eines großen Teiles der hiesigen Jugend in Gründung- Und wir haben Grund zu hoffen, daß d>er fetzte Rest, der unserem Vereine’ noch fernesteherlden Juden durch diesen nmseren Bestrebungen zugeführt wird. Die Sammlung für den Hefdenhain der Makkabim1 wird in den nächsten Tagen von Haus zu Haus durchgeführt werden. Leider stehen unserem Vereine nicht die erforderliche Zahl von erwachsenen und erfahrenen Führern zur Verfügung- Die Fülle von Arbeit kann nur. Zum geringen Ted geleistet werden, da sowohl unser Obmann, als auch' Obttfann- Stellvert’reter und Schriftführer im Militärdienste s’tehen und die wenige freie Zeit für diese nicht hinreiCht, um all diese Arbeit zu. bewältigen! Linz. Eine glückliche Wahl hat das veranstaltende „Komitee zur 'Abhaltung: von populärwissenschaftlichen Vorträgen aus allen jüdischen Stoffgebieten*1 getan, als es den bekannten Schriftsteller Herrn Dr. Otto Abel es aus Wien .für den 3. Vortrag gewonnen hatte.. Er sprach am1 20. Mai f. J. im Kaufmännischen Vereinshause über das „Thema ,,'Bitder aus Oesterreichs jüdischer Vergangenheit“. Seine geistvollen Ausführungen erschöpften zuerst das historische Gebiet des 16. Jahrhunderts, in . denen er in: wundervoller Weise Episoden; de9 Schicksals und der Seelengröße der Juden yn ersten Wiener Ghetto, vorführte. Uebergehend auf Koppel Frankel und seine Tat, schilderte' der Redner, die Zuhörer mitreißend, das Zweite Wiener Ghetto schtoß hieran eine Schilderung der Leiden der böhhiis!Chen 'Juden während des dreißigjährigen Krieges. Auch der Leiden der „tolerierten“ Juden und des Einflusses ‘der jüdischen Salons im Vormärz gedachte der Redner und Charakterisierte das Wesen - der letzteren - in formvollendeter Weise; hierauf ward des Anteiles der Judenheit an der Revolution des Jahres 1848 gedacht. .Mit der SchluBbetrachtung, daß nur jene Juden ihr Volk lieben können, welche die Vergangenheit ihres Volkes studieren und' in die Tiefen ihrer Vergangenheit hinabsteigen, schloß der Vortragende,' dem das Publikum' rauschenden Beifall zollte. — n. Sport , Hakoah—Admira 4:0. Ein Ehrentag der Hakoafr! Am' letzten Sonntag, gelang es der‘Hakoah, ihren schärfsten Rivalen in einem Meisterschaftsspiele überlegen zu schlagen. Von den Zahlreichen Spielen, "die die beiden Vereine im Laufe der Jahre, zuerst in der Bdann in der A-KlasSe ausgetragen haben, endigten die meisten unentschieden. Noch' niemals war es der Hakoah gelungen, Admira zu schlagen. Sonntag1 gelang auf der Hohen Warte der große Wurf in Anwesenheit von 500 Zuschauern, von denen ein Großteil den siegreichen -Hakoah'nern zujubelten. Die Mannschaft gab wirklich ihr Bestes. Obwohl ihr das Spiel gegen WaCker noch in den Beinen Tag, Spielte sie bis zum' Schüsse mit der größten Aufopferung. H a 1 p e r n war der Held.des Tages! Er verdient das Prädikat, der beste1 Tormann Wiens zu sein. Er hielt die unglaublichsten Bälle. Als er knapp vor Halbzeit beim1 Stande von 1:0 ‘einen Scharf in die Edce getretenen ElfmeterStoß1 meisterte, war das Spiel entschieden. Einen* würdigen Partner hatte "er in Trümmer, der Cine Glanzleistung1 bot. In der 'Läuferreihe war wieder Gym'eS tätig, der aus der Etappe gekommen War. Er leistete für Verteidigung .und Angriff gleich GutesL Sein Kopfspiel. ist vorbildlich. Ihm gleichwertig war Kurt Juh n. Er verfügt über große Balltechnik und spielt sehr aufopfernd. Im Angriff waren AI i, Erich Juho und Horwitz die besten. Grasgrün, der nach oweyährigerPause antrat, zeigte das alte Spietverständnis. ln der zwanzigsten Minute erzielt Ali nach einer vorbildlichen Flanke Horwitz’ mit Bombenschuß die Führung. 