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Jüdische Zeitung · 1917-03-16 · 11 (16.3.1917) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
11 (16.3.1917)
Date
1917-03-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 11 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Einsendung Die Buchhandlung J. Schlesinger, über die neulich in unserem Blatte Klage geführt wurde, schickt uns untenstehende Verantwortung ein, die wir 'eiTtsprec'flencf dem Rrinzipe — audiatur et altera pars' — veröffentlichen: „Löbl. Jud. Zeitung Wien. Mit Bezug auf 'das „Eingesendet“ ihrer Zeitung vom1 23. Februar erlaube mir folgende Richtigstellung. Es ist unwahr, daß ich den Ruber ä K 6.— berechne und sind Sie diesbezüglich falsch informiert. Es kann sich lediglich darum1 gehandelt haben, daß man einem’ Kunden, der den Preis zu hoch fand, nachstehenden Aufschluß gab: Der Rubel kostet mich allein fast 4 Kronen. Nach Hinzurechnung der ganz beträchtlichen Spesen kann es nicht Wunder nehmen, wenn der Rubel für nahezu K 6.— berechnet wird. Es wäre dies der reguläre Buchhändlergewinn von 25 Prozent. Wahr hingegen ist, daß noch, kein Kunde 6 Kronen bezahlt hat, So daß mein Gewinn weniger als 25 Prozent beträgt. Dab meine Aufklärung^ den Tatsachen entspricht, glaube ich Ihnen durch vorgelegte- Fakturen genügend bewiesen zu haben. Indem ich Sie ersuche, von dieser Mitteilung entsprechenden Gebrauch zu machen, -hochachtend Jos. Schlesinger. * Hierauf repliziert unser Gewährsmann mit folgenden Angaben: „Das;cibige Schreiben der Firma Jos. Schlesinger dürfte den Leser ein wenig Wundernehmen. Sie erklärt in einem Atem, daß sie „den Rubel nicht mit 6 Kronen berechne“ und daß „fes nicht Wunder nehmen kann, wenn der Rubel für nahezu K 6 berechnet wird“. Herr Schlesinger scheint um' die Purimzeit Humorist zu sein. In dieser Annahme bestärkt uns seine Behauutuno-, er wolle an dem' Ladenpreis des Buches 25 Prozent gewinnen. Wenn wir in Wien ein Buch kaufen, dessen Ladenpreis 6 Kronen beträgt, wird doch der Buchhändler nicht 7.50' K berechnen, weil er 25 Prozent gewinnen will. Nun wollen wir ernst werden. Die Behauptung der Firma Schlesinger, sie berechne den Rubel nicht mit K 6.— ist unwahr. Sie verkauft z. B. das Buch „Ahawat Zion“ von Abraham Mapu, dessen Ladenpreis 50 Kon. beträgt, zum Preise von K 3.—, d. h. sie berechnet nach Adam Riese K 6.— für' einen Rubel. Wie viel verdient daran die Firma? Sie erhält vom Ver'e<Ter einen Rabatt von zumindest 25 Prozent gleich 12.5 Kop. Nehmen wir an, die Zusendungsspesen betragen ebensoviel. Das Buch kostet ihn daher genau 50 Kop. Den Rubel mit Mark 1.70 (laut Verordnung des Warschauer Generalgouvernements gerechnet) gleich K 2.72 oder mit K 3.— berechnet, gewinnt die Hfr-ma an dem Buch 100 Prozent. Die Firma Schlesinger geht noch weiter. Sie verkauft in Oesterreich vor dem Krieg erschienene hebräische Bücher („Sefatenu“), deren Ladenpreis K 1.20 und '1.50 beträgt, zum Preise vom K 3.40 und K 3.80. Herr Schlesinger verkauft vor dem Krieg angeschaffte Wilnaer Talmudausgaben — mit Wilna gibt eS * letzt keine Verbindung — die vor dem Krieg in' Leder gebunden 400 K kosteten, jetzt zum Preise von K 800.— in einfachem Einbande. Sport Hakoah—Vienna 5 :0. Ein großer, wohlverdienter Erfolg der Unseri^en! Man hatte eine wahre Freude, die Mannschaft am letzten Sonntag zu sehen. Alte, schöne Erinnerungen tauchten auf: Jenö Oansl als Mittelstürmer! Der alte Jenö, der schon s'o oft die Mannschaft zum Siege führte. Der Tange Militärdienst hat sein Können nicht geschmä’ert. Im Tor stand Ha Ipern. Er arbeitete fehlerlos. Und als dritter im Bunde erschien H or w i t z aus der Friedensma'’nschaft, 'der uns wieder durch Ballführung und Schnel'i'riceit bestach. Das Bewußtsein, mit so bewährten Kräften zu spielen, gab unseren Jungen eine Begeisterung, die sie nicht, wieder erkennen ließ.