Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 11 (1917)
- Issue
- 10 (9.3.1917)
- Date
- 1917-03-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 10 JÜDISCHE ZEITUNG Seit« 5 Sonntag, den 11. März 1917, 10 Uhr vormittags, im Sitzungssaal, Seitenstettengasse 4,' statffindet, . ein. Tagesordnung: Festsetzung der Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben der israelitischen Kultusgemeinde Wien sowie sämtlicher unter der Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde stehenden Fonde und Anstalten. — Im Anschlüsse an die öffentliche Plenarsitzung* findet eventuell eine vertrauliche Sitzung statt. Das Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde sieht sich infolge der durch den Krieg verursachten außerordentlichen Not an Lebensmitteln veranlaßt, nur an diesem _ — den Genuß von Hülsenfrüchten, nämlich Bohnen, Erbsen, Linsen unter der Bedingung zu gestatten, daß dieselben schon vor ■— HDS — auf ihre Unberührtheit mit — —• sorgfältig untersucht und entsprechend* verpackt angeschafft werden. Als freizurtebande T">ge für jüdische Mifitärpersonen gelten nach Verfügung des k. u. k. Kriegsministeriums:' Der Nachmittag des 6., 7. (Offenbarungsfest), der 17. und 18. September und 8. April (Ostern), der 27. und 28. Mai (Neujahrsfest), der Abend des 25. und 26. September (Versöhnungstag). Heb'gisch-rkademische Vereinigung „Hatchijah“, Wieh. Samstag, den 10. d. M. spricht im Lokale des Jüpchen Handlungsgehilfen-Verbandes, II., Obere DonaustraOfc 65 Herr N. Segelbaum über „A. L. Lewinski . Hebräisch sprechende Gäste willkommen. Die Ziemstische Mädchenvereinigung „Moriah“ veranstaltet Sonntag, den 11. März T917, iUm 4 Uhr nachmittags, in ihren Räumen, 9. Bezirk, Servitengasse 10, eine Purimfeier; von Mitgliedern eingeführte Gäste sind willkommen. Voranzeige der Hakoah. Am nächsten Sonntag (11. März) spielt die Hakoah auf ihrem Platze in Floridsdorf gegen Donaustadt. Das Herbstspiel ging mit 4:2 verloren. Die Unserigen durften bis auf Schwarz, der schon wieder ins Feld abgegangen ist, in derselben Aufstellung, wie gegen’ die Vienna antreten. Bei gleichem Spieleifer ist ein Erfo'g gegen die an der Spitze der Meisterschaft stehender Donaustädter nicht ausgeschlossen. — Beginn des Spieles */*4 Uhr. Vorher die Reserven. Zur Beachtung Wir bitten ausdrücklich, Geldsendungen, die für den J. N. F. oder für andere zionistische Institutionen bestimmt sind, nicht an die „Jüdische Zeitung“ zu schicken, ebenso umgekehrt, für die „Jüdische Zeitung“ bestimmte Sendungen nicht an andere Adressen zu richten. Die Geschäftsstelle der „Jüdischen Zeitung“. Berichte und Korrespondenzen Armen - Ambulatorium des zionistischen Zentralkomitees für Kriegsf’üchtlinge. Dem1 20. Tätigkeitsberichte dieces Institutes, der eben von dem administrativen Leiter, k. k. Reichsratsrevisor Rudolf T a u s s i g, versendet wurde, ist zu entnehmen, daß im Monate Februar 2089 Patienten die ärztliche Hilfe des Ambu'atoriums in Anspruch nahmen, sowohl gegenüber den vorangegangenen Monaten, wie gegenüber dem glei-, dien Monat vorigen Jahres ein kleiner Rückgang Neben, den. abnorm schlechten Witterungsverhältnissen gerade der letzten Wochen, welche den leichter erkrankten Besuchern der Ambulanzen ein Verlassen ihrer Wohnungen unrätlicn erscheinen ließen, vielfach auch infolge mangelhafter Fußbekleidung, sind es Ursachen verschiedenster Art, auf welche der Frequenznachlau zurückzuführen ist. In erster Linie die ertreulichen Heilungsresultate, welche am sinnfälligsten bei den an Augenkrankheiten leidenden Besuchern, bei den Hautkranken, den Nasenf¬ und Kehlkopfkranken zu konstatieren sind, sodann die wiederholten Musterungen, welche die Zahl der männlichen Frequentanten nicht