Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 48 (8.12.1916)
- Date
- 1916-12-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 48 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Teil gelangen zur Aufführung: Zirickgekimen von Sch-alom Asch und „Schwestern“ von. J.‘ L. Perez. Der Z oristischs Veifcarrd ehemaliger HochschäJer teilt mit, daß seine Zusammenkunft am nächsten Mittwoch, d. i. der 13. Dez., entfällt.' Er wird seinen Abend am' 27. Dez. im Cafe Prückl (!), 1., Stubenring, Souterrain, dem Feste der Makka&Se: widmen. Gäste sind willkommen geheißen. Das Irtneröiierr-'diisöhe Distriktskomitee verans faltet am 20. Dezember, 8 Uhr abends, im' Hotel Continental eine große-Makkabferfejer, über die in. nächster Nummer nähere Mitteilungen folgen werden. Berichte Im Verem zionistischer Hochschüler „Theodor HerzI“ sprach Samstag, den 1. Dezember, Herr Oberingenieur Robert Stricker über die Lage de: Juden im Königreich Polen und Galizien. Der Vortrag des aus besten Quellen informier.en führenden Zionisten machte auf die Versammlung eine umso nachdrüek’i .Tiere Wirkung, als viele der mitgeteilten, rur wenigen bekannten Tatsachen die Lage der jüdischen Bevölkerung in.'grellem Lichte erscheinen ließ. Der Redner beschränkte sich in seinen Ausführungen ausschließlich auf eine Zustandsschilderung und ging nicht auf die Beziehungen zwischen Juden und Polen ein. Er streifte nur im allgemeinen die Stellung der zionistischen Partei zu den politischen Problemen und bemerkte, daß die Organisation in Zukunft weit mehr noch als bisher sich um die gegenwärtigen Interessen . der jüdischen Bevölkerung zu bekümmern haben werde. Die durch die Mitteilungen des Referenten angeschnittenen Fragenkomplexe gaben den Anlaß zu einer weitausgreifenden Diskussion. In der jüdschen Lese»- und Redehalle sprach vergangenen Mittwoch Herr Dr. Siegfried B e r n f e 1 d eindringlich, geistreich und systematisch über „Den jüdischen Studenten und seine Nation“. Daß :die stark subjektiven Ausführungen des Redners zu Auseinandersetzungen Anlaß geben würden, durfte man wohl erwarten. Umso bedauerlicher ist es, daß die innerlich Opponierenden ihre gegensätzlichen Ansichten nicht vor demselben Publikum entwickelt haben. Dr. Bernfeld behandelte u. a. die Auffassung, die man vom den Aufgaben der zionistischen Studenten einst zur Zeit der ersten Kongresse hatte und heilte.haben müsse. Der j'id'cche T:rmv?rein ..Makk' bl“, XVII-, (Macsada), verans'raltete Sonntag, d-n 3. De?., um 2 Uhr nachm., im. Wiener Lichtspieltheater eine K i no vo r s t e 11 u n g. Das abwechslungsreich, mit Sorgfalt zusammengestellte Programm enthielt nach einem einleitenden Orchestervort'ag. nebst überaus interessanten Kriegsberichten. Darstellungen im Film; die bei dem zahlreich erschienenen Publikum — größtenteils Turner und Turnerinnen — das lebhafteste Interesse erweckten. Den Höhepunkt der Vorstellung bildere das ergreifende jüdische Schicksalsdrama „Die Kinder des Ghetto“, das in überaus packender Weise Bilder aus dem jüdischen Volksleben brachte. Korrespondenzen Der gaLzische Hilfsverein errichtet für Flüchtlings-Frauen und -Mädchen aus den östlichen Ländern, falls sich eine genügende Anzahl Teilnehmerinnen findet, zum dritten Male eiren Kurs zum Erlernen von Filetarbeiten. Aufgecommen werden nur solche Personen, welche die Arbeit zu ErwerbSzwecken erlernen wol’en. Der Unterricht währt einige Wochen. Die Schülerinnen erhalten während seiner Dauer Unterstützungen. Ausgelernte Arbeiterinnen werden, solange der Garnvorrat reicht, dauernd beschäftigt. Auch nach Rückkehr in ihre Heimat können sie mit dieser Technik stets Erwerb finden. Anmeldungen persönlich im Büro des Hilfsvereiies, IX., Berggasse 4, zwischen 10 bis 12 Uhr vormittags. Heb'ä sch-akad^nisitfäe Vereinigung .,Hatchiiah“. Die in der konstituierenden Generalversammlung am Beginne des Wintersemesters 1916/17 abgehaltenen Wahlen in den Waad ergaben folgendes Resultat: Scha'om Baron, Nassi; Zwi Koretz, Sgan; Chajim Koff- Ier, Maskir; Dr. Mnachem Arjeh Czaczkes, Gisber; Naftali Mnazeach, Akdan. Der Vereui.zlonisliscäe: Hodks'chül'er „Theodor HerzI“, hat beschlossen, heuer, wie in den beiden vorangegangenen Kriegsjahren seinen im Felde stehende i Mitgl’ede n Charukah-Sendungei zugehen zu lassen. Gaya. Von einer jüdischen Schuhwerkstätte, deren ehrenamtliche Leitung von Herrn Max Siebenschein ausgeübt wird, -wurde uns eine interessante Photographie zugesandt. Sie versorgte bisher tausende von Flüchtlingen mit neuen Schuhen und Reparaturen. Armen-Ambulatorium des Zionistischen Zentralkomitees Der-administrative Leiter des Ambulatoriums, k. k. Reichsratsrevisor Rudolf Taussig, bringt eben den XVII. Tätigkeitsbericht zur Versenden ', dem wir nachstehende