- Die Mannschaft spielte wie aus einfm Guß. Vor allem ist G ymes zu erwähnen. Er ist nicht nur ein vorzüglicher, erstklassiger Mittel'äufer, sondern wi-kt auch durch seinen sportlichen Ernst und durch seine Aufopferung äuf die' jungen Spieler erzieherisch ein. Von ‘diesen ist nur T3utes zu berichten. T r u m' m e r und Kleinmann gaben ein tüchtiges Backpaar äb. Die Flügelläufer Kurt J u fi n und L u m e k boten eilie gute Durchschnittsleistung. Die Stürmerreihe war 7n der Aütstefiung Hör Witz, Egon Juhn, G a n s f, Jhi:ffw'a r Fz, Friedmann äußerst durchschlagskräftig. — Die Vienna stellte eine starke Mannschaft, in der auch die beiden Internationalen Rumbold und P e s c h e k tätig waren. Dem Spieleifer und dem ausgeglichenen Können der Hakoah waren die Döblinger nicht gewachsen. Nachstehend kurz der Spielverlauf: Anfangs bedrängen die Blau-Gelben. Doch die flinken Flügelstürmer bringen die Unserigen bald in Front. Einige Schüsse Gansls hält der Tormann. In der 20. Minute erringt Juhn die 'Führung. Bald darauf wird er wegen einer Geringfügigkeit ausgeschlossen. Wenige Minuten vorher war einem 'Vienna-Spieler das gleiche Schicksal beschieden gewesen. Ein Elfer wird von Gymes sicher verwandelt. Punkt drei Uhr hat Schwartz das 'vierte Goal wider Gymes zum Erzeuger. Die wenigen Durchbrüche der Vienna werden mühelos abgewiesen. Nach der Halbzeit wird das Spier etwas offener. Halpern 'hat mehrere Male Gelegenheit, rettend einzugreifen. Er hält einige schwere Bälle. Bald kommen die Unserigen Wieder in Front. Ein Elfer wird vom Tormann gehalten. Dann entstehen ’ mehrere kritische Situationen vor dem Tor der Döblinger. Aus einem Gedränge erzielt Gymes den fünften Treffer. Drei Mimten vor Schluß wird der Capitain der Vienna, 3er sich schon vorher durch besondere Derbheit ausgezeichnet hatte, ausgeschlossen. Worauf die Vienna äbtritt. Dieses unsportliche Vorgehen wird sicherlich im Fußballverband noch ein Nachspiel haben. Im Uebrigen will die Vienna gegen die Wertung des Spieles als' Meiterschaftsspiel protestieren. — Tm Spiel der Reserven siegte gleichfalls die Hakoah, und zwar 3:1. Die Goalschützen waren: Spitzer (2) und Zimmer. Ihre Uerlobung beehren sich anzuzeigen canfl. meö. Flelly Ehrlich Leutnant Moritz 5zilagy Wien im Felde %trx 3Jng. u. 3Fxan 9tb. ßtsxQti: srigrtt bu (Sebur! tints ^üJnttbeus an, hem fit ben tTbeubor gegeben haben. ^riejTemlj'Sewnn, 24. Jrebwtar 1917. Franz Oppenheimer Genossenschaftliche Ansiedlung — von Juden In Palästina — Erschienen u. käuflich im Verlag der Jüdischen Zeitung - Preis 50 Heller - Nur noch wenige Exemplare vorhanden Ein fleißiger Inseratenacquisiteur zum Besuch der alten Kundschaft für die jüd. Ztg., wird gesucht Meldungen tägl. zw. 5 und 7 Uhr. Ein jüdisches Dienstmädchen gesd., rein!, kinderl., f. kl. Farn., ges. Zuschr. m. Ang. d. früh. Stellung u. Adr. unter P. Z. an die Geschätst uns. Blattes. Ehemaliger Kaufmann Flüchtling, mit geschwächtem Augenlicht, sonst sehr rüstig und arbeitsam, bittet um jedwede leichtere Arbeit, auch bei einer Maschine. Anträge erbeten an die Administration der „Jfid. Zeitung“. Armen - Ambulatorium des Zionistischen Zentralkomitees für KriegsflQchtlinge Wien, II. Taborstraße 20A Unentgeltliche ärztliche Behandlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität oder Konfession. Ordination täglich 'Sonn- und Feiertage ausgenommen. iaaiiii«iiviiaiaiii»B»iiiiin Cafe „Marienbriicke“ s-: I., Rotenturmstraüe 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. •CBOocaraocvaocaacaaocHSPCBapuaso Palästina-Bilder Vollendete Lichtdrucke in reicher Auswahl. Ein vornehmer Schmuck jedes Zimmers. Aeu§erst preiswert. Nor 4P ti das Stüde. Erhältlich in der Geschäftsstelle der »Jüd. Zeitung, U|l, Zirkusgasse 33. i ocKaocsacarooeKoecaaocNoocaaeeaae Cafe City, I, UerMorgase3 ■ Sitz der Hakoah. Rendezvous der »■ l Zionisten. Vorzügliche Getränke. 1 J Zivile Preise. J Z 7 Billards Tel. 18716 l r I Nei Soeben erschienen Neue vielfach verbesserte und vermehrte Auflage des •cos new Lehrbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht mit WörterverzeichnisundSchlüssel von Moses Rath. 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