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Jüdische Zeitung · 1917-05-18 · 20 (18.5.1917) · page 6

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
20 (18.5.1917)
Date
1917-05-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Nr. 20 Nr. 20 Beilage zur JÜDISCHEN ZEITUNG MUMMER 20 MITTEILUNGEN 18./5. — 1917 DES JÜDISCHEN NAUONALFONDS SAMMELSTELLE FÜR^ÖSTERREtCH Herausgegeben im Aufträge der österr. Kommission des Jüdischen Nationalfonds, ll/i Zirkusgasse Nr. 33 Erscheint wöchentlich mit dem Ausweise der aus Oesterreich eingelangten Nationalfonds - Spenden Redaktionsschluß Sonntag vormittags. Später einlaufende Spenden werden erst im nächsten Ausweis veröffentlicht - Tel. 45-3-25—Postsp.-Kto. 100.208 WIEN, 11/1, ZIRKUSGASSE NR. 33 Der .Jüdische Nationalfonds* ist dazu bestimmt, in Palästina Grund und Boden als unveräußerliches Eigentum des jüdischen Volkes zu erwerben.'Vom V. Zionistenkongreß (1901) gestiftet, hat er jetzt schon 6 Millionen Kronen Vermögen, bei stetigem Zuwachs, der im letzten Friedensjahre (1913). eine Million Kronen betrug Gesuch des JNF. an die Kultusvorstände. { Löblicher Kultusvorstand 1 Das erste Kriegsjahr allem hat in Galizien nach den bisherigen Feststellungen ca. 40.000 jüdische Familien obdachlos gemacht. Viel schlimmer ist es noch der jüdischen Bevölkerung Polens ergangen. Die wirtschaftliche Existenz der jüdischen Bevölkerung dieser beiden Gebiete ist zerstört und wird nach dem Kriege wieder neu aufgebaut werden müssen. Nach allem waswir bisher zu erfahren Gelegenheit gehabt haben, werden diese Länder den Wiederaufbau jüdischer Existenzen nicht geradezu fördern. Es wird demnach nicht zu vermeiden sein, daß nach dem' Kriege i-n Galijzien und Polen eine mächtige jüdische Auswanderung p fatzgreifen wird. Alle Symptome deuten darauf hin, daß sowohl Amerika das Haupteinwanderungsland für jüdische Emigranten als auch andere Länder nach dem1 Kriege gegen die jüdisch e E inwanrung noch viel größere Hindernisse aufrichten werden, als bisher. Deshalb ist durch den Krieg die Frage des kräftigen Ausbau es der jüdischen Siedlung in Palästina ganz besonders dringend geworden. Sie ist heute nicht mehr die Angelegenheit bloß einer Partei im jüdischen Volke, sondern hat sich zu einer allgemein jüdischen und in vielfacher Beziehung zu einer internati onalen Frage entwickelt. Sowohl die nördamerikanische Botschaft in- Konstantinopel, wie auch das ‘deutsche auswärtige Amt upd das k. u. k. Min isterium des Aesse rep, haben sich im Laufe des Krieges mit Fragen, welche die jüdische Siedlung in Palästina betreffen, wiederholt offiziell befaßt upd zugunsten dieser, bei der türkischen Regierung interveniert. - In Amerika wird am1 2. September ein allgemein jüdischer Kongress tagen, der sich mit dieser Frage eingehend befassen soll. In Rußland wird sie in ernstliche Erwägung gezogen. Eine ganzbesondere Beachtung haben der jüdischen Palästina-Kolonisation die deutsche Presse und Wissenschaft geschenkt Wir verweisen auf die zahlreichen Publikationen in deutschen Blättern und insbesondere auf das Expose des Berliner Universitätsprofessors Dr. C. B allod in der „Europäischen Staats- und Wirtschaftszeitung.