'In der Folge werdend Von den Unsrigen einige Chancen vergeben. Ein Elfer gegen Admira wird nicht gegeben. Mehr GBkäc haben die letzteren» denen gleich darauf einer zugesprochen wird, doch1 Halpern, der schon vorher wiederholt rettend eintgegriffen hat, weiß auch diesen Ball zu meistern. In der Zweiten Halbzeit ist zuerst Admira mehr im! Angriff. Zahlreiche Schüsse wehrt Haipem ab. Trümmer und auch Politzer können aber die meisten Angriffe bereits zunufekweisen. Dann kommen die Unsrigen stark auf und beherrschen in der letzten halben Stunde vollkommen das Feld. Das zweite Tor erzielt Grasgrün. Punkt drei hat Erich.Juhn, "der seine Stürmer immer wieder nach Vorne bringt, zum Erzeuger. Den vierten Treffer bucht Trümmer nach einem -Elfmeterstoß, damit den Reigen der Erfolge abschließend. Das Reservespiet fand nicht statt- A. B. (Der Bericht Hakoah-Wacker kann ausRauml: gründen erst nächste Woche erscheinen. Red.).; Nach Schluß der Redaktion Die Konstantinopeler Agence Telegraph ique Mi Hi meldet am 23. Mai: Die Räumung der Städte Jaffa und Ghaza hat sich durch die militärischen Operationen, die sich' in dieser Gegend äbspielen, 'als -unumgänglich notwendig erwiesen. Wenn mlan bedenkt, daß Ghaza zu wiederholten Malen ' der Schauplatz wichtiger Kriegshandlungen gewesen ist und daß Jaffa in der Nähe der Kriegszone liegt, wird man nur die Richtigkeit und Zweckmäßigkeit der militärischen Maßnahmen anerkennen, die damit getroffen worden -sind. Keine Heeresleitung hätte unter solchen Umständen anders handeln können. Gleichwohl haben die ottoihanisChen Behörden gelegentlich der Räumung alfe Maßnahmen getroffen, ünr die Bevölkerung mit Lebens- und Transportmitteln zu versorgen. Wir sind in der Lage, zu erklären, daß die der Bevölkerung von den Behörden -zuteil gewordene Hilfe unef Unterstützung in jeder Beziehung von den Rabbinern und Notabefn der israelitischen Gemeinde anerkannt wordeu sind. Was Jerusalem) anbelangt, so ist die Räumung dieser Stadt niemals ins Auge gefaßt worden. Russischen Unterricht in Sprache und Literatur erteilt Hochschüler rasch und gründlich A. G. IV, Heumühlgasse 14/33 3000 Paar Kuhleder« Ar be i t er»S c hu h e (Bakancsen) % \» alle mit EeNeKoMeni la 42 Kronen, Ha 30 Kronen Damen sehn he, gradballig,box, 30 Kronen Herrenschuhe, .boxamerikan. * 48 Kronen Nyitrai H* Budapest, VI-Terözkörut3S ■ Armen - Ambulatorium des Zionistischen Zentralkomitees für Kriegsflüchtlinge Wien, II. Taborstraße 20A Unentgeltliche ärztliche Behandlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität oder Konfession. Ordination täglich Sonn- und Feiertage ausgenommen. 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Dcrid Nrhrnnht .Adria“ Druck- und VcrlagBMrlhrtisft im.kfi. (mato Karl Karner), II

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