Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 45 (17.11.1916)
- Date
- 1916-11-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 7 silb. und 3 bronz. Tapferkeitsmedaillen. Mehrere Daten stehen noch aus. Der Verein hat beschlossen, seine, zumeist aus jiddischen Werken und Tageszeitungen jgebildete Vereinsbibliothek zu gewissen Stunden Akademikern zur Benutzung zu öffnen. OstjüdisChe Akademiker, die sich: dafür interessieren, mögen ihre Adressen ani Herrn «Dr. Mayer Präger (Buchhandlung Löwit), I., Rotenturmstraße, einsenden. Weitere 'Mitteilungen sind in der „Jüd. Ztg.“ vorgesehen. Eingesendet Z Geehrte Redaktion! In Ihrer Nr. 34 vom 25. August I. J. brachten Sie ein „Eingesendet“ bezüglich des sonderbaren Vorgehens der Firma Eduard Belak & Co., Geschäftsstelle der k. k. österr. Klassenlotterie, Wien, I., Börsegasse 14, deren. Chef, Herr Belak, die Aufnahme einer jüdischen Kontoristin mit der Begründung verweigerte, daß e r prinzipiell Juden nicht aufnehme, und, zur Rede gestellt, sich damit en‘s .-huldigte, daß sein Kompagnon, der der Sohn eines getauften Juden ist, eine Jüdin im Büro nicht dulde... Sie drückten die Hoffnung aus, daß die fast ausschließlich jüdischse Kundschaft des Herrn Belak, die keinesfalls dem antisemi ischen Grundsätze der Firma Belak &• Co. huldigt, dies auch entsprechend beweisen werde. Selbst Abnehmer von Losen der genannten Geschäftsstelle, wollte und konnte ich mitten in der Spielzeit meine Lose nicht zurückschicken. Da ich aber eben wieder eine Aufforderung der Firma zur Abnahme neuer Lose für die nächste Klassenlotterie erhalte, und mit mir wohl zahlreiche Gesinnungsgenossen, halte ich es für meine Pflicht, aut das oben geschilderte Vorgehen dieser Firma wieder aufmerksam zu machen. Hochachtungsvoll * * Der Name -des Briefschreibers ist der Redaktion bekannt. Zionisten im Felde Fähnrich Oskar Seidemann fiel am S. August 1916 am Stochod. Max Seidemann, der die kleine si'berne Medaille für Tapferkeit i bereits besaß, erhielt nun auch die große silberne Tapferkeitsmedaille und Wurde zum Leutnant (befördert. Beide Herren sind die Neffen unsere; Gg. Gustav Seidemann in Prijedor, Bosnien. Feldwebel Otto Seidemänn erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille. Israel Meworach, der die kleine si'¬ berne Tapferkeitsmedaille besitzt, wu'de zum Leutnant befördert. Sport , Hakoah—Wr. Beweguigarp'eler 1:1. Dieses Wettspiel fand letzten Sonntag auf dem entlegenen Ottakringer Spielplätze statt, dessen Bodenbeschaffenheit ein reguläres Spiel unmöglich macht. Die Bewegungsspieler stellten eine körperlich sehr starke Mannschaft, die; äußerst derb spielte. Der Schiedsrichter erwies sich ihren Roheitsakten gegenüber als viel zu schwach. Die Unsrigen hatten unter diesen Umständen einen sehr schweren Stand. Die Mannschaft mußte bereits wieder reorganisiert werde -, da Halpern und Sträuß'er abgegangen s'nd. Wenn auch das Können so Manchen im Stichle ließ, so waren doch alle mit Aufopferung bei der Sache. Die Verteidigung [mit Kaupy, Nußbaum Und Kleinmann spielte recht brav. Der kleine Kaupy macht einen fast vergessen, daß honst ein Halpern im Tore steht. Die Läuferreihe hatte in Lume't einen bedenklich schwachen Punkt. Sein zaghaftes Spiel schadet der Mannschaft sehr. Die Stürmerreihe spielte recht zerfahren. Auffallend schwach war der linke Flügel, der eine