Jüdische Zeitung
- Journal
- Jüdische Zeitung
- Volume
- 10 (1916)
- Issue
- 44 (10.11.1916)
- Date
- 1916-11-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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V Nr. 44 JÜDISCHE ZEITUNG Seite 5 Louis, Cansas-City und St. Franzisko und kam nach persönlichen Untersuchtin yen und Unterredungen mit den führenden jüdischen Persönlich:: eiten zur Ueberzeugung, dal nur eine regelmä. ige Verteilung der jüdischen Einwanderer die gegenwärtig herrschenden An i:m'T:ig a.ioastendenzen abzuschwächen und den Einwanderern eine Niederlassungsmöglichkeit zu gewährleisten vermag. Dabei dürften aber nur solche Städte in Betracht komm'en, in denen bereits eine jüdische Gemeinde vorhanden ist. Besonders geeignet für die jüdische Einwanderung findet Herr Janowski die Städte des mittleren Westens der Vereinigten Staaten. Jüdische Hdfs-.rbet n AcnerTcc. In Aireme.ika hat sich un'er dem Vo sitz von Felix M. Warburg eine neue Federation für jtüd.sche Hilfsarbeit zusammCnge an, die bis zum T. Januar 1917 2 Millicnen Dollar für philanthropische Zwecke aufbringen will. Personalnachrichten Unser Gesinnungsgenosse Herr Dr. Theodor WeIss e/berge r, Mitglied des Exekutivkomitees und des Bugowinaer Landeskomitees, beklagt den Tqd sepier Mutter, Frau Sofie Weisseiberger, die nach langem', schweren. Leiden in .Wien gestorben ist. An ,dem Leichenbegängnis war das Zionistische Exekutiv-Komitee durch seinen Vizepräsidenten, Herrn Reichsratsrevisor Rudolf Taussig .und Herrn Sekretär Henisch, der Cukowinaer Landes ve-bar.d durch Frau Dr. Rozia Singer u. Herrn Dr. K r äm1 e r vertreten. Außerdem wohnten dem Begräbni; bei: Bürgermeister u. Landtagsabgeordneter Dr. v. Weisseiberger, Landtagsabgeordneter u. Kommerzialrat J. Hecht sowiezahlreiche Gemeindende und Kultus Vorstände aus; Czernowitz. Ein jüdischer General in /irierika. Präsident Wilson 'hat den Colonel Char'e; H. Lauchheimer aus Baltimore zum Brigade-Ge re al befördert und ihn gleichzeitig zum Inspektor des Marine-Korps ernannt. Die Beslätigung dieser Ernennung durch den Senat gilt als sicher und damit wäre ein Jude Zur höchsten Stelle in idiesem Teile der amerikanischen Wehrmacht gelangt. Die rumänischen Juden in Amerika. Der Verband rumänischer Juden in Amerika hat am 17. September in New-York eine Konferenz aller rumänischen Juden in den Vereinigten Staaten einberufen, um darüber zu beraten, wie 'man den Juden in Rumänien Unters'ützung gewähren und ihnen die bürgerliche und politische Gleichbewar von mehreren Hundert Delegieren berechtigung erwirken könne. Die Versammlung sucht. Von der Kongreßbewcgirng. Auf der Sitzung des Kongreßkomitees vom 23. September wurde ein Brief von Louis Marschall verlesen, in dem der Führer der Kongreßgegner ein neues Projekt in der Einigung der Kongreßbewegung vorschlägt. Das Administrationskomitee und die Friedenskommissio.a wurden beauftragt, den Vorschlag zu p-ücea, in den unbedeutenden Fordeiungen nachzugeben und den Brief, Wenn möglich, entgegenkommend zu 'beantworten. Aut dieser Sitzung wurde auch von der Vdrbereitungstätigkeit de- Kommissionen berichtet. Die Kommissionen für Rußland und Galizien find gegenwärtig "mit der