unbeträchtlich lichteten, ferner die Rückkehr vieler Flüchtlinge in ihre Heimatsorte, bezw. ihre Entfernung "aus Wien, ohne daß ein nennenswerter Zuzug neuer Flüchtlinge zu verzeichnen wäre, und efidlich die Einberufung mehrerer Ordinarii des Ambulatoriums zu militärischer Dienstleistung, welche teils die gänzliche Auf*assung mehrerer Ambulanzen, so der Nervenabteilung, der Ambulanz für Orthopädie und eines zahnärztlichen Ordinariates, notwendig machte, teils zu Einschränkungen der noch vorhandenen führte. Immerhin beweist auch nochdie dermalige Besuchsziffer, ein wie notwendiges und segensreich wirkendes Institut die Zionistische Partei mit ihrem Ambulatorium ins Leben gerufen hat und wie sehr die gesamte Oeffentlichkeit — insbesondere die jüdische — allen Grund hat, den so aufopferungsvoll und se’bstlos am Institute wirkenden Aerzten und freiwilligen Pflegerinren allerwärmsten Dank zu zollen. Wir lassen nun die Detailziffern folgen: In der Besuchszeit vorn 1. bis 28. Februar 1917 wurden behandelt in der Ambulanz für: Augen 199, Chirurgie 184, Frauenkrankheiten 250, Haut- und Geschlechtskrankheiten 89, Interne 1 258, Interne II 101, Interne III 255, Interne IV 134, Kinder I 187, Kinder II 39, Nase und Kehlkopf 110, Nerven —, Ohrenkrankheiten 52, Orthopädie —, Zahnheilkunde 231, zusammen 2069 Patienten; seit Bestand des Ambulatoriums 86.446 Patienten. Brün". Der Jüdische Turnverein .,M a kk a b i“ hat Mitte Jänner ein Zöglingsschautu-nen veranstaltet, wodurch das Interesse der jüdischen Bevölkerung an seiner Tätigkeit wieder stark zu^e^ommen hat. Umso unange-ehmer ist es, dab infolge der Einschränkung des Gasverbrauches der Turnbetrieb bis auf weiteres ganz eingestellt werden mußte. Nichtsdestoweniger bleibt der Zusammenhang der Mitglieder dadurch aufrecht, daß der Ausschuß mit sämtlichen, in Kriegsgefangenschaft, im Felde oder in Garnisonen befindlichen Turnbrü'fern in brieflicher Verbindung steht. Auch der Obmann des Turnvereines, Herr Dr. Karr Sonnenfeld, ist seit einiger Zeit eingerückt. Die Z. Z. V. „Hasmonia“ in Firm wird auf ihrem Kartelltag zu Ostern in Wien den Antrag aut den obligatorischen Bezug der „Jüdischen Zeitung“ für Alte Herren und Aktivitas stellen. Lemberg. Am 22. Februar fand zugunsten der Notstandsaktion ein von der J.-N.-F.-Kommission und der akademischen Verbindung„Herz- Iiah“ gemeinsam veranstalteter Abend statt. Dr. Leo Rosenkranz hielt die Festrede, Og. Jakob Freund sprach hebräisch. Hebräische Rezitationen, hebräische Lieder, gemnTen vom Chor der Srhomrim, musikalische Darbietungen auf dem Klavier, fanden dankbare Aufnahme beim Publikum, das sich aus den besten Kreisen rekrutierte. Mit einer kurzen Ansprache schloß der J.-N.-F.-Kommissär Ing. Reißer den Abena. Zagreb (Agram). Hier hat sich ein Verein zionistischer Mädchen fre'mnr’et, der mit 12 Mitgliedern anfangend. im Verlauf ei"er sechswöriient'ichen Tätigkeit berePs 30 Mitglieder zählt. Der Vcein hält für sehe Mitglieder regelmäßige heb-äische Sprachkurse ab, ferner werden regelmäßig Vorträge über zionistische und allgemein jüdische Themen gehalten. sowie die Jüdische Geschichte von Grätz studiert. Briefkasten der Redaktion Besorgter Hvgreniker. Wie Sie an anderer Stelle ersehen, sind die betreffenden Verordnungen bereits sistict. Sie «ind aber im Irrtum. Der Leiter des Ministerialdepartements für die Flücht'in«sfüri:orge, Sfattha,tereirat Dr. Ne^baur, inspizierte nicht das Baracken'ager für jüdische Flüchtlinge in Deutschbrod, sondern das den Polen zugewiesene Lager in Chotzen (Böhmen). Fleier 79. Es ist uns leider, der Zensurschwiermkeiten halber, nicht mörii-h, Ihren Feldpostbrief zu veröffentlichen. Alle Namen müßten gestrichen werden; somit würde der Brief seinen wesentlichen Wert als Ge°renivartsdo,'ument einbüßen. Wir bitten Sie aber um Ihre Erlaubnis, ihn dem Kriegsarchiv überlassen zu dürfen. Caf6 „Marienbrücke“ ■ s-: I.. Rotentnrmstraße 3t. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN. ■ •OB 9 9 m m ■ Dom-Caf€ a ■ ■ 9 •m u m a Wien l, SingerstraBe 10 n w Vornehmes Familien» ■ K o n s e r t-C a I 6 9 9 9 9 9 9 99 Elegante Klubräume u 9 a 9 9 m a Armen - Ambulatorium ■ des Zionistischen Zentralkomitees für Kriegsflüchtlinge ■ Wien, II. Taborstraße 20 A ■ ' ■ Unentgeltliche ärztliche Be- ■ handlung von mittellosen 5 Kriegsflüchtlingen ohne Un- ■ terschied der Nationalität ■ oder Konfession. 5 a Ordination täglich 2 Sonn- und Feiertage ausge- 2 nommen. 2 ■ ■■■■*■■■■■■■■■■)«■■<■■■■■■■■■■■ Verein zur Rettung verlassener jüdischer Kinder Gariziens und der Bukowina ————Wien, IX. UniversitätsstraBe 4 ———— I. Generalversammlung Samstag, den 17. März 1917, abends 6 Uhr IX., Universitätsstraße 4, Mezzanin Tagesordnung: Rechenschaftsbericht d Vorstandes. Bericht der Revisoren. Der Vorstand. Cafe City, I, lMerthorgasse3 Sitz der Hakoah. Rendezvous der ■ ä Zionisten. Vorzügliche Getränke. Z \ Zivile Preise. J : 7 Billards Tel. 18716 Z m m KUNDMACHUNG. Die zweiundfünfzigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der k. k. priv. allgemeinen Verkehrsbank findet am Mittwoch, den 4. April 1916, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaale des Anstaltsgebäude s Wien, I. Wipplinge straße Nr. 28, statt. Gegenstände der Verhandlung sind: l. Vortrag des Rechenschaftsberichtes. 2. Berichterstattung des Revisionsausschusses. 3. Beschlußfassung über die Bilanz pro 1916 sowie über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Antrag auf Abänderung der Statuten (§§ 6 7, 30 und 57) Kapitaiscihöhung, Bestellung von Aufsichtsräten. 5. Wahl von Verwaltungsräten. 6. Wahl des Revisions-Ausschusses zur Prüfung der Bilanz für das Geschäftsjahr 1917. Jene Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmn beabsichtigen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien samt Kupons, in Gemäßheit der §§ 45, 46 und 47 der Statuten, bei der Hauptkasse dr Gesellschaft, Wien, I. Wipplingerstraße Nr. 28, spätestens am 21. März 1. J., als dem statutenmäßigen Endtermine, zu erlegen. Das Eigntum von je 25 Aktien gibt das Recht auf eine Stimme. Kein Aktionär, ohne Unterschied, ob im eignen ode;r Vollmachtsnamen, una kein Bevollmächtigter eines oder mehrerer Aktionäre kann mehr als 5v Stimmen führen. Das Stimmrecht in der Generalvrsammlungi kann durch Bevollmächtigung eines andern stimmberechtigten Aktionärs ausgeübt wrden, doch sind Vollmachtsurkunden spätestens einen Tag vor der Generalversammlung der Direktion vorzulegen. Wien, am 3. März 1917. R. h. prfo. allgemeine Qerftebnbantt. ZIVNOSTENSKA BANKA FILIALE WIEN I., Herrengasse 12 Wechselstuben bi Wien: I.. Graben 15, L, Herreng. 12, II., Praterstr. 24, III., Land straße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V., Margaretenstr. 71, VI., Gumpendorferstr. 100. VII., Mariahilferstr. 84, VIII., Josef itädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, _ XXL, Am Spitz 15._ Kulante Besorgung aller Bank- und Börsentransaktionen. Aktienkapital u. Reserven ': über K 101 Millionen. EINLAGEN ’2*LA auf Büchel ¥ P Zentrale bi Prag, gegründet 1868. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau, Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau. Lern berg, Melnik, -Olmütz, Mährisch-Ostrau. Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vermietbaren Safes Abonnement von K 7.— an. Heraus^- Alexander Geller, verantwortL Red. David NebenzahL — »Adria“ Druck- und Verlagsgeaeliechaft tn. b. H. (verantw. Karl Karner), Wien. II