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Jüdische Zeitung · 1917-01-05 · 1 (5.1.1917) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitung
Volume
11 (1917)
Issue
1 (5.1.1917)
Date
1917-01-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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■. i r Nr. 1 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 In Kafiscfl wurden 7 Juden und 17 Polen gewählt; An der Wahl beteiligten sich 1830. jüdische und 3795 polnische Wähler. Für das Recht der jüdischen Schule in Polen trat in den letzten Sitzungen des Warschauer Stadtrates der Ratsmann Prilutzki ein. Er verlangt von der Warschauer Stadtverwaltung1, dab ein Teil der allgemeinen Schulgelder der jüdischen Bevölkerung für die Gründung jüdischer Elementarschulen bewilligt werde. Den Verschleppten des Czortkower Kreises wurde nach einer Nachricht, die dem Kiewer Komitee ‘für Kriegergrabstätten zugegangen ist, von der russischen Regierung erlaubt, "in ihre Heimat zurückzukehren. Die neuen Stadträte in Lublin, Radom, K i e I c e, hielten am 30. Dezember ihre Eröffnungssitzungen ab. Das jüdische Polytechnikum in Jekaterinoä- Iaw1 wird' Tm Januar 1917 eröffnet. Die Eröffnung der ökonomischen Sektion wird auf Herbst 1917 verschoben. Ins Professoren-Kollegium sind vorläufig berufen worden: Prot. S. Bernstein für Mathematik, Prof. PisarjewSki für Chemie, ' Prof. D i n n i k für Mechanik, Prof. Jons und Privatdozent Mandelstamm für Physik. Der bekannte’ jüdische Historiker S. M. Dubnow erklärte sich bereit, das Katheder für jüdische Geschichte am Polytechnikum zu übernehmen. Durch die bis jetzt — vorwiegend aus Petersburg — eingelaufenen Gelder ist die materielle Existenz des Polytechnikums für das erste Semester gesichert. Im Dezember wurde eine Konferenz der Gönner und Freunde des Institus einberufen, die ein Kuratorium wählte. Ein Brand im Barackenlager von Nishni- Nowgorod hat sämtliche Baracken zerstört. Von den' 2000 rumänischen Juden, die dort untergebracht waren, sind 150 tot, und 450 verwundet. « Jüdische Vereinigungen tun gut daran, dem JÜDISCHEN KRIEGSARCHIV II., Praterstraße 43 (Telephon 43319) genaue Listen ihrer im Kriege ausgezeichneten Mitglieder oehufs Verö Ifentlichüng im „Jüdischen Archiv“ izu übermitteln. Gesuchte Henze Hellmann aus Szuraty, Bezirk Bohordczany, Gal., dzt. Wien, XX., Brigittaplatz 18/49, sucht ihre Eltern Leib und Sarah Hcllmana samt 2 Schwestern aus Szuratyn, Bez. Bohordczany, Gal. Ankündigungen Der „Jüdisch-literarische Khub“ (Jüdischer Eiidungsverein) versendet folgendes Zirkular: Inmitten der Verworrenheiten unserer Zeit macht sich in den Kreisen der national-gesinnten Judenheit immer mehr das Bedürfnis geltend, sich in dem ganzen Ideen- und Problemenkomplex der immer machtvoller anschwellenden jüdischen Renaissancebewegung zt|r Klarheit und Einheitlichkeit der Auffassungen und Ansichten durchzuringen. Diesem Bedürfnis trägt der „Jüdischliterarische Klub“ . Rechnung, wenn er auch in diesem Jahre eine Reihe von Vortrags- und Diskussionsabenden veranstaltet und so ein Forum schafft, aut welchem in zwangloser Folg'e alle Fragen, welche trser Volk bewegen, zur.Sprache kommen sollen. Bedeutende Männer der Kunst, Wissenschaft und Publizistik haben ihre Mitwirkung für diesen Vortragszyklus zugesagt. Als einleitenden Vortrag wird am 6. Jänner 1917, h aAb 8 Uhr abends, in den Klublokalitäten des ,,Kr i st a 11 - Ca f e“, I., Aspernplatz, Herr Abraham Sonne über das Thema: „J ü d i s c h e B i 1 d u n g“ sprechen, wozu wir Sie höflichst einzuladen uns erlauben. Gäste sind herzlichst willkommen. Der Zionistische Verband ehema’iger Hoch Schüler teilt mit, daß Herr Dr. E. M. Zweig Mittwocn, den 10. Jä:ner, im Dom-Cafe sprechen wird. Berichte und Korrespondenzen 3 Dem XVIII. Tätigkeitsberichte des' Armeir- Ambulatoriums des Z'o-vstischen Zentralkomitees für Kriegsflüchtlinge, II., Taborstraße 20a, der durch den administrativen Leiter, k. k. Reichsratsrevisor Rudolf T a