Unmenge Chancen vergab. Das Tor der Gegner kam trotz langer Belagerung selten in Gefahr. — Nachstehend kurz der Spielverlauf: Hakoah ist in der ersten Halbzeit meist im Angriff und erzielt .durch Trümmer die Führung. -Aus einem Eckstoß erreicht Bewegung den Ausgleich. Dieser T-'ffer war vollkommen/ unkorrekt erzielt, wurde aber trotzdem von dem durch das randalierende Publikum eingeschüchterten Schiedsrichter anerkannt. Die zweite Halbzeit brachte trotz größter Anstrengung keiner der beiden Parteien den siegbringenden Treffer. Mehrere Elfmeterstöße wurden vom Unparteiische übersehen. Sonntag den 19. d. M. spielt die Hakoah ihr fälliges Meisterschaftsspiel gegen Nußdorfei A.-C. Das Wettspiel findet auf dem Hakoahplatze in Floridsdorf statt. Beginn präzise i/23 Uhr. Geldsendungen aus Amerika sind für naChbenannte Personen von ihren Verwandten und Freunden eingelangt: für Beile ,G i 11 e r, (Mutter) Iskorost, Gouv. Wolhyn vonsNuchum Giller, 365 1: 123 Newyork; für Israel G o I d n e r, Tissenit? L. P. Stropkow, Zempün Kom., Ungarn, von B. Friedmann c/o Brandeis, 57—60. Board of Irado Louisville; für Cihne T i eg e r b/Schlomo Hersch Merl, Ko'omea, Sobieska-Slr 113 von M. Tieger 151/2 S Spri.ig Str. Elizabett, Newyork: für Hirsch Scheinberg, Chodel, Gouv. Lublin von Jakob Scheinberg c'o Katz, 2S0 Stanton-Str., Newyork; für Lane Jablon Michow, Lublin, von Pinkus Jablan, 1559 Lainton-Av., Newyork; für Meilech G r ü n s t e i n, Lublin, von Henry Grünstein, 216 E 118 Newyork; für Kreinfsciie Kleinberg, Lemberg, Pod Dombeingasse 15, von. Genia Waruch, 411 Fehr Av. Louisville; für Riwka Finkeistein, Poricz, b/W!adimirWo.’ hyn von N. Finkeistein c/o Mande b'ium 294, 15 Av. Newyork; für Pisa K i t a c h, Internierungslager, Wajerburg Post Eggendorf bei Oberhollabrunn, Niederösterreich, von Mary Steinberger, 3465 Reading Rd. Ovonda’o, Cincinnati: für Fraim Akermann, Sarnaki, Gouv. Lublin, von Louis Akermann. 625 Forest Av. K. O. Mo. — Anspruchsberechtigte w.ollen sich unter Beibringung von Identitätspapieren persönlich täglich (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag) von 11—1 Uhr vormittags oder schriftlich an den Unterzeichneten wenden. Auch werdn dritte Personen, die um den Aufenthaltsort einer der genannten Personen wissen, um Nacbrühf gebeten. K. k. Reichsrats re visor Ru dolf Taussig, Zionistisches Zentralbüro, Wien, II., ZLkusgasse 33, 1. Stock. EREZ ISRAEL Mitteilungen des Hauptbüros d s Jüd. Nationalfonds. Aus dem Inhalt:. N. G. Dje Kolonisation- und Werbearbeit des Jüd’scben Nationalfcnds. Nehemja de Lieme. Uebei die Palästinaarbeit. Agr. J. Oettinger. Die praktischen Vorteile der Erbpacht. Dipl.-Ing. Salomoi Ka'- lanskv. Die Ansiedlungskaoazität Pa’ästi-a-. J. O. Förderung des Gemüsebaues durch den Jüdi-chen Nationalfonds. Urteile der Presse: Fs vereint in seinen Artikeln treue, warme Liebe zum alt-neuen Heimatlande mit sachlichen, objektiven Urteilen und Aufklärungen über alle Pa- I.