Daten entnehmet: Ir der Besuchszeit vom 1. bis 30. November 1915 wurden behandelt in der Ambulanz für: A.ugen 276, Chirurgie 66, Frauenkrankheiten 327, Haut- und Geschlechtskrankheiten 125, Interne I 252, Interne II 184, Interne 111 4S2, Intebne IV 26. Kinder i 76, Kinder li 36, Nase und Keh’kopf 57, Nerven —, Ohrenkrackheiten 72, Orthopädie —, Zahnheilkunde 300; zusammen 2279 und seit Bestand des Ambulatoriums 79.982 Patienten. Die Abteilung Interne IV wurde infolge Rückkehr des Ordinarius Dr I. Sfcenberg am 27. November eröffnet. Die Nervenabteilung mußte infolge tnilit Einberufung des Ordinarius D" Alfred! Adler gesperrt werden. Desgleichen die orthopädische Abteilung infolge mißt. Einberufung des Ordinarius Dr. S. Steiner. Eingesendet Aufforderung zu Chanukahspenden. Ein Gesinnungsgenosse, der in Laibach s a rioniert ist, schreibt uns, wie stark nach s i-.ei Erfahrungen das Bedürfnis jüdischer Solda.en nach jüdischer Lektüre sei, was übrigens alle Feldrabbiner bestätigen können. Er bittet, man möge an die jüdische Bevölkerung den Aufruf ergehen lassen, sie solle durch Geldspenden und Geschenke ermöglichen, daß man unseren an allen Fronten für einen siegreichen Frieden tapfer kämpfenden jüdischen Soldaten ein Zeichen der Dankbarkeit zukommen zu lassen. Unser Blatt hält sich für verpflichtet, dicre Anregung ■ der Oeffentlichksit zu unterbreiten, und "erklärt sich gerne bereit, Chanukahspenden entgegenzunehmen, auszuweisen und an die Adressen bedürftiger Soldaten, die uns bekannt werden, weiterzuleiten. (Vgl. die Notin des Vereins Theodor Herzl“.) Sammelt für das Palästinahilfswerk für die Kolonien! —.—.- a m ■ Armen - Ambulatorium 5 5 des Zionistischen Zentralkomitees m 5 für Kriegsflüchtlinge S .£ Wien, II. Taborstraße 20A 5 Unentgeltliche ärztliche Be handlung von mittellosen Kriegsflüchtlingen ohne Unterschied der Nationalität oder Konfession. ■ Ordination täglich 5; Sonn- und Feiertage ausge- 5 M m nommen. »iiiiiiiiiiiMaBWiiiMimmui i Eine schöne und sinnige : ■ Chanuakgabe * ■ ist der 5 a a a 5617 » redigiert von Otto Abeies und Ludwig Batö a Reich illustriertes zionistisches Jahrbuch von £ bleibendem Werte ■ Preis K 2.80 exklusive Porto Zu beziehen durch den Verlag, „Jüdische •» Zeitung“, Wien, II. Zirkusgasse Nr. 33 und * durch alle Buchhandlungen. a aaaaaaaaaaaaiaiiaaaaaaaaaMOeeaa Caf6 „Marienbrücke“ I., Rotenturmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN aaaa ^••■aaiaBiaaaiaBasaasasaiaa Mädchen Bakfischkostüm K240.—, Wintermantel K 80.—, Matrosenkostüm K 52.— JACOB ROTHBERGER, k. u. k. Hoflieferant. WIEN, I. Stephansplatz 9. UNION-BANK. In Gemäßheit des § 29 der Statuten werden die Aktionäre der UnionrBank zu einer ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen, welche am 20. Dezemb. ISIS vormittags 11 Uhr im Anstaltsgebäude, I., Renngasse Nr. 1, stattfindet. Tagesordnung: Anträge des Verwaltungsrates: a. auf Erhöhung des Aktienkapitals, b. auf Abänderungen der bezüglichen Statutenbestimmungen. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre welche an der Geueralversammlung teilzunehmen wünschen, wollen ihre Aktien in Gemäßheit des § 27 der Statuten spätestens 12. Dezember d. ]., erlegen, und zwar: / in Wien bei der Liquidator der Union-Bank, in Triest bei der Filiale der Union-Bank, in Lemberg bei der Union-Bank, Filiale Lemberg, in Berlin bei der Dresdner Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effekten- & Wechselbank oder bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M. Wien 2. Dezember 1916. in München bei der Bayerischen Hypotheken- und, Wechsel-Bank oder bei der Dresdner Bank Filiale München, in Nürnberg bei der Dresdner Bank, Filiale Nürnberg in Basel, Genf, St. Gallen und Zürich bei dem Schweizerischen Bankverein oder bei der Eidgenössischen Bank (A. 0.) UNION-BANK Z8VNOSTENSKA BANKA FILIALE WIEN I., Herrengasse 12 Wechselstuben in Wien: I„ Graben 15, L, Herreng. 12, II., Praterstr. 24, III., Lanj) straße Hauptstr.?8, IV., Favoritenstr. 4, V., Margaretenstr. 71, VI.,Gumpendorferstr. 100. Vit., Maria hilf erstr. 84, VIII., Josef- -.tädierstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, XXL, Am Spitz 15._ Kulante Besorgung aller Bank- und Börsentransaktionen. Aktienkapital u. Reserven: Ober K 103 Millionen. EINLAGEN auf Büchel 3 1 2 0 Zentrale in Prag, gegründet 1868. FDialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, Iglau, Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau, Lern berg, Melnik, Olmütz, Mahrisch-Ostrau, Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vermietbaren Safe* Abonnement von K 7.— an. teraustr. Alexander Geller, verantwort!. Red. David Nebenzahl. — „Adria“ Druck- und VerlagsjgeseUscbaft m.b.H. (verintw. Karl Karner), Wien, II.