“ Auch die österreichische Presse hat sich wiederholt für die palästinensische Koioniation ausgesprochen. Die große Wiener TagespreSse hat sogar die Initiative ergriffen, um1 Samtnhingen für den „Jüdischen Nationalfond“ einzuleiten. Dem' Beispiele der „N eu e n Freien Presse“ sind bald viele andere Blätter gefolgt. Der heiligende Auszug aus der Spendenliste beweist, daß unsere Bestrebungen in den weitesten Kreisen Unterstützung gefunden haben. Es unterliegt keinem1 Zweifel, daß nach dem Kriege die Kolonisation Palästinas in großzügiger Weise In Angriff genommen werden wird. Das wichtigste Instrument ‘dieser Kolonisation wird nach wie vor der „Jüdische Nationalfond“ sein, der über die beste Organisation und die gründlichsten Erfahrungen auf diesem Gebiete verfügt Die Vorstände der jüdischen Kultusgemeinden in Oesterreich, hahen durch die Flüchtlingsfürsorge-Aktionen bewiesen, daß sie für die Not ihrer Brüder aus dem Osten das richtige Vertändnis haben. Wijr zweifeln nicht, daß auch1 jene Aktionen, welche nach dem Kriege die jüdische Frage in großzügiger Weise zu lösen bestrebt sein werden, die Unterstützung der Kultusgemeinden f ind enjscerden. Haf doch um .ein Beispiel hervorzüheBen, die Israelitische Kultusgemeinde Triest aus eigenem' Antrie be eine Subvention von K 1000.— für den Palästina-Landfond bewilligt Wir wenden uns an einen löblichen KultuSvorstand hiemif mit dem höflichen Ersuchen, dem „Jüdischen Nationalfond“ eine, seinen wichtigen Aufgaben entsprechende Subvention zu bewilligen. Die Nationalfondskommission für Oesterreich: Dr. Egon M. Zweig Dr. Wilhelm Beigel Obmann ■' ■ Schriftführer. * Das vorstehende Gesuch ist im‘ Läufe der letzten Woche an sämtliche Kultusvorstände in West- Österreich, Bosnien und Herzegowina und West-Galizien, sowie an die Vorstände der größeren Kultusgemeinden in Ostgalizien und im1 österreichischen bkk. Gebiete des Königreiches Polen zur Versendung gelangt Die Vertrauensmänner werden ersucht, in den Kanzleien der Kultusgemeinden festzustellen, ob das Gesuch eingelangt ist und event. die Absendung eines neuen Gesuches unsererseits zu* veranlassen. — Sie sollen auch ihren ganzen Einfluß geltend machen, inp zu erwirken, daß das Gesuch bei einer der nächsten Sitzungen des Kultusvorstandes zur Beratung gelangt und günstig erledigt wird. — Oie Nationalfondseingänge im April 1917. belaufen sich auf M. .90*093. Hierzu haben beigetragen: Oesterreich M. 30*570 (davon M. 5877 aus dem' besetzten Gebiet), Deutschland M 18.672 (davon M 7.171 aus dem besetzten Gebiet), Nordamerika M. 18.538, Rußland M. 13.191, Holland M. 2395, Bulgarien M. 1834, England M. 1388, Schweiz M. 1099, S ü d s l.a v f s c h e Länder M. 849, Neuseeland M. 470, Ungar n TA. 377, Dänemark M. 357, Aegypten M. 