äs'inafragen, namentlich übe* diejenigen, die mit der Aib?it des NationaL'onds zucammenhängen und bje'et im1 knappen Rahmen eines Sammelheftes dennoch einen guten Einb'ick in unsere bisheri'-e Tätigkeit in Pa’äs'i-ia, teowie eingehende Auskunft über die Art der Palästinaarbeit im allgemeinen .... Dr. A. MibasChan, im1 Israelitischen Wochenblatt für die Schweiz. — Die neue Zeitschrift wird über die pa’äs'inensischen Kolonisationsmöglichkeiten wohl bessere Einsicht verbreiten helfen und dadurch nicht nur der zionistischen Arbeit, sondern auch der Kolonjsadonstätigkeit im1 a’I /emei-en vielleicht wesentliche Dienste le'sten .... Von Wert ist der 'beigegebene Literatur-Nachweis über Palästina und Kolonisation im allgemeinen. Man wird auf diese Neuerscheinung zu achten haben und sie von Zeit zu Zeit hera-nziehlen müssen. Ludwig Qu'-s-e' in den Soz-'a'istischen Monatsheften. Zu beziehen zum Preise von K 1.30 durch den Jüdischen, N.-F. Wien, II., Zirkusg. 33, oder die Ruchhand'ung A. Löwit, Wien, I., -Rotenturmstraße. Seit November 1916 erscheint in Wien wieder die „Moriah“ Die „Moriah“ ist gegenwärtig das einzige nationaljüdische Organ in polnischer Sprache, sowohl in Galizien als auch in Polen. Abonnoment; jährlich K 6.— Mk. 5.—, halbjährig K 3.—. Mk. 2.50, vierteljhärig K —.50, Mk. 1.25 Einzelheft 60 h 50 Pf. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder direkt vom Verlag: Wien, II. Zirkusgasse 33, I. Stock, Tür 4. Postsparkassenkonto: Juri Ernstdorf sucht seinen Vater LippaPinnes» Schneider aus Buczacz (Gal.). Zuschrift erbeten gegen Honorar von K 100.— an Juri Ernstdorf, Budapest, Central-Markthalle. Gesucht werden: Ein bilanztüchtiger verläßlicher Bucbhaltep und ein Inkassant zum Leeren der N.-F.-Büchsen. Näheres beim Jüdischen Nationalfond» II. Zirkusgasse 33. Gesucht: Deutscher Unterricht gegen Hebräisch. Zuschriften an H. W., 2. B., Obere Donaustr. 43—45. Cafe „Martenbriieke“ .11, I., Rotenturmstraße 31. RENDEZVOUS DER ZIONISTEN Von jetzt ab, kann die r jüdisdie Twsieilig „HA INT“ durch alle Deutsch« und Östereich-Ungarische Postäm er bezogen werden. Wer genaue Berichte über das jüdische Leben in Polen hab n will, lese den „HAINT“. Bezugspreis: Jährlich Mk. 18—, halbjährlich Mk. 8.00. Vierteljährlich Mk. 4.50, Monat ich Mk. 1.50. Bestellungen nehmen alle Postanstalten in Deutschland und Oesterreich-Ungarn entgegen. Für Geschäftsverbindnngen mit Polen empfiehlt sich der „HAINT“ als wertvolles Inserftionsorgan. Anzeigepreis: für 7-gespaltene Petitzeile nach dem Text 90 Pf., an der ersten Seite M. 1.50, Freitag und an den Vorabenden der jüdischen Feiertage 1.10 Pf. und M. 2.00, im Text M. 2.40. Anzeigen-Aufträge aus Deutschland nehmen alle Annoncen Expeditionen entgegen. Adresse: RedüMiflii „Hainl“ Warscdiou, Chlodno Str. 8. □ □ ZIVNOSTENSKÄ BANKA FILIALE WIEN I.» Herrengasse 12 Wechselstuben In Wien: I.. Graben 15, L, Herreng. 12, II., Praterstr. 24, III., Land Straße Hauptstr. 88, IV., Favoritenstr. 4. V.. Margaretenstr. 71, VL, Gumpendorferstr! 100, VII., Mariahilferstr. 84, VIII., Josefstädterstr. 103, IX., Porzellangasse 9, X., Favoritenstr. 95, XII. Meidlinger Hauptstr. 15, _XXL, Am Spitz 15._ Kulante Besorgung aller Bank- und Börsentransaktionen. 'Aktienkapital u. Reserven: über K 103 Millionen. EINLAGEN auf Büchel 3 t o Zentrale n Prag, gegründet 186S. Filialen: Brünn, Budweis, Friedek-Mistek, fglau, Karlsbad, Klattau, Königgrätz, Krakau, Lern berg, Melnik, Olmütz, Mährisch-Ostrau, Pardubitz, Pilsen, Pisek, Prossnitz, Reichenberg, Tabor, Triest. Stahlkammer mit vermietbaren Safes Abonnement von K 7.— an. ferausg. Alexander Geller, verantwortl. Red. David Nebenzahl. — „Adria“ Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H. (veraatw. Karl Karner), Wien, II. 727423