Ausarbeitung eines Memorandums beschäftigt. Die Kommissionen für Rumänien und Palästina haben bereits wertvolle Materialien gesaiu'melt.' f' '. Ein jüdisches Hilfskomitee in Kopenhagen, das seine Mittel zum größten Teile von den in Kopenhagen sich auflvi'tenden Kriegsflühtlingen erhält, gewährt jüdischen Notleidenden in den Kriegsgebieten Unterstützung. In einer am' 16. Oktober stattgehabten Generalversammlung des Komitees wurde dagegen protestiert, daß die Juden in Galizien aus bestimmten Gründen bisher nicht pnlerstüizt wurden. Nach heftiger Debatte wurde beschlossen, hönftig auch nach Galizien Geld zu senden. Eine holländische Petition an die englische Regierung. Das holländische „Komitee für russische Gefangene und Verbannte“ verö'fentlichte einen Aufruf, der von hervorragenden Vertretern der holländischen Intelligenz, wie den Dichtern van Eede.t/J e iHaan, den Gelehrten de Sitter und Visscher, den Sozia'demokra'.e.i Wtbaut und Frau Roland Holst gezeichnet ist. Der Aufruf will bei tier englischen Regierung gegen den Zwangsknegsdienst der russisch-jüdischen Flüchtlinge Protest erheben. Es heißt in dan Aufruf: „Wir wollen einen Versuch machen, um' dem drohenden Konflikt zwischen der englischen Regierung und den Flüchtlingen zuvorzukommen, von diesen Männern das schreckliche Los abzuwenden, das sie erwartet, falls sie wirklich den russischen Behörden ausgeliefert werden, und das englische Volk vor einem1 politischen Treubruch, dem1 Verrat an einer seiner besten und edelsten Traditionen zu bewahren. Unser Komitee hat die Absicht, an die englische Regierung das Ersuchen zu richten, von den beabsichtigten Zwangsmaßregeln abzusehen.“ Ein Gb?rrabhmer für Italien. In den jüdischen Gemeinden Italiens wird gegenwärtig die Einsetzung eines Oberrabbiners für ganz Italien erwogen. Zionisten im Felde In letzter Zeit wurden von Migliedern der Jüd. akad. Veibdg. „Enmnair'-./e i:Z i usge:dehnet: Kdtt.-Asp. Emil Berger, silb. Tapf.-Med. 1. Kl.;Lt. Bruno Elsner, silb. Tapf.-Med. 2. KL; San.-Fhr. Hugo Strauß, b.onz. Tapf.-Med.; Lt. Leop. WeChsberg, Signum laudis; San.-Fhr. Arth. Jakohowicz, silb. Tapf.-Med. 2. Kl. Zeichnung.) San.-Fhr. Alfred Vogl, Wie •, wurde mit der silb. Tapf.-Med. 2. Kl. ausgezeichnet. E.-Fr. Zugsf. Walter Albrech , Führer des österr. Wände blindes „Blau-Weiß“, wurde zum Fähnrich i. d. Res. ernannt. Anzeigen und Korresp ondenzen Der „Ziomstische Ve 1» nd ehemaliger Hochächüler“ in Wien, lädt zu seiner nächsten geselligen Zusammenkunft Donnerstag, den 16. November, abends 9 Uhr, im Cafe Pu eher, I. Köhlmarkt, alle in Wien weilenden Mitglieder ein. Gäste sind hcrzlichst willkommen. - „Theologia“. Die in der Generalversammlung vom 1. November 1916 vorgenommenen Ausschußwah'en für das Wintersemester 1916/17 hatten folgendes Ergebnis: Präsident: Salo Baron; Vizepräsident: Dawid Juis; Kassier: Isak Wechsler; 1. Schriftführe-: C’naim Koffler; II Schr.'ft'ühre-: Aron Wizni zer; Natioralfondskqmmissär: Chaskel Silber. Armen-A mbiffatorium des Zion's'Ischen Zentralkomitees TH Knegsiffichtfinge. Aus dem eben durch den administrativen Leiter des k. k. Reichsratsrevisor Rudolf Taussig zur Vern-. düng gelangten 16. Tätigkeitsberichte dieses Institutes geht he vor, daß auch irt der Besuchszeit der abgelaufenen Periode, d. i. vom' 1. bis 31. Oktcber 1916 .die Frequenz des Ambulatoriums seitens der Kriegsflüchtlinge trotz der in diesen Zeitabschnitt fallenden hohen jüdischen Feiertage nahezu unverminderte wa_. Es wurden in diesem Zeitabschnitte behandelt in der Ambulanz für: Augen 217; Chirurgie 75; Frauenkrankheiten 2S2; Haut- und Geschlechtskrankheiten 84; Interne 1 302; interne II 194; Interne III 345; Kinder! 