241, Schweden M, 72 : und Frankreich'■ M. 40. - V * Nachlah-Spende. Die Verwaltung des JNF. hat letztens, in; einigen Ländern eine Aktion begönnen, die die Aufbringung größerer Kapitalien für die Realisierung seiner köloaisatorischen Pläne nach Föedensschluß zum1. "Ziele hat. Zu diesem' Behufe wurde ein neuer Spendentypus, „NachIah“ genannt, in Höhe von 4000 M, 5000 K bezW. 5000. Francs festgesetzt, die die Durchschnittskosten für ,den 'Bodenanteil einer Ansiedlerfamilie darstellen. * * Die Belgische Zionisten-Föderation, die kürzlich zu einer Tagung zusammentrat, hat im1 Zusammenhang mit der erwähnten Aktion des! JNF. folgende Reso’utionen einstimmig gefaßt: " Die am 29. April in Scheveningen tagende Versammlung der Belgischen, Zionistischen Föderation schließt sich, nach Anhörung des Referates des Herrn J. Oettinger über „Jüdische nationale Kolonisation in Palästina“ seinem1 Appel an, bei Zeilen die Durchführung eines großzügigen Planes nationaler Kolonisation auf, der historischen 1 Scholle des jüdischen Volkes In Palästina Vorzubereiten. Die Versammlung erachtet es als .eine der wichtigsten gegenwärtigen zionistischen Aufgaben, die erforderlichen großen Geldmittel für umfangreiche Bodenkäme .dem Jüdischen Nationälfonds, als ‘dem1 für diesen Zweck geschaffenen Organ der zionistischen Bewegung,IbereitzusteBen. ■ Die Versammlung beschließt, ein „N aChiah-ComitS“ der BZF. zu. bilden, mit der Aufgabe, größere Geldsummen für den Erwerb : von Boden durch den Jüdischen Nationalfonds aufzubringen. . Geldfeingang vom 5. Mai 1917, bis 12. Mai 1917. aus: Galizien G: ... K2923.23 Polen P . 1955.71 Innerösterreich 10 * ... . . ..1781.94 Aus dem Felde . . . . . . . . . . . , 642.30 Mähren-SchlesienMS .. 395.48 Südslavische Länder S.S1. . ... 79.— Böhmen B . . .„ 15.— Bukowina Bu.. . . . . . . . , . .... —.— Summe ....!.. . . . . . . . . K .7792.66 NF-Spenden . . . . ~ .• . . . . . .. 7559.66 Diverse andere Spenden ... . . 233.— Summe der NF.-Spenden im Jahre 1917 ........ . . . . . . fK 129.567.19 Auf K 260.000, welche wir im Jahre 1917 erreichen wollen fehlen somit noch K 130.432.81. Dunamsammlung in Krakau. V. Liste Krakau G: Gesammelt durch Doktor Ehrenpreis: Julius Bronner 4 Dunam 200.—; Salömon Fendler 100,—; zus. 6 Dunam' 300,‘— frühere Sammlung 133 Dunam 6650.— somit bisher 139 Dunam 6950.— Ounantspende. Aus dem , Felde und - den Garnisonen: Durch. Feldw. Hermann Apter: Feldw. Apter, E.-F. Körp. Dr. Jacobowitz, Korp. Becker, Kad.-{Asp. Lubasch,' Inf. Feiwel, Uni. je 5.—; Fhr. Wasser, Inf. Türk, Korp. Tafet Weiss, Korp. Leuchter, Gfr. Sukmann, je 4^—; Fähnr. Grajcar, Göldstein, Feldw. Margulies, Bernstein, Fähnr. Schamm, Mazgaj, Flamm je 3.—; RUOj 2. Kl., Sperber, Bleiweiss, Zgsf. Klein, Inf. Komgbld je 2.—; Schmalholz, Finder, S. Schmalholz, Stern,'Grünbaum, je 1.—; zus.'88—. Gesammelt durch E.-Fr. Korp. Siegmund Meller: E. F. Meller, zur Ernennung seines Bruders Dr. Jos. Meller, Inf. Last je 5.—; Wachtm. Reiss, E.