u s s i g, eben zur Versendung gelangt, entnehmen wir nachstehende Daten: In der Besuchszeit vom 1. bis 31. Dez. 1916 würden behandelt in der Ambulanz für: Augen 183; Chirurgie S7; Frauenkrankheiten 368; Haut- und Geschlechtskrankheiten 52; Interne A2S3; Interne II 120; Interne III 326; Interne IV 182; Kinder I 69; Kinder II 60; Nase und Kehlkopf '80; Nerven 54; Ohrenkrankheiten 36; Zahnheilkunde 151; zusammen 2051 Patienten. Seit Bestand des Ambulatoriums 82.033. "Patienten. In der Nervenabteilung supplierte infolge milit. Einberufung des Ordinarius Dr. Alfred A d I e r, Dr. J. Sternberg. Die Ambulanz für Orthopädie entfiel auch in dieser Periode infolge milit. Einberufung des Ordinarius Dr. S. S t e in er. Zionisten im Felde Gg. Gefr. Chaim Brettschneider von der Telef.-Abt. I.-R. 41, der bereits die bronzene Tapferkeitsmedaille besitzt, hat für tapferes Verhalten vor dem Feinde die „belobende Anerkennung“ (Korpskommandofcelobung) erhalten. Druckfehlerberichtigung. Im‘ Feuilleton unserer letzten Nummer (vom 29. Dezember): „Worte Theodor Herzls“ sollte es aut Seite 2, mittlere Spalte, Vers 4. von oben, statt: „Ich selbst bin ein assimilierter Jude . . .“ richtig; heißen: „Ich selbst war ein assimilierter Jude . . .“ Jüdisches Lehrmädchen zum Kleidermacher gegen Bezahlung sofort aufgenommen. Fischer, VII. Bezirk, Lerchenfeldersträße ’9, Tür 29. Statt jeder besondern Anzeige Abraham Bohrenstein Fanny Schreck Verlobte Wien, 24. Dezember 1916, 1. Teweth 5677. K. u k. Leutnant Israel Mevorach und Frau Tinka Mevorach danken innigst für die ihnen anläßlich ihrer Vermählung zugekommenen Glückwünsche. Prijedor, 22. Dezember 1916. Hebräischer Sprachu. Religionslehrer geb. Palästinenser, erteilt Unterricht zu mäßigen Bedingungen: Zuschrift erbeten an. die Administr. „Jüd. Zeitung“, Wien, II, Zirkusgasse 33. Soeben erschienen: DffijüttiPrag Eine Sammelschrift Herausgegeben von der Redaktion der „Selostwehr“. Unabhängige Jüdische Wochenschrift in Prag, II. Tuchmachergasse 34. Preis K 2.80. Armen - Ambulatorium des Zionistischen Zentralkomitees für Kriegsflüchtlinge Wien, II. Taborstraße 20 A Unentgeltliche ärztliche Behandlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität oder Konfession. Ordination täglich Sonn- und Feiertage ausgenommen. Cafe „Marienbrücke“ ■ i-: I., Rotentarmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN Mädchen Bakfischkostüm K240.—, Wintermantel K 80.—, Matrosenkostüm K 52.— JACOB ROTHBERGER, k. u. k. Hoflieferant WIEN, I. Stephansplatz 9. Erscheinungsweise: Erscheint wöchentlich als Morgen- und Mittags- Ausgabe Bezugspreis: Für die Morgenausgbe vierteljährlich . . M. 4.50 monatlich . . .; M. 1.75 für beide Ausgaben M 5.25 bez. 1.75. Der Moment Adresse der Geschäftsstelle: Warschau 38 Nelewki 38 Redaktionskollegium: Hillel Zeltlein, Ratsherr Noe Prilutzki, Ratsherr S. Hirschhorn, B. Jenschsohn, J. Ch. Sagorodzki, Emmanuel u. viele andere. Chefredakteur: S. H. Prilutzki. Inserate haben den größten Erfolg. Auiträge nehmen alle Annoncen-Expedrtlonen. Zu beziehen durch, sämtliche Postanslalten Deutschlands, Österreich-Ungarns und die Generalgouvernements Warschau. Um die Sendung nach Österreich-Ungarn zu ermöglichen, muß „Der Moment“ nur durch Vermittlung des betreffenden Postamtes abonniert werden. „Der Moment“ Ist die weitestverbreitete und beliebteste tägliche jüdische Zeitung. Beide Ausgaben sind inhaltsreich an Informationen, Artikeln und Feuilletons über jüdische und allge- ' ' meine Zeitfragen. ZIVNOSTENSKA BANKA FILIALE WIEN I., Herrengasse 12 Wechselstuben fci Wien: I., Graben 15, I., Herreng. 12, II., Praterstr. 24, III., Land Straße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4, V., Margaretenstr. 71, VI., Gumpendorferstr. 100, VII., Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, _XXL, Am Spitz 15._ Kulante Besorgung aller Bank» und Börsentransaktionen. Aktienkapital u. Reserven: über K 103 Millionen. 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