5S; Kiri.de.- II 32; Nase und Kehlkopf 67; Nerven 127; Ohrenkrankheilkunde 10; Zahnheilkunde 352; zus. 2175 Patienten. Seit Bestand des Ambu!a*oriums 77.!)J Patienten. Auch die unentgeltliche Verabreichung von Bandagen, Brillen, Medikamenten, orthopädischen Behelfen und Bädern alter Art bildete immer einen von den Patienten dankbarst entgegengenommenen Teil der Fürsorge des Ambulatoriums. Petrikau. Am 28. Oktober 'feie te die hiesige „Agudath Zion“ ihr einjähriges Jubi'änm. Der Saal des Vereinslokals war mit den National.'arben und. hebräischen Aufschriften geschmückt. Die Eröffnungsrede hielt Gg. P. Baron. Frl. Staszenska dek'amierte „Hamoschnach“ von D. Frischfnan. Eiben historischen Uebe.blick über der Gründung der 'hiesigen „Agudath Zion“ gab Herr Maltz. Dann erfolgten Begrüßungsreden in hebräischer, jüdischer und polnischer Sprache. Die überaus wirkungsvolle Feier fand mit der Absingung der „Hatikwah“ ihren Abschluß. Aufruf! In einer Zeit, wo scT viele Millionen für wohltätige Zwecke aufgebracht werden, wird cs wohl auch möglich sein, für unse en Verein diejenigen Mittel aufzubringen, welche erforderlich sind, um' auch heuer, wie seit einem Vierteljahrhundert, wieder eine Kinderbekleidung vorzunehmen. Wir beabsichtigen in erster Linie jene Kinder zu berücksichtigen, deren Väter eingerückt sind oder es waren. Die Soldaten bringen für uns alle so unsägliche Opfer, daß sie wohl Anspruch darauf erheben können, daß wir int Hinterlande für deren hungernde und frierende .Kinder sorgen. Wegen der hohen Preise können war jedoch nur dann für. die Kinder Ersprießliches leisten, wenn uns die entsprechende Unterstützung seitens des Publikums zuteil wird. In dieser Not wendet sich der Verein mit der innigen Bitte an die große Oeffentlichkeit un» Zuwendung von gütigen Spenden, welche an die Administration dieses Blattes oder an den gefertigten Vereinsobmann gesendet werden wollen. Hochachtungsvoll für den Verein „Rudolfsbund“ zur Bekleidung armer würdiger Schulkinder Dr. Leopold Brady, Hof- und Gerichtsadvokat, Bezn'ksrat, Wien, II., Praterstraße 24. Hochschülerin erteilt Unterricht in Russisch, Französisch und Polnisch. Antr. unter „B. G.“ an die Red. „Jüd. Zeitung“. LEHRERIN für 2 Kinder (Sjähr. Knabe u. lOjähr. Mädchen) mit Fremdspradbenkenntnisse u. Klavier gesucht. Bevorzugt mit hebräischer Bildung. Offerten -.rl-eten unter: „Für Krakau“, Wien, I. Rauhensteingasse 10/8. „ST RECHALYCH“ Novellen und Skizzen aus der Kriegszeit 1914/16, Preis K 5.—. Zu beziehen beim Verfasser: D. S. Silberbusch, Wien, XX. Wallensteinstraße 25, oder Buchhanfdlung R. Löwit, Wien, I. Rotenturmstraße 22. Mädchen Bakfischkosfüm K240.—, Wintermantel! . 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