-Fr. Gfr. Bächner, Lt. Krieger zur zweiten Staatsprüfung je 4.—; Zgsf. Batschis, Weintraub je 3.—; Fähnr. Dr. Freund, Kad.-Asp. Tauäsig, E.-Fr. Schlifke-, Taussig, Palewski, Chajes Gefr. Schenker, Gerstmann, WeiSsengrünn, E.- F .Korp. Palenker je 2.—; E.-Fr. Korp. Meller, spricht Familie Abramowicz herzl. Beileid aus 2.—; Ehrlich, Gfr. Klaumer, Mehler, Korp. Mardorf, Gläser je 1.—; div. —.60; zus. 1 Dunam a. d. N. Dr. Osias Thon 53.60. Durch Zgsf. Julius Sdhrötter: Zgsf. Sdhrötter, Tit. Gefr. Zvacik je 10t—; Führer, Ringler, Wachtm; Lomözik, Blazek je 6.—; Feldw. Raner, Beck jev 5*—; Tit. Zgsf. Lehm 4.—; Gfr. Katz, Krp. Grossmann, Feldw. Weiss je 3.—; Dobisch, Weitz, Korp. Nowak, Roth, Feld,’Führer, Frank, Hantf, Inf. Neustrich je 2.—; Zgsf. Kupka, Grün, Reiner, Korp. Gren, Gfr. Rauch, Korp. Nulle, Drescher, Feldw. KIosS, Korp. Butsdhek, Kapusta,. Gfr. Kramny, Feldw. Weinmann je 1.—; zus. 89.—4 Durch S.-Lt. Herm'ann Salzinger: Frau Oblt,; Janos Weisz in Tiszaföldvar (Ungarn) 1 Dunam1 50.—. Durch E.-Fr. Leon Glücker: Sammlung bei einer Jause: E. Freiwillige r Lande, Rubel, Grün, Mannheim, Weinsaft, Genser, Glücker 6.66; Fhr Günsberg 5.—; ‘Czaczkes 3.—; Kdtt.-Asp. Adler, RUO. Haliczer, Dr. Maurer je 2.—; E.-Fr. Zgsf. Schleicher, E.-F. Mariepberg, Heller, Einfeld, Flecker, Korp. Bergerf E.-Fr. Korp. Landau, Ganser, Glücker je 1.—; div. —J30; zuS. 30.—. Lt. Ladislaus Farajo letzte Rate für einen Dunam a. d:. N. Lazar Frankfurter 20.—; Gefr. Josef Rinder 2Q.—. Durch E.-Fr. Korp. Fried: Fähnr„Pafkowitsdh 5.—; Korp. Gombas, Ej-Fr. Stampf je 3 —; Teichmann,. Mittler, Klein je 2.—; Einhorn, Feldmänn, Engel, Löwit, Groß je 1.—; div. 1.—; zus. 23.—. E.-Fr. Zgsf. Felix Wiener 10.—; Durch Fhr., Jakob. Morgenstern: die E.-Fr. Sdhrötter, Herz je 3.—; Bak, Fhr. Morgenstern je 2.—; zus. 10.—.' Durch Kopel Häusler: Zgsf. ProkopowicZ 10.—; Gefr Hait 2.—; zus. 12.—. E.-Fr. Feldw. S. Kurz 2.—; Kdtt.-iAsp. Pinkas Jolles 3 — Die RUO. Julius Spitzer hnd Maurycy Adlet 15.—; zus. 475.60 ,‘Ilza P: Durch NFK.: Gesammelt bei einem' FamiBenabend durch: Grossfeld, Bravermann, Wajnryb, Grossfetd, Grünberg, Kestenberg, Kirschenblat, GroSsmann, Wajnryb, Glancspigel, Lederman, -und Kuperschmid 46.71 Jaslo G: Durch Hoffert: Dr. Abrahürh Kornhäuser 30.—; "Silber 4.—; Klausner, Schwestern Feldbrand, Krischer, Lt. Brunn je 2.—; Bieder, R. Feldbrandt, Bodner, Bruder, Spürer Thaler, Gross’ je l.—; 7us ‘49.— Kojetein MS: Rabb. S. Friedentha? Thoraspende 5.—; Kantor Jos. Gmnstein 3.20 8.20 LiptoszentmikloS: Durch Moritz Mittler und Pinkas Weinfeld: Mark Weinfeld 1 Dunam a. N. 'seines Sohnes Ede 50.— f: Mosciska G: Durch Osias Eberbach: Ges. •.durch Bernard Schwarz und Israel Frankel: Schulz, Buch, Sales, Spirer, Dr. Kibitz, Schwarz Schiffmann je 2.—; S. Schwarz, B. Schwarz je 1.50; Schulz, Mahn, Ismann, Kesselmann, ‘.Chanäles, Kupfer, Dörfler, Lang, Grüß, Frankel, Goldgard, Mildworm, Schulberg